Archiv der Kategorie 'Landwirtschaft'

Iran: Tee-Ernte in Gilan


Gilan ist eine Region im Norden des Irans am südlichen Ufer des Kaspischen Meers. Dort wird traditionell Tee angebaut. Jetzt ist Erntezeit.






http://www.tabnak.ir/fa/news/796899/
vom 7. Mai 2018
bar-dashte chay dar gilan

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Iran: Tulpen im Schnee


Tulpen in Karadsch (bei Teheran), 16. April 2018

Neujahrsanfang ist im Iran der Frühlingsbeginn. Eigentlich. Die Bauern bangen immer bis Anfang Mai, ob nicht noch Frost oder Schnee kommt, damit die Blüte der Obstbäume nicht erfriert. Dieses Jahr haben sie kein Glück. Hier sieht man Tulpen im Schnee, aber der Schaden bei den Obstbäumen dürfte viel größer sein.

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Iran: Protest der Bauern von Ladschnan

Aus Protest gegen den Wassermangel protestieren Bauern mit ihren Traktoren vor der Verwaltungsbehörde von Ladschnan
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=151400
Vom 28.03.2018 (8.Farwardin 1397)

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Iran: Bauern protestieren beim Freitagsgebet

Vergangenen Freitag hat eine große Zahl von Bauern aus dem Osten der Provinz Isfahan beim Freitagsgebet auf dem Pole-Chadschu-Platz protestiert, nachdem alle anderen Formen des Protests ergebnislos geblieben waren. Die Bauern leiden unter Wassermangel, der dadurch verursacht wurde, dass die Regierung Wasser vom Sayande-Fluss abgezweigt und in die Region Jasd umgeleitet hat. Versprechen von Hassan Rouhani, den Bauern wieder zu ihrem Wasser zu verhelfen, erwiesen sich als leere Versprechen. Jetzt haben die Bauern sich beim Freitagsgebet, als der von Ajatollah Chamene‘i eingesetzte Imam seine Predigt hielt, umgedreht und die Parole gerufen: „Poscht be doschman, ru be mihan.“ (erstes Video auf folgendem Link)
„Den Rücken zum Feind, das Gesicht zur Heimat.“
Beachtlich ist auch der vielstimmig vorgetragene Protest:
seda wa simaye ma, nange ma, nange ma
Unser staatliches Fernsehen ist unsere Schande, unsere Schande.
Damit beziehen sie sich auf das Totschweigen ihres Protests durch die staatlichen Medien.
Hier ist Medienkritik zur Gesellschaftsbewegung geworden, und zwar bei den Bauern, nicht bei den Intellektuellen, wo einen das nicht überraschen würde.
Die Bauern fahren fort: Solange unser Problem (der Wasserraub) nicht gelöst wird, beginnt auch das Freitagsgebet nicht.

Der Freitagsprediger ermahnte die Bauern, er könne ihren Protest verstehen, aber man solle den Feinden – der Islamischen Republik – nicht die Butter aufs Brot schmieren.
Diese neue Form des Protests hat gute Aussichten, ein Modell für weitere Protestgruppen zu werden. Damit wird der Protest dorthin getragen, wo die Urheber des Niedergangs zu finden sind. Nämlich bei den Ideologen und Propagandisten der Islamischen Republik.

https://www.radiofarda.com/a/iran-isfahan-farmers-protest-friday-prayers/29105563.html
Samstag, 17.03.2018 (26. Esfand 1396)
posht be doshman, ru be mihan – nou-awari dar e°terazhaye mahhaye axire iran

http://fa.euronews.com/2018/03/16/isfahan-farmers-protests-over-water-shortage-friday-prayer
Freitag, 16.03.2018 (25. Esfand 1396)
e°teraze keshawarzane esfahani be kam abi be namaz jom°e resid

http://news.gooya.com/2018/03/post-13012.php
vom 16. März 2018
keshawarzane mo°tarez be imam jom°eye esfahan posht kardand

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Iran: Der Preis des Brotes


Wir hatten kürzlich berichtet, dass die iranische Regierung vorhatte, den Brotpreis zu erhöhen, aber angesichts des negativen Echos in den Brotwarteschlangen davon Abstand genommen hat, mit der Begründung, das würde die Inflation hochtreiben.
Nun geht sie das selbe Ziel von einer anderen Seite an, von Sorgen über die Inflation ist auf einmal nicht mehr die Rede. Das zeigt, dass dieses Argument nur dazu diente, das Gesicht zu wahren.

