Archiv der Kategorie 'Medien'

Iran: Erneut ein Schlag gegen iranische Oppositionsmedien


Ruhollah Zam
Der von der US-Regierung finanzierte iranisch-sprachige Sender Radio Farda (Radio morgen) berichtet heute, den 14. Oktober 2019, davon, dass die iranischen Revolutionswächter am heutigen Tag öffentlich die Behauptung erhoben hätten, dass sie Ruhollah Zam (Sam) in den Iran gelockt und verhaftet hätten. Wo genau die Pasdaran diese Meldung veröffentlicht haben, gibt Radio Farda nicht an.
Ruhollah Zam hatte 2015 in Paris den Nachrichtenkanal „Amadnews“ auf Telegram eröffnet, der zahlreiche Interna über die Islamische Republik Iran veröffentlichte und der als Tribüne für oppositionelle Stimmen diente.
Aus iranischen Webseiten ist ersichtlich, dass zum Beispiel die staatliche iranische Rundfunk- und Fernsehgesellschaft Seda wa Sima am 14.10. über die Verhaftung von Ruhollah Zam berichtet hat. Der Direktor von Seda wa Sima wird direkt vom Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i ernannt und untersteht diesem.
Einzelheiten über das Geschehen wurden nicht bekannt gegeben. Es wird lediglich triumphierend davon berichtet, dass der Geheimdienst der Pasdaran eine erfolgreiche Operation gegen die westlichen Geheimdienste durchgeführt hätte.
Es heißt in Oppositionskreisen, dass Ruhollah Zam in ein dem Iran benachbartes Land gelockt, dort von Kräften des Geheimdienstes der Pasdaran entführt und im Iran verhaftet wurde.
Ein Telegram-Nachrichtenkanal namens „Axbare amniyatiye defa°i“ (Nachrichten über Sicherheit und Verteidigung), der den iranischen Geheimdiensten nahestehen soll, hat laut einem Bericht von Iran-Emrooz (das seinerseits auf die Deutsche Welle verweist), erklärt, dass Ruhollah Zam ab seinem Abflug aus Frankreich in ein dem Iran benachbartes Land vollständig unter der Aufsicht der iranischen Geheimdienstorgane stand. Es heißt weiter: „Er selbst und seine Begleiter sind mitsamt der Geräte, die sie dabei hatten, darunter Tablett, I-Phone, Computer etc. … ebenso wie die Kontrolle über den Kanal und die Webseite Amadnews und sämtliche Informationen, die von Individuen innerhalb des Irans an dieses konterrevolutionäre Medium geschickt worden, in die Gewalt der Revolutionswächter des Geheimdienstes der Pasdaran gelangt.“ Laut der englischen Wikipedia haben die Revolutionswächter selbst die Nachricht von Zam’s Verhaftung auf seinem Nachrichtenkanal platziert und damit deutlich gemacht, dass sie jetzt die Kontrolle übernommen haben.
Über die Rolle von Ruhollah Zam zu urteilen ist noch zu früh. Es gab immer wieder kritische Stimmen in der Opposition, die dessen Kanal „Amadnews“ als Werk des iranischen Geheimdienstes betrachteten. In deren Augen ist die jetzige Entführung eine Scheinoperation, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen, nachdem er seine Aufgabe erfüllt hat. Die Aufgabe hätte darin bestanden, Kontakte zur Opposition im Ausland aufzubauen und zugleich an deren Informationsquellen zu kommen. Ob diese Vermutung zutrifft, kann derzeit nicht berurteilt werden. Sicher ist aber, dass die iranischen Geheimdienstes sämtliche elektronischen Medien, die ihnen in die Hände gefallen sind, sorgfältig auswerten werden, um auf diesem Wege möglichst viel Informationen über ihre Gegner im In- und Ausland zu gewinnen. Die einzige Frage ist also nur, ob Ruhollah Zam die Rolle eines bewussten Mitarbeiters der Dienste spielte oder selbst ein Opfer war.

https://www.radiofarda.com/a/rohollah_zam_arrest_why_background/30215929.html
vom 22. Mehr 1398 (14. Oktober 2019)
chahar °amaliyate faribe jomhuriye eslami, az forude fuladwand ta ruhollah zam

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/81215/
vom 14.10.2019, 17:18
sepahe pasdaran: ruhollah zam-ra dastgir kardim (Deutsche Welle)

https://en.wikipedia.org/wiki/Ruhollah_Zam

https://news.gooya.com/2019/10/post-31055.php
Nachrichten der staatlichen iranischen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft Seda wa Sima vom 14.10.2019:
https://youtu.be/yYD6Q8meIks

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Iran Journal: Eine deutschsprachige Nachrichtenseite über den Iran

Wir haben in der letzten Zeit Artikel der Webseite iranjournal.org direkt übernommen. Das war nicht ganz korrekt, zumal nicht immer ein vollständiger Link angegeben war. In Zukunft werden wir das so handhaben, dass wir einfach den Link veröffentlichen, wenn ein interessanter Artikel über ein Thema erschienen ist, über das wir nicht berichtet haben.
So oder so, dürfte es auch unsere LeserInnen interessieren, wer Iran Journal macht und wer die Seite finanziert.
Iran Journal stellt sich selbst als Projekt des Vereins Transparency for Iran vor. Zum Thema Förderung schreibt die Zeitung:
„Die Redaktion von Transparency for Iran (TFI) wurde bisher durch institutionelle Fördergelder finanziert.“ Um das Fortbestehen der Redaktion weniger von großen Geldgebern abhängig zu machen, wirbt sie um Fördermitglieder. Die RedakteurInnen der Zeitung erhalten kleinere Honorare als üblich, aber es ist kein rein ehrenamtlicher Journalismus, was den Geldbedarf für so ein Projekt erhöht.
Am Fuß dieser Seite ist zu lesen:
In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung e.V.
http://iranjournal.org/foerderung

Die Redaktion von Iran Journal besteht laut eigenen Angaben aus folgenden Personen:
Iman Aslani (Pseudonym) / Autor
Arbeitet als Journalist hauptsächlich für persischsprachige Medien.

Mehran Barati / Autor
Publizist. Politischer Analyst. Einer der renommiertesten Iran-Experten.

Nasrin Bassiri / Autorin
Freie Journalistin und Buchautorin. Schreibt für deutsche und persischsprachige Medien außerhalb des Iran.

Yasmin Khalifa / Autorin
Freie Journalistin und Filmschaffende.

Sepehr Lorestani (Pseudonym) / Autor
Journalist. Schreibt unter einem anderen Namen für nicht-staatliche Zeitungen im Iran.

Mahindokht Mesbah / Autorin
Freie Journalistin. Schreibt für persischsprachige Medien außerhalb des Iran, u. a. für die Deutsche Welle.

