Archiv der Kategorie 'Internationale Beziehungen'

Iran: 40 Jahre Kopftuchkrieg und kein Ende


Der Vorsitzende des Revolutionstribunals von Teheran, Mussa Ghasanfar-Abadi

Der Vorsitzende des Revolutionstribunals von Teheran, Mussa Ghasanfar-Abadi, warnt, dass jede Frau, die Fotos oder Filme von sich oder anderen Frauen macht und dabei die Haare entblößt, mit einem bis zehn Jahren Gefängnis bestraft wird, wenn sie diese Fotos oder Filme an die Journalistin Massih Ali-Neschad schicken. Massih Ali-Neschad war früher Journalistin des iranischen Parlaments und ging dann in die USA ins Exil. Sie ist eine der Begründerinnen der Bewegung „Weißer Mittwoch“ (Tschaharschanbeye Sefid). Frauen, die an dieser Bewegung teilnahmen, traten damit auf, dass sie ihre Haare in der Öffentlichkeit entblößten und das Kopftuch auf einem Stock hochhielten.

https://www.radiofarda.com/a/30081243.html
vom 7. Mordad 1398 (29.07.2019)
Ghazanfar-Abadi: baraye ersal konandegane film be masih °ali-nezhad habs dar nazar migirim

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IWF-Bericht zum Mittleren Osten (inkl. Iran) und Nordafrika

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am heutigen Dienstag, den 23.7.2019, einen Bericht zum Mittleren Osten und zu Nordafrika veröffentlicht, in dem er negatives Wirtschaftswachstum auf Sanktionen gegen den Iran und regionale Unruhen zurück führt.

Mit -6 % ist das Wirtschaftswachstum der Region auf dem niedrigsten Niveau seit 2012, wo es einen Wert von -7,7% erreicht hatte. Der Abschwung setzt sich nun das fünfte Jahr in Folge fort und beträgt einen halben Prozentpunkt weniger, als vom IWF noch im April vorausgesagt. Diese Differenz soll laut IWF mit den zunehmend strengeren Sanktionen der USA gegen den Iran im Zusammenhang stehen.

Der Iran exportierte vor den US-Sanktionen täglich 2,5 Millionen Barrel Öl, und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des IWF beliefen sich seine Ölexporte auf etwa eine Million Barrel.

Neue Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die iranischen Ölexporte im Juni weniger als 300.000 Barrel erreichten, von denen zwei Drittel für China bestimmt waren, um die Schulden der Islamischen Republik gegenüber Sinopec und Ciānpisi aufgrund der Entwicklung von Ölfeldern zu tilgen. Mit anderen Worten, der Iran nimmt kein Geld von China für die Lieferung dieser Sendungen und wird nur seine Schulden begleichen, anstatt Bargeld mit Öl.

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Iran: Nazanin Zaghari-Ratcliffe aus Psychiatrie zurück im Ewin-Gefängnis


Nazanin Zaghari-Ratcliffe, Mitarbeiterin der britischen Thomson Reuters-Stiftung

Wie der britische Ehemann von Nazanin Zaghari-Ratcliffe berichtet, wurde seine Frau jetzt aus der psychiatrischen Abteilung des Imam-Chomeini-Krankenhauses ins Ewin-Gefängnis zurück verlegt. Laut Angaben des Ehemanns gegenüber dem BBC wurde seine Frau in diesem Krankenhaus gequält und gefoltert. Sie war an Händen und Füßen gefesselt, wurde in einem 2m auf 3m großen Zimmer festgehalten, die Fenster des Raums waren mit dickem Stoff verdunkelt. Sie durfte den Raum nicht verlassen und war ans Bett gefesselt. Weitere Details über ihre Behandlung fehlen. Ihr Vater hatte versucht, sie im Krankenhaus zu besuchen, war aber erfolglos.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=187122
vom 31. Tir 1398 (22. Juli 2019)
daniel ratcliffe: nazanin zaghari pas az shekanje wa azar dar bimarestane rawani be ewin baz-gardande shod
https://www.theguardian.com/news/2019/jul/22/nazanin-zaghari-ratcliffe-has-returned-to-jail-says-husband
Mon 22 Jul 2019 14.58 BST Last modified on Mon 22 Jul 2019 15.32 BST

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Iranische Gastarbeiter im irakischen Kurdistan


