Archiv der Kategorie 'Internationale Beziehungen'

Trump und Chamene‘i (Religiöser Führer im Iran) tanzen auf der gleichen Bühne

Die Herrscher im Iran strebten über viele Jahre hinweg den Bau einer iranischen Atombombe an. (Sie tun es heute noch.) Und sie waren weit gekommen. Sie eigneten sich die Technologie der Urananreicherung mittels Zentrifugen an und waren nur noch wenige Jahre von ihrer ersten Atombombe entfernt. Aufgrund der internationalen Sanktionen musste der Iran herbe wirtschaftliche Einbußen hinnehmen, Bankverbindungen behinderten die Unternehmen, und das eigene Erdöl ließ sich nur noch schwer verkaufen. Die Regierung Rouhani lenkte schließlich bei den 5+1 Gesprächen mit dem Iran ein und vereinbarte in einem Abkommen den weitgehenden Verzicht auf die atomare Option und erhielt im Gegenzug die Perspektive der schrittweisen Aufhebung der Sanktionen.

Die Fraktion der islamistischen Fundamentalisten, die eigentlichen Herrscher im Iran, war nicht einverstanden mit dem Abkommen der Regierung Rouhani und kritisierte es scharf. Den Amerikanern könne man nicht trauen, die Sanktionen seien nicht so verheerend und Pasdaran und Bassidschi hatten auch während der Sanktionen gute Geschäfte gemacht: Öl konnte billig über Schwarzmärkte verkauft werden, teuere Produktion im Inland ersetzten sie durch Billigimporte aus China (die anschließend im Iran teuer weiterverkauft wurden).

Heute, wo die dramatischen Nachrichten rund um die rassistischen Einreiseverbote für 7 islamische Länder, darunter auch den Iran, durch die Medien gehen, trumpfen die Fundamentalisten im Iran auf und sagen: „Da, schaut auf die Regierung Trump, wir haben es Euch immer gesagt, jetzt seht selbst, wohin uns das Vertrauen in die USA und die Vereinbarungen bringen.“ Die Nachrichten, die Millionen Menschen in aller Welt kritisieren, sind Wasser auf die Mühlen der Fundamentalisten. Sie scheinen sich geradezu darüber zu freuen.

Die iranische Bevölkerung leidet derweil unter den Maßnahmen eines Trumps, wie sie unter den Maßnahmen eines Chamene‘i leidet. Für sie tanzen Trump und der Religiöse Führer Chamene‘i auf der gleichen Bühne. Viele iranische Intellektuelle, KünstlerInnen und Prominente, egal ob sie im Iran, Europa oder in den USA leben, schreiben in den sozialen Medien, in ihren Weblogs oder in den reformistischen Zeitungen im Iran gegen die Einreiseverbote und das antidemokratische Modell Trump an, dass sie aus eigener Erfahrung nur allzu gut kennen.

Die Menschen in aller Welt sollten auf die schädlichen Entwicklungen in den USA unter Trump reagieren. Man darf nicht neutral bleiben.

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Iran – USA: Protest gegen Trumps Rassismus


Die iranische Schauspielerin Tarane Alidusti, die zusammen mit Schahab Hosseini die Hauptrolle im Film „Foruschande“ (Der Verkäufer) spielte, hat auf Twitter erklärt, dass sie zur Zeremonie der Oskar-Verleihung nicht in die USA reisen wird, weil der neue US-Präsident ein Visa-Verbot gegen die Iraner verhängt hat. Sie bezeichnete diese Maßnahme als Rassismus, und erklärte, sie werde aus Protest auch dann nicht reisen, wenn eine Ausnahme für Künstler gemacht würde.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=123761
vom 7. Bahman 1395 (26. Januar 2017)
tarane °alidusti: mamnu°iyate wiza baraye iraniyan az suye tramp nezhadparastane ast, dar oskar sherkat nemikonam

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Moskau: Iranisch-Türkisch-Russisches Treffen zu Syrien

Beim heutigen Treffen der Außen- und Verteidigungsminister Russlands, der Türkei und des Irans zum Thema Syrien und zur Lage in Aleppo war das Misstrauen des iranischen Leibwächters gegenüber seinem türkischen Kollegen unübersehbar. Nicht ohne Grund: Der Einsatz islamistisch motivierter Selbstmordattentäter gehört auch zu den Formen der Außenpolitik der iranischen Ajatollahs. Stiftungen im Iran setzten sogar für einen erfolgreichen Mord an Schriftsteller Salman Rushdie eine Prämie aus. Sie kennen daher die Mentalität, in der der Mörder des russischen Botschafters wohl aufgewachsen ist und sind entsprechend auf der Hut. Es ist eben etwas anderes, ob man im Nachbarland Irak einen Bürgerkrieg anzettelt oder selber mit Attentaten rechnen muss. Aus diesem Grund blieben heute auch die diplomatischen Vertretungen des Irans in der Türkei, also die Botschaft in Ankara und die Konsulate in Istanbul, Trabzon und Erzurum, geschlossen.

http://www.birgun.net/haber-detay/rusya-daki-toplantida-iranli-polis-turk-polisinden-gozunu-ayirmadi-140265.html
Rusya‘daki toplantıda İranlı polis Türk polisinden gözünü ayırmadı
20.12.2016 17:55 GÜNCEL

http://www.diken.com.tr/rus-buyukelciye-suikastin-ardindan-iran-ve-abd-turkiyedeki-temsilciliklerini-kapatti/
Rus büyükelçiye suikastın ardından İran ve ABD Türkiye’deki temsilciliklerini kapattı

20/12/2016 08:49

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Ankara: Russischer Botschafter erschossen

Botschaften sind ein beliebtes Ziel für symbolische Handlungen – so die Besetzung der US-Botschaft in Teheran im November 1979. Diesmal galt der Anschlag dem russischen Botschafter Andrey Karlov in Ankara, als er eine Fotoausstellung eröffnete. Andrey Karlov hat übrigens auch als Russlands Vertreter in Nord- und Südkorea gearbeitet und verstand Koreanisch.
Die russische Zeitung Novaya Gazeta berichtete am 19.12.2016 um 19:15 vom Mordanschlag auf Andrey Karlov, den russischen Botschafter in Ankara. Die Zeitung berichtet weiter unter Berufung auf Habertürk, dass der Attentäter seit 2014 bei einer Spezialeinheit der türkischen Polizei gedient habe, im Rahmen der Entlassungswellen nach dem Putschversuch im Juli 2016 aber entlassen worden sei. Letzteres Detail geistert zwar auch durch andere Medien des ehemaligen Sowjetraums (z.B. in der georgischen Zeitung presa.ge), kann aber anhand der Meldung von habertürk (s.u.) nicht bestätigt werden. Nowaja Gazeta schreibt, der Todesschütze habe Allahu akbar und Sätze wie: „Vergesst Aleppo nicht, vergesst Syrien nicht!“ gerufen. Das Wort Dschihad fehlte natürlich auch nicht. Das persische Internetportal gooya.news ergänzt hierzu, dass der Attentäter einen arabischen Vers zitiert habe, den die Grabenkrieger des Islams in seinen Anfangszeiten auf ihren Lippen gehabt hätten:
„نحن الذین بایعوا محمداً علی الجهادِ ما حیینا ابداً“
Der Täter habe damit seine Gefolgschaft für Mohammad ausgedrückt (falls das sein wahres Motiv war, das wissen höchstens die, die ihn näher kennen…)
Novaya Gazeta erwähnt, dass einmal die Organisation Dschebhat an-Nusra und ansonsten die „FETÖ“ – wie die Glaubensgemeinschaft um den Prediger Fethullah Gülen in der staatlichen türkischen Propaganda genannt wird – als mögliche Täterorganisation hinter dem Attentat bezeichnet wurde. Novaya Gazeta zitiert weiterhin Reuters, wonach Fethullah Gülen den Mordanschlag verurteilt habe. Diese Meldung findet sich in den türkischen Medien nicht. Novaja Gazeta schreibt weiterhin, dass derzeit in der Türkei fast täglich Proteste gegen die russische Politik in Syrien (Krieg um Aleppo) stattfänden.

Was berichtet nun Habertürk?
Die Zeitung verweist zum einen auf das bevorstehende Treffen zwischen Vertretern Russlands, des Irans und der Türkei in Moskau zum Thema Syrien. Das Treffen werde nicht abgesagt. Die Zeitung schreibt weiter, dass der Attentäter die Polizeihochschule in Izmir nach zwei Jahren abgeschlossen habe. Und dann im Einzelnen: „Es wurde bekannt, dass in der Zeit, in der Mert Altintas (der jetzige Attentäter) in der Polizeihochschule aufgenommen wurde, das Erziehungsministerium in den Händen von FETÖ-Mitgliedern war, und dass in der Zeit, in der er seine Ausbildung erhielt, wie auch in der Zeit danach das unter- und übergeordnete Personal der Staatssicherheit sowie die Leute in seinem Umfeld unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in der FETÖ aus ihrem Beruf ausgeschlossen wurden. Es wurde vorgebracht, dass Mert Altintas wie eine „schlafende Zelle“ innerhalb der FETÖ zu werten sei.“ (Das ist also die Quelle für seine angebliche Entlassung aus dem Staatsdienst).
Habertürk schreibt auch, dass der Vater des Attentäters, seine Mutter, seine Schwester und seine Gefährtin festgenommen worden seien. Der Vater arbeitet als Geselle auf Baustellen. Die Familie stammt aus Aydın, einer Provinz in der Westtürkei.
http://www.haberturk.com/gundem/haber/1338550-ankarada-silahli-saldiri
Rusya‘nın Ankara Büyükelçisi Andrey Karlov‘a silahlı saldırı
19 Aralık 2016 Pazartesi, 19:14:36 Güncelleme: 20 Aralık 2016 Salı, 00:01:46