Farhad Payar / Redaktionsleiter
Freier Journalist, Theater- und Filmschaffender. Leitet die Redaktion von Iran Journal seit dem 1. August 2011 und ist inhaltlich verantwortlich gemäß §55 Abs. 2 RStV.

Ali Sadrzadeh /Autor
Journalist und Nahostexperte. Jahrelanger Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks.

Mina Tehrani (Pseudonym) / Autorin
Journalistin. Schreibt unter anderen Namen für persischsprachige Medien innerhalb und außerhalb des Iran.

Alke Wierth / Lektorin
Journalistin. Arbeitet u. a. als freie Redakteurin für Bildung und Migration im Berlin-Teil der taz.

http://iranjournal.org/redaktion-geschaftsstelle

Über den Vorstand des Trägervereins des Iran Journal, Transparency for Iran, gibt die Zeitung folgendes an:

Der Vorstand des Vereins Transparency for Iran e. V. (Träger des Iran Journal)

Ali Samadi Ahadi
1. Vorsitzender, Jahrgang 1972, ist freier Regisseur und Autor. 1985 floh er aus dem Iran. Er studierte Film und Fernsehen in Kassel und Sozialwissenschaften in Hannover. Für seine Dokumentation Lost Children über das Schicksal von Kindersoldaten erhielt Ali Samadi Ahadi 2006 den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Seine 2009 erschienene Culture-Clash-Komödie Salami Aleikum gewann den Preis der deutschen Filmkritik als „Bestes Spielfilmdebüt“. Unter dem Eindruck der iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 entstand im folgenden Jahr die mit dem Grimme Preis ausgezeichnete Dokumentation Iran: Elections 2009. Die Kinoversion The Green Wave wurde mit dem Deutschen Menschenrechtsfilmpreis und dem UNICEF Filmpreis ausgezeichnet.
Kontakt: ali.samadi@transparency-for-iran.org

Dr. Nasrin Bassiri
2. Vorsitzende, Jahrgang 1945, ist promovierte Politikwissenschaftlerin. Sie ist Frauenrechtsbeauftragte an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften in Graz, kehrte Sie 1979 nach Teheran zurück, unterrichtete an der Teheraner Universität und engagierte sich in zahlreichen Frauenrechtsorganisationen. 1983 floh Sie aus dem Iran. Sie hat an mehreren Berliner Hochschulen unterrichtet, und ihr ehrenamtliches Engagement in Sachen Frauenrechte und Flüchtlingshilfe in zahlreichen Berliner Einrichtungen fortgesetzt. Sie hat 15 Jahre die persische Sendung beim rbb Radio Multikulti gestaltet und geleitet und ist sonst freiberuflich als Journalistin und Publizistin tätig. Als Buchautorin hat sie sich mit der Lage der Frauen im Iran, und Diskriminierung in Deutschland auseinandergesetzt.
Kontakt: bassiri@transparency-for-iran.org

Dr. Shamim Rafat
Schatzmeister, Jahrgang 1977, ist Executive Director eines Beratungsunternehmens in Berlin. Zuvor war er mehrere Jahre für eine große internationale Unternehmensberatung als Strategieberater im Public Sector tätig und hat Transformationsprojekte für die Bundesregierung betreut. Der Politikwissenschaftler hat an der Freien Universität Berlin studiert und an der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen promoviert. In den letzten Jahren hat er sich verstärkt für die Menschenrechte im Iran eingesetzt und internationale Kampagnen betreut.
Kontakt: rafat@transparency-for-iran.org

Geschäftsstelle

Resa Mohabbat-Kar hat Politik- und Kulturwissenschaften studiert. Er leitet die Geschäftsstelle und ist somit für sämtliche Vereinsangelegenheiten zuständig. Zudem organisiert er die Veranstaltungen von Transparency for Iran.
Kontatk: mohabbat-kar@transparency-for-iran.org

Transparency for Iran
Postfach 040325
10062 Berlin

Der Vorstand von Transparency for Iran arbeitet ehrenamtlich.

http://iranjournal.org/vorstand

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Iran: Blick über den Zaun



Blogger gibt es im wie Sand am Meer, und selbst wenn man sich auf das Thema Iran beschränkt, finden sich im Iran, in den USA und natürlich auch in Europa da sicher Tausende. Genaue Daten kennen wir nicht, die gibt es nichtmal für Deutschland.
Aber statt dass jeder sein eigenes Süppchen kocht, lohnt es sich, mal zu den anderen rüberzuschauen, was die so machen. Vor kurzem wurden wir auf eine interessante englischsprachige Webseite aufmerksam gemacht, die unter https://ajammc.com betrieben wird.
Dort findet sich ein Artikel von Alex Shams vom 10. August 2013, indem er seine Gedanken über Stereotype in der Iran-Berichterstattung macht, sei es in den üblichen Medien, sei es durch sogenannte Alternative, die bei einem Tripp in den Iran entdeckt haben, dass die Iraner auch Menschen sind. Diese erstaunliche Entdeckung wäre nicht so erstaunlich, wenn man die Iranerinnen und Iraner, die selbst im Netz aktiv sind, ernst und vor allem zur Kenntnis nehmen würde. Aber ein Alternativ-Tourist „von uns“ ist natürlich viel seriöser als irgendein ominöser Iraner, nicht wahr?
Nun, Alex Shams stellt uns in seinem Artikel eine Initiative vor, die es auch in anderen Städten der Welt gibt. Sie will mit Photos, ohne Text, das Leben in einer Stadt darstellen. Im Iran gibt es diese Bewegung in Teheran, Tabris, Isfahan und Schiras.
Die Seite für Teheran lautet:
https://www.facebook.com/HumansOfTehran?fref=ts
Alex Shams ist hingegangen und hat mit iranischen Journalisten gesprochen, die für Humans of Teheran Photos machen. Er hat sie dazu befragt, wie die Angesprochenen reagieren, von denen ein Foto gemacht werden soll. Und diese Geschichten hinter dem Photo stellt er in seinem Artikel dar. Er ist auf englisch geschrieben, wer will kann ihn direkt lesen:

https://ajammc.com/2013/08/10/picturing-the-iranian-everyday-an-interview-with-the-photographers-behind-humans-of-tehran/?fbclid=IwAR2Fm4mYum9NU6YNQ4cHY6mIoR-_IGL4wQ7wQjeAOftC31fGjw2VhLfZhm0

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Iran: Am Scheideweg zwischen Krieg und Frieden?


Am Scheideweg zwischen Krieg und Frieden?
Ein Titelblatt mit diesem Text hat dazu geführt, dass die iranische Wochenzeitung Seda von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde. Angeblich seien die Fundamentalisten über diesen Artikel, der die Beziehungen zwischen Iran und USA zum Thema hat, empört. Was auch immer die Motive für die Beschlagnahmung sind, sie zeigen, dass das Thema von den Machthabern warm gehalten wird.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79523/
vom 11.05.2019, 19:02
hafte-name seda, qorbaniye tanesh miyane amrika wa iran?