Stadt Erbil in Irakisch-Kurdistan

In der Hauptstadt der Kurdischen Autonomie im Nordirak, in Arbil, ist inzwischen die Anwesenheit von iranischen Arbeitern zu spüren, die dort meistens auf dem Bau eine Anstellung finden. Der Lohn, den sie hier erhalten, ist dreimal so hoch wie im Iran. Hinzu kommen die hohen Lebensmittelpreise im Iran. Dies führt dazu, dass die Iraner mit einem einmonatigen Touristenvisum in den Irak einreisen, dann für knapp einen Monat bleiben und arbeiten, in ihre Heimat zurückkehren und wenig später die nächste Reise antreten. Auch iranische Akademiker sind unter den Arbeitern zu finden.
Die rotierende Form der Arbeit erinnert an die Praxis des Saisonnierstatuts in der Schweiz. Im Gegensatz zu Kurdistan reisten die Arbeiter damals aber mit dem offiziellen Ziel der Arbeitsaufnahme ein.
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=187091
vom 31. Tir 1398 (22. Juli 2019)
mouje harekate irani be samte kordestane °eraq / mosaferxanehaye arbil por az kargarane irani

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Iran: Französisch-persische Forscherin verhaftet


Fariba Adelkhah, Forschungsleiterin des Centre de recherches internationales de Sciences Po in Paris, in Teheran verhaftet

Das französische Außenministerium hat heute, bestätigt, dass die Forscherin Fariba Adelkhah, Forschungsleiterin des Centre de recherches internationales de Sciences Po (Zentrum für internationale politikwissenschaftliche Forschungen) in Paris, vergangenen Juni im Iran von den Pasdaran (Revolutionswächtern) verhaftet wurde, als sie sich zu Forschungszwecken im Iran aufhielt.
Die Nachricht war zuerst am vergangenen Freitag auf der Website www.gozaar.net einer iranischen Menschenrechtsgruppe veröffentlicht worden, die in den USA tätig ist, und wurde dann am Sonntag vom iranischen Regierungssprecher Ali Rabiei bestätigt. Er hatte erklärt: „Ich habe keine Einzelheiten zu diesen Thema und weiß nicht, wer hinter dieser Verhaftung steht und aus welchem Grund sie verhaftet wurde.“
Die Pressesprecherin des französischen Außenministeriums Agnès von der Mühll, hat bekannt gegeben, dass die iranischen Behörden um Auskunft über die Haftbedingungen gebeten hat und konsularischen Zugang verlangt hat. Bislang ohne Erfolg.
Laut Angaben der Website Gozaar wurde die französisch-iranische Forscherin in ihrer Wohnung in Teheran verhaftet, wo sie ihren Forschungen über die Ausbildungsanstalt für islamische Geistliche in Qom nachging. Möglicherweise ist Fariba Adelkhah in Trakt 2a des Evin-Gefängnisses in Teheran in Haft, der direkt unter der Kontrolle der Pasdaran steht. Die Revolutionswächter unterstehen direkt dem Religiösen Führer Ali Chamene‘i.
Derzeit sollen 11 weitere iranische StaatsbürgerInnen mit doppelter Staatsbürgerschaft im Iran in Haft sein. Die iranische Regierung erkennt die doppelte Staatsbürgerschaft in der Regel nicht an, so dass konsularische Dienste für die Inhaftierten nicht zugelassen werden.
Derzeit geht das iranische Regime auf Konfrontationskurs auch gegenüber Westeuropa, indem es die eingegangenen Verpflichtungen aus dem internationalen Atomabkommen bricht.
Andererseits ist das religiöse Zentrum in Qom derart einflussreich, dass es die Tatsache, dass es selbst Gegenstand der Forschung von Fariba Adelkhah ist, zum Anlass genommen hat, sie verhaften zu lassen.

https://www.radiofarda.com/a/French-ministry-says-academic-Fariba-Adelkhah-arrested-in-Iran/30056482.html
vom 24. Tir 1398 (15. Juli 2019)
wezarate xarejeye faranse xabare bazdashte fariba °adel-xah dar iran-ra tayid kard

https://www.lepoint.fr/monde/une-chercheuse-franco-iranienne-emprisonnee-en-iran-15-07-2019-2324571_24.php
vom 15.07.2019 18:01

https://www.gozaar.net/a/12345

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Iran-Angriffe auf kurdische Autonomiegebiete im Irak


Berichten kurdischer Medien zufolge soll der Iran am Mittwoch kurdische Autonomiegebiete im Nordirak mit Artillerie beschossen haben. Dabei kam demnach ein 18-jähriges Mädchen ums Leben, zwei ihrer Brüder wurden schwer verletzt. Die Angriffe hätten Gebiete um die Stadt Sidakan etwa 90 Kilometer nordöstlich von Erbil getroffen und an manche Stellen Feuer ausgelöst.
Am Dienstag waren drei Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde in der iranischen Stadt Piranshar an der Grenze zum Nordirak bei einer bewaffneten Auseinandersetzung mit kurdischen Peshmerga getötet worden, ein weiterer wurde verletzt.

