Archiv der Kategorie 'Landwirtschaft'

Iran: Entlassungen in der Industrie

Im Zusammenhang mit den Wirtschaftssanktionen, die gegen den Iran verhängt wurden, interessiert die Frage, wer davon betroffen ist. Zahlen zur Zahl der Entlassungen werden von staatlichen iranischen Medien leider nur bruchstückhaft veröffentlicht, ebenso Informationen zu den Eigentumsverhältnissen.

  • Shahab-Xodrou, Autofabrik in Teheran – Eigentümer: Der Staat
  • Qand-e Manush, Zuckerfabrik in Sarqes – Eigentümer: Pasdaran
  • Karxane-haye Ard wa Golukoz, Mehl- und Glukosefabriken in Yasuj – Eigentümer: Privat
  • Karxane-ye Zagros Chodrou, Autofabrik in Borujerd – Eigentümer: Der Staat

In diesen Firmen sind seit Frühlingsbeginn dieses Jahre 3000 Personen entlassen worden.

  • Große Firmen der Automobilindustrie insgesamt – Eigentümer: Der Staat
  • Große Firmen der Ersatzteilindustrie insgesamt – Eigentümer: Der Staat

450.000 Personen in diesen beiden Industriezweigen sind vom Staat beschäftigt. Innerhalb eines Jahres sind 30% der Arbeitenden entlassen worden, davon:

  • Firma Saypa, Automobilhersteller in Teheran – Eigentümer: Der Staat – 40% der Arbeiter sind nicht ausgelastet.
  • 2000 Firmen der Textilindustrie in der Region Isfahan – Eigentümer: Privat – von Schließung bedroht, 100.000 Entlassungen drohen.

Generell muss man bei der Deutung der Daten vorsichtig sein, selbst wenn die Zahlen stimmen.
Denn nicht nur die Sanktionen führen zum Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch die Art, wie die iranischen Herrscher die Wirtschaft organisieren. Für die Pasdaran ist es viel lukrativer, mit China Handelsverträge über Billigimporte abzuschließen, bei denen auch für die beteiligten Pasdaran etwas abspringt, als irgendeine Fabrik aufzubauen oder zu managen.
Die Lizenzen für den Import von Waren am Zoll vorbei bringt den Pasdaran ebenfalls gewaltige Einnahmen, die nirgends im staatlichen Haushalt erscheinen, und auch diese Form des „privaten“ Imports schädigt die einheimische Industrie.
Diese Entwicklung hat schon wesentlich früher eingesetzt als der Rückgang der Produktion durch die Sanktionen, und er betrifft nicht nur die Industrie, sondern auch die Landwirtschaft.

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Iran: Umweltschützer kann man verhaften, Salzstürme nicht


Salzsturm vom austrocknenden Urumije-See

Wie schon berichtet, haben in Tabris und vor Ort in Urumije und anderen Orten, die am Urumije-See liegen, schon mehrfach Demonstrationen stattgefunden, um die Behörden aufzufordern, etwas gegen das Austrocknen des Urumije-Sees zu unternehmen. Es ging namentlich darum, dass das Wasser, das in Staudämmen zurückgehalten wird, freigelassen wird, damit der See nicht austrocknet. Außer Verhaftungen unternahmen die Behörden weiter nichts.

Jetzt tritt das ein, wovor die Bevölkerung sich gefürchtet und gewarnt hatte. Die ausgetrockneten Flächen des stark salzhaltigen Urumije-Sees bilden die Grundlage für Salzstürme. Salzstürme hinterlassen auf weiten Flächen solche Salzmengen, dass ein landwirtschaftlicher Anbau vielerorts unmöglich wird. Eine regionale Zeitung aus dem iranischen Westaserbaidschan hat einige Fotos vom ersten Salzsturm veröffentlicht. Wenn es so weiter geht, wird selbst Teheran von diesen Salzstürmen nicht verschont bleiben.

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Iran: Regierung ermordet Araber

Sa‘id Krushat, im Karun-Gefängnis zu Tode gefoltert
Am 27. Juni 2012 starb Sa‘id Krushat an den Folgen seiner Folter. Er stammt aus Seid-Karim (südlich von Ahwas) und ist ein Angehöriger der arabischen Minderheit im Iran. Er wurde vor sechs Monaten verhaftet. In Gefängnis von Schiras, im Sepidar-Gefängnis von Ahwas und zuletzt im Karun-Gefängnis in Ahwas wurde er schwer gefoltert, so dass er daran gestorben ist. Dieser Tod ist ein weiterer Hinweis auf die Brutalität, mit der das iranische Regime gegen die Minderheiten vorgeht, nachdem erst kürzlich vier arabische Jugendlichen, die gegen die Unterdrückung der arabischen Minderheit protestiert hatten, aus dem Karun-Gefängnis geholt und an unbekanntem Ort vom Staat hingerichtet worden waren.