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Iran: Demonstration von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern vor dem Arbeitsministerium

Am heutgen Dienstag kam es zu einer Demonstration von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern sowie anderen Rentnerinnen und Rentnern vor dem Arbeitsministerium in Teheran. Die Menschen kritisierten die Schwierigkeiten, angesichts der hohen Inflation die Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

Darüber hinaus wandten sie sich gegen die jüngsten Folterungen von Sepide Qalyan und Esmail Bakschi, sowie gegen die als Einschüchterung gedachte Ausstrahlung von „Dokumentationen“ ihrer unter Folter erpressten, angeblichen Geständnisse im Staatsfernsehen.

Kommentar:

Noch in den 1980er Jahren, also den ersten Jahren nach der Islamischen Revolution im Iran, haben Angehörige von Inhaftierten es nicht gewagt, außerhalb des engsten Familienkreises über eine Festnahme zu sprechen. Zu groß war die Angst vor Repressalien und Ausforschungen von Geheimdiensten. Das änderte sich in den folgenden Jahrzehnten langsam. In den 90er Jahren sprach man immerhin in der Famile über die Festnahmen, jedoch ohne nähere Angaben über die Umstände. Im Ausland wurde nicht berichtet, selbst wenn es Hinweise gab. Viel später erst wurden Informationen an Medien, auch im Ausland, weitergegeben, die die Angehörigen neutral zu den Festgenommenen befragten. Erst vor wenigen Jahren wurde es üblich, über Folterungen von Angehörigen zu berichten und dies sogar in der Öffentlichkeit. Mit Esmail Bakschi und Sepideh Qalyan sehen wir mutige AktivistInen, die sogar noch einen Schritt weiter gehen: sie kommen aus dem Gefängnis, wo sie gefoltert wurden und gehen sogleich an die Presse und berichten im Internet. Sie haben offene Briefe geschrieben, in denen sie fordern, dass ihre Folterer festgenommen, vor Gericht gebracht und bestraft werden. Auch die streikenden Arbeiter in Haft-Tapeh haben Signalwirkung gehabt. Ihre inhaftierten Aktivisten sind bekannt und ihre Freilassung wird auch von anderen Bewegungen gefordert, die sich mit ihnen solidarisieren.

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Iran: Außenminister Zarif zum Scheitern des Beitritts des Irans zum Abkommen über Bekämpfung der Terrorfinanzierung

Der iranische Außenminister Zarif (Sarif) hat mit Hinweis auf die Intervention des Wächterrats, der den Beschluss des iranischen Parlaments über den Beitritt zum Internationalen Abkommen über Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus aufgehoben hat, folgendes geäußert. Es gebe einflussreiche Institutionen im Iran (gemeint sind hier das Amt des Religiösen Führers und die Revolutionswächter, ohne sie beim Namen zu nennen), deren Budget für Werbeaktivitäten größer sei als das Jahresbudget des iranischen Außenministeriums.

https://www.radiofarda.com/a/iran-fm-minister-reacts-to-resistance-against-fatf/29596099.html
vom 21. Aban 1397 (12. November 2018)
zarif: manafe°e dahha hezar milyardi dalile faza-sazi °aleyhe lawayehe pul-shuyi ast

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Iran – Nischabur: Protest gegen Zensur

Am 6. Mai 2018 sprach Präsident Rouhani in einem Stadium in Nischabur. Daraufhin waren Sprechchöre zu hören: Telegramm, Telegramm, Rouhani, Rouhani. Die jungen Leute protestierten damit gegen die Schließung des Internet-Messenger-Programms telegram durch richterlichen Beschluss im Iran. Angeblich verdürben diese Nachrichten das Volk.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=154266
vom 16. Ordibehescht 1397, 6. Mai 2018
film – sho°are mardome neyshabur: telegram, telegram rouhani, rouhani, dar hozure rouhani dar mahalle soxanraniye we (16 ordibehesht)

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Proteste im Iran: Wissen und Schein

Während der Proteste zum Jahreswechsel in zahlreichen iranischen Städten war es schwierig festzustellen, was geschah. Einfache Fragen waren nicht zu beantworten:
Wieviele Menschen nahmen in der jeweiligen Stadt an einer Kundgebung teil?
Was waren ihre Forderungen?
Welchen Altersgruppen, Berufsgruppen oder Volksgruppen gehörten sie an?
Waren Männer und Frauen gleich stark vertreten?
Sind die Meldungen über die Proteste zumindest in Bezug auf die Orte vollständig?
Sie waren aus mehreren Gründen nicht zu beantworten.
1. Inländische Medien (Zeitung, Radio, Fernsehen) im Iran können nur dann einigermaßen ungehindert berichten, wenn sie den Fundamentalisten oder den Reformisten nahestehen. Da die Proteste sich anscheinend gegen beide richteten, war eine neutrale Berichterstattung aus diesen Medien nicht zu erwarten. Totschweigen ist noch immer ein beliebtes Mittel, um Proteste unter den Tisch zu kehren.
Untergrundgruppen brauchen länger, bis sie ihre Aktivisten vor Ort erreicht haben und von denen Näheres erfahren.
2. Neue Medien, Weblogger und Nachrichtenaustausch über Whatsapp, Telegram und andere Netze spiegeln eher die Vielfalt der Meinungen wieder, es ist aber schwierig festzustellen, was davon auch die Meinung anderer widerspiegelt und was rein persönlich ist.
3. Stellen wir uns eine konkrete Kundgebung vor: In Sanandadsch gehen Menschen auf die Straße, eine Jugendliche hat ihr Handy dabei und nimmt ein kurzes Video auf, das sie später ins Internet setzt. Wir finden das Video und hören die Parolen, die gerufen werden.
Frage: Was wird die Jugendliche aufgenommen haben – Szenen und Rufe, die ihre Meinung wiedergeben?
Parolen, die aus dem üblichen herausragen und deshalb besonders auffällig sind?
Einen Querschnitt von allem, was sie in ihrem kleinen Ausschnitt des Geschehens beobachten konnte?
Wir sehen nur das Video, wissen nicht, wer es aufgenommen hat, und können folglich nicht feststellen, welche Kriterien diese Person bei der Auswahl hatte.
Multiplizieren wir das nun mal Hundert, wird die Zahl der Videos größer, die Ungewissheit aber nicht geringer.
Aus diesem Grund ist es zwar richtig, wenn man darauf hinweist, dass sich diesmal viele aufgenommenen Parolen gegen das islamistische System richteten, aber das sagt nichts darüber aus, was die Auffassungen der Mehrheit der Protestierenden sind. Interpretationen, die auch wir auf unserer Webseite veröffentlicht haben, stehen also auf recht schwankendem Boden.
Das sollte uns allen bewusst sein.

