Archiv der Kategorie 'Kultur'

Iran: Der Basar von Tabris

Der Basar von Tabris, einem Zentrum der iranischen Aseris, steht inzwischen auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.


Es handelt sich um einen der größten überdachten Basare der Welt.


Tabris war früher ein wichtiger Knotenpunkte der Seidenstraße,


die den Handel zwischen Zentralasien, dem Nahen Osten, Afrika und Europa miteinander verknüpfte.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=116024
vom 8. September 2016 (18. Schahriwar 1395)

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Irans Musikszene begehrt auf


Am 24. August wurde bekannt, dass sich iranische Musiker und Musikerinnen in einem offenen Brief an den iranischen Staatspräsidenten Hassan Rouhani gewandt hatten. Diesen Brief unterschrieben innerhalb 24 Stunden über 3000 Iranerinnen und Iraner aus dem Musikbereich. Die Unterschreibenden bedankten sich dafür, dass Hassan Rouhani sich zwar spät, aber immerhin zum illegalen Verbot eines Konzerts in Maschhad geäußert hatte. Sie zeigten sich besorgt, dass der Minister für Kultur und Religiöse Aufklärung dieses Verbot unterstützt hatte, obwohl er eigentlich dem Gesetz zur Geltung verhelfen sollte. Es sei Aufgabe der Regierung dafür zu sorgen, dass das Gesetz überall im Land eingehalten werde und nicht von lokalen Strukturen ausgehebelt werde. Die Musikerinnen und Musiker forderten, dass sie endlich ihrem Beruf ungehindert nachgehen können wie andere Berufsgruppen auch.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/64045/
iran-emrooz.net | Wed, 24.08.2016, 22:59

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Amir Ghotbi – Henker der iranischen Medien

Auf diesem Foto ist ein wichtiger Mann der iranischen Staatsanwaltschaft abgebildet. Es handelt sich um Amir Ghotbi, den Leiter der Abteilung für Kultur und Medien, einem guten Freund des Generalstaatsanwalts von Teheran, Abbas Dscha°fari Doulat-Abad.

Amir Ghotbis Abteilung ist zuständig für das Überwachen der in Zeitungen verbreiteten Inhalte. Aufgrund guter Kontakte zum iranischen Geheimdienst fällt ihm dies besonders leicht. Auf sein Konto gehen zahlreiche Verbote von iranischen Zeitungen wie Aseman, Shargh, Etemad, usw. Darüber hinaus hat er immer wieder Künstler jeglicher Kunstrichtung, sei es MalerInnen, KarikaturistInnen, MusikerInnen verfolgt. Zuletzt hat er sein Aufgabengebiet auch auf Sportler und Sportlerinnen ausgedehnt. Aufgrund seiner Aktivitäten können viele Kulturschaffende ihren Beruf nicht mehr ausüben oder sind vor Gericht gekommen.

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Iran: Studienausschluss fürs Tanzen

Wie berichtet, hatte ein Parlamentsabgeordneter der Region Sistan und Balutschistan, der offensichtlich fundamentalistisches Gedankengut vertriet, kritisiert, dass auf einer Musikveranstaltung von Studenten auch nicht-traditionelle, moderne Tänze getanzt wurden, die im Internet veröffentlicht wurden.
Inzwischen hat die Disziplinarkommission der Universität von Sahedan, der Hauptstadt von Sistan und Balutschistan, getagt und Strafen gegen sieben Studenten verhängt, dafür, dass sie getanzt haben. Fünf Studenten wurden für zwei Semester vom Studium ausgeschlossen, zwei weitere für ein Semester. Unter den Ausgeschlossen befinden sich auch zwei Moderatoren des Abendprogramms. Einer der betroffenen Studenten (es waren nur männliche Jugendliche anwesend, so will es der staatliche Geschlechterrassismus) meinte, wieso sie bestraft würden. Sie hätten doch niemanden geschädigt und nur getanzt.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=110689#
vom 26. Chordad 1395 (15. Juni 2016)
mahrumiyat az tahsil-e 7 daneshju be ettehame harekat-e mouzun (raqsidan)

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Islamisten im Iran – denen kann man’s nie Recht machen