Unschädlich gemacht
Interessant ist, wie die türkischen Amtspersonen auftreten, um von der Tötung des Attentäters durch die türkische Polizei zu berichten. Sowohl Ministerpräsident Binali Yıldırım wie das türkische Außenministerium erklärten, dass der Täter „in einen wirkungslosen Zustand versetzt“ worden sei, sprich er starb im Schusswechsel mit der Polizei. Die gleiche Floskel bekam man auch zu hören, als die Armee gegen die Grabenkämpfer in Diyarbakir und Mardin vorging. Denn der Staat ist ja gut und tötet niemanden…

Wie die türkische Internetzeitung diken am 19.12.2016 um 21:01 Uhr berichtet, hat der türkische Innenminister Süleyman Soylu Details über den Lebenslauf des Attentäters bekannt gegeben, der heute den russischen Botschafter in Ankara bei der Eröffnung einer Ausstellung in einer Galerie für zeitgenössische Kunst mit Schüssen in den Rücken erschoss. Es handelt sich um einen 22-Jährigen, der die Polizeihochschule in Izmir absolviert hat und seit zweieinhalb Jahren bei einer Spezialeinheit der Polizei in Ankara (Çevik Şube Müdürlüğü) Dienst tut. Reuters berichtet, er sei an diesem Abend nicht im Dienst gewesen.
Der Journalist Haşim Kılıç, der für Hürriyet arbeitet und bei dem Anschlag anwesend war, erklärte, dass der Botschafter seines Wissens nach nicht mit Leibwächtern herumzureisen pflegte und auch keinen Leibwächter dabei hatte. In der Kunstgalerie sei keine Polizei anwesend gewesen. Je nach Version heißt es, dass der Attentäter sich als Leibwächter des russischen Botschafters bezeichnet habe bzw. seine Polizeidienstkarte vorgewiesen habe, um in die Galerie eingelassen zu werden.
http://www.diken.com.tr/rusya-ankarada-silahli-saldiriya-ugrayan-buyukelci-karlov-hayatini-kaybetti/
Ankara’da silahlı saldırıya uğrayan Rus büyükelçi Karlov hayatını kaybetti
19/12/2016 21:01

Verbot in der Türkei für unabhängige Nachrichten und Kommentare
Der Radio- und Fernsehaufsichtsrat (RTÜK) gab laut einer Meldung von Habertürk bekannt, dass das Amt des Ministerpräsidenten bezüglich des Mordanschlags auf den russischen Botschafter eine Medienbeschränkung verhängt habe. Die Beschränkung umfasse alle Bilder, Filme und Kommentare, die nicht von amtlichen Stellen stammen.
Die Internet-Ausgabe der türkischen Zeitung Cumhuriyet berichtet um 22:34, dass nach dem Mordanschlag auf den russischen Botschafter in Ankara der Zugang zu Facebook, Instagram und Twitter erschwert sei und der Internetzugang sich verlangsamt habe.
http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/647873/Buyukelciye_suikast_sonrasi_internete_erisim_engeli.html#
Cumhuriyet 19.12.2016 22:34
Büyükelçiye suikast sonrası internete erişim engeli

weitere Quellen:
http://news.gooya.com/politics/archives/2016/12/221561.php
vom 29. Adhar 1395 (19.12.2016)
safire rusiye dar ankara be d.arbe golule koshte shod

https://www.novayagazeta.ru/articles/2016/12/19/70950-v-ankare-zastrelili-posla-rossii-v-turtsii
В Анкаре застрелили посла России в Турции Андрея Карлова
Москва назвала случившееся терактом
19:15 19. Dezember 2016

http://www.presa.ge/new/index.php?m=politics&AID=50987
ვინ იყო თავდამსხმელი, ვინც ანკარაში რუსეთის ელჩი მოკლა? (ფოტო 18+)
vin iqo tavdamsxmeli, vinc ank‘arashi rusetis elchi mok‘la?
22:49 19.12.2016

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Iran: Zumindest das Abhören funktioniert


Schahram Sabswari

Die Webseite gooya.com veröffentlichte am 7. Oktober 2016 einen Artikel, der von der Webseite iranshahrnewsagency.com übernommen wurde. Letztere hatte zwei Tage zuvor einen iranischen Flüchtling interviewt, der beim iranischen Militärgeheimdienst gearbeitet hatte und dann in die Türkei geflohen war. Das Interview führte Neda Amin, die als Journalistin für timesofisrael.com schreibt.


Neda Amin, iranische Journalistin im Exil

Berichte von Geheimdienstmitarbeitern sind aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu genießen. Es kann sich um einen Flüchtling handeln, der hofft, mit so einer Story Asyl zu bekommen, ohne dass er überhaupt mit dem Geheimdienst zu tun hatte. Es kann sich tatsächlich um einen ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter handeln, der durch den Gang an die Öffentlichkeit seine Chancen im Asylverfahren verbessern möchte. In diesem Fall wird er den Schwerpunkt auf die Dinge legen, die sich seiner Ansicht nach positiv auf das Verfahren auswirken. Es kann sich um eine Person handeln, die von einem Geheimdienst geschickt wurde, um dann als Flüchtling andere Flüchtlinge auszuspionieren.
Und natürlich kann alles genauso stimmen, wie es der Betreffende sagt.
Der geflohene Geheimdienstmitarbeiter heißt Schahram Sabswari, er wurde 1352 (1973) in Teheran geboren. Er arbeitete für den Geheimdienst der iranischen Armee und war unter anderem als Berater für den Einkauf von Abhörsystemen zuständig. 1393 (2014/5) ist er aus dem Iran in die Türkei geflohen, dort wurde er dann von der UN-Vertretung und der türkischen Polizei gewarnt, dass er gefährdet sei und seinen Ort wechseln sollte. Er ist dann in ein anderes Land weitergeflohen.


Fernsehturm Bordsche Milad – gleich zwei Geheimdienste hören hier ab

Im Interview berichtete er unter anderem:
Im Jahr 1384 (2005) kaufte der iranische Staat Abhöreinrichtungen im Wert von 1,2 Milliarden Tuman, um verschiedene öffentliche Plätze abzuhören, darunter auch den Pardisan-Park im Nordwesten Teherans. Auch im 435 m hohen Fernsehturm Bordsche Milad (Borj-e Milad) sind zwei Abhöranlagen installiert, wobei die eine von der Polizei betrieben wird, die andere vom Geheimdienstministerium. Das Abhörsystem im Iran ist gut ausgebaut, das Abhören von Privatgesprächen und e-mails dient dazu, die Bevölkerung zu überwachen und die Abgehörten bei Bedarf zu verhaften.


Pardisan-Park, Teheran – wo stecken die Wanzen?

Die im Iran gebräuchlichen Abhörsysteme decken noch das Gebiet bis 50 km vor der iranischen Grenze ab. Zum Abhören von in größerer Entfernung lebenden Iranern oder Institutionen werden Leute extra an den betreffenden Ort geschickt, die in der Nähe des Opfers einen geeigneten Ort aussuchen, wo solche Anlagen in Betrieb genommen werden kömmen. Schahram Sabswari sagt aber auch, dass die iranischen Abhörmittel nicht so raffiniert seien wie die der Amerikaner, denen es sogar gelungen sei, Bundeskanzlerin Merkel abzuhören.
Das iranische Geheimdienstministerium und der Geheimdienst der Pasdaran seien im Iran diejenigen, die über die am besten ausgerüsteten Abhörsystem verfügten.

Der Sohn des Führers und seine Konten in Österreich
Schahram Sabswari berichtet auch, dass noch zur Zeit des Embargos ein Vertrag zum Kauf von Drohnen für 20 Millionen US-Dollar geschlossen worden sei. Diese wurden auf Anweisung des Religiösen Führers aus dem Verteidigungsbudget auf das Konto seines Sohns Modschtaba Chamene‘i bei österreichischen Banken überwiesen.


Ahmed-Resa Chosrawi, geflüchteter Geheimdienstpilot

Was geschieht mit Abtrünnigen?
Auf den Fall des iranischen Piloten Ahmed-Resa Chosrawi angesprochen, der für eine Hubschrauber-Einheit des iranischen Geheimdienstes arbeitete und dann in die Türkei flüchtete, meinte Schahram Sabswari, dass das Vorgehen der iranischen Organe gegen flüchtige Ex-Mitarbeiter mehrstufig sei. Sobald man ihren Aufenthaltsort herausgefunden habe, beginne man, sie unter Druck zu setzen, damit sie „freiwillig“ in den Iran zurückkehren. Wenn das nicht helfe, versuche man, sie mit Gewalt in den Iran zurückzuholen. Falls man damit keinen Erfolg habe, sei die dritte Stufe die Ermordung des Betreffenden. Da eine Entführung von Ahmed-Resa Chosrawi zweimal gescheitert sei, müsse man davon ausgehen, dass die iranischen Behörden jetzt seine Ermordung planten.
Ein Schwerpunkt des iranischen Geheimdienstministeriums sei die Überwachung von Medien und Webseiten Israels, es gebe eine extra Abteilung dafür.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/10/218438.php
vom Freitag, 16. Mehr 1395 (07.10.2016)
mosahebe ba yek maqame amniyatiye arteshe iran dar xarej az keshvar
Im Ausland gegebenes Interview mit einem Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes

Originalquelle:
http://iranshahrnewsagency.com/NewsDetails.aspx?ItemId=41406#.V_gA47Vb88o
vom Mittwoch, 14. Mehr 1395 (5. Oktober 2016)
mosahebeye extesasiye iranshahr ba maqame amniyatiye arteshe iran
Spezialinterview von Iranschahr mit einem Mitarbeiter des iranischen Militärgeheimdienstes

http://www.timesofisrael.com/iranian-pilot-defects-threatens-regime-hell-seek-asylum-in-israel/
Iranian pilot defects, threatens regime he’ll seek asylum in Israel
Opposed to Iran’s ruling ethos, Ahmad-Reza Khosravi fled to Turkey last year. Now he says he’ll work to harm the Islamic Republic if it doesn’t stop harassing his wife and son
By Neda Amin and Mohsen Rostambakhsh April 13, 2016, 9:39 pm 25

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Iran – Deutschland: Wirtschaftsbeziehungen

Am 2. Oktober ist eine Delegation von Vertretern deutscher Unternehmen zusammen mit dem deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Teheran eingetroffen. Auf der Sitzung vom 3. Oktober nahmen über 100 Vertreter deutscher und iranischer Firmen und Handelsunternehmen teil. Seit 2015 haben zwanzig Wirtschaftsdelegationen aus Deutschland den Iran besucht, weitere zehn sind geplant.
Es sollen Abkommen zwischen folgenden Firmen geschlossen worden sein:
Espriyal (Iran) und die SMS-Gruppe (Deutschland), Munenku (Iran) und Mitsubishi Hitachi (Deutschland) sowie die Firma Kohler (?) und drei iranischen Firmen zur Herstellung von Ziegelsteinen.
In der persischen Meldung von Radio Farda ist davon die Rede, dass die Ausweitung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zur Lösung der „verwickelten Probleme zwischen den beiden Staaten“ beitragen könne. Eine reichlich seltsame Formulierung, zumindest ist es beiden Seiten bislang erfolgreich gelungen, diese verwickelten Probleme für sich zu behalten. Außenpolitisch gibt es natürlich zu den Fragen Syrien, Israel und Palästina Differenzen, aber ob das hinter dieser Formulierung steht, ist zweifelhaft.
http://www.radiofarda.com/a/f8-iran-germany-economic-ties/28028875.html
vom 12. Mehr 1395 (3. Oktober 2016)

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Usbekistan: Abschied von einem Diktator


Islam Karimow (Islom Karim)

Vor einer Woche, am 2. September 2016, ist der usbekische Präsident Islam Karimow gestorben. Vorausgegangen waren eine Todesmeldung und ihr umgehendes Dementi, und wenn der finnische Neurochirurg, Juha Hernesniemi, der ihn untersucht hat, die Wahrheit sagt, war er sogar schon ein paar Tage früher tot.

Obwohl die Ärzte seinen Gehirntod festgestellt hatten, hielten sie ihn weiter mit Maschinen am „Leben“, bis auch das Herz durch einen Infarkt seinen Dienst versagte.

Eine Reanimation half auch nicht mehr. Islam Karimows Angehörigen blieb somit ein wochen- oder monatelanges Warten erspart.

Eine Diskussion über würdevolles Sterben findet in Usbekistan natürlich nicht statt, wer sollte nach einer jahrzehntelangen Diktatur auch noch diskutieren wollen.

Islamisches Begräbnis für einen Atheisten
Die Webseite fergananews veröffentlichte schon am 1. September Fotos von den Arbeiten auf dem Hasrati-Hisr-Friedhof in Samarkand.

Hier wird das Grab für Islam Karimow gebaut.

Da ist es mit ein paar Schaufeln Erde nicht abgetan.

Im Gegensatz zur muslimischen Geistlichkeit in der Türkei, die den gestorbenen Putschisten die letzten Dienste offiziell verweigert, muss Islam Karimow in Usbekistan nicht mit so einer Reaktion rechnen. So hat er die offiziellen Vertreter des Islams entsprechend ausgesiebt. Die Tatsache, dass er Tausende von gläubigen Muslimen inhaftieren und viele von ihnen foltern ließ und selbst den Zugang zum Koran im Gefängnis verwehrte, spielt keine Rolle. Die Tatsache, dass er früher der Erste Sekretär der Kommunistischen Partei der Sozialistischen Sowjetrepublik Usbekistans war, spielt auch keine Rolle. Ob und was er geglaubt hat, spielt keine Rolle, Hauptsache, der Schein bleibt gewahrt.


Das Volk nimmt Abschied

Am frühen Morgen des 3. Septembers sammelten sich Hunderttausende Taschkenter,

Männer und Frauen, an den Straßenrändern der Hauptstadt,

entlang der Strecke, auf der die Leiche des Präsidenten zum Flughafen gebracht werden sollte, um nach Samarkand zu gelangen.

Sie kamen schon vor fünf Uhr, in der Befürchtung, dass die Zugänge zu den Straßen später gesperrt würden.



Die Bevölkerung der Hauptstadt hat schließlich ihre Erfahrung mit Fahrzeugkonvois des Präsidenten…

Wer darf den Sarg zuerst tragen

Symbolisch wichtig ist die Frage, wer als erster den Sarg tragen darf. Nur, wer sich in der Frage der Nachfolge gut positioniert hat, kommt dafür in Frage. Einer von ihnen ist Schawkat Mirsijajew. Er ist der Träger im Vordergrund. Egal, wer das Rennen macht, es wird kaum mehr Veränderung geben als im benachbarten Turkmenistan, als Präsisdent Saparmurad Nijasow starb.

Das Schlusslicht der Sargträger bilden die Militärs. Die hatte der Diktator stets fest im Griff, Putsche wie in der Türkei waren hier nie das Thema.

Still wie ein Stein
Ein demokratisches Erwachen ist nicht zu erwarten. Zu Beginn der 1990-er waren noch die Bewegungen Erk und Birlik aktiv. Ihre Anhänger wurden verhaftet, ermordet oder gingen ins Exil, wie die Parteiführer. Muhammad Salih, der Parteiführer von Erk (Freiheit), war bei den ersten Präsidentschaftswahlen nach der Unabhängigkeit von 1991 gegen Islam Karimow angetreten, später ließ ihn das Regime weltweit per Interpol suchen. Sowohl die Regierungsmedien wie die Oppositionspartei Birlik betrieben eine Schmierkampagne. Birlik (Einheit), deren Führer Abdurahim Pulat, ebenfalls im Exil lebt, ist schon längst zerfallen. Sie hatte ursprünglich eine beachtliche Anhängerzahl. Aber hier schlug nicht nur die Repression zu, sondern auch die Rechthaberei des Führers, der alle anderen Konkurrenten im demokratischen Lager als Verräter beschimpft und im übrigen immer schon alles vorhergesagt haben will, wenn ein Ereignis eingetreten ist.

Was sagt Abdurahim Pulat?
Die usbekische Webseite harakat.net, das Sprachrohr von Abdurahim Pulat, schreibt zu Karimows Tod:
„Die Gefährten von Islom Karim haben ihm einen Tritt gegeben und ins Grab geworfen, was kommt nun? Was soll schon kommen? Es kommt so, wie Birlik und Harakat schon gesagt haben!
Bevor Islom Karim, der in Usbekistan in den letzten Jahren schon fast zum zweiten Gott gemacht wurde, auch nur gestorben war, bekam er einen Tritt von seinen Gefährten und wurde weggeworfen. Kaum hatte der Ministerrat die erste Meldung über seine Erkrankung veröffentlicht, wurde bekannt, dass die Amtsgeschäfte entgegen der herrschenden Gesetze an den Vorsitzenden eben dieses Ministerrats übergegangen sind. (…)“

Nationalistisches Geschmäckle
Die Webseite fährt fort:
„Die Usbeken sind jetzt Islom Karim los, der ihnen von der Lubjanka (gemeint: dem russischen Geheimdienst sprich Putin) aufgebürdet wurde, der zwar ein mongoloides Äußeres (positiv gemeint!) hat, aber eine tadschikische Mentalität besaß, der Usbekistan als Staat vernichtet hat, praktisch nichts getan hat als Hunderte von Usbeken von kirgisischen Faschisten umgebracht wurden (Abdurahim Pulat hatte damals einen militärischen Einmarsch gefordert), und der die Usbeken zu Millionen in eine Lage gebracht hat, dass sie im Ausland wie Sklaven arbeiten müssen, um für ihre Familien zu sorgen. Nun, was folgt jetzt?
Erstens muss man Usbekistan als Staat wiederherstellen und die Usbeken wieder zu einer Nation machen. Aber das ist nicht leicht. Selbst wenn Islom Karims Gefährten dies tun wollten, brächten sie das nicht zustande. Denn unter ihnen gibt es keinen, der etwas von globalen Angelegenheiten versteht (übrigens ganz im Gegensatz zu Abdurahim Pulat).“

Putin besucht das Grab seines Sowjetkollegen Karimow in Samarkand

„Usbekistan benötigt grundlegende Veränderung. Wie der Birlik-Führer Abdurahim Pulat schon oft gesagt hat, kann man die Zweige und Äste eines Baums nicht durch Pfropfen ändern und so in einen anderen Baum verwandeln, vielmehr muss man seine Wurzeln ändern.“
Die Kostprobe mag genügen.

Und die Islamisten?
2005 hatte Islam Karimow noch einen angeblichen islamischen Aufstand in Andischan gewaltsam niedergeschlagen, bei dem auch viele Zivilisten umgebracht wurden oder danach in den Gefängnissen verschwanden. Eine Aufklärung dieser Ereignisse steht noch in der Zukunft, das Regime hatte damals alles getan, um Zeugen seines Vorgehens zu beseitigen. Damals herrschte in Deutschland eine Koalition aus Rot-Grün, die Bundeswehr benutzte Termes nahe der afghanischen Grenze für die Einsätze in Afghanistan, entsprechend lau verlief die amtliche Reaktion der deutschen Institutionen. Die Islamische Bewegung Usbekistans, die in Usbekistan und Tadschikistan von sich reden machte, dürfte inzwischen irgendwo im Sumpf der Kämpfe zwischen Afghanistan und Pakistan feststecken. Die nach eigener Darstellung vor allem durch Propaganda und Missionierung aktive Hisb ut-Tahrir (Partei der Befreiung) fristet ihr Dasein im Gefängnis, und um die Nachfolge des Präsidenten über die veröffentlichte Meinung in Russland zu steuern, wird jetzt in der russischen Presse auch der „Islamische Staat“ (IS, russisches Kürzel IGIL) ins Spiel gebracht, so in der Komsomolskaya Pravda vom 09.09.2016, die einen Artikel mit dem Titel: „Wohin steuert Usbekistan: Nach Russland, China oder zum Islamischen Staat?“ veröffentlicht hat.