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Türkei: Journalisten vor dem Richter


Für die Presse Freiheit, für das Land Gerechtigkeit!

Am 24. Juli 2017 wurde vor der 27. Kammer des Strafgerichts Istanbul in Çağlayan Anklage gegen 17 Mitarbeiter der türkischen Zeitung Cumhuriyet (Republik) erhoben. Die Angeklagten weisen den Vorwurf zurück, mit der sogenannten „FETÖ“ (Fethullah-Gülen-Terror-Organisation, einem Konstrukt der AKP) etwas zu tun zu haben. Akin Atalay, einer der Angeklagten, erklärte:
„Wir sind mit der FETÖ keinen gemeinsamen Weg gegangen, haben nicht vom selben Wasser getrunken, wir waren anders und auch unsere Worte. Jeder soll wissen, dass das Endurteil, das hier gefällt wird, nur scheinbar mit uns zu tun hat, in Wirklichkeit sieht es anders aus. Wir werden die Sklaverei nicht akzeptieren, wir werden auf unsere Ehre, unsere Qualitäten, unsere Menschlichkeit nicht verzichten. Wir werden uns der Angst nicht ergeben. Wir werden und können nicht nachgeben, wo der Journalismus und das Recht des Volks auf Information auf dem Spiel steht. Wir werden nicht in eine ehrlose Freiheit einwilligen.“
(FETÖ’yle aynı yoldan yürümedik, aynı sudan içmedik, özümüz de farklıydı sözümüz de. Bilinsin ki, burada verilecek nihai karar bizimle ilgili görünse bile gerçekte öyle olmayacaktır. Esareti kabul etmeyiz, onurumuzdan, haysiyetimizden, insanlığımızdan vazgeçmeyiz. Korkuya teslim olmayız. Gazeteciliğe, halkın bilgi edinme hakkına zarar verecek bir ödün vermeyiz, veremeyiz. Onursuz bir özgürlüğe razı olmayız.)
Akin Atalay weist auch darauf hin, dass die Anklage Personen wie Ünal Aldemir als „Sachverständige“ herangezogen hat , die sich vor allem durch Speichelleckerei gegenüber Staatspräsident Erdogan ausgezeichnet haben. Auf Pamphleten solcher Typen beruht die Anklage. Die Anklage der „Unterstützung einer bewaffneten Terrororganisation, ohne ihr Mitglied zu sein“ dient in der Türkei als Gummiparagraph, mit dem man gegen jeden vorgehen kann. Von der gesäuberten Justiz ist genauso wenig Gerechtigkeit zu erwarten wie von den Gerichten nach dem Militärputsch von 1980. Solange die regierende AKP noch so viel Unterstützung unter den Wählern genießt wie jetzt, ist auch nicht auf Besserung zu hoffen.

http://www.diken.com.tr/cumhuriyet-davasi-akin-atalay-fetoyle-ozumuz-de-farkli-sozumuz-de/
Cumhuriyet davası | Akın Atalay: ‘FETÖ’yle özümüz de farklı sözümüz de

24/07/2017 19:08

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Iran – Türkei: Die Ermordung des Medien-Unternehmers Karimian (Teil 3)

Am 17. Mai 2017 meldete die türkische Zeitung Cumhuriyet unter Berufung auf die Zeitung Milliyet, dass die Mörder von Saeed Karimian, des Gründers von GEM TV, in Serbien verhaftet worden seien. Er war am 29. April 2017 zusammen mit seinem kuwaitischen Geschäftspartner im Istanbuller Stadtteil Maslak in seinem Auto erschossen worden.

Mörder Angehörige der iranischen Staatsorgane
Nach dieser Meldung handelt es sich bei den Mördern um Angehörige der Organe des iranischen Regimes. Die Türkei soll ein Verfahren zur Auslieferung der beiden eingeleitet haben. Der türkischen Polizei sei es gelungen, im Rahmen der Ermittlungen den Tätern auf die Spur zu kommen. Sie habe sie in Montenegro in die Enge treiben können und in einer gemeinsamen Operation mit der serbischen Polizei in der vergangenen Woche verhaften können. Die Attentäter seien im Besitz falscher Pässe gewesen. Sie hätten geplant, zuerst nach Europa und von dort in den Iran weiter zu reisen. Die beiden Verhafteten bestreiten die Tat.
Die Zeitung schreibt weiter,dass Karimian das „Mitglied Nr. 7 der Volksmudschahedin“ gewesen sei. Laut polizeilichen Ermittlungen sei er in den letzten drei Monaten bedroht worden und habe deshalb geplant, Istanbul zu verlassen und nach London zurückzukehren. Karimian war wegen seiner Fernsehsendungen, die sogenannten „islamischen Werten“ widersprachen, im Iran in Abwesenheit angeklagt und wegen „Propaganda gegen den Staat“ sowie wegen „Tätigkeiten, die gegen die nationale Sicherheit gerichtet sind“, zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Urteil gegen Karimian im Iran von Anfang 2017
Einen Tag später griff das persische Nachrichtenportal news.gooya.com diese Nachricht unter Verweis auf die Meldung von Cumhuriyet auf. Die Zeitung berichtet unter Bezug auf eine Quelle, die den Angehörigen von Saeed Karimian nahestehen, dass diese die Nachricht der Verhaftung der Mordverdächtigen bestätigt hätten. Sie hätten außerdem gegenüber dem persischen Dienst von Radio France Internationale (RFI) erklärt, dass die Verhafteten der türkischen Polizei übergeben worden seien.
Laut der Meldung von news.gooya.com erging das Urteil von 6 Jahren Gefängnis gegen Sa‘id Karimian im Monat Esfand 1395, das entspricht in unserem Kalender Februar/März 2017. Das Urteil wurde von der 28. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran gefällt.

Dementi aus Serbien
Ein so spektakulärer Fang sollte eigentlich auch in Serbien gebührend gefeiert worden sei. Eine Internetsuche ergab aber folgende Überraschung:
Der serbische Dienst von Radio Freies Europa (Slobodna Evropa) berichtete am 19. Mai 2017, dass der Leiter der Medienabteilung des serbischen Innenministeriums (MUP) Nemanja Pantić gegenüber dem Sender erklärt habe, dass auf serbischem Territorium keine Person inhaftiert sei, die des Mords an Saeed Karimian beschuldigt wird. Hier wird auf die Meldung der türkischen Zeitung Milliyet über die Verhaftung in Serbien Bezug genommen.
Diese Meldung wurde von einer Reihe serbischer Internetmedien aufgenommen, das war dann schon alles.