In Sahedan, der Hauptstadt der Region Sistan und Balutschistan, fand im größten Saal der Universität von Sistan und Balutschistan kürzlich ein Fest mit Tanz und Musik statt. Im Saal waren nur männliche Jugendliche, auch auf der Bühne waren keine Frauen anwesend, aber die Islamisten haben schon wieder was auszusetzen, diesmal aus dem Munde des Parlamentsabgeordneten von Sahedan. Ihm missfiel, dass einzelne Studenten dort „fränkische Karatespiele“ getanzt hätten – mit fränkisch ist hier europäisch gemeint, und mit Karate bezeichnet er ruckartige Handbewegungen. Der Abgeordnete will jetzt den Rektor der Uni vor Gericht stellen lassen, weil er den Ferdousi-Salon der Uni für so was hergegeben habe.
Schrecklich! Die islamische Republik wird untergehen! (und das hoffentlich bald)
Gegen die besonders islamisch Gesinnten Balutschen haben die selben Herrschaften übrigens auch einiges: Die bewaffnete Gruppe Dschond-ollah (Soldat Gottes) wird amtlich – nicht zu Unrecht – als Terrorgruppe eingestuft.

Ein Filmausschnitt vom Tanz ist derzeit unter diesem Link zu finden:
http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/06/213487.php
vom 22. Chordad 1395 (11. Juni 2016)
didaniha – filme raqs wa qarati-baziye farangiye daneshjuyane daneshgahe sistan wa baluchistan

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Frauenfeinde: der real existierende Islam im Iran


Der Menschenfeind – ein Bild von Pieter Bruegel d. Ä., die Ähnlichkeit zu den Ajatollahs täuscht: er lässt die anderen wenigstens in Ruhe…

Vergangene Woche wollte die Musikgruppe von Schahram Naseri (Shahram Nazeri) ein vorher genehmigtes Konzert traditioneller iranischer Musik in Nejschabur geben. Aber die Genehmigung des Innenministeriums und des Ministeriums für religiöse Aufklärung nützte nichts. Die Mollas vor Ort, namentlich der von Ajatollah Chamene’i eingesetzte Freitagsprediger hetzten gegen die Gruppe von der Kanzel. Die organisierten Fundamentalisten blockierten den Frauen der Musikgruppe den Zugang. Entweder ohne Frauen oder gar nicht, lautete ihre Drohung. Die Gruppe von Schahram Naseri sagte daher das Konzert ab. Das stieß bei den Zuhörern auf massiven Protest.

Frauenverbot auch in Isfahan
Vergangenen Freitag, den 20.05.2016, wollte die Gruppe ein Konzert in Isfahan geben. Aber auch hier wurde ihr aufgrund der Einmischung aus der gleichen politischen Ecke kurzfristig verboten, die Frauen im Konzert auftreten zu lassen. Da in Isfahan angesichts der umstrittenen nachträglichen Annullierung der Wahl der lokalen Abgeordneten Minu Chaleqi ohnehin die Stimmung in der Bevölkerung auf Protest steht, beschloss die Musik-Gruppe, trotzdem aufzutreten und das Publikum auch als Adressat für den Protest gegen diese Politik nutzen. Schahram Naseri erklärte: „Der Platz der Frauen in unsere Musikgruppe ist leer. Es darf nicht sein, dass ein Mensch aufgrund seines Geschlechts daran gehindert wird, seine Kunst vorzutragen.“


Bild von einem früheren Konzert der Gruppe von Schahram Naseri in Isfahan

Kampf den Engstirnigen
Schahrm Naseri sprach weiter: „Heute muss ich mich entweder von der Welt der Musik verabschieden und mich zu Hause verkriechen, oder ich muss meine Heimat verlassen, oder ich muss zur Förderung der Musik dieses Landes und zur seelischen Aufmunterung des Volks einen Schritt vorwärts machen und mit diesen engstirnigen Gestalten den Kampf aufnehmen. Ich habe den dritten Weg gewählt.“

Quelle:
http://www.radiofarda.com/content/f7-female-musicians-of-group-not-allowed-to-join-nazeri-concert-in-isfahan/27749410.html
vom 21.05.2016 (1. Chordad 1395)
jelougiri az hozure navazandegane zan dar konserte shahram nazeri dar esfahan
(Verhinderung der Teilnahme von Musikerinnen am Konzert von Schahram Naseri in Isfahan)