Kürzung des Yarane (Freundschaftsgeld)
Unter Präsident Ahmandineschad war im Iran das Yarane (Freundschaftsgeld) eingeführt worden, eine Art finanzielle Unterstützung an weite Kreise der Bevölkerung. Damals, als die Sanktionen wegen des Atomprogramms erst begannen, war noch viel Geld in der Staatskasse, das Erdöl floss noch reichlich. Die Erdöleinnahmen sind inzwischen drastisch gesunken, einmal als Folge der Sanktionen, dann auch aufgrund des Rückgangs der Erdölpreises. Das hat dazu geführt, dass der Staat auch über weniger Einnahmen verfügt. Das versucht er durch Kürzungen in den Haushaltsausgaben auszugleichen.

Yarane für Mehl und Weizen halbiert
So sind im neuen Budget nur noch 5 Milliarden Tuman als Yarane für die Bäcker und Bauern vorgesehen. Das verringert den Spielraum für Bauern und Bäcker, sie müssen ihre Kosten nun vermehrt über Preiserhöhungen an die Verbraucher abgeben. Das Ergebnis ist natürlich Inflation. Für den Fall, dass sich die Ärmsten das Brot nicht mehr leisten können, ist auch mit Brotaufständen zu rechnen.


Parlamentsabgeordneter Ali Mottahari

Spannungen entschärfen
Das ist auch der Regierung und den Machthabern bewusst. So mehren sich die Zeichen, dass der Hausarrest der Präsidentschaftskandidaten von 2009, Mirhossein Mussawi und Mehdi Karrubi, sich dem Ende zuneigt. In diesem Zusammenhang ist eine jüngste Äußerung des einflussreichen Parlamentsabgeordneten Ali Mottahari zu sehen: „Wir sind Zeugen einer flexibleren Haltung und eines Willens zur Aufhebung des Hausarrests.“ Das solle allerdings langsam und leise vonstatten gehen, er sei ermahnt worden, dies nicht an die große Glocke zu hängen. Ein solches Vorgehen bindet die Reformisten stärker an die Regierung und verringert die Gefahr, dass sie sich Unruhen anschließen. Auffällig ist auch, dass am 16. Adhar (7. Dezember), dem Feiertag der Studenten, im Gegensatz zu früher keine nennenswerten Verhaftungen vorgenommen wurden. Auch dies soll eine wichtige gesellschaftliche Kraft beschwichtigen, die bei Veränderungen im Iran stets eine große Rolle gespielt hat.

Und Wink mit der Peitsche
Parallel dazu holen die Revolutionswächter (Pasdaran) mit der Peitsche aus. Der Oberbefehlshaber der Pasdaran in Teheran, Mohammad-Resa Yasdi, sprach am 19. Adhar (10. Dezember) von „sozialen Erdbeben“, die bevorstehen, und kündigte den Einsatz von „Spezialpatrouillen“ an, angeblich um Diebstähle und Rowdytum zu unterdrücken. Aber das wäre ja die Aufgabe der normalen Polizei. Abgeordnete im Stadtrat von Teheran, die seine Äußerungen kritisieren wollten, bekamen im Gegensatz zum Pasdaran-Chef kein Rederecht.
Man sieht, der Staat ist sich bewusst, was er mit der Erhöhung des Brotpreises riskiert. Aber er riskiert es trotzdem, weil es leichter ist, die Rechte der Bevölkerung zu beschneiden als die der Pasdaran.


Oberbefehlshaber der Pasdaran in Teheran, Mohammad-Resa Yasdi

Defizit im Budget
Denn schauen wir nochmal nach der Begründung der Kürzungen: Ein Defizit im Budget. Das gleiche Budget sieht für die Feiern des Todes von Ajatollah Chomeini Ausgaben von 9 Milliarden Tuman vor, damit könnte man die Kürzungen des Yarane ausgleichen. Für den Druck der Werke von Ajatollah Chomeini sind sogar satte 71 Milliarden Tuman vorgesehen. Ja, ja, geistige Nahrung ist eben wichtiger als das leidige Brot…
Aber es gäbe noch ganz andere Wege, das Budget ins Lot zu bringen. Die Regierung könnte versuchen, die ihr zustehenden Einnahmen einzufordern. Zum Beispiel, indem sie die Buchhaltung und das Geschäftsverhalten der Unternehmen untersucht, die den Pasdaran gehören und im Erdölexport aktiv sind. Das, was der Staat in diesem Sektor an Einnahmen verzeichnet, beruht ja auf den Angaben dieser Firmen. Und wer ist so dumm, die Wahrheit zu sagen, wenn keiner sich traut, dies zu kontrollieren? Wir sehen ja, die Abgeordneten im Stadtrat dürfen einen Pasdaran-Chef nicht mal öffentlich kritisieren, von einer kritischen Überprüfung der Buchhaltung dieser Schattenwirtschaft kann man da nur träumen. Aber eine Regierung, die da ranginge, wäre genauso schnell weg vom Fenster wie Mossadegh 1953. Nur bräuchte es dazu nicht mal den CIA. Die Revolutionswächter würden das schon selbst erledigen.