Polizei erschießt zwei Bauern auf dem Feld
Derzeit läuft eine Kampagne der iranischen Regierung zur Enteignung der arabischen Minderheit in der Region Ahwas. Auf diese Weise soll die Minderheit aus der Region verdrängt werden. So wollte die Regierung den beiden Brüdern Seyyed Mussa Faseli (41 Jahre) und Seyyed Ali Faseli (34 Jahre), die in Abdolchan, 30 km südlich von Schusch (Region Ahwas), ihre Felder bestellten, das Land wegnehmen, das ihre Familie schon seit Generationen bebaut. Die Bauern protestierten gegen die geplante Enteignung, weil sie ihre Familie mit dem ernähren, was auf ihrem Land wächst. Die Regierung ignorierte die Proteste, ließ einen Gerichtsbeschluss nach ihrem Wunsch ausfertigen und forderte die Bauern auf, das Land zu verlassen. Als die Bauern das nicht taten, setzte die Regierung Polizei ein, die die beiden Bauern erschoss. Dies geschah am 29. Juni 2012.

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Iran: Getreideernte in Ilam

Diese Fotos der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur ISNA zeigen eine Getreideernte in der Provinz Ilam (Südwestiran). Die Felder (deym) bekommen nur das spärlich fallende Regenwasser, entsprechend niedrig sind die Halme, die Ernte ist unsicher und der Einsatz von Maschinen ist teuer.
Das ist der Staat, der gerade drei Tage lang Raketen abschießt, die Atomsprengköpfe tragen können…













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Zentraliran: Rosen aus Kaschan

Im Iran gibt es eine alte Tradition der Rosenzüchtung. Die Rose ist im Iran als Gol-e Mohammadi (Muhammads Blume) bekannt, die für ihren Duft berühmt ist. Ihre Essenz wird seit Alters her in Ghamsar (Kaschan) destilliert. In der Region wird die Rose in riesigen Feldern angebaut. Das Rosenwasser (Golaab) dient im Iran als Zutat für verschiedene Süßigkeiten und Speisen, auch die getrockneten Blütenblätter werden verwendet und zum Beispiel über die Joghurt gestreut.


In Rosen gebettet?

Der Zusammenbruch der Wirtschaft im Iran, eine Folge der Wirtschaftspolitik wie des Embargos, hat dazu geführt, dass sich viele Iraner nicht einmal mehr diese Essenz leisten können, der Binnenmarkt ist eingebrochen. Die lokalen Hersteller des Rosenwassers klagen, wenn das so weitergehe, werde ihre Jahrhunderte alte Tradition eingehen und das Wissen verloren gehen.


Apparatur zur Destillation von Rosenwasser

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Iran: Zucker- und Weizenimporte machen die Bauern arbeitslos

Behzad Qarayazi, ein Experte des iranischen Landwirtschaftsministeriums, erklärte gegenüber der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur ILNA, dass die massiven Zuckerimporte in der Regierungszeit von Präsident Ahmadineschad dazu geführt habe, dass Zehntausende iranische Bauern dieses Sektors arbeitslos geworden seien. In der zweiten Regierungszeit von Ahmadineschad hätten die rasant gestiegenen Weizenimporte zudem dazu geführt, dass die Bauern, die Weizen anbauen, beschlossen hätten, ihre Ernte auf den Feldern stehen zu lassen, da sie unter diesen Bedingungen nicht einmal ihre Kosten decken können.
Genauso, wie ILNA seit neuestem die Industriepolitik der Regierung Ahmadineschad kritisiert, scheint sie jetzt auch auf die verheerenden Folgen seiner Politik für die Landwirtschaft aufmerksam machen zu wollen. Dahinter steht sicher auch das Bestreben von Ajatollah Chamene‘i, Ahmadineschad politisch aus dem Verkehr zu ziehen.

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Bandar-Abbas: Staub in der Luft


Wer als Tourist in den Iran kommt, hat neben den Sehenswürdigkeiten sicher auch im Kopf, dass es ein Land großer Wüsten ist.