Kommentar
Möglicherweise will die serbische Regierung den Erfolg klein halten, um sich die Geschäfte mit dem Iran nicht zu verderben. Es kann auch sein, dass die mutmaßlichen Täter tatsächlich gleich an die Türkei überstellt wurden, dann wäre die Aussage des Sprechers des serbischen Innenministeriums inhaltlich korrekt, auch wenn sie dann die Tatsache der Verhaftung mit Schweigen übergangen hätte. Was stimmt, wird sich bald zeigen.
Reichlich lächerlich ist die in der türkischen Presse weit verbreitete Information, Karimian sei „Mitglied Nr.7″ der Volksmudschahedin gewesen. Seit wann nummerieren Oppositionsgruppen ihre Mitglieder? Nr. 1 für den Führer/die Führerin und Nr. 2 für den Stellvertreter mag ja noch im symbolischen Sinn angehen, aber danach? Nach Dauer der Mitgliedschaft kann es nicht sein, da gibt es mehr ältere Mitglieder im Exil. Oder geht es hier nach Einkommen oder nach Körpergröße? Man sieht, eine Behauptung mag noch so abstrus sein, wenn sie von amtlichen Einrichtungen – hier angeblich der türkischen Polizei – verbreitet wird, wird sie begierig aufgenommen.

http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/742336/iranli_medya_patronunun_infazinda_yeni_gelisme__Katiller_Sirbistan_da_yakalandi.html#
İranlı medya patronunun infazında yeni gelişme: Katiller Sırbistan’da yakalandı
Yayınlanma tarihi: 17 Mayıs 2017 Çarşamba, 09:24

http://news.gooya.com/2017/05/post-3782.php
Datum: Thursday, May 18, 2017
ruznameye jumhuriyat: qatelane sa°ide karimian modire shabake jem dar serbestan dastgir shodand

https://www.slobodnaevropa.org/a/28497328.html
19. maj/svibanj, 2017
MUP Srbije: Karimianov ubica nije privođen

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Iran – Türkei: Ermordung des iranischen Fernseh-Unternehmers Karimian (Teil 2)

Am 9. Mai 2017 veröffentlichte die türkische Zeitung Cumhuriyet einige Details der Ermittlungen zum Mord an Sa‘id Karimian (Saeed Karimian) und seines kuwaitischen Geschäftspartners Muhammet Mer Almutairi (anderswo als Muhammed el-Muhtari angegeben), die am 29. April 2017 in Istanbul ermordet wurden. Sa‘id Karimian war der Begründer des im Iran aktiven Fernseh-Unternehmens GEM TV.

Überwachungskameras
Die Polizei hat zur Identifizierung der Täter mehrere Tausend Stunden Filme von an den Grenzübergängen und an den Flughäfen installierten Überwachungskameras aus der Zeit vor und nach dem Mordanschlag ausgewertet. Es wurde bekannt, dass Sicherheitskameras den Moment des Mordanschlags direkt erfasst haben. Demnach fuhren die Mörder in einem Jeep vor dem Fahrzeug ihrer Opfer her und beobachteten diese im Rückspiegel. Als das Fahrzeug der Opfer sie überholte und in eine Kurve fuhr, beschleunigten die Täter plötzlich und schnitten dem Fahrzeug der Opfer den Weg ab. Einer der beiden mit schwarzem Kopftuch und Überwurfmantel (das verwendete türkische Wort çarşaf bezeichnet den persischen Tschador) verkleideten Angreifer eröffnete aus dem Fahrzeug heraus das Feuer, der zweite, der Fahrer des Jeeps, stieg aus und gab dann seine Schüsse ab.


Eine Glock-Pistole, benannt nach ihrem österreichischen Erfinder Gaston Glock

Tatwaffe
Eine Tatwaffe wurde im wenig später ausgebrannt gefundenen Jeep gefunden. Es war eine 9mm-Glock-Pistole. Durch den Brand wurden die Plastikteile der Pistole zerstört, so dass keine Fingerabdrücke verblieben. Eine Untersuchung des Pistolenlaufs ergab aber laut eines vorläufigen Berichts, dass es sich um eine der Tatwaffen handelte.

Der Jeep der Täter
Ein vielsagendes Detail betriff das Fahrzeug der Täter. Es handelt sich um einen teuren Jeep, der im Jahr 2015 gestohlen wurde. Es wurde festgestellt, dass das Fahrzeug mit diesem Kennzeichen seit dem Diebstahl nirgends von einer Sicherheitskamera oder einem Nummernschild-Erkennungssystem erfasst wurde. Auch am Tag des Mords wurde es nur von den Kameras am Tatort erfasst, weder davor noch danach tauchte es in irgendeiner Kamera auf. Das gestohlene Fahrzeug wurde möglicherweise seit dem Diebstahl in einer geschlossenen Garage oder an einem Ort geparkt, wo es von keiner Kamera erfasst wurde (AdÜ: und auch von keinem Dieb, sonst wäre es weg!). Ob die Möglichkeit eines zeitweiligen Wechsels des Nummernschilds erwogen wurde, geht aus der Zeitungsmeldung nicht hervor.


Der religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i

Klarer Fingerzeig auf die Drahtzieher
Dass das Fahrzeug mindestens anderthalb Jahre vor dem Mord gestohlen und möglicherweise so lange versteckt wurde, macht deutlich, dass die Täter langfristig planten und dass Fährten, die auf Geschäftsstreitigkeiten im Jahre 2016 zurückgehen, ins Abseits führen. Berücksichtigt man die Tatsache, dass die iranische Regierung schon im Jahr 2012 Personen festgenommmen hat, die bei der Erstellung der persischen Version türkischer Fernsehsendungen durch GEM TV mitgewirkt hatten, wird deutlich, dass die iranischen Machthaber das Unternehmen schon über längere Zeit im Visier haben. Insofern war das politisch motivierte Urteil gegen Karimian in Teheran zu 6 Jahren Gefängnis, das in seiner Abwesenheit erging, nur der vorläufige Höhepunkt vor dem Mordanschlag.

Feind hört mit
Am 1. Mai war in der türkischen Presse zu lesen, dass das iranische Außenministerium um Informationen über den Mord gebeten hat. Da die Außenpolitik nach der iranischen Verfassung in die Kompetenz des Religiösen Führers gehört, kann dies als Versuch betrachtet werden, den Stand der Ermittlungen zu erfahren, um die Täter besser zu schützen und die Spuren zu verwischen.


Hut ab vor den türkischen Ermittlern

Angesichts der massiven geschäftlichen Interessen in der Türkei, die einer Aufklärung des Mords entgegenstehen, ist das, was die türkischen Ermittler bislang geleistet haben, eine beachtliche Leistung. Wir erinnern daran, dass die österreichische Polizei die Mörder des Kurdenführers Ghassemlou in Wien seinerzeit unbehelligt per Flugzeug ausreisen ließ.