https://www.radiofarda.com/a/iran_bread_government_price/28909595.html
vom 20. Adhar 1396 (11.12.2017)
kaheshe 50 dar saddiye yaraneye nan wa gandom dar budjeye sale 97

http://news.gooya.com/2017/12/post-10017.php
vom 11. Dezember 2017
yaraneye naqdiye nan nesf shod

http://news.gooya.com/2017/12/post-10019.php
vom 11. Dezember 2017
°ali mottahari: shahede narmesh wa erade‘i baraye raf°e hasr hastim

http://news.gooya.com/2017/12/post-9995.php
vom 10. Dezember 2017
gashthaye wizheye sepahe tehran baraye moqabele ba zelzelehaye ejtema°i

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=143323
vom 20. Adhar 1396 (11. Dezember 2017)
xandanihaye budjeye 97

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Iran: Zeit der Safranernte

Wenn es kalt ist, beginnt im Ostiran die Safranernte. Hier einige Fotos von dieser Arbeit in den verschiedenen Stadien. Der Iran ist weltweit der größte Produzent von Safran, das als Speisegewürz dient.













https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=140126
vom 6. Aban 1396 (28. Oktober 2017)
talaye sorx

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Iran: 8. März – Internationaler Tag der Frau


Auch wenn die iranischen Machthaber von Frauenrechten nicht viel hören wollen, die Frauenbewegung im Iran ist aktiv. Nicht überall hat sie gleich viel Erfolg – so hat die Stadtverwaltung in Teheran keine öffentlichen Aktivitäten zum 8. März erlaubt, so dass die Frauen sich nur im privaten Rahmen treffen konnten. Aber in Rascht (Region Gilan, Nordiran) konnten die Frauen einen Raum mieten, einen Film über die Geschichte des 8. März zeigen und dies mit einer Vortragsreihe verknüpfen. Eine Rednerin sprach über die „ideale Stadt für Frauen“, eine andere über die Tätigkeit der Frauen auf dem Land in der Region Gilan.
Die Veranstalterinnen wiesen auch darauf hin, dass es schon Anfang des 14. Jahrhunderts persischer Zeitrechung, also vor knapp 100 Jahren (ca. 1920) in Rascht eine Frauenorganisation namens „Peyk-e Sa°adat-e Nesawan“ (Bote des Glücks der Frauen) gegeben habe, die schon damals Veranstaltungen zum 8. März abhielt.
Was die Lage der Frauen auf dem Land in der Region Gilan angeht, muss man wissen, dass das Gebiet an der Südküste des Kaspischen Meers traditionelles Reis- und Teeanbaugebiet ist. Beides sind dort typische Frauenarbeiten. Auch der Anbau von Auberginen, Gurken und Tomaten (s.eyfi-ka:ri) ist ihnen zu verdanken. Eine weitere Arbeit besteht darin, Strohmatten zu flechten, oder Tücher zu weben (cha:dor-shab), die dazu dienen die Bettwäsche einzwickeln, so dass man sie tagsüber als Stützkissen an der Wand platzieren kann. Dazu verwendet man einen ziemlich feinen Faden.
Es ist erfreulich, dass die Frauen trotz der widrigen Umstände so gut organisiert sind, dass solche Veranstaltungen möglich sind.

http://www.etehadefedaian.org/%da%af%d8%b2%d8%a7%d8%b1%d8%b4-%d9%85%d8%b1%d8%a7%d8%b3%d9%85-%d8%b1%d9%88%d8%b2-%d8%ac%d9%87%d8%a7%d9%86%db%8c-%d8%b2%d9%86-%d8%af%d8%b1-%d8%b1%d8%b4%d8%aa
vom 21. Esfand 1395 (11. März 2017)
gozareshe maraseme ruze jahaniye zan dar rasht

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Iran: Flucht vor giftigen Abgasen durch petrochemische Fabrik

Zusammenfassung einer Reportage des iranischen TV-Senders asriran über giftige Abwässer und Abgase durch die petrochemische Fabrik Khorasan, Nordostiran.