Quellen:
http://www.kp.ru/daily/26580.7/3594977/
Галина САПОЖНИКОВА
Куда пойдет Узбекистан: в Россию, Китай или ИГИЛ*?
09.09.2016 11:00

http://www.topnews.ru/news_id_93393.html
Финский хирург рассказал, как умер президент Узбекистана Ислам Каримов
Опубликовано 06.09.16 08:46

http://www.harakat.net/news/?id=19605
03 September 2016 19:27

http://www.centrasia.ru/newsA.php?st=1472807820
Выходец из таджикского кишлака Яхтан? На малой родине узб-премьера Шавката Мирзиеева
12:17 02.09.2016

http://www.fergananews.com/articles/9078
Узбекистан: Похороны Ислама Каримова пройдут в Самарканде третьего сентября (фото)
01.09.2016 22:15 msk, Фергана

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Iran: Maschhad – die Folgen des Angriffs aufs saudische Konsulat

Im vergangenen Jahr hatten sogenannte „Eigenmächtige“, also von den Fundamentalisten organisierte Täter, die Botschaft Saudi-Arabiens in Teheran und das Konsulat des Landes in Maschhad angegriffen und versucht, die Gebäude in Brand zu setzen. Mohammad Qane’i, der Präsident des Hotelier-Verbands von Maschhad, hat jetzt gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärt, dass darauf die Zahl der ausländischen Touristen in Maschhad um 80% zurückgegangen sei. Vor dem Überfall auf das saudische Konsulat wurde Maschhad jährlich von anderthalb Millionen Arabern besucht. Die wenigen, die jetzt noch kommen, bleiben kürzer und geben weniger Geld für Einkäufe aus. Das hat zu einer spürbaren Rezession in Maschhad geführt.

Die Frage ist, ob die Fundamentalisten mit Ajatollah Chamene’i als Führer diesen Unmut auch zu spüren bekommen und in welcher Form. Händler sind im Iran einflussreiche Leute und gewöhnlich mit der Geistlichkeit verbunden. Vielleicht führt dies zur Zunahme von Anhänger für Ajatollah Rafsandschani.

Quelle:
http://www.radiofarda.com/a/27965979.html
vom 4. September 2016 (14. Schahriwar 1395)
hamle be konsulgariye arabestan safare gardeschgarane xaredschi be maschhad-ra 80 dar sad kahesh dad

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Iran: Geldhahn zu für Pasdaran?


Das Logo des Pasdar-Stützpunkts Chatamu l-Anbiya

Wie Radio Farda am 04.09.2016 berichtete, hat die iranische Tageszeitung Keyhan, die die Linie des Religiösen Führers Ajatollah Chamene’i vertritt, am 03. September 2016 (3. Schahriwar 1395) einen Artikel veröffentlicht, in dem kritisiert wird, dass iranische Banken nun wichtigen Stützpunkten der Revolutionswächter (Pasdaran) den Zugang zu ausländischer Währung verweigern. Die Zeitung Keyhan druckte sogar einen Antwortsbrief der Bank-e Mellat (Volksbank) an den Pasdaran-Stützpunkt Chatamu l-Anbiya ab, in dem es heißt, dass „Dienstleistungen für diejenigen Kunden, die auf der Sanktionsliste der EU oder der gemeinsamen Liste der EU und der UNO aufgeführt werden, nicht möglich“ sind. Laut Keyhan (Teheran) hat auch die Bank-e Sepah (Bank der Streitkräfte der Pasdaran) einer Firma, die auf der Sanktionsliste steht, eine ähnliche Auskunft erteilt.

Selbst-Embargo
Die Zeitung Keyhan (Teheran) bezeichnete dieses Vorgehen als Selbst-Embargo (xod-tah.rimi) und führte es auf ein Abkommen mit der FATF (Financial Action Task Force) zurück. Betroffen von diesen Sanktionen sind rund 200 Institutionen und Personen, die der Geldwäscherei oder der Unterstützung des Terrorismus beschuldigt werden. Zu ihnen gehören auch das staatliche iranische Rundfunk und Fernsehen (Seda wa Sima), das Verteidigungsministerium, der Pasdaran-Stützpunkt Chatamu l-Anbiya und das Geheimdienstministerium. Die Verweigerung von Dienstleistungen an den Pasdar-Stützpunkt Chatamu l-Anbiya wird auch von Abdollah Gandschi, dem Chefredakteur der Zeitung „Dschawan“ bestätigt. Diese Zeitung gilt als direktes Sprachrohr der Pasdaran.

Financial Action Task Force (FATF)
Radio Farda schreibt in einem weiteren Artikel vom selben Tag, dass diese Sanktionen iranischer Banken gegen inländische Kunden auf ein Abkommen zwischen der iranischen Regierung und der FATF vom 24. Juni 2016 zurückgehen, in dem vereinbart wurde, dass die Beschränkungen gegen iranische Banken für 12 Monate provisorisch aufgehoben werden, wenn diese sich verpflichten, den in den EU- bzw. UN-Sanktionslisten aufgeführten Personen und Unternehmen keine Dienstleistungen zu gewähren.

Beleidigung für den Führer
Gholam-Ali Haddad Adel, dessen Tochter mit Modschtaba Chamene’i, dem Sohn des religiösen Führers verheiratet ist, ist selbst Hoher Berater des Religiösen Führers und Mitglied des Rats zur Wahrung der Interessen des Systems. Ins Parlament hat er es nicht geschafft, er bekam zu wenig Stimmen. Dieser Herr Haddad Adel meinte am Sonntag, den 4. September bezüglich der Beschränkung des Zugangs zu Devisen für die Pasdaran durch einige iranische Banken, dass „das Volk und die Führung diese Art von Beleidigungen, Einmischungen und Selbstunterwerfung nicht duldet.“

Ali Akbar Welajati, ein Spezialist für Terror
Ali Akbar Welajati, ebenfalls ein Berater des Religiösen Führers, und zwar für Auslandspolitik, fand diese Art der Zusammenarbeit des Irans mit der internationalen Organisation gegen Geldwäsche (gemeint ist die FATF) als nicht gut für das Land. Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur ISNA soll Welajati am 4. September erklärt haben, dass „unsere eigenen Leute nicht den Plänen des Feindes folgen sollten.“ Er vertrat die Auffassung, dass „der Grund für die Sanktionen gegen den Pasdaran-Stützpunkt Chatamu l-Anbiya und gegen die vor allem im Ausland operierende Pasdar-Streitkraft (Sepahe) Qods (also auch die!) darin besteht, dass die konkrete Schritte gegen die Feinde des Islams“ unternehmen. Ali Akbar Welajati muss es wissen. Als er iranischer Außenminister war, wurde in Berlin im Mykonos-Restaurant ein erfolgreicher Mordanschlag auf iranische Kurden, u.a. den Führer der Demokratischen Partei Kurdistans Iran, Scharafkandi, verübt. Die Mörder wurden von der iranischen Botschaft in Berlin koordiniert, also einer Institution, die ihm damals unterstand. Ali Akbar Welajati wurde deshalb auch vom Gericht als einer der Verantwortlichen für den Mordanschlag bezeichnet. Wir sehen, heute ist er außenpolitischer Berater des Religiösen Führers Ajatollah Chamene’i.

Die Fundis malen den Großen Bruder an die Wand
Laut Iran-emrooz.net hat die Nachrichtenagentur des iranischen Parlaments schon am Donnerstag, den 1.9.2016, die Äußerungen von diversen iranischen Parlamentsabgeordneten veröffentlicht, die dem fundamentalistischen Flügel zugerechnet werden. Hossein-Ali Hadschi Deligani, Abgeordneter von Schahin-Schahr, soll erklärt haben, dass diese Vereinbarung mit der FATF de facto den Zugang zur Privatsphäre des Volkes öffne. Er sagte: „Laut FATF können die Ausländer in die Konten der Bevölkerung schauen und sehen, welcher Iraner wieviel Geld hat und wo dieses Geld hingeht.“ Für die meisten Iraner ist dies kein Albtraum. Sie haben eh kein Geld und machen über solche Angstmache Witze.

Der Schuldige
Die fundamentalistische Presse versäumt auch nicht, einen Schuldigen für diese bösen Machenschaften zu nennen. So schreibt die Zeitung „Watane emrus“, am 4. September 2016: „Das Abkommen mit der FATF hat der Wirtschaftsminister in Vertretung der Regierung unterzeichnet und damit die Grundlage dafür geschaffen, dass wir selbst gegen uns selbst Sanktionen verhängen. Verschiedentlich wird darauf hingewiesen, dass der Westen damit die finanzielle Unterstützung für die heldenhaften Kämpfer der Hisbullah im Libanon behindern will.