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Iranisch-irakische Grenze: Schüsse und Tote


Laut einer Pressemeldung von Peyk-e Iran kam es zwischen den Revolutionswächtern und Bewaffneten an der iranisch-irakischen Grenze bei Sardascht (Stadt im iranischen Kurdistan) zu einem heftigen Gefecht, bei dem zwei Revolutionswächter ums Leben kamen. Ein weiterer Revolutionswächter soll verletzt worden sein. Bislang ist unbekannt, ob es sich dabei um ein Gefecht mit Drogenschmugglern oder mit politischen Gruppen handelte, die das Regime im Iran bekämpfen.
Die vom Barsani-Clan betriebene irakisch-kurdische Webseite rudaw.net berichtete am 4. und 5. Mai vom Vorfall. Sie schrieb den Vorfall einer bewaffneten kurdischen Gruppe zu und merkte an, dass die iranische kurdische Opposition zwar „gespannte Beziehungen“ zur Regierung in Teheran habe, aber auf Gewalt verzichtet habe.

Quellen:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=108033
Peyke Iran 5. Mai 2016
Koshte shodane do oswe sepah pasdaran dar dargiri mosalahane dar sardasht
Zwei Revolutionswächter kommen bei bewaffneter Auseinandersetzung in Sardascht ums Leben

http://rudaw.net/english/middleeast/iran/05052016?keyword=sardasht
Iran
Kurdish EKPU claim responsibility for clashes with Iranian guards in Sardasht

By Rudaw 5/5/2016

http://rudaw.net/english/middleeast/iran/04052016
Iran
Clash in Iranian Sardasht between Kurdish force and Revolutionary Guards: witness

By Rudaw 4/5/2016

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Iran: Nourus bei den Kurden von Mariwan

Auch die iranischen Kurden feiern Nourus, das iranische Neujahrsfest, das dieses Jahr am 20. März anfing. (Aus technischen Gründen erscheint der Bericht leider erst heute).

Quelle:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=105180

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Wahlkampf im Iran mit Musik

Hier die Transkription des im Teheraner Umgangspersisch geschriebenen Liedtexts mit Übersetzung und Link.
Ein Lied, das es sich lohnt, anzuhören, zusammen mit den Begleitfotos aus dem iranischen Parlament.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/02/208256.php

Ali Sakariyayi und Resa Ehsanpur präsentieren:
Der Typ ist gekommen und will Abgeordneter werden
und der Macker von mir und dir und dem (den andern) werden

er sagt, er sei gekommen, um die Schmerzen zu heilen
ein Vorbild für die künftige Generation zu werden
(Strophe 2x)

die Freude, die der Typ euch wünscht,
der will nicht euch, der will eure Stimmen
warum sollen wir ihn zum Abgeordneten machen?
warum sollen wir ihn zum Verantwortlichen für die Zukunft machen?
als der Typ gekommen ist,
als der unverschämte Kerl gekommen ist,

gekommen ist, um zu genießen,
ach, um zu genießen,
ja, um zu genießen,
Bruder, um zu genießen,
mein Bester, um zu genießen,
um zu genießen und dann zu gehen
(Strophe 2x)

Schade um unsere Stimme, die wir ihm zu Füßen werfen
sind wir denn –
(fern von deiner Seele/deinem Leben =) ohne dich beleidigen zu wollen –
(so einer oder so was – gemeint zum Beispiel) sind wir ein Esel oder eine Kuh?
es gibt so viele Menschen, die besser sind als dieser Typ
gebe Gott, dass die einmal gewinnen

Korrekturlesen und Ordnen des Texts – von Amin

Ali Zakariyayi
wa Reza Ehsanpur
taqdim mikonand
yaru umade mixahad nemayande beshe
hame kareye to wa un bande beshe

mige umade dardaro darmun bokone
d.arb ol-mat_ale naslaye ayande beshe
(Strophe 2x)

del-xoshi ke in yaru shomaharo mixad
shomara nemixad yaru araro mixad
chera nemayandash konim?
mas’ule ayandash konim?
waqti ke yaru umade
un bache por-ru umade

umade halesho
ax halesho
are halesho
dadash halesho
aziz halesho
bebarad berawad
(Strophe 2x)

heyfe ra’ye maha ke be pahash berizim
mage ma dur az junet felanim o chizim
in hame adam hastan ke az yaru saran
inshallah haminha ham tahe kar mibaran

wirayesh wa tanzime matn – amin

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/02/208256.php

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Karnaval in Rascht (nicht in Rio) – Neues aus dem Iran