Quellen:

http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/737182/iranli_medya_patrounun_infazinda_yeni_gelisme.html#
Yayınlanma tarihi: 09 Mayıs 2017 Salı, 15:52
İranlı medya patrounun infazında yeni gelişme

Yayınlanma tarihi: 01 Mayıs 2017 Pazartesi, 19:13
http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/dunya/731780/Sariyer_de_oldurulen_iranli_is_adami_icin_iran_Disisleri_nden_sorusturma_talebi.html#
Sarıyer‘de öldürülen İranlı iş adamı için İran Dışişleri‘nden soruşturma talebi

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XX/AB/AB_02364/fnameorig_134214.html

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Iran: der nächste Mord im Ausland (Teil 1)


Sa‘id Karimiyan (Saeed Karimian)

Der 45-jährige Sa’id Karimiyan (auch Saeed Karimian geschrieben) war ein iranischstämmiger Medienunternehmer mit britischer Staatsbürgerschaft, der in London GEM TV gründete, eine Fernsehgesellschaft, die später nach Dubai umsiedelte. Die Kanäle von GEM TV verbreiteten Sendungen auf Persisch, Kurdisch, Aseri und Arabisch und hatten im Iran eine breite Hörerschaft. Saeed Karimian betrieb mit GEM TV keine politische Propaganda gegen das Regime, aber schon die Tatsache, dass seine Sendungen nicht den Zensurregelungen der iranischen Fundamentalisten entsprachen, machten ihn zu einer Symbolfigur der „Verwestlichung“ islamischer Werte. Die direkt dem Religiösen Führer Ajatollah Chamene’i unterstehende staatliche iranische Rundfunk- und Fernsehgesellschaft Sima va Seda betrieb eine intensive Hetzkampagne gegen ihn. Am 29. April 2017 wurde er in Istanbul erschossen.

Hetzkampagne gegen Opposition im Ausland
Laut einem Bericht der persischen Nachrichtenwebseite news.gooya vom 30. April 2017, der einer Nachrichtenseite namens „Negam“ entstammt, haben die iranischen Staatsmedien über Saeed Karimian sowie zwei weitere Personen, von denen einer in Frankreich, einer in der Türkei lebt, Videos veröffentlicht, mit denen sie in den Schmutz gezogen werden. Die Schmutzkampagne führte aber nicht zum erwünschten Erfolg, worauf jemand versuchte, in die Wohnung des Aktivisten in Frankreich einzudringen. Es wurde dann versucht, ein Treffen in der Türkei zu arrangieren, um ihn dort in eine Falle zu locken, aber das scheiterte an der Vorsicht des Betreffenden. (Die Zeitung gibt keine weiteren Details und keine Namen, so dass eine Überprüfung der Angabe nicht möglich ist). Die Tatsache, dass das Fahrzeug der Attentäter in Brand gesetzt wurde, wertet dieser Bericht als Beweis für die Urheberschaft der iranischen Machthaber, die alles unternehmen, Beweismittel zu vernichten. 1)

Der Mord
Die persische Webseite Iran-emrooz bezieht sich am 29.04.2017 auf einen Bericht der türkischen Zeitung Hürriyet, wonach am selben Abend im Istanbuler Stadtteil Sariyer Saeed Karimian zusammen mit seinem kuwaitischen Geschäftspartner erschossen wurde. Die beiden verkleideten Täter entkamen mit ihrem Fahrzeug, das später ausgebrannt aufgefunden wurde. 2)
Milliyet schreibt am 30.04., dass die beiden Attentäter ihren Kopf mit einem Tuch verdeckt hatten und ihr Fahrzeug dem folgenden Auto der Opfer den Weg abschnitt. Die Täter eröffneten darauf das Feuer. Saeed Karimian sei an Ort und Stelle gestorben, sein Geschäftskollege M.M. sei im Krankenhaus verstorben. Saeed Karimians GEM TV habe im Iran 40 Satellitenkanäle besessen. 3)
Die türkische Oppositionszeitung BirGün schreibt am selben Tag über die Täter, dass diese ein Kopftuch trugen. Sie weist darauf hin, dass die Detektive der Ermittlungsabteilung der Polizei die Sicherheitskameras aus der Umgebung des Verbrechens auswerten. 4)
(Anmerkung: Der iranischen Regierung dürfte die Existenz solcher Kameras bekannt sein)
Die Ermittlungsabteilungen sind der Generalverwaltung der Staatssicherheit (Emniyet) untergeordnet und diese ein Teil des türkischen Innenministeriums. 7)

Mögliche Täter
Die türkische Oppositionszeitung Diken schreibt am 1. Mai unter der Überschrift „Familienangehöriger des in Istanbul ermordeten Eigentümers von GEM TV: Er wurde vom iranischen Regime bedroht“. Die Zeitung gibt den Namen des kuwaitischen Opfers des Mordanschlags mit Muhammed el Muhtari wieder. Sie verweist auf zwei Versionen über die möglichen Täter. So berichte Firat Alkac in einem Artikel von Hürriyet (s.u.), dass Karimian wegen der Produktion von Fernsehserien hohe Schulden angehäuft habe. Ein Angehöriger von Saeed Karimian habe im Interview mit BBC erklärt, dass dieser in den letzten drei Monaten vom iranischen Regime bedroht worden sei und geplant habe, Istanbul zu verlassen und nach London zurückzukehren.
Laut Reuters habe ein Gericht in Teheran gegen Karimian ein Gefängnisurteil von 6 Jahren in Abwesenheit verhängt. Die Anklage: „Propaganda gegen das System“ und „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“. 5)
Die türkische Hürriyet weist in der Einleitung darauf hin, dass die Familie des Ermordeten erklärt habe, dass das Regime hinter ihm her war. Auch hier ist die Quelle ein BBC-Bericht. Laut BBC ist nach türkischen Regierungsquellen auch möglich, dass der Mord mit seinen Geschäften oder mit mafiösen Banden zu tun habe.
(Anmerkung: mafiöse Banden ist selbst ein irreführender Begriff, der nichts über politische Hintergründe aussagt, zumal die iranischen Revolutionswächter selbst mafiöse Methoden verwenden und auch Regime sich die Dienste solcher Organisationen zunutze machen können).
Hürriyet schreibt, dass GEM TV für seine Fernsehserien hohe Schulden angehäuft habe. Die Zeitung gibt aber auch eine Meldung von Reuters wieder, wonach Karimian im vergangenen Jahr wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ und wegen „Propaganda gegen das System“ zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Gem besitze die Vertriebsrechte für eine Reihe beliebter türkischer Fernsehserien wie ‚Muhteşem Yüzyıl’, ‘Lale Devri’, ‘Karadayı’, ‘Fatmagül’ün Suçu Ne’ ve ‘Yaprak Dökümü’ im Nahen Osten, und betreibe 17 persisch-sprachige Kanäle. Wegen der persischen Wiedergabe (Doublage) der türkischen Serie ‚Muhteşem Yüzyıl’ sollen im Jahr 2012 sogar die persischen Sprecher von der iranischen Regierung festgenommen worden sein.
Die Auswertung der Kameras in der Umgebung des Mords habe ergeben, dass die Täter den Tatort vorher ausgekundschaftet hätten, namentlich, zu welchem Zeitpunkt die Opfer den Arbeitsplatz verließen und welchen Ausgang sie dabei verwendeten.6)
Die Zeitung Cumhuriyet berichtet am 29.04. abends nicht nur vom Mord, sondern veröffentlicht auch die Kennzeichen des Autos der Täter: Ein Jeep mit der Nummer 34 HD 9999. 8 )