Anfang Juli hatte die Demokratische Partei Kurdistan in einer Erklärung bestätigt, dass es bei Gefechten zwischen Peshmerga und der Revolutionsgarde einige Tote auf iranischer Seite gegeben habe.
Im Westen des Iran leben rund 10 Millionen Kurdinnen. Eine Unabhängigkeit der kurdischen Gebiete lehnt der Iran jedoch ab, was immer wieder zu Spannungen führt. Dutzende kurdische Aktivistinnen sitzen im Iran in Haft.

Quelle: http://iranjournal.org/news/iran-angriffe-kurdistan-nord-irak

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Der Islamischen Republik Iran wird gekündigt


Nein zur Islamischen Republik

Im Iran lebende Bürgerrechtler haben bislang in der Regel den Weg gewählt, auf die mangelnde Einhaltung vorhandener Gesetze hinzuweisen und das Grundgesetz als Basis für verschiedene politische Forderungen zu wählen. Die sogenannten Reformer im Iran waren ohnehin stets Befürworter der Beibehaltung der Islamischen Verfassung. Jetzt ist es zu einem Bruch gekommen. 14 BürgerrechtlerInnen haben namentlich eine Erklärung unterschrieben, in der sie die Islamische Republik Iran und die Herrschaft des Rechtsgelehrten als die eigentliche Wurzel des Übels darstellen. Im Iran ist das riskant und kann bis hin zur Todesstrafe führen. Die 14 Personen sind meist Angehörige von politischen Gefangenen, die zu verschiedenen Zeiten Opfer staatlicher Hinrichtungen unter der Islamischen Republik waren.

Die 14 Unterzeichner bezeichnen die Islamische Republik Iran als ein System, das auf tyrannischen Gesetzen beruht. Sie bezeichnen das iranische Grundgesetz und das Amt des „Rechtsgelehrten“ (Waliye Faqih) als Symbol der Korruption. Mit Waliye Faqih ist das Amt des Religiösen Führers gemeint, der letztlich jegliche Entscheidung einer anderen Institution aufheben kann, wenn er sie als den göttlichen Gesetzen zuwiderlaufend betrachtet.

Sie fordern die Regierungen der Welt auf, die Führer der Islamischen Republik Iran, namentlich Seyyed Ali Chamene‘i, die Befehlshaber der Revolutionswächter (Pasdaran) und diejenigen Vertreter im Parlament, die dort die Positionen von Ali Chamene‘i vertreten, nicht als Vertreter des iranischen Volks zu betrachten und die Beziehungen zu diesen Personen vollständig abzubrechen.

Es versteht sich, dass die Machthaber mit allen Mitteln gegen die Unterzeichner dieser Erklärung vorgehen werden. Die eigentliche spannende Frage ist, inwieweit diese Erklärung unter der iranischen Bevölkerung Rückhalt findet.

https://www.ipetitions.com/petition/no-to-islamic-republic-of-iran-support-the
No to Islamic Republic of Iran!

http://www.tribuneiran.org/%D8%A8%DB%8C%D8%A7%D9%86%DB%8C%D9%87-%DB%8C-%D8%AF%D9%88%D9%85-%DB%B1%DB%B4-%DA%A9%D9%86%D8%B4%DA%AF%D8%B1-%D9%85%D8%AF%D9%86%DB%8C-%D9%88-%D8%B3%DB%8C%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D8%AF%D8%A7%D8%AE%D9%84/
vom 30. Juni 2019
bayaniyeye dowome 14 koneshgare madani wa siyasi daxele keshwar – na be jomhuriye eslami

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Iran: Der Uran-Poker geht weiter

Wie berichtet, hatte die iranische Regierung angekündigt, aus den Verpflichtungen auszusteigen, die sie mit der Unterschreibung des internationalen Atomabkommens eingegangen war. Nachdem die EU ein iranisches Ultimatum abgelehnt hatte, wonach Europa bestimmte Forderungen im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Bankensektors erfüllen sollte, gaben jetzt sowohl die Internationale Atomenergiebehörde wie der iranische Außenminister bekannt, dass der Iran die vertraglich festgelegte Grenze von 300 kg angereichertem Uran überschritten habe.