Am 2. Januar 2016 beging die Stadt Rascht, die am Südufer des Kaspischen Meeres liegt und mehr als eine halbe Million Einwohner hat, den Feiertag der Stadt. Zu diesem Anlass organisierte die Stadtverwaltung von Rascht auch eine öffentliche Theateraufführung und Tänze, auf denen auch Mädchen auftraten.

Das brachte ihr anschließend eine geballte Ladung von Protesten der bornierten Geistlichkeit ein, die kein bißchen anders denken wie die Führer des Islamischen Staats in Syrien und im Irak. Nur sind die Iraner schon ein Stück weiter als die Anhänger des IS. Sie wissen, dass die Geistlichen so korrupt sind wie vorher das Schahregime, und dass ihre Moral nur Fassade ist. Noch haben die Mollas die Waffen, aber die Leute machen, was sie für richtig halten.

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Nationalismus im Iran: vom Fernsehen auf die Straßen


Der Film, um den es geht
http://news.gooya.com/politics/archives/2015/11/204543.php

Kürzlich wurde im iranischen Fernsehen in der Sendung „fitile“ (Docht, Zündschnur), die für Kinder und Jugendliche bestimmt ist, ein Sketsch gezeigt, in dem sich zwei iranisch-aserbaidschanische Gäste, deren Persisch mit türkischen Wörtern durchsetzt ist, bei der Rezeption des Hotels beschweren, weil es in ihrem Zimmer so stinkt. Der Mann an der Rezeption versucht die beiden – Vater und Sohn – zu beschwichtigen, wobei er auch ein paar türkische Redewendungen zustande bringt, und den Grund der Beschwerde zu ermitteln. Es kommt heraus, dass der Vater dem Sohn die Zähne mit der Klobürste geputzt hat und dass es aus dem Mund des Sohnes stinkt. Der Rezeptionist versucht dem Vater diplomatisch beizubringen, dass es für kleine empfindliche Kindermünder extra kleine Zahnbürsten gibt…


Aseris demonstrieren gegen ihre Verunglimpfung im Fernsehen

Diese Art von Witz ist den iranischen Türken (Aseris) genauso sauer aufgestoßen wie einem in Deutschland die Türkenwitze auf den Wecker gehen können. Mehr noch, sie empfanden es als Beleidigung des aseri-türkischen Volks und gingen heute auf die Straße. In mehreren Städten – Tabris, Urumije, Ardabil und Meschkin-Schahr – kam es deshalb zu Zusammenstößen mit den angeblichen Sicherheitskräften, die nicht nur Knüppel, Tränengas und Pfefferspray einsetzten, sondern auch Sonderkräfte einsetzten, die mit dem Motorrad rücksichtslos in die Menge fuhren.


Motorrad-Armee vor dem Angriff aufs Volk

Das iranische Fernsehen reagierte zwar mit einer Entschuldigung für diese Sendung und versprach, die Schuldigen zu bestrafen, aber mit so einer Art von Polizeieinsätzen wird das Klima gewiss nicht besser. Dem Staat ist offensichtlich bewusst, dass er hier ein riskantes Spiel spielt, aber er ist offensichtlich nicht willens und nicht fähig, über den Schatten des persischen Nationalismus hinwegzuspringen. Das verheißt nichts Gutes für den Fortbestand des Staates, denn dieses Regime wird genauso wegbrechen, wie die Sowjetunion, und dann können solche gärenden Konflikte enden wie in Jugoslawien.