Sollen die Pasdaran doch ihre Geschäfte mit ihren eigenen Banken abwickeln
Der stellvertretende Parlamentspräsident Mas’ud Peseschkian hat am 5. September 2016 in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur Fars sichtbar gemacht, was hinter der Bühne abläuft. Er meinte: „Wenn wir mit der Welt Geschäfte abwickeln wollen, müssen wir die Spielregeln der Welt akzeptieren. Die Pasdaran können ja dann mit ihren eigenen Banken arbeiten.“
Auf die Frage der Nachrichtenagentur: „Wird die Wirtschaft des Landes durch die Ausführung dieses Abkommens (mit der FATF) geschädigt?“ antwortete Mas’ud Peseschkian:

Die Wirtschaft des Landes ist derzeit gelähmt
„Die Wirtschaft des Landes ist derzeit gelähmt. Das Bankensystem des Irans ist nicht transparent. Geldwäsche lässt sich im iranischen Bankensystem sehr leicht durchführen. Wenn wir mit den Banken der Welt in Kontakt treten wollen, müssen wir das Problem der Geldwäsche selbst angehen. Im Ausland kann niemand auch nur 10.000 Dollar einfach so auf der Bank einzahlen, er muss erklären, wo er das Geld her hat. Aber wenn in unserem Land jemand 10 Milliarden Dollar auf die Bank bringt, stellt man ihm nicht nur keine Fragen, woher er das Geld hat, man gibt ihm sogar noch mehr Zins. Die einheimischen Banken müssen hier klare Verhältnisse schaffen.“ Peseschkian weist auch darauf hin, dass die Bekämpfung der Korruption unmöglich ist, solange die Geldströme im Land so intransparent sind.

In euren Banken kann man bequem Geld waschen
Zuerst muss der Geldfluss in unserem Land transparent werden, damit wir die Korruption, die Wucherei, die Bestechung, die illegale Umwandlung von Land in Baugrundstücke, das Maklerunwesen und den Schmuggel verhindern können.
(…) Dies ist der Grund, warum die ausländischen Banken sagen – in euren Banken kann man bequem Geld waschen – und sie haben Recht damit!“

Jedes Organ im Land mit eigener Bank
Auf die Frage der Agentur Fars, ob das „Selbst-Embargo“ gegen einige Institutionen, die früher (?!!) auf der Sanktionsliste des Westens standen, durch einheimische Banken richtig sei, antwortet der Vize-Parlamentspräsident, er wisse gar nicht, wozu die vielen Banken im Iran überhaupt nützen. „Einerseits besitzt jede dieser Banken selber wieder eine Bank, die Pasdaran besitzen die Bank „Mehr-e Eqtesad“, und die Streitkräfte haben auch eine eigene Bank. Dann sollen sie doch mit ihren Banken arbeiten. Heutzutage hat jedes Organ im Land für sich selbst eine Bank gegründet. Sollen diese Institutionen doch ihr eigenes Geld in Bewegung setzen. Was ist das Problem dabei?“

Im Fußball akzeptieren wir doch auch die internationalen Spielregeln
Schließlich wollen wir mit der Welt Geschäfte machen. Im Fußball akzeptieren wir doch auch die internationalen Spielregeln. (…) Wenn wir mit der Welt Geschäfte machen wollen, müssen wir die internationalen Regeln akzeptieren oder darauf verzichten, mit ihnen in Kontakt zu treten.“

Hinter den Kulissen
Der stellvertretende Parlamentspräsident Mas’ud Peseschkian redet nicht nur eine deutliche Sprache, er macht auch deutlich, wo die iranischen Machthaber einen Ausweg gefunden haben. Denn eins ist klar: Die Kontrolle über die Außenpolitik liegt nach iranischem Grundgesetz in der Hand des Religiösen Führers, das heißt also von Ajatollah Chamene’i. Weder die Abrüstungsverhandlungen noch die Verhandlungen mit der FATF können ohne Absprache mit dem Religiösen Führer geführt werden. Jegliche Unterschriften, die die iranischen Vertreter unter solche Abkommen setzen, müssen erst vom Führer gebilligt werden. Der Führer ist aber heute abhängig von der Macht der Revolutionswächter, die sowohl in der Wirtschaft wie militärisch das eigentliche Rückgrat der Staatsgewalt bilden. Nie würde der Führer einer Unterschrift zustimmen, wenn dies dazu führen würde, dass den Pasdaran der Geldhahn zugedreht wird.

Baustellen kann man mit Satelliten filmen, Geldüberweisungen nicht
Und das ist der Schwachpunkt der FATF-Kontrollen. Wenn irgendwo im Iran unterirdische Anlagen zur Anreicherung von Uran-Isotopen gebaut werden, kann man die Baustelle auf Satellitenfotos sehen und mit zusätzlichen Informationen entsprechend deuten. Aber was ist Geld auf Bankkonten? Eine Illusion, eine imaginäre Größe. Eine Überweisung von A nach B ist nichts anderes als eine elektronische Datenübermittlung, materiell ist nichts zu sehen. Also kann man einer Kontrolle durch die FATF getrost zustimmen, man hat ja noch ein paar Banken, die nicht zum großen Kreislauf gehören müssen und dann weiter als Drehscheibe für Überweisungen an die Hisbullah und Co. dienen können.

Warum dann der Aufruhr?
Für die Fundamentalisten ist der Aufruhr eine Möglichkeit, die Regierung, die ja nicht der Wunschvorstellung des Religiösen Führers entspricht, in den Augen der Öffentlichkeit als „Verräter an den nationalen Interessen“ zu diskreditieren. Für die Regierung sind die Angriffe der Fundamentalisten ein Beleg gegenüber den westlichen Verhandlungspartnern, dass man es ernst meint, so dass zumindest wieder Geld ins Land fließen kann, und für die ausländischen Verhandlungspartner sind solche verbalen Kanonenschüsse ein geeigneter Nachweis gegenüber dem heimischen Publikum, dass man die Kontrolle wirklich entschlossen durchsetzt.

Quellen:
http://www.radiofarda.com/a/f35_irgc_banks_alizadeh/27965498.html
sepa:h tahte tahrime bankhaye daxeli
vom 04.09.2016

http://www.radiofarda.com/a/f14-iran-banks-cut-currency-relations-with-sepah/27966418.html
hada:d °a:del ba esha:re be mahdudiyate arzi bara:ye sepa:h : rahbar in tahqir-ra: tahammol nemi konad
vom 04.09.2016

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/64306/
negara:niye osulgera:ha: az peywastane ira:n be tawa:foq d.edde pulshuyi
vom 04.09.2016

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/09/217094.php
pezeshkiya:n, na:yebe ra’ise majles: sepa:h
vom 05.09.2016

http://www.fatf-gafi.org/
Financial Action Task Force

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Türkei – Syrien – USA: Beim Lügen ertappt

Wir hatten vor zwei Tagen davon berichtet, dass der türkische Einmarsch in die syrische Grenzstadt Cerablus auch mit Unterstützung von US-Flugzeugen erfolgte. Dies soll sowohl der US-Vizepräsident Joe Biden wie das US-Verteidigungsministerium bestätigt haben. Nun hat der türkische Journalist Tolga Tanış diese Behauptung als Lüge entlarvt.
So schreibt er in der dem Militär nahestehenden Zeitung Hürriyet, dass die USA den türkischen Einmarsch in Cerablus keineswegs aus der Luft unterstütze. Dies gehe auch deutlich aus den Berichten des US-Zentralkommandos hervor, die am 24., 25. und 26. August 2016 veröffentlicht wurden. Sie decken jeweils den Vortag ab und erwähnen in keinem einzigen Fall Cerablus (oder Jarablus), sondern als nächsten Ort Manbij, das sich in der Hand kurdischer Kämpfer befindet. Tolga Tanış schreibt weiter, dass die US-Luftwaffe die Kämpfer in Cerablus auch gar nicht unterstützen könnte, selbst wenn sie wollte. Denn in Cerablus seien Organisationen aktiv, die nach Title 50 des Nationalen Sicherheitsgesetzes der USA vom CIA unterstützt würden, sie könnten damit nicht nach Title 10 desselben Gesetzes vom US-Verteidigungsministerium unterstützt werden. Ob das so stimmt, ist allerdings fraglich, wie ein Aufsatz von Andru E. Wall im Harvard National Security Journal von 2011 ausführlich erklärt. Die Auslegung sei den US-Juristen überlassen, Faktum ist jedenfalls, dass das US-Centcom keine Luftwaffeneinsätze aus dem fraglichen Zeitraum in Cerablus/Jarablus veröffentlicht hat.
Tolga Tanış schreibt auch, es sei fraglich, ob der militärische Einmarsch der Türkei vor allem dem IS gelte oder nicht viel mehr den Kurden. Die Tatsache, dass die IS-Kämpfer sehr plötzlich aus Cerablus verschwunden seien, sei keineswegs beruhigend für die Türkei.