https://www.radiofarda.com/a/iran-has-exceeded-enrichment/30030361.html
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
azhanse beyn ol-mellaliye enerzhiye atomi: zaxireye uranyume ghani shodeye iran az 300 kilugram °obur kard

https://www.radiofarda.com/a/30030226.html
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
zarif ta‘yid kard: °obure mizane zaxireye uranyume ghani shodeye iran az 300 kilugram

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Iran: Mißhandlung von Grenzgängern

Auf folgendem Video erkennt man eine kurze Szene an einem iranischen Grenzposten. Zwei Uniformierte verprügeln und treten einen Grenzgänger, der Waren auf dem Rücken in den Iran bringt. Da Schmuggel im Iran ein Privileg der Revolutionswächter (Pasdaran) ist, wird der kleine Grenzhandel der Habenichtse mit aller Strenge verfolgt. Die Grenzwächter dürfen schlagen und treten und verbrennen die beschlagnahmte Ware, wie das Feuer zeigt.

https://www.peykeiran.com/movie/ZarboShatmeKoolbar.mp4

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=184773
vom 26. Chordad 1398 (16. Juni 2019)
film/zarb o shetame yek kulbar dar marzbani wa atash zadane jense u

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Iran: US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen größte iranische Petrochemie-Holding


Das US-Finanzministerium hat am 7. Juni gegen die Firma Sherkate Petrushimiye Khalije Fars – Persian Gulf Petrochemical Industries Company (PGPIC) Sanktionen verhängt. Diese Firma ist das größte iranische Erdölunternehmen und eine Holding, die 39 Unternehmen umfasst. Als Begründung für die Sanktionen nannte das US-Finanzministerium, dass dieses Unternehmen der Finanzierung von Khatamu l-Anbiya dient, einer wichtigen Einheit der Pasdaran (Revolutionswächter), die im Nahen Osten sehr rege Aktivitäten entfaltet, wenn es um die Unterstützung radikaler islamischer Gruppen geht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79793/
vom 7. Juni 2019, 20:25
amrika mojtama°e petrushimiye xalije fars-ra tahrim kard

https://www.theguardian.com/world/2019/jun/08/us-imposes-sanctions-on-irans-largest-petrochemical-group

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Iran: Arbeiter beschweren sich bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)


Eine Gruppe von Arbeitern der Zuckerfabrik von Haft-Tape haben sich in einem gemeinsamen Brief bei der Freiheitskommission der Internationalen Arbeitsorganisation gegen die Verfolgung von rund 50 Arbeitern beschwert, die in den letzten Monaten verhaftet und verfolgt wurden. Einige wurden vorgeladen, einige bedroht, einige inhaftiert, einige gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die Arbeiter wiesen in ihrem Brief an die ILO darauf hin, dass sogar Personen, die über die Verfolgung der Arbeiter berichteten, ihrerseits verhaftet, verhört und gefoltert wurden. Außerdem werden die Angehörigen der Inhaftierten unter Druck gesetzt, damit sie schweigen und nichts über die Lage der Inhaftierten nach Außen dringen lassen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79787/
vom 6. Juni 2019, 22:28
shekayate kargarane haft-tape az doulate iran be sazemane jahaniye kar

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Iran: Nein zum Krieg, nein zum Embargo, nein zur Alleinherrschaft