Das ausgebrannte Auto der Täter

Fortsetzung der Schmutzkampagne?
In der Ausgabe vom 1. Mai nimmt die Berichterstattung der laizistischen Zeitung Cumhuriyet mit der Überschrift „Das sind die Tatverdächtigen des Mords von Sariyer: die iranischen Volksmudschahedin“ eine Wende. Laut eines Artikels von Mehmet Ali Demir in der Zeitung Vatan (Vaterland), auf den sich Cumhuriyet bezieht, konzentriert sich die türkische Polizei derzeit auf die iranischen Volksmudschahedin als mögliche Täter. Die Familie beschuldige dagegen das iranische Regime. Die türkische Polizei habe erfahren, dass der Vater von Saeed Karimian ein Regierungsgegner gewesen sei und vor 30 Jahren bei einer Operation des iranischen Regimes umgebracht worden sei. Darauf hätten sich die Volksmudschahedin um Saeed gekümmert, zu denen auch schon sein Vater Kontakt hatte. Die Volksmudschahedin hätten dafür gesorgt, dass Saeed Karimi zum Studium ins Ausland reisen konnte. Karimian habe zwei Jahre in der Schweiz studiert, dann sei er zu seinem Bruder Hamid Karimian in die USA gereist. Dort habe er ein Radio gegen die islamische Regierung gegründet. Anschließend habe er die GEM TV Fernsehgruppe in London gegründet. Die Kanäle seien im Iran zu empfangen gewesen. Im Rahmen dieser Tätigkeit hätten die iranischen Volksmudschahedin von Saeed Karimian finanzielle Unterstützung erhalten. Dann habe der Iran (sprich die Regierung) eine weibliche Agentin in der Firma platziert, die bis in die Führungsgremien aufgestiegen sei.
(AdÜ: Solche Methoden praktizieren die iranischen Machthaber auch gegen Privatunternehmer im Iran).
Nachdem diese Frau sich von der Firma getrennt habe, habe sie die gewonnenen Informationen der iranischen Regierung zur Verfügung gestellt. Das habe dazu geführt, dass viele Kanäle von GEM TV kurz vor der Schließung standen. Die iranischen Volksmudschahedin hätten Saeed Karimian für diesen Millionenverlust verantwortlich gemacht und ihn deshalb ermordet. 9)
Die fundamentalistisch-islamistische Zeitung yeniakit, ein Hetzblatt gegen Armenier, Juden, Demokraten etc. veröffentlichte nur eine halbe Stunde später unter derselben Überschrift einen Artikel gleichen Inhalts von derselben Quelle, diesmal ausgeschmückt mit 3 Fotos von den Volksmudschahedin, die den militärischen Charakter der Organisation hervorheben. Wobei das erste Foto schlicht ein verdunkelter Ausschnitt des zweiten Fotos darstellt. Der Text ist dann identisch mit dem in Cumhuriyet, wird dann aber mit einem Absatz über die Volksmudschahedin ergänzt und einem weiteren Nachtrag unter dem Titel: Millionengeschäfte auf halber Strecke. Demnach habe GEM TV 2016 zur Herstellung von Serienfilmen in der Türkei in Istanbul und Antalya Aufnahmen gedreht. Die Projekte wurden dann abgebrochen, Verträge in der Höhe von Millionen türkischer Lira gekündigt. GEM TV habe entsprechende Rechnungen nicht bezahlt. Die türkische Polizei hält es deshalb auch möglich, dass Saeed Karimian wegen dieser offenen Rechnungen umgebracht worden sein könnte. 10)

Hürden für die Aufklärung
Eine Aufklärung des Verbrechens „vom Schreibtisch“ ist nicht möglich. Wir erinnern aber daran, dass die türkische Regierung kurz nach dem Referendum vom 16. April 2017 eine neue Verhaftungswelle gegen Beamte des Sicherheitsapparats vorgenommen hat. So sollen in der vergangenen Woche 2331 Polizisten als angebliche Anhänger von Fethullah Gülen in Haft genommen worden sein. 11) Laut BirGün sollen die Verhaftungen in allen 81 Provinzen der Türkei ausgeführt worden seien, namentlich seien Angehörige der Staatssicherheit (Emniyet) betroffen gewesen. 12) Da die Ermittlungsabteilung ein Teil dieses Apparats ist, ist klar, dass sich kein Beamter politischen Wünschen der Vorgesetzten widersetzen wird, um seinen Job nicht zu verlieren. Die gleichlautenden Artikel in so verschiedenen Zeitungen wie Yeniakit und Cumhuriyet, die letztlich auf eine Quelle zurückgehen, die sich wiederum auf die Polizei beruft, lassen den Verdacht auf ein Abkommen zwischen dem türkischen Präsidenten und der iranischen Regierung aufkommen. Dank der iranischen Erdölverkäufe via Türkei noch zu Zeiten des Embargos, aber auch türkischer Exporte in den Iran (z.B. Waffen) könnte da „höheres Staatsinteresse“ den beiden Seiten geraten haben, einen Schuldigen zu suchen, auf den sich beide einigen können. Das wären dann die Volksmudschahedin. Die jetzt verbreitete Version der Spitzelin des iranischen Regimes, die in die Firma eingedrungen ist, klingt dabei durchaus glaubwürdig, vielleicht hat man den Rest dann noch zur Ablenkung ergänzt. Die Wirklichkeit werden wir so bald nicht erfahren. Denn die Täter der früheren Auslandsmorde sind im Iran noch immer an der Macht.