Quellen:
http://www.diken.com.tr/cerablus-operasyonu-tsk-sivillerin-zarar-gormemesi-icin-gerekli-tedbir-aliniyor/
Cerablus operasyonu | TSK: Sivillerin zarar görmemesi için gerekli tedbir alınıyor
28/08/2016 14:00

http://sosyal.hurriyet.com.tr/yazar/tolga-tanis_322/cerablus-problemleri_40209854
Cerablus problemleri – Tolga Tanış
28.08.2016 Pazar

http://www.centcom.mil/news/press-release/august-26-military-strikes-continue-against-isil-terrorists-in-syria-and-ir
August 26: Military Strikes Continue Against ISIL Terrorists in Syria and Iraq
8.26.16
August 26, 2016
Release # 20160826-01
http://www.centcom.mil/news/press-release/august-25-military-airtrikes-continue-against-isil-terrorists

August 25: Military airtrikes continue against ISIL terrorists in Syria and Iraq
8.25.16
August 25, 2016
Release # 20160825-01

http://www.centcom.mil/news/press-release/august-24-military-airstrikes-continue-against-isil-terrorists-in-syria-and
August 24: Military airstrikes continue against ISIL terrorists in Syria and Iraq
8.24.16
August 24, 2016
Release # 20160824-01

http://harvardnsj.org/wp-content/uploads/2012/01/Vol-3-Wall.pdf
Demystifying the Title 10-Title 50 Debate:
Distinguishing Military Operations, Intelligence Activities & Covert Action, Harvard National Security Journal, 2011 von Andru E. Wall*

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Russland und Iran: Partner im Syrienkonflikt


von Hamedan nach Syrien

Kürzlich kam durch Presse-Meldungen aus Russland – u.a. in der englischsprachigen Zeitung Russia Today (RT), ein Thema an die Öffentlichkeit, dass die iranischen Machthaber wohl lieber im geschlossenen Kämmerlein behandelt hätten. Die Nutzung des Nuzhe-Flughafens in Hamedan durch russische Bomber, die von hier ihre Angriffe auf Stellungen des IS und von an-Nusra in Syrien (Aleppo, Deir ez-Zor und Idlib) flogen. Unterstützt wurden sie dabei von russischen Jagdfliegern, die von Chmeimim, der russischen Luftwaffenbasis in Syrien starteten. Die Angriffe hätten fünf Waffenlager zerstört, wie das russische Verteidigungsministerium meldete. Die Zeitung schreibt auch von einem Abkommen zwischen Moskau und Teheran, das die Nutzung des Flughafens von Hamedan durch die russischen Kampfflugzeuge erlaube (RT 16.08.2016).
Ali Schamchani, der Sekretär des Obersten Rats für Nationale Sicherheit des Irans, erklärte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur IRNA in einem Interview vom 16.08.2016, dass Teheran mit Moskau übereingekommen sei, seine militärischen Einrichtungen mit Russland zu teilen, um den Terrorismus in Syrien zu bekämpfen.

Von gemäßigten Revolutionswächtern und Hisbollahis
Russia Today schreibt weiter, dass Moskau und Teheran im Januar 2016 ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit unterzeichnet hätten, das Ausbildung und Bekämpfung von Terrorismus umfasse. Auch Das Abkommen wurde unterzeichnet, als der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu den iranischen Verteidigungsminister Brigadegeneral Hossein Dehqan besuchte. Diese Zusammenarbeit wird vom britischen Kommentar John Wight auf den Seiten von Russia Today als Modell gepriesen. Wes Geistes Kind dieser John Wight ist, verrät sein folgender Kommentar: „Im Jahre 2016 gibt es in keine gemäßigten Kämpfer in Syrien, mit Ausnahme der Leute von der Russischen Luftwaffe, mit Ausnahme der Soldaten der Syrischen Arabischen Armee, die keiner bestimmten Volksgruppe angehört, und mit Ausnahme der iranischen Milizen und ihrer libanesischen Alliierten…“ Jetzt wissen wir also, die Bassidischis und Pasdaran sowie die Hisbollah sind gemäßigte Kämpfer. Da Russia Today russische Regierungspositionen vertritt, sollte man solche Artikel auch nicht als Privatsache abtun.

Solange wie nötig
Am 21. August schrieb Russia Today unter Berufung auf eine Pressekonferenz des iranischen Verteidigungsministers vom Vortag, dass der Iran Russland erlauben werde, den Flughafen in Hamedan so lange zu nutzen, wie es nötig sei. Die Zusammenarbeit sei vom Obersten Rat für Nationale Sicherheit des Irans gebilligt worden, es handle sich um eine militärische Entscheidung zur Bekämpfung des IS und anderer Terroristen, die auf Bitte der syrischen Regierung erfolge. Kritik aus dem iranischen Parlament wischte der Verteidigungsministern mit den Worten beiseite, das Parlament habe mit der Sache nichts zu tun.

Kooperationszentrum in Baghdad
Die Zeitung schreibt weiter: Im Herbst vergangenen Jahrs, als Moskau seine Luftangriffe startete, richteten Russland, Iran, Irak und Syrien ein gemeinsames Informationszentrum in Baghdad ein, um ihre Operationen gegen Kämpfer des IS zu koordinieren. Vor der Ausweitung der Zusammenarbeit hatten Russland und Iran ein Abkommen unterzeichnet, dass Russland die Stationierung von Militärflugzeugen in Hamedan erlaubte. Dadurch reduziert sich die Flugzeit für russische Bomber auf Ziele in Syrien drastisch.

Russische Bomber wieder abgezogen
Am 23. August meldete Russia Today, dass laut Angaben von Ali Schamchani, dem Sekretär des Obersten Rats für Nationale Sicherheit des Irans, die Einladung an die russischen Bomber, die militärischen Aktionen in Aleppo vom Iran aus zu unterstützen, vom Iran ausgegangen sei. Schamchani soll weiter erklärt haben, dass die russischen Bomber am Dienstag (23. August) das Land wieder verlassen hätten, und zwar ohne irgendwelchen Druck von außen.

Protest aus dem iranischen Parlament
Am 21. August widmete auch iran-emrooz.net dem Thema einen Artikel. Darin heißt es unter anderem, dass Am Samstag (20.08.2016) auch Ala‘eddin Borudscherdi die Existenz eines Abkommens zwischen Russland und dem Iran bestätigt habe. Es sei auch nicht das erste Mal in jüngster Zeit, dass Russland militärische Einrichtungen im Iran nutze. Die Meldung aus Russia Today, dass der Iran Russland erlaubt habe, den Flughafen in Hamedan für seine Bomber zu nutzen, griff auch die iranische Nachrichtenagentur ILNA auf. iran-emrooz.net zitierte auch die Meldung von der Bildung eines gemeinsamen militärischen Koordinationszentrums zwischen Russland, Iran, Syrien und Irak in Baghdad.
Der Abgeordnete Heschmatollah Falahat-Pische kritisierte, dass das Abkommen am Parlament vorbei erfolgt sei, ohne es auch nur zu informieren.

Moskaus zwielichtige Rolle im Irak und Iran
Heschmatollah Falahat-Pische stellt die Frage: „Was für eine Sicherheit gibt es, dass Russland unsere Informationen nicht an die USA weitergibt?
(…) Früher hatte Moskau um Baghdad eine der längsten Verteidigungslinien der Welt eingerichtet. Aber 1991 und nach 2003 haben die Russen die enstprechenden Informationen vollständig den USA zur Verfügung gestellt, so dass die USA die Verteidigungslinie durchbrechen und Baghdad bombardieren konnte. (…) Der Stolz des Irans war immer der, dass sein Verteidigungssystem ein einheimisches System war. Unter den jetzigen Bedingungen kommt die Angst auf, ob die notwendigen Verteidigungsmaßnahmen getroffen wurden, im Gegenzug dazu, dass wir den iranischen Luftraum und Militärbasen unseres Landes den Russen zur Verfügung stellen.“

Die Russen spielten immer die Rolle des Gegners
Falahat-Pische fährt fort: „Die Russen haben immer die Rolle des Gegners gespielt. In den Tagen des (iranisch-irakischen Kriegs, 1980-1987) sind die meisten Iraner durch russische Waffen umgekommen (mit denen Saddam Hussein ausgerüstet war). In den Tagen des Embargos haben die Russen sieben Resolutionen zugestimmt, Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, sowie die Resolution, das Iran-Dossier an den UN-Sicherheitsrat zu übertragen. Sie haben die Sanktionen auch mitgetragen. Wir haben also historische Gründe, besorgt zu sein.“

Der Oberste Rat für Nationale Sicherheit hat Pflichten
Der Abgeordnete Falahat-Pische weist auch die Rechtfertigung des Verteidigungsministers Brigadegeneral Hossein Dehqani zurück, die Nutzung iranischer Einrichtungen durch russische Bomber sei vom Obersten Rat für Nationale Sicherheit des Irans beschlossen worden. Er verwies den Verteidigungsminister auf Artikel 176 des iranischen Grundgesetzes, wonach der Oberste Rat Pflichten habe, aber keine Vollmachten.

Reaktion des iranischen Verteidigungsministers
Brigadegeneral Hossein Dehqan gab am Sonntag, den 21. August, folgende Erklärung ab: „Grundsätzlich findet das Auftreten der Russen in Syrien in einigen Operationen gegen terroristische Strömungen auf Ersuchen der syrischen Regierung statt. Der Wunsch der syrischen Regierung besteht in einer Unterstützung durch Luftoperationen und Bodeneinsätze. Die ursprüngliche Abmachung bestand darin, dass die Russen einen Teil ihrer Luftflotte entsprechenden den Operationen der syrischen Armee dorthin verlegen und Operationen durchgeführt werden, was bislang der Fall ist. (…) Diese Luftflotte war bisher im Stützpunkt bei Latakiye stationiert und operierte von dort aus, aber in letzter Zeit, nach den Vorfällen in Aleppo, wollten sie ihre Bodenaktivitäten verstärken und so war eine Unterstützung aus der Luft erforderlich.“ Er verwies auch darauf, dass die russische Luftwaffe eine näher gelegene Basis benötigte, um ihre Bomber aufzutanken. Es handle sich nicht um die Überlassung von Stützpunkten an Russland, sondern nur um eine kurzfristige Nutzung zur Unterstützung der Operationen in Syrien.

Russische Angeberei
Auf die Frage, warum Russland überhaupt die Meldung von der Nutzung des Flughafens in Hamedan veröffentlicht habe, sagte Verteidigungsminister Dehqani: „Natürlich wollen die Russen zeigen, dass sie eine Großmacht sind und Einfluss haben und dass sie in allen Sicherheitsfragen der Region und der Welt präsent sind. Auch wollen sie sich im Rahmen der Operationen in Syrien als einflussreichen Faktor vorführen, um in Zukunft ihre Ansprüche gegenüber der USA anzumelden. Es steht aber auch ein gewisses Maß an Angeberei und unklugem Verhalten hinter dieser Veröffentlichung.“

Biographien
Heschmatollah Falahat-Pische, geb. 1350 (1971), Abgeordneter des Wahlkreises Islam-Abad-West, Dalahu, Gahware und Hamil in der kurdischen Provinz Kermanschah in der siebten, achten und zehnten Wahlperiode des iranischen Parlaments. Er ist u.a. wegen des Terroranschlags bekannt, der am 20.04.1395 (Juli 2016) auf das Auto verübt wurde, in dem u.a. dieser Abgeordnete und der Chef der Sicherheitsorgane von Dalahu saßen. Zwei Insassen kamen ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, der Abgeordnete Falahat-Pische überlebte den Kugelhagel unversehrt. Für den Anschlag wird die kurdische Organisation Pezhak verantwortlich gemacht (was nicht heißt, dass das stimmt).