Am Sonntag, den 26. Mai 2019, haben Studierende der Allame-Tabatabai-Universität in Teheran eine Protestkundgebung abgehalten. Sie sind gegen die Kriegstreiberei, gegen das Wirtschaftsembargo und gegen die diktatorische Form der Machtausübung. In ihrer Erklärung, die sie gestern veröffentlichten, heißt es unter anderem:
„Wie kann man von Sicherheit reden, wenn wir Tag für Tag Zeuge werden, dass Kritiker und Protestierende gegen die herrschende Lage festgenommen, verhaftet und ins Gefängnis eingesperrt werden? In den vergangenen Jahrzehnten hat das Vorgehen der Machthaber, nur noch eine Meinung zuzulassen und die zahlreichen anderen Stimmen auszulöschen und zu unterdrücken dazu geführt, dass die Universität sich heute in eine Kaserne verwandelt hat, wo die kleinste Bewegung mit Unterdrückung beantwortet wird. Proteste und Streiks der Arbeiter werden massiv unterdrückt, gewerkschaftliche Aktivisten der Lehrkräfte werden inhaftiert. Noch einen Monat nach dem 1. Mai sind eine Reihe von Menschen in Haft, die an den Versammlungen zum Tag der Arbeit teilgenommen haben, zwei davon sind Journalisten. Schon seit Jahren werden die Forderungen religiöser Minderheiten mit schweren Haftstrafen beantwortet, Derwische sind in Haft, Umweltschützer sind schon seit über einem Jahr in „provisorischer Haft“ (Untersuchungshaft). Der Hausarrest (von den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Karubi und Mirhossein Mussawi) dauert nun schon fast 9 Jahre an, die Lastenträger an der Grenze (zum Irak/Kurdistan) werden dafür, dass sie um ihren Unterhalt kämpfen, erschossen, die afghanischen Flüchtlinge werden als billige Bauarbeitskräfte ausgebeutet und sind in den ganzen Jahren ihres Aufenthalts von der Deportation bedroht. Der friedliche, zivile Protest gegen die Zwangsverschleierung wird mit hohen Gefängnisstrafen beantwortet.“
Wohl gemerkt, das steht in keiner Exilzeitschrift, sondern das haben die Studenten einer Teheraner Uni gestern veröffentlicht.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79657/
vom 5. Chordad 1398 (26.05.2019), 19:30
tajammo°e daneshjuyane daneshgahe °alame tabatabai dar tehran: na be jang, na be tahrim, na be eqtedargera‘i

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Iran: Steigerung der Produktion von niedrig angereichertem Uran


Behruz Kamalwandi (erster von links)

Behruz Kamalwandi, Pressesprecher der Atomenergiebehörde des Irans, hat angekündigt, dass der Iran ab heute seine Produktion von angereichertem Uran (mit einem Gehalt von 3,67% des Isotops U-235) vervierfacht und deshalb bald den vertraglich vereinbarten Grenzwert von 300 Kilogramm erreichen werde. Er wies darauf hin, dass der Iran die Grenzen auch überschreiten könne, und forderte die westeuropäischen Staaten auf, lieber vorher zu handeln.
Wesentlich interessanter als Behruz Kamalwandi ist der Auftritt seines Nachbarn in der Mitte:

Hat er Rinderpest? Oder ist die Luft in Teheran so schmutzig? Oder hat er im Labor mit Uran gespielt?
Diejenigen im Iran, die diese Show inszeniert haben, verdienen einen Preis für unfreiwillige Komik.

https://www.radiofarda.com/a/iran_increased_low_enrich_uranium_fourfold/29952980.html
vom 20. Mai 2019
iran mizane toulide uranyume ba ghanaye payinra chahar barabar afzayesh dad

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Gemäßigtere Töne aus Teheran?

Heute waren vom Religiösen Führer Ali Chamene‘i fast schon versöhnliche Töne zu hören. Sie waren auf einer Versammlung wichtiger militärischer Führer und Repräsentanten der Islamischen Republik in Teheran gesprochen worden.


Ali Chamene‘i und Hassan Rouhani sprechen am 14.5.2019 vor militärischen Führern und wichtigen Repräsentanten der Islamischen Republik

Bezogen auf die Konfrontation mit den USA hieß es: „Wir suchen keinen Krieg und sie auch nicht, weil sie wissen, dass er nicht zu ihren Gunsten ausgehen würde. Dies ist ein Kampf der Willen und unser Wille ist stärker!“

Wir erinnern uns an die kämpferischen Worte, die der Religiöse Führer erst vor ein paar Wochen geäußert hatte: Man müsse wachsam sein, USA und Israel könnten jederzeit angreifen und zwar von allen Seiten.

Heute machte es jedoch den Anschein, als hätte sich das Klima der internatinonalen Beziehungen gewandelt. Wir können es nur vermuten, aber womöglich haben fernab der Öffentlichkeit bereits Verhandlungen mit den USA begonnen.

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Iran: Am Scheideweg zwischen Krieg und Frieden?


Am Scheideweg zwischen Krieg und Frieden?
Ein Titelblatt mit diesem Text hat dazu geführt, dass die iranische Wochenzeitung Seda von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde. Angeblich seien die Fundamentalisten über diesen Artikel, der die Beziehungen zwischen Iran und USA zum Thema hat, empört. Was auch immer die Motive für die Beschlagnahmung sind, sie zeigen, dass das Thema von den Machthabern warm gehalten wird.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79523/
vom 11.05.2019, 19:02
hafte-name seda, qorbaniye tanesh miyane amrika wa iran?

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