Quellen
1)
http://news.gooya.com/2017/04/post-3228.php
vom 30. April 2017
had_fe fizikiye fa°°alane xarej-e keshvar ba terore modire jem ti vi kelid xord
2)
http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/69047/
vom 29.04.2017, 22:42
sa°id karimiyan, modire °amele jem ti vi teror shod
3)
http://www.milliyet.com.tr/iranli-medya-patronu-istanbul-gundem-2441732/
vom 30.04.2017 08:35, letzte Aktualisierung 10:49
Son dakika: İstanbul‘da öldürülen İranlı iş adamının kimliği belli oldu!
4)
http://www.birgun.net/haber-detay/iranli-medya-patronu-ve-ortagi-istanbul-da-olduruldu-157525.html
vom 30.04.2017 11:30
İranlı medya patronu ve ortağı İstanbul‘da öldürüldü
5)
http://www.diken.com.tr/istanbulda-oldurulen-gem-tvnin-sahibinin-aile-yakini-iran-rejimi-tehdit-ediyordu/
vom 01/05/2017 09:16
İstanbul’da öldürülen GEM TV’nin sahibinin aile yakını: İran rejimi tehdit ediyordu
6)
http://www.hurriyet.com.tr/iranli-tv-patronuna-infazda-sir-perdesi-40443249
vom 30.04.2017 21:40, aktualisiert am 01.05.2017 10:58
Iranli TV patronuna infazda sır perdesi, von Fırat ALKAÇ/İSTANBUL
7)
http://www.asayis.pol.tr/Sayfalar/default.aspx
8)
http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/730760/CiP_le_yol_kestiler…_istanbul_Sariyer_de_El_Alem_Tv_temsicisine_27_kursun__2_olu.html
vom 29.04.2017, 22:54
9)
http://www.cumhuriyet.com.tr/haber/turkiye/731309/iste_Sariyer_deki_infazin_suphelisi__iran_Halkin_Mucahitleri.html
vom 01.05.2017, 09:44
İşte Sarıyer’deki infazın şüphelisi: İran Halkın Mücahitleri
10)
http://www.yeniakit.com.tr/haber/iste-sariyerdeki-infazin-suphelisi-iran-halkin-mucahitleri-317004.html
vom 01.05.2017, 10:17
İşte Sarıyer’deki infazın şüphelisi: İran Halkın Mücahitleri
11)
http://www.yenicaggazetesi.com.tr/feto-operasyonu-2331-kisi-gozaltina-alindi-162616h.htm
01.05.2017 13:17
12)
http://www.birgun.net/haber-detay/81-ilde-buyuk-feto-operasyonu-156989.html
vom 26.04.2017 09:12

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Farah Karimi – Iran-Deutschland-Holland


Farah Karimi

Wer Informationen zum Iran oder zum Nahen Osten sucht, die nicht über die großen Kanäle der Nachrichtenagenturen laufen, hat in den Zeiten des Internets verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist das Internet-Radio Radio Zamaneh, das von der ehemaligen iranisch-holländischen Parlamentsabgeordneten Farah Karimi gegründet wurde.
Ein Link auf die Webseite des Radios findet sich hier.

Quellen:
https://www.radiozamaneh.com/about
https://de.wikipedia.org/wiki/Farah_Karimi

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Iran: 21-jähriger App-User zum Tode verurteilt

In den vergangenen Tagen wurde der 21-jährige Iraner Sina Dehqani wegen „Verleumdung des Propheten“ zum Tode verurteilt. Er hatte im Messenger „Line“ (einer japanischen App) eine Gruppe aufgebaut, das war es, was letztlich zu seiner Verfolgung führte. Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt.

Quellen:
http://news.gooya.com/2017/03/post-2273.php
29.03.2017
mahkumiyate marjan davari, motarjeme irani be e°dam

über
„line“
http://www.foerderland.de/digitale-wirtschaft/netzwertig/news/artikel/line-japans-ernstzunehmende-antwort-auf-whatsapp/

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Iran: Filmregisseur im Kreuzfeuer der Politik


Entgegennahme des Oscars für den Film „Der Verkäufer“ von Asghar Farhadi durch die Bevollmächtigte Anusche Ansari und Firus Naderi

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi ist kein Unbekannter im Filmgeschäft. Für den Film „Nader und Simin – eine Trennung“ erhielt er 2012 den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Damals hetzte die staatliche Zeitung Keyhan (Teheran) unter der Leitung von Hossein Schariatmadari gegen ihn, beschuldigte ihn, den Iran verwestlichen zu wollen und fuhr weitere Geschütze gegen ihn auf, in einem Land, wo solche Vorwürfe allemal reichen, um einen Menschen ins Gefängnis zu bringen. Hinter Schariatmadari steht Ajatollah Chamene’i, der Religiöse Führer des Landes.
Dieses Jahr kandidierte Asghar Farhadi mit dem Film „Der Verkäufer“ erneut bei der Oscar-Preisverleihung. Weder dieser noch der vorausgegangene Film durfte im Iran gezeigt werden, Asghar Farhadi akzeptierte nicht, den Film durch die Zensur laufen zu lassen.
Dieses Jahr gesellte sich zu den bösartigen Attacken der iranischen Fundamentalisten ein weiter Fundi, diesmal von der anderen Seite des Ozeans. Herr Trump persönlich hat die schon von Reagen erfundene „Achse des Bösen“ wieder ausgegraben und befunden, dass Bürger bestimmter, vor allem muslimischer Staaten, die USA nicht besuchen dürfen, man wolle ja keine Terroristen ins Land holen. Gegen diese Diskriminierung protestierten auch iranische Intellektuelle, die Trumps Dekret als puren Rassismus bezeichneten. Tarane Ali-Dusti, die Schauspielerin, die im Film „Der Verkäufer“ die Hauptrolle spielt, sowie Asghar Farhadi erklärten, sie wollten keine Privilegien und würden deshalb genauso wie alle anderen Iraner, die nicht mehr in die USA reisen dürfen, der Preisverleihung fernbleiben. Asghar Farhadi ernannte außerdem Anusche Ansari, eine bekannte Iranerin, die als erste Frau eine kommerzielle Reise in den Weltraum für 20 Millionen unternommen hat und deshalb unter Iranern sehr bekannt ist, sowie Firus Naderi, einen iranischen Wissenschaftler, der bei der NASA arbeitet, als Vertreter mit seiner Vollmacht. Für den Fall der Fälle. Dieser Fall trat ein: Der Film „Der Verkäufer“ wurde tatsächlich mit dem Oscar ausgezeichnet. Anusche Ansari verlas bei der Entgegennahme des Preises die Protestnote von Asghar Farhadi gegen die Willkür Trumps.


„Der Verkäufer“ auf dem Trafalgar Square in London – Protest gegen Trumps Apartheid

Der Oberbürgermeister von London setzte dem Protest noch die Krone auf: Er ließ den Film „Der Verkäufer“ gestern, am Tag der Preisverleihung in den USA, in London auf dem Trafalgar Square auf einer Großfilmleinwand zeigen. Tausende Menschen in London besuchten die Vorstellung, auch viele junge Menschen.
Der Protest ist angekommen. Man wird sehen, wie die Politik darauf reagiert.

http://news.gooya.com/2017/02/post-1187.php
vom 27. 02. 2017
forushande barandeye oskar shod

http://www.radiofarda.com/a/f35_farhadi_movie_london/28334096.html
vom 9. Esfand 1395 (27.02.2017)
hazaran nafar be tamashaye forushande-ye farhadi dar meydane trafalgar-e landan raftand

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/68106/
vom 27.02.2017
farhadi ba forushande dowomin oskar-e iran-ra be armaghan award

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