Ala‘eddin Borudscherdi (Alaeddin Boroujerdi), geb. 1329 (1950), Abgeordneter des Wahlkreises Borudscherd in der sechsten, siebten und achten Wahlperiode des iranischen Parlaments. Sowohl sein Großvater wie sein Vater waren bekannte Ajatollahs. Nach einem Techniker-Abschluss arbeitete er im Roter-Halbmond-Krankenhaus in Dubai. Nach der Revolution blieb er in Dubai, wo er ein Komitee der Islamischen Revolution gründete. 1360 (1981) kam er nach Teheran zurück und wurde wegen seiner Arabisch-Kenntnisse im Außenministerium eingestellt, wo er für die Staaten am Persischen Golf und den arabischen Nahen Osten zuständig war. In der 8. Wahlperiode des Parlaments war er Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik. Er war auch stellvertretender Außenminister unter Ali Akbar Welajati. Nach der Niederschlagung der Proteste gegen die Wahlfälschung vom Juni 2009 war °Ala:‘eddin Borudscherdi Mitglied eines Untersuchungsausschusses des Parlaments über die Haftbedingungen, dem Mehdi Chas‘ali – einer der damals Inhaftierten – Schönfärberei der Haftbedingungen vorwarf.

Quellen:
http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/63953/
Sunday 21 August 2016
ra:sha: tudey : yek sa:l pish ba: ira:n qara:rda:d bastim
wazir-e defa°: rus-ha bi-ma°refati kardand

https://www.rt.com/news/356888-russia-iran-airfield-syria/
Russia used Iranian airfield for Syrian operation at Tehran’s invitation – official
Published time: 23 Aug, 2016 19:32

https://www.rt.com/news/356632-iran-russia-hamadan-indefinite/
Iran commits Hamadan airbase to Russia for ‘as long as needed’
Published time: 21 Aug, 2016 05:09

https://www.rt.com/op-edge/356172-iran-russia-base-syria-isis/
‚Russia anti-ISIS airstrikes from Iran base show model cooperation lacking in West‘
Published time: 16 Aug, 2016 16:19

https://www.rt.com/news/356098-russian-bombers-iran-hamadan/
Russian Tu-22M3 ‚Backfire‘ long-range bombers strike ISIS from Iran’s Hamadan airfield (VIDEO)
Published time: 16 Aug, 2016 08:17

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AD%D8%B4%D9%85%D8%AA%E2%80%8C%D8%A7%D9%84%D9%84%D9%87_%D9%81%D9%84%D8%A7%D8%AD%D8%AA%E2%80%8C%D9%BE%DB%8C%D8%B4%D9%87
Angaben über den Abgeordneten Falahat-Pishe
abgerufen am 23.08.2016 22:39

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%B9%D9%84%D8%A7%D8%A1%D8%A7%D9%84%D8%AF%DB%8C%D9%86_%D8%A8%D8%B1%D9%88%D8%AC%D8%B1%D8%AF%DB%8C
Angaben über den ehemaligen Abgeordneten Ala‘eddin Boroujerdi (Borudscherdi)
abgerufen am 24.08.2016 06:40

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Syrien: Kampf den Kurden

Kämpfe in Haseke
Die türkische Tageszeitung Diken („Der Stachel“) berichtet am 20.08.2016, dass die im Norden Syriens gelegene kurdische Stadt Haseke (unweit des Dreiländerecks Syrien-Irak-Türkei) seit Donnerstag, den 18.08.2016, vom Militär der syrischen Regierung bombardiert wird. Dies sei das erste Mal im fünf Jahre dauernden syrischen Krieg, dass die Regierungstruppen einen Luftangriff gegen die Kurden vorgenommen habe. Laut einer Meldung von Rudaw.net hatten die kurdischen Kräfte zuvor gemeinsam mit der syrischen Armee einen koordinierten Angriff auf Haseke gestartet, um den „Islamischen Staat“ aus der Stadt zu vertreiben.
Der Sprecher der syrisch-kurdischen YPG (Volks-Verteidigungs-Einheiten)Redur Halil erklärte, dass beim Angriff Stellungen der kurdischen Polizeikräfte „Asayisch“ getroffen worden seien und es dabei Tote und Verletzte gegeben habe.
Die irakisch-kurdische Webseite Rudaw.net berichtet am 18.08., dass Kampfflugzeuge der der syrischen Armee Angriffe auf die Stadt Haseke im kurdischen Gebiet Rojava geflogen hätten. Auch hätten Artillerie-Einheiten der Armee die Stadt unter Beschuss genommen.
Laut einer Meldung des YPG-Sprechers Redur Halil gegenüber Reuters seien 3 Stellungen bombardiert worden. 5 YPG-Kämpfer seien dabei ums Leben gekommen. Rudaw meldet weiter, dass die Kämpfe schon am 15. August begonnen hätten und „mit leichten Waffen“ fortgeführt würden.
Die kurdischen Sicherheitskräfte „Asayisch“ hätten bekannt gegeben, dass bei den Kämpfen 14 syrische Soldaten gestorben und 8 Zivilisten verletzt worden seien. Ein zwischenzeitlich ausgehandelter Waffenstillstand sei wieder gebrochen worden.
Die türkisch-kurdische Webseite Özgür Gündem meldet am 20.08.2016, dass die Kämpfe zwischen den kurdischen Kräften und den syrischen Regierungstruppen sowie paramilitärischen Kräften (welche?) noch anhalten. Laut YPG-Quellen hätten die Regierungskräfte auch Gasbomben eingesetzt. Das Kommando der YPG-Kräfte erklärt den Regierungsangriff mit dem Vorrücken der Kurden in Minbic (Menbiç, Manbij) und Schedade.

US-Militär greift ein
Laut dem türkischen Dienst von BBC habe der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums Jeff Davis erklärt, dass Kriegsflugzeuge nach Haseke geschickt worden seien, um die eigenen Streitkräfte zu schützen. Die syrischen Flugzeuge hätten sich darauf aus dem Gebiet entfernt. Auch habe die USA die syrische Regierung unter Vermittlung Russlands gewarnt, dass sie ihre Koalitionskräfte im Gebiet schützen werde, falls sie bedroht würden.
Laut Özgür Gündem kreisen die syrischen Kampfflugzeuge weiter über Haseke, würfen aber keine Bomben ab.


Cebel ekrad, Kürt dagi

Angriff auf Cebel ekrad – „Kurdenberg“
Wie Rudaw.net am 20. August meldet, hat die syrische Armee ganz im Westen des Landes, im ländlichen Gebiet der Region Latakiya, einen von Kampfflugzeugen unterstützten Artillerie-Angriff auf die Orte Kibbani und Kale-Dagi und Umgebung gestartet. Sie liegen im Gebiet von Cebel ekrad / Kürt Dagi / Kurdenberg. Schon früher, im Mai 2016, habe die syrische Armee drei Tage lang versucht, dieses unter kurdischer Kontrolle stehende Gebiet zu erobern. Der „Kurdenberg“ erstreckt sich bis zu einem Gebiet, wo die syrische Minderheit der Aleviten lebt – zu denen auch die Assad-Familie gehört.
In der Region „Kurdenberg“ leben 80.000 bis 90.000 Kurden, die 4 kurdischen Familienverbänden angehören. Sie sollen unter dem kurdischstämmigen Führer Saldin (Selahaddin Eyyubi) dort angesiedelt worden sein.

Und Cerablus?
Cerablus (Jarabulus auf der Landkarte, gesprochen Dscherablus) liegt ebenso wie Manbij auf der anderen (westlichen) Seite des Euphrat, den der türkische Außenminister Davutoglu in seiner Amtszeit als Ministerpräsident als „rote Linie“ bezeichnet hatte“, die die Kurden nicht (nach Westen) überschreiten dürften. Er hatte damals auch eingeräumt, dass die türkischen Streitkräfte zwei Angriffe gegen die syrischen YPG-Einheiten geführt hätten. Damals hatte ihn der HDP-Vorsitzende Demirtas gefragt, wieso die Armee denn nicht gegen die IS-Stellung in Cerablus direkt an der türkischen Grenze vorgehe? Im Gegensatz zur YPG bezeichne die Regierung diese auch nicht als Terroristen. Am 12. August 2016, als bekannt wurde, dass Manbij von den Kurden erobert und der IS dort vertrieben wurde, erinnerte Demirtas Davutoglu an seine damaligen Worte. Nun, die türkische Regierung scheint ihre Antwort nicht schuldig geblieben zu sein. Özgür Gündem berichtet am 19. August 2016, dass die türkische Armee zwei Tage lang Cerablus bombardiert habe und die Kämpfer des IS samt ihren Familien nach Bab abgezogen seien. Dafür seien aus der türkischen Nachbarstadt Karkamış Kämpfer der Ceyş El-Fetih (Dschejsch el-Fetih, Armee des Eroberers) nach Cerablus verlegt worden, einer von der türkischen Regierung unterstützten bewaffneten Gruppe, die nun die Nachfolge des IS in Cerablus antritt. Özgür Gündem berichtet auch, dass das Artilleriefeuer der türkischen Armee auf leere Flächen gerichtet gewesen sei, also wohl nicht in der Absicht erfolgt sei, die abrückenden oder anziehenden Kräfte zu treffen.

