Archiv der Kategorie 'Hungerstreik'

Iran: Freilassung von Mehdi Chas’ali


Der iranische Regimekritiker Mehdi Chas’ali, der inhaftiert wurde, nachdem er zum Boykott der Revolutionsfeiern vom 22. Bahman (10./11.Februar) aufgerufen hatte, war darauf in den „trockenen Hungerstreik“ getreten. Sein Zustand hatte sich so verschlechtert, dass er schließlich ins Taleqani-Krankenhaus verlegt wurde. Dort erschien jetzt der Gefängnisdirektor des Ewin-Gefängnis, um ihm den Freilassungsbeschluss des Gerichts bekannt zu geben, wie Mehdis Anwalt Mostafa Tork-Hamedani mitteilte. Zumindest in diesem Punkt war der Hungerstreik erfolgreich. Mehdi Chas’ali muss zur Behandlung noch weiter im Krankenhaus bleiben.

http://ir.voanews.com/a/iran-human-rights-khazali/3728986.html
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
eblaghe hokme azadiye mehdi xaz°ali dar bimarestan

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Iran: Mehdi Chas‘ali erleidet Herzinfarkt


Mehdi Chas’ali
Der iranische Regimekritiker und politische Gefangene Mehdi Chas’ali hat am siebten Tag seiner Inhaftierung und seines Hunger- und Durststreiks einen Herzinfarkt erlitten. Er berichtet, dass beim Transport ins Krankenhaus von den Beamten versucht wurde, einen Anschlag auf ihn zu verüben. Mehdi Chas’ali ist stark abgemagert, aber noch am Leben.

http://news.gooya.com/2017/02/post-688.php
vom 12.02.2017
mehdi xaz°ali dar haftomin ruze e°tesabe ghad_a’iye xoshk dochare sekteye qalbi shod

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Iran: Parlamentsabgeordneter setzt sich für Hungerstreikende ein


Die politischen Gefangenen Arasch Sadeqi und Ali Schariati

Der Teheraner Parlamentsabgeordnete Elias Hasrati hat sich in einem Brief an das Oberhaupt der Justiz Ajatollah Sadeq Laridschani, dafür eingesetzt, dass die Akten der beiden hungerstreikenden politischen Gefangenen Arasch Sadeqi und Ali Schariati überprüft werden. Er forderte, dass ihre Rechte wiederhergestellt werden sollen, falls sie verletzt worden seien.
Zwei weitere Teheraner Abgeordnete, Mahmud Sadeqi und Ahmad Masani, haben auf Twitter ihre Besorgnis über die Lage von Arasch Sadeqi ausgedrückt, ebenso ein Mitglied des Teheraner Gemeinderats.
http://www.radiofarda.com/a/f2-iran-hunger-strike-sadeghi-shariati-hazrati-letter-to-judiciary-chief/28207109.html
vom 11. Dey 1395 (31. Dezember 2016)

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Iran: Nach Hungerstreik freigelassen


Mortasa Moradpur (29 Jahre alt)

Nach 65 Tagen Hungerstreik wurde der politische Gefangene Mortasa Moradpur, der eine dreijährige Gefängnisstrafe verbüßte, aufgrund seines Gesundheitszustand aus der Haft entlassen. Er befindet sich derzeit in ärztlicher Behandlung.

Quelle:
http://www.radiofarda.com/a/f2-iran-moradpour-political-prisoner-freed-after-strike-end/28205445.html
vom 10. Dey 2016 (30.12.2016)
dar pey-e payan-e e°tesab-e ghadha, mortaza moradpur, zendani-ye siyasi, azad shod

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Iran: Hungerstreik


Karikatur von Mana Nistani

Quelle:
http://www.radiofarda.com/a/28205533.html
vom 2. Januar 2017

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Iran: Nicht locker lassen


vor dem Ewin-Gefängnis

Heute haben sich mehrere Dutzend Menschen vor den Mauern des Ewin-Gefängnisses in Teheran versammelt, um die Freilassung von Arasch Sadeqi, seiner Frau Golroch Ebrahimi und anderer politischer Gefangener zu fordern. Arasch Sadeqi befindet sich seit 71 Tagen im Hungerstreik, um gegen die gesetzwidrige Inhaftierung seiner Frau zu protestieren. Er hat 19 Kilo Gewicht verloren, spuckt Blut und die Nieren versagen zunehmend den Dienst.
Die Behörden haben sich geweigert, seine Frau gegen Hinterlegung einer Kaution freizulassen, obwohl eine entsprechende Anweisung der Staatsanwaltschaft vorliegt.
Die Demonstrierenden haben eine leise Form des Protests gewählt: Plakate und Aufschriften auf der Handfläche, während sie an den Gefängnismauern von Ewin vorbeiziehen, neben dem unaufhaltsam strömenden Autoverkehr.

Quelle:
http://news.gooya.com/politics/archives/2017/01/222115.php
vom 13. Dey 1395 (2. Januar 2017)
tajammo°-e moqabel-e zendan-e evin baraye azadi-ye arash sadeqi wa digar zendaniyan-e e°tesabi

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Tweet-Sturm für Narges Mohammadi

Die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi ist seit 15 Tagen im Hungerstreik. Im Internet tobt mittlerweise ein sog. tweetstorm, bei dem hundertausende Benutzer des Kurznachrichtendienstes twitter sich für sie und ihre Forderung, mit ihren Kindern telefonieren zu können, einsetzen.