Erst vor kurzem wurde 15 km östlich der nordiranischen Stadt Bodschnurd, in der Provinz Nord-Khorasan, eine petrochemische Fabrik errichtet, was in der Folge zu erheblichen Umweltverschmutzungen von Wasser, Luft und Boden in der näheren Umgebung der Fabrik geführt hat. Der TV Sender asriran hat mehrere Einwohner eines kleinen Dorfes namens Sarcheschme in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Fabrik interviewt.

Die Einwohner berichten von den Hoffnungen, die ihnen vor Errichtung der Fabrik gemacht wurden, wie das Versprechen, dass die Bewohner des Dorfes dort gute Arbeitsplätze finden würden. Es hieß, dass die jungen Leute nicht mehr auf der Suche nach Arbeitsplätzen in die große Stadt ziehen müssten. Aber es kam anders.

Durch die Abwässer der Fabrik wurde der Fluß vergiftet. Wasser, das aus diesem Fluss zur Bewässerung der Felder eingesetzt wurde, sorgte dafür, dass die Ernte ausblieb und Pflanzen und Böden ebenfalls vergiftet wurden. Die Menschen, die von der Landwirtschaft lebten verloren ihre Arbeitsplätze. Und die Arbeitsplätze, die durch die Fabrik entstanden, waren schlecht bezahlt und wurden mit billigen Arbeitskräften von außerhalb besetzt.

Viele Menschen in dem genannten Dorf und auch in anderen Dörfern in der Nähe haben gesundheitliche Beschwerden und Erkrankungen. Dazu gehören Atemwegserkrankungen, die von giftigen Abgasen herrühren, die in unregelmäßigen Abständen, etwa ein- oder zweimal im Monat von der Fabrik abgelassen werden. Die Interviewpartner des Reporters tragen teilweise einen Mundschutz, der ihnen von Ärzten verordnet wurde.

Die Einwohner berichten, dass sie natürlich die Behörden eingeschaltet hätten und dass es sogar Untersuchungen gegeben habe. Diese führten dazu, dass die Umweltverschmutzungen bestätigt wurden und dass einzelne Bewohner des kleinen Dorfes eine einmalige, sehr geringe Entschädigungszahlung (ca. 40.000 Toman, was etwa dem Gegenwert von 1 kg Rindfleisch entspricht) von der Fabrik erhalten haben. An der Umweltverschmutzung habe das aber nichts geändert.

Heute wünschen sich die Bewohner von Sarcheschme, dass die Fabrik ihnen wenigstens ankündigt, wenn sie wieder giftige Gase in die Umgebung ablässt, so dass sie buchstäblich vor der Umweltverschmutzung flüchten können.

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Iran: ein Dorf im Nordiran

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Iran:Garme in der zentralen Wüste von Iran


Garme in Isfahan Provinz Nain und Khoor und befindet sich in der zentralen Wüste von Iran entfernt. Das Dorf liegt 750 Meter Höhe über dem Meeresspiegel und das Klima ist trocken und heiß Wüste in der Nähe.

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Bauern protestieren bei Vortrag der Vizepräsidentin der Regierung Rouhani

Auf einer öffentlichen Veranstaltung von Masoumeh Ebtekar, Vizepräsidentin der Regierung Rouhani und Chefin der Umweltschutzorganisation des Irans, protestieren Bauern lautstark und verlangen Redezeit.


https://www.youtube.com/watch?v=X4MNzHYURm8

In dem oben verlinkten Video sieht man Szenen des mitgeschnittenen Vortrags von Masoumeh Ebtekar in Isfahan, in der sie mehrfach von protestierenden Bauern unterbrochen wird. Nachdem einer seine Stimme erhoben hat, melden sich auch noch andere Bauern zu Wort. Sie widersprechen den von Masoumeh Ebtekar vorgetragenen Statistiken und verlangen wenigstens 5 Minuten sprechen zu können, um ihre Fehler richtig zu stellen. Frau Masoumeh Ebtekar will sich darauf jedoch nicht einlassen und beharrt auf ihrem Rederecht. Verschiedene Organsiatoren versuchen die Bauern zu beruhigen, was aber eher die gegenteilige Wirkung erzielt.

Hintergrund des Ärgers der Bauern sind die niedrigen Lebensmittelpreise, die ihnen kein Auskommen mehr ermöglichen.

Quelle: http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/12/221568.php

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Proteste von Bauern in Hormozgan, Südiran

Seit Tagen protestieren Bauern aus Hormozgan gegen zu niedrige Preise für Gemüse.

Hormozgan ist eine Provinz ganz im Süden des Irans. Die Straße von Hormuz (pers. Hormoz) hat ihren Namen von dieser Gegend. Hier leben etwa 1,5 Mio. Menschen. Einer der Hauptwirtschaftszweige ist die Landwirtschaft. Es kann aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen ganzjährig Gemüse angebaut werden. Es wird in die benachbarten arabischen Länder und auch bis in den Norden des Irans geliefert.