Nächster Seitenwechsel?
Die Vorgänge könnten ein Indiz dafür sein, dass der türkische Staatspräsident Erdogan seine Außenpolitik neu ausrichtet. Nach der Aussöhnung mit Russland, zu dem die Beziehungen wegen des Flugzeugabschusses im November 2015 stark abgekühlt waren, könnte die gemeinsame Sache gegen die Kurden auf eine Annäherung an die Regierung von Baschar al-Assad hinweisen. Die türkische Regierung und das Militär hatten schon immer einen PKK/YPG-freien Streifen entlang der türkischen Grenze (auf syrischem Gebiet) gefordert, die syrische Luftwaffe hat jetzt an zwei Punkten (Region Latakiya und Haseke) damit begonnen. Sie ist mit der russischen Luftwaffe verbündet, die jetzt nicht nur in Chmeimim (Syrien) sondern auch von Hamedan (Iran) aus operiert. Eine Koalition Türkei-Syrien-Iran-Russland erscheint aus türkischer Sicht durchaus sinnvoll, da das Verhältnis zu den USA und Westeuropa nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 stark abgekühlt ist. Der USA wird letztlich vorgeworfen, hinter dem Putschversuch zu stehen, der dem in Pensylvania lebenden Fethullah Gülen angelastet wird. Und der EU wird Scheinheiligkeit vorgeworfen. Wenn in einem EU-Land eine Terrorgruppe aktiv sei, würden die Menschenrechte auch ausgesetzt, und Deutschland habe nach der Vereinigung mit der DDR auch Hunderttausende aus dem Staatsdienst entlassen, das sei sogar im Einigungsvertrag gestanden. Da brauche man sich dort nicht über die Entlassungswelle in der Türkei zu beschweren.

Quellen:
http://www.diken.com.tr/esad-ile-kurtler-arasindaki-catismaya-abd-de-dahil-oldu-haseke-icin-jetler-havalandi/
20/08/2016 10:00
http://rudaw.net/turkish/kurdistan/180820164
Kürdistan: HASEKE – Esad‘dan YPG‘ye bombalar! vom 18.08.2016
http://rudaw.net/turkish/kurdistan/200820166
Kürdistan: Kürt Dağı‘nda bombardıman (20.08.2016)
http://ozgurgundem1.com/haber/175895/hesek-de-rejime-agir-darbe
vom 20 Ağustos 2016 17:03
http://ozgurgundem1.com/haber/175853/dais-sehba-sinirini-turkiye-destekli-gruplara-birakiyor
vom 19 Ağustos 2016 13:42
http://www.diken.com.tr/demirtas-pyd-firatin-batisina-gecemeyecek-diyen-davutoglunu-tiye-aldi-o-zaman-dans/
12/08/2016 18:33

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Russland und Iran: Gemeinsamer Krieg in Syrien


Militärflughafen Mosdok (Nord-Ossetien): von hier starteten die Bomber nach Tschetschenien und Syrien

Wladimir Muchin (Mukhin) von der russischen Zeitung Nesawissimaya Gaseta schreibt in einem Artikel, der heute auf der russischen Webseite centrasia.ru veröffentlicht wurde, ausführlicher über die russisch-iranische Zusammenarbeit zur Unterstützung der Truppen von Baschar al-Assad in Syrien.
Demnach hat der Sekretär des Hohen Rats für Nationale Sicherheit des Irans Ali Schamchani erklärt, dass der Iran der Russischen Föderation Infrastruktur zur Bekämpfung des Terrorismus in Syrien zur Verfügung stellt. Vom Militärflughafen in Hamedan, das nicht weit von der iranisch-irakischen Grenze entfernt liegt, sollen schon Bomber des Typs Tu-22M3 und Su-34 Angriffe gegen den „Islamischen Staat“ und „Dschebhat an-Nusra“ in Syrien geflogen haben. Laut Angaben des Russischen Verteidigungsministeriums sollen dabei u.a. fünf große Waffenlager und ein Lager zur Ausbildung von Kämpfern zerstört worden sein.

Abkommen zwischen Russland, Aserbaidschan und Iran
Laut Angaben aus militärisch-diplomatischen Kreisen soll das Abkommen über die Nutzung militärischer Infrastruktur im Iran durch die russische Luftwaffe am 8. August 2016 auf einem Treffen der Präsidenten Russlands, Aserbaidschans und des Irans (Wladimir Putin, Ilham Aliyew und Hassan Rouhani) erzielt worden sein. Schon jetzt sollen in Hamedan bis zu vier Überschallflugzeuge des Typs Tu-22M3, die Raketen und Bomben abschießen können, sowie vier Jagdflugzeuge des Typs Su-34 (Generation 4++) stationiert sein.


Militärflughafen in Hamedan (Iran)

Hamedan statt Mosdok
Bislang starteten die russischen Bomber mit ihren Angriffen auf Ziele in Syrien von Mosdok, der zweitgrößten Stadt in Nordossetien. Damit sie ihre volle Bombenladung transportieren konnten, war für diese Entfernung ein Auftanken in der Luft erforderlich, was die Angriffe erschwerte. Jetzt sind die russischen Bomber nur noch rund 900 km von ihren Zielen in Syrien entfernt. Das verkürzt die Flugzeit und erlaubt eine höhere Bombenlast mitzuführen. Es ist davon auszugehen, dass der Iran die russischen Bomber zudem mit Kerosin versorgen wird, das im Iran billiger als in den meisten Ländern der Welt ist.


Basil-al-Assad Militärflughafen in Chmeimim (Latakiya)

Militärische Deckung aus Chmeimim
Die russischen Bomber werden durch Jagdflugzeuge des Typs Su-30SM und Su-35S gedeckt, die im Basil-al-Assad-Militärflughafen in Chmeimim (Region Latakiya) stationiert sind.

Unterstützung durch iranische Truppen
Russische militärisch-diplomatische Quellen halten es für möglich, dass der Iran die syrische Regierung in Damaskus bald auch durch reguläre iranische Truppen unterstützen wird. Davon soll vor über einer Woche der stellvertretende iranische Außenminister Ibrahim Rahimpur gesprochen haben. Schon jetzt berichten arabische Medien, dass zur Unterstützung der Truppen von Baschar al-Assad im Kampf um Aleppo 2000 schiitische Kämpfer entsandt worden seien, mehrheitlich Anhänger der Hisbollah, aber auch „Freiwillige“ aus dem Iran und dem Irak, darunter auch Revolutionswächter (Pasdaran). Kämpfer des IS und der Dschebhat an-Nusra sind nicht nur in Aleppo aktiv, sondern auch in Palmyra, vor Damaskus und in den Provinzen Latakiya und Idlib. In diesen beiden Provinzen werden sie unter der Hand von der Türkei unterstützt.

Militärmanöver – die Übung wird Realität
Derzeit finden im Kaspischen Meer und im Mittelmeer militärische Übungen statt. Laut Mitteilungen der russischen Militärführung sollen der Iran und der Irak eine Anfrage des russischen Verteidigungsministeriums gutgeheißen haben, dass die Kriegsmarine der Russischen Föderation auf ihren Übungen Raketen des Typs „Kalibr“ verwenden darf. Diese Raketen werden wohl vom Kaspischen Meer aus gegen die Truppen des IS in Syrien abgeschossen werden.

Quelle:
http://www.centrasia.ru/newsA.php?st=1471460100

В борьбу с террористами вступила новая российская авиабаза в Иране, – В.Мухин
21:55 17.08.2016

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Russland startet Bomber von iranischem Flugplatz in Hamedan

Iranische Medien berichten seit heute davon, dass zwischen Russland und dem Iran ein Abkommen besteht, dass es russischen Bombern erlaubt, für ihre Flüge nach Syrien einen iranischen Flugplatz in Hamedan zu nutzen. Die Nachricht stammt nicht von iranischen sondern von russischen und arabischen Nachrichtenagenturen.

Die diesbezüglichen Gespräche liefen schon länger und auch das amerikanische Außenministerium zeigte sich nicht besonders überrascht. Es bemerkte lediglich, dass dies den Beziehungen zwischen den USA und Russland im Kampf gegen den IS schade.

Die russischen Bomber können durch die größere Nähe des iraniuschen Stützpunkts zu Syrien ihre Flugzeiten um 60 % reduzieren. Ziel ihrer Bombardierungen sind angeblich Stellungen des IS und einer weiteren IS-nahen Gruppe namens Jebhatolnasr. In den letzten Tagen seien schon fünf Stellungen bombardiert und dabei Ausrüstung, Brennstoff, Waffen sowie Munition vernichtet worden.

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Irak – Iran: Pasdaran beschießen kurdisches Gebiet im Irak


beschossene kurdische Gebiete im Nordirak

Vergangenen Donnerstag wurde berichtet, dass die Artillerie der iranischen Revolutionswächter kurdisches Gebiet im Irak an der Grenze zum Iran unter heftigen Beschuss genommen hat und dabei ein 19-Jähriger ums Leben gekommen sei.
Dies ist ein weiteres Indiz für die Ausweitung des Kampfs des iranischen Regimes gegen die Kurden.

Und Jagd auf die Kurden in der Türkei
Dies erfolgt parallel zur Verschärfung der Lage der Kurden in der Türkei, wo der stellvertretende AKP-Generalsekretär und Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu erklärt hat, dass die Putschisten mit der PKK zusammengehen werden. Es gebe zwar keine Beweise, aber die würden noch kommen…

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=75104
vom 21. Mordad 1395 (11. August 2016)
sepahe pasdaran manateqi dar kordestane °eraq-ra golulebaran kard

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