Die Nachricht ihres Hungerstreiks verbreitete sich in Windeseile über das Internet. Immer mehr Menschen erfuhren von Narges Mohammadi, vom Grund für ihre Inhaftierung und dem Verbot mit ihren Kindern zu telefonieren. Die Nachricht wurde nicht nur in Blogs und Nachrichtendiensten verbreitet sondern auch per twitter.com. Dort wurde tausende Tweets mit dem Hashtag #freenarges versehen und immer wieder in dem sozialen Netzwerk weitergeleitet.

Interessanterweise stammen über 41% der tweets aus dem Iran und das obwohl der iranische Staat versucht, Soziale Dienste wie twitter zu blockieren und obwohl das iranische Internet extrem langsam ist.

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Solidaritätsaktion für Dscha‘far Asim Sade


„Das Leben von Dscha’far Asim-Sade ist in Gefahr“, „Dscha’far Asim-Sade muss freigelassen werden“, „Peitschenhiebe und Strafen für Arbeiter, die für ihre Rechte kämpfen, sind unmenschlich und werden von uns nicht akzeptiert .“

Dscha’far Asim-Sade, Leiter der Freien Arbeitergewerkschaft des Irans, ist heute den 62. Tag im Hungerstreik.

Eine Gruppe von UnterstützerInnen hat sich heute vor dem Amtssitz von Staatspräsident Rouhani versammelt und für die Freilassung von Dscha’far Asim-Sade demonstriert. In der Gruppe waren VertreterInnen der Lehrergewerkschaft, Arbeitergewerkschaft, StudentInnen und weitere Personen, aus Organisationen, die sich für Menschrechte und Demokratie einsetzen.

Polizei und Männer in Zivil, d.h. vom Geheimdienst waren vor Ort, haben beobachtet und fotografiert. Sie wollten die Demonstration auflösen. Die Demonstranten ließen sich aber nicht so leicht vertreiben. Ohne ein Gespräch mit einer verantwortlichen Person würden sie nicht nach Hause gehen.

Schließlich erreichten sie ihr Ziel und ein Mitglied der Arbeitergewerkschaft, ein Mitglied der Lehrergewerkschaft und die Schwester von Dscha’far Asim-Sade durften im Büro des Staatspräsidenten ihr Anliegen vortragen. Sie baten angesichts seines schlechten Gesundheitszustands für die Freilassung von Dscha’far und sei es auch nur für kurze Zeit. Ihre Forderungen wurden an Rouhani weitergeleitet.

Im Anschluss sind alle zusammen zum Sina-Krankenhaus gegangen um Dscha’far Asim-Sade zu besuchen.

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Narges Mohammadi tritt in den Hungerstreik

Am Montag, den 27.6.2016 ist die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi, die gegenwärtig im Ewin-Gefägnis in Teheran inhaftiert ist, in den Hungerstreik getreten.


Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi mit ihren Kindern

In einem offenen Brief hat sie die Gründe dafür erklärt. Sie fordert seit langer Zeit die Erlaubnis der Gefängnisverwaltung und der Justizbehörden, mit ihren Kindern in Kontakt treten zu können, und sei es nur per Telefon. Dieses Recht wird ihr verwehrt.

Ihre Kinder leben mit ihrem Mann zusammen im französischen Exil. Das Telefon ist die einzige Möglichkeit, mit ihren Kinder in Kontakt zu treten. Sie schreibt, dass das keine große Forderung sei, dass es nicht gegen das Gesetz oder irgendwelche Sicherheitsbestimmungen verstoße, mit ihren Kindern zu telefonieren. Es sei das gute Recht einer Mutter.

Narges Mohammadi hat vor ihrer jüngsten Festnahme im Mai 2015 als Vizepräsidentin für das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte gearbeitet. Das ist das Institut der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi.

Weitere Artikel zu Narges Mohammadi in diesem Blog

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Iran: Strafverlegung eines kurdischen Gefangenen

Mohammad-Amin Abdollahi, ein kurdischer Gefangener aus Bukan, war bis vor kurzem im Gefängnis von Tabas in Haft, wo er seit zwei Jahren fern seiner Heimat und Familie festgehalten wurde.
Vor zwei Monaten hatte Mohammad-Amin Abdollahi einen Hungerstreik eröffnet, damit er heimatnah verlegt wird und Hafturlaub erhält. Der Gefängnisdirektor sagte ihm dies zu, wenn er den Streik abbreche.
Eingehalten wurden die Versprechen nicht. Deshalb trat Mohammad-Amin Abdollahi erneut in den Hungerstreik. Schon am zweiten Tag, am Sonntagmorgen, wurde er um vier Uhr früh mit Gewalt aus der Zelle geholt und in ein noch weiter entferntes Gefängnis nach Birdschand in der östlich gelegenen Region Chorassan gebracht.