Die Preise, die die Bauern mit ihren Produkten erzielen, können kaum ihr Überleben sichern. Im Vergleich zu den Einnahmen der Zwischenhändler, die die Ware weiter in andere Städte transportieren und dort mit Gewinn weiterverkaufen, sind ihre Einnahmen gering. Sie machen nur einen Bruchteil des Gesamtpreises auf den späteren Märkten aus. In Teheran z.B. kostet das Kilo Auberginen ca. 5000 Tooman und das Kilo Tomaten ca. 3000 Tooman. Die Zwischenhändler kaufen diese Waren für 200 Tooman bzw. 50 Tooman. Das lohnt sich für die Bauern nicht.

Die Landwirte aus Bidan, Minab, Roodan, … protestieren seit einer Woche vor den Gouverneursgebäuden von Minab und Bandar Abbas, der Provinzhauptstadt. Sie haben erklärt, dass sie für derart niedrige Preise die Ernte nicht mehr einbringen werden, sondern sie auf den Felder kaputt gehen lassen.

Da die Gouverneure sich nicht blicken lassen, haben die Bauern damit begonnen, ihre verderbliche Ware auf die Straßen zu kippen.

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Iran: Pistazien in Kerman


Vertrocknete Pistazienpflanzungen

Nach dem Erdöl gehören Pistazien noch immer zu den wichtigsten Exportprodukten im Iran. Im vergangenen Jahr wurden 250.000 Tonnen Pistazien exportiert. Bis zum 20. Jahrhundert wurden die Pistazienhaine mit Wasser bewässert, dass über spezielle Kanäle aus den Bergen geholt wurde. Danach kamen immer mehr elektrische Pumpen zum Einsatz, die das Grundwasser hochpumpten. Das mag früher in 10 Metern Tiefe gelegen haben, jetzt ist es je nach Ort auf 150 Meter Tiefe abgesunken und zunehmend salziger. Die Erde sinkte dabei trichterförmig ein. Das Ergebnis ist, dass die Pistazien vertrocknen. Hinzu kommt, dass das lukrative Exportgut zu einer Konzentration der Anbaugebiete in der Hand der Reichen geführt hat, so dass die heimischen Bauern das Land verlassen haben und in die Städte umgesiedelt sind.

http://www.radiofarda.com/a/f8-iran-pistachio-trees-gone/27966307.html
vom 04.09.2016
peste-ye iran qorbani-ye digare bi-abi

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Iran: Hochwasser in Dezful


Hochwasser in Dezful

Dezful (Desful) ist eine Stadt mit über 400.000 Einwohnern. Sie liegt in der iranischen Provinz Chusistan, am Fuße des Zagros-Gebirges.


Der Dez-Fluss

Durch die Stadt fließt der Dez (Des), nach dem die Stadt auch benannt ist. Der Name soll ursprünglich Dezhpol gelautet haben, also Festungsbrücke. Dezful soll die arabisierte Form des Namens sein. 32 km stromaufwärts liegt die Dez-Talsperre, die 1963 erbaut wurde und die Stadt mit Strom und Wasser versorgt.

Nach anhaltenden 3-tägigen Regenfällen ist der Dez über die Ufer getreten und hat nicht nur landwirtschaftliche Flächen überflutet, sondern wohl auch einige Menschen mitgerissen, wie peykeiran am 16. April 2016 berichtete.

Quellen:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=106741
vom 16. April 2016
https://de.wikipedia.org/wiki/Dezful

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Atom-Macht Iran in den Kartoffelfeldern

Folgende Fotos stammen von der staatlichen iranischen Presseagentur ISNA. Sie zeigen die Kartoffel- und die Knoblauchernte im heutigen Iran. Während auf Manövern die neuesten Raketen präsentiert werden und die vorige Regierung ständig von der Entwicklung der iranischen Atombombe schwärmte, sehen wir hier, dass die Regierung nicht nur ein Heer von Arbeitslosen geschaffen hat, sondern dass sie die Bevölkerung in einer derart verelendeten Lage hinterlassen hat, dass trotz der hohen Arbeitslosenzahl auf den Feldern sogar Kinder arbeiten! Nicht, dass die Erwachsenen nicht arbeiten könnten, ganz im Gegenteil, die Armut ist so groß, dass auch die Kinder arbeiten müssen, damit die Familie überlebt.


Bis hier Bilder aus der Kartoffelernte, hier unten wird Knoblauch geerntet:

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