Wie sich die Trockenheit im Alltag speziell im südlichen Teil des Landes auswirkt, zeigen diese Fotos aus der Hafenstadt Bandar-Abbas. Wenn dieses staubige Wetter jetzt im Frühling tagelang andauert, kann das schwere Folgen für die Landwirtschaft haben. Wenn sich der Staub auf die Blätter legt, führt das anschließend zu einem Massenauftreten von Blattläusen, die die Ernte ruinieren.

Aber auch für die Menschen ist es nicht angenehm, mit Staubmasken herumzulaufen, viele Menschen ziehen sich bei diesem Wetter Lungenerkrankungen zu.

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Iran: Gefälschte Wahlen, gefälschte Studenten, gefälschter Tee


beim Teepflücken im Nordiran

Zumindest in einem sind die iranischen Machthaber gute Lehrmeister. Im Fälschen. Die entsprechende Koransure wird sich sicher noch finden. Während die gefälschten Wahlen von 2009 vielen Menschen das Leben und vielen Tausenden die Freiheit gekostet haben, während die gefälschten Studenten der Ajatollahs jüngst die britische Botschaft in Teheran verwüsteten, hat eine Nation von Teetrinkern nun mit einer weiteren Facette dieser Tugend zu tun, die einem allerdings den Appetit verderben kann. Bekanntlich wird im Norden des Irans, an der Küste des Kaspischen Meeres, ein Tee sehr geschätzter Qualität angebaut. Aber dieser Tee ist im Vergleich zur Importware teuer und der Staat unterstützt die Bauern nicht. So kommt es, dass der Iran heute fast seinen gesamten Verbrauch an Tee importiert. 5.000 Tonnen werden im Land produziert, 35.000 Tonnen werden legal importiert, und 60.000 Tonnen stammen aus dem Schmuggel, dem Wirtschaftsbereich, der am meisten von den Pasdaran kontrolliert wird. Da der importierte Tee nicht so gut schmeckt, greifen die Händler zu einem Trick. Sie mischen etwas iranischen Tee bei, um den Geschmack zu heben, und verkaufen das Ganze zu hohen Preisen als iranischen Tee.
So wie man im Mittelalter in Europa dem kostbaren Pfeffer Mäusedreck beigemischt hat, um den Gewinn zu erhöhen.
Wie man sieht, ob Christen oder Muslime, es gibt viele Gemeinsamkeiten.

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Iranischer Waffenexport: Amtliches Geständnis


Hossein Hamedani, Stellvertretender Oberbefehlshaber der Bassidschi-Hilfstruppen (den Pasdaran untergeordnet)

Am Donnerstag, den 23. Oktober 2008, erklärte Hossein Hamedani in einer Rede, die er in Hamedan hielt, dass es im iranischen Rüstungssektor vielversprechende Neuentwicklungen gebe. Dank der Rüstungsanstrengungen des Iran könnten die Streitkräfte des Landes mit Waffen eigener Produktion versorgt werden, mehr noch, auch eine Reihe von „Befreiungsbewegungen der Region“ würden mit iranischen Rüstungsgütern versorgt.
Der Iran wurde bislang wiederholt beschuldigt, paramilitärische Gruppen im Irak, die Hisbullah im Libanon, die Hamas in Palästina mit Waffen versorgt zu haben. Dies wurde von iranischen Amtsträgern stets bestritten. Die jüngsten Äußerungen des stellvertretenden Oberkommandeurs der Bassidschi-Truppen zeigen, dass die Wirklichkeit anders aussieht.

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Frauenarbeit beim Reisanbau im Iran


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Safranernte im Ostiran



















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Granatapfelernte II (Iran)


Mitten im Iran befindet sich diese Landschaft mit Granatapfelplantagen.


Die Granatäpfel werden in verschiedenen Phasen verarbeitet. Hier werden die Kerne von der Schale getrennt. Die Schalen werden gekocht und daraus sehr unterschiedliche Farben für die Teppichproduktion hergestellt – die Reste dienen als Tierfutter.


Die von der Schale befreiten Kerne werden gestampft. Der Saft wird gekocht und als Soße in verschiedenen persischen Speisen verwendet. Wiederum werden die Reste an Tiere verfüttert.


Ein kleines Fest im Dorf nach der Granatapfelernte.

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Granatapfelernte I (Iran)

Die Iraner nutzen jede Gelegenheit, um ihre Traditionen zu präsentieren. Zu diesen Gelegenheiten gehört auch das Fest zur Granatapfelernte, das in dem kleinen Dorf Anbou in der Nähe der Stadt Roudbar, 150 km nördlich von Teheran, gefeiert wird. Wir sehen hier, dass die Frauen bunte Kleidung tragen, die als unislamisch gilt.

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