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Iran: Atena Farqdani beginnt Hungerstreik

Atena Farqdani, die Studentin, Malerin und Kinderrechtsaktivistin, die vor wenigen Tagen inhaftiert und verprügelt worden war, hat diesen Dienstag, den 13.1.2015, aus Protest einen Hungerstreik begonnen. Der Hungerstreik wurde von ihren Eltern am Dienstag bestätigt.

Vgl. vorangegangener Artikel

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Hungerstreik von politischer Gefangenen im Iran

Ghontsche Ghawani, eine junge Frau mit britisch-iranischer Staatsangehörigkeit, hat gestern im iranischen Gefängnis einen Hungerstreik ohne Trinkwasser begonnen.


Ghontsche Ghawani befindet sich im Hungerstreik

Ghontsche Ghawani war vor ein paar Monaten von England in den Iran gereist um ein Volleyballspiel zwischen zwei iranischen Teams zu sehen. Sie wurde im Stadion festgenommen und am selben Tag wieder freigelassen. Als sie Tage später ihre Sachen holen wollte, die sich noch auf der Polizeistation befanden, wurde sie erneut festgenommen.

Sie befindet sich nun seit vielen Wochen im Gefängnis und hat keine Aussichten bald entlassen zu werden. Ihr Anwalt berichtet, dass ein Richter ihm eine Beurteilung gezeigt hat, aus der hervorging, dass sie ein Jahr absitzen muss – allerdings ging diese Information noch nicht offiziell an den Anwalt.

Der zuständige Staatsanwalt gibt an, dass sie wegen Äußerungen gegen die Islamische Republik Iran festgenommen worden sei.

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Interview mit Frau des hungerstreikenden Gewerkschafters Schahabi

Der Gewerkschaftsaktivist Resa Schahabi befindet sich seit mehr als 38 Tagen im Hungerstreik. Er sitzt im Gouhardascht-Gefängnis (Karadsch). Zuletzt wurde er trotz seines bewusstlosen Zustands von der Krankenabteilung wieder in den Gefängnistrakt verlegt. Seine Frau, Robabe Resai, konnte ihn dort letzte Woche besuchen und wurde heute von einem Menschenrechtsaktivisten interviewt.


Resa Schahabi im Hungerstreik

Wann war dein letzter Besuch und wie war die körperliche Situation deines Mannes?

Mein letzter Besuch war am letzten Mittwoch. Er hat 15 kg an Gewicht verloren. Sein Blutdruck schwankt ständig zwischen hohen und tiefen Werten. Bisher hatte er schon Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Das hat sich durch den Hungerstreik verschlimmert. Er isst nichts aber muss seine Medikamente nehmen und hat daher starke Magenschmerzen.

Welche Forderungen hat er, damit er seinen Hungerstreik beendet?

Erstens: er will wieder ins Ewin Gefängnis zurückverlegt werden. Und zweitens: er will vorüberübergehend in ein Krankenhaus eingewiesen werden um medizinisch richtig behandelt zu werden.

Wie haben die Zuständigen darauf reagiert?

Sie haben nur leere Versprechungen gemacht aber in der Praxis nichts getan.

Was haben Sie angesichts dieser Situation für Pläne?

Wenn die Forderungen meines Mannes nicht erfüllt werden, werde ich auchin den Hungerstreik treten.

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11 Hinrichtungen im Gheselhesar-Gefängnis, Iran

Gestern, Montag, den 25.11.2013, einen Tag nach der Einigung in den 5+1 Atomverhandlungen in Genf wurden 10 Männer und eine Frau im Gheselhesar-Gefängnis, 50 km westlich von Teheran, hingerichtet.

Kurz darauf sind 1800 Gefangene von insgesamt 3000 Insassen in Hungerstreik getreten. Von diesen 1800 Gefangenen sind die meisten ebenfalls zum Tode verurteilt. Ihre Forderung ist, dass ihre Akten ein weiteres Mal geprüft werden, weil sie zu Unrecht zum Tode verurteilt wurden.

Bislang waren die Abteilungen 2 und 3 an diesem Hungerstreik beteiligt. Nachdem sich die Informationen in den Abteilungen 1 und 4 ebenfalls verbreitet haben, wird damit gerechnet, dass dort auch in Hungerstreik getreten wird.

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Hungerstreik im Gefängnis Ghezel Hessar (Iran)

Seit gestern, den 22.5.2013, machen 2000 Gefangene des iranischen Gefängnis Ghezel Hessar, in der Stadt Karadsch, in der Nähe von Teheran, einen Hungerstreik.

Grund für den Hungerstreik sind regelmäßige Hinrichtungen im Gefängnis und die schlechte Allgemeinsituation (Nahrungsversorgung, Kleidung, medizinische Behandlung, Besuchserlaubnisse) sowie das willkürliche und ungesetzliche Verhalten der Wächter.

Heute hat der Gefängnisdirektor Hosseini mehrere am Streik beteiligte Häftlinge in sein Büro geholt. Dort wurden sie beschimpft und als Rädelsführer bezeichnet. Er drohte damit, 100 Häftlinge hinzuricten, falls der Hungerstreik nicht beendet wird.

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