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Iran: vom Trauermonat zur Fasnacht

Nach dem Islamischen Kalender ist wieder Moharram, Trauermonat der Schiiten, die in den Aschura-Umzügen an den Märtyrertod von Imam Hussein erinnern. Diese Veranstaltungen nehmen immer mehr Fasnachts-Charakter an, wie folgende Bilder deutlich machen:
Quelle: http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=97509

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Der Islam ist auf den Hund gekommen


Der Hund ist der beste Freund des Menschen

Eigentlich gilt der Hund unter den Muslimen als unrein. Deswegen ist das Schimpfwort Hund oder Hundesohn in islamischen Kulturen besonders beleidigend, im Persischen sollte man deshalb niemals zu jemandem „Pedar-Sag“ (Vater-Hund) sagen. Auch „it“ oder „itoglu“ im Türkischen ist nicht empfehlenswert, oder „kalb“ im Arabischen.
Interessanterweise hat dies aber auch die iranische Polizei nicht daran gehindert, mit Hunden gegen Demonstranten vorzugehen. Oder bei Durchsuchungen von Wohnungen oder Autos die feine Nase von Hunden zu nutzen.
Und in vielen Dörfern des Irans ist es ganz normal, einen Hund zu haben. Man hält ihn nicht in der Wohnung, sondern draußen, wo er schläft und frisst, aber auch iranische Kinder spielen mit den Hunden wie hier im Westen auch.
Zur Schahzeit war es unter Städtern noch wenig üblich, einen Hund zu halten, von den ganz Reichen mit großen Villen einmal abgesehen. Unter der Islamischen Republik Iran hat sich das gründlich geändert. Gerade, weil die Mollas ständig predigen, dass Hunde unrein seien, wurde es unter Jugendlichen zur Mode, sich einen kleinen Hund anzuschaffen und mit ihm im Park spazieren zu gehen, wo man auf gleichgesinnte HundebesitzerInnen traf und sich unterhielt. Wenn sich ein Junge und ein Mädchen treffen wollten, ohne verheiratet zu sein, wäre das sonst ein Problem gewesen, aber die jeweiligen Hunde boten eine willkommene Ausrede.
Aber irgendwann kriegten die Geistlichen das spitz und wiesen die Polizei an, den Menschen zu verbieten, die Hunde in den Park zu bringen.
So führt man die Hunde heute in der Stadt eher zu nächtlicher Stunde aus.

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Iran:Bilder


Torkaman Sahra

Torkaman Sahra

Torkaman Sahra

Torkaman Sahra

Torkaman Sahra


Orumiye -Noruzbazar

Orumiye -Noruzbazar

Orumiye -Noruzbazar


Hamedan

Hamedan

Hamedan

Hamedan

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Frauen dürfen im Iran nicht singen

Die beiden aserbeidschanischen Musiker Alim Ghasemov und seine Tochter Forghane Ghasemov sind vom iranischen Kulturministerium mit ihrem gesamten Orchester nach Teheran eingeladen worden. Sie sollten drei Auftritte machen.


Foto des ersten Konzerts mit Alim Ghasemov und Forghane Ghasemov im Iran

Zweimal fanden die Konzerte statt und war ausverkauft. Viele Konzertbesucher konnten nur Stehtickets ergattern. Die Konzerte waren sehr erfolgreich und das Publikum war begeistert.

Beim dritten Auftritt im „Talare Waghdat“ gab es dann Schwierigkeiten mit Sicherheitskräften, die das Konzert unterbinden wollten. Grund dafür war, dass es im Islam nicht erlaubt ist, dass Frauen singen.

Die Konzertbesucher standen draußen vor der Tür und mussten in der Kälte warten, während die Veranstalter mit den Sicherheitskräften diskutierten. Das Publikum wollte nicht nach Hause gehen. Schließlich durfte das Konzert mit eineinhalb Stunden Verspätung doch noch stattfinden, allerdings ohne die weibliche Sängerin. Sie musste hinter der Bühne im Backstage stehen.

Als das Konzert zuende war, rief das Publikum immer wieder „Forghane, Forghane!“, klatschte in die Hände und pfiff, so lange, bis Forghane schließlich auf der Bühne erschien.

Gegenüber einigen Journalisten hat die Sängerin Forghane Ghasemov den Abend mit keinem Wort kommentiert – sie war wohl verärgert, hatte Angst und war voll innerer Unruhe. Schließlich machte sie doch eine Bemerkung dahingehend, dass sie ihrem Vater keine Probleme bereiten wollte. Auf die Frage, ob sie jemals in der Welt solche Erfahrungen gemacht hätte, antwortete sie „Nein, niemals. Das war das erste Mal“. Alim Ghasemov hat sich zu Konzertbeginn auf der Bühne beim Publikum entschuldigt.

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