Archiv der Kategorie 'Militär'

Iran – Erdbebenopfer: Leben im Zelt




Seit dem starken Erdbeben im Westiran sind zwei Wochen vergangen. Der Staat hat eine Form von Arbeitseinteilung vorgenommen: Die Armee ist dafür zuständig, Aufruhr und Protest in den Städten zu verhindern, die Revolutionswächter in den ländlichen Gebieten. Hier einige Fotos vom keineswegs romantischen Leben im Zelt, die auf der Webseite tabnak.ir veröffentlicht wurden.


Das sieht nach lokalen Fertigkeiten im Zeltbau aus. Diese Behausungen wecken mehr Vertrauen als das zuvor Gezeigte.

http://www.tabnak.ir/fa/news/750628/%DA%AF%D8%B0%D8%B1%D8%A7%D9%86-%D8%B2%D9%86%D8%AF%DA%AF%DB%8C-%D8%B2%DB%8C%D8%B1-%D8%B3%D9%82%D9%81-%DA%86%D8%A7%D8%AF%D8%B1
vom 27. November 2017
gozarane zendegi zire saqfe chadorha

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Iran und Türkei: Klares Nein zu unabhängigem Kurdistan im Irak


Ali Schamchani, der Sekretär des Hohen Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik Iran

Ali Schamchani, der Sekretär des Hohen Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik Iran hat am Sonntag, den 17. September, also eine Woche vor dem Unabhängigkeitsreferendum in der Kurdischen Autonomie im Nordirak, deutlich gemacht, was für eine Haltung die iranischen Machthaber einnehmen. Sollte die Kurdische Autonomie im Nordirak ihre Unabhängigkeit vom Irak erklären, werde der Iran sämtliche militärischen und Sicherheitsabkommen mit den nordirakischen Kurden annullieren. Außerdem werde der Iran sämtliche Grenzübergänge zum Nordirak schließen und werde noch ganz anders als bisher gegen alle Kräfte vorgehen, die in Gegnerschaft zur iranischen Regierung stehen.

Hier werden keine Häuser gebaut und keine Felder bestellt…
Parallel dazu hält die türkische Armee an der irakischen Grenze in der Region Silopi-Habur Militärmanöver ab, deren Ende sie offen lässt. Bei diesem Manöver werden über 100 Militärfahrzeuge eingesetzt. Mit Baggern wurden Stellungen ausgehoben und Kanonen in Schussstellung gebracht. Die Kanonen zielen auf die Hayırsız dağları (türkische Bezeichnung einer Bergkette im Nordirak).

…sondern Kanonen in Stellung gebracht

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=82189
vom 26. Schahriwar 1396 (17. September 2017)
tahdide sarihe jomhuriye eslami °aleyhe referandom dar kordestane °eraq

http://www.diken.com.tr/irak-sinirindaki-tatbikattan-detaylar-obusler-ve-fuze-bataryalari-mevzilendi/
vom 18/09/2017 20:09
Irak sınırındaki tatbikattan detaylar: Obüsler ve füze bataryaları mevzilendi

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Iran: Geld für die Unterdrücker


Beispiel für eine sinnlose Grafik, wie sie in iranischen Medien leider häufig sind, aus gooya.com
Sie erklärt, wie hoch der Budget-Anteil der einzelnen bewaffneten Organe des Irans ist, ohne nur eine Zahl anzugeben, auch im Text finden sich nur zwei Zahlen zu den 5 Organen. Aufgezählt sind von oben nach unten: Pasdaran, Bassidschi-Milizen, Armee, Verteidigungsministerium (seltsamerweise getrennt von der Armee!) und Generalstab aller bewaffneten Kräfte.

Laut eines BBC-Berichts, der auf der Webseite gooya.com veröffentlicht wurde, hat ein iranischer Parlamentsabgeordneter bestätigt, dass es bei den bewaffneten Organen der Islamischen Republik Iran (Armee, Revolutionswächter/Pasdaran, Generalstab aller bewaffneten Kräfte) zu einer verspäteten Lohnzahlung gekommen ist. Der Lohn wurde mit einer Woche Verspätung ausbezahlt. Vergleicht man das mit den Verspätungen und Beschneidungen der Lohnzahlungen bei den Stahlarbeitern oder den Lehrkräften, wo selbst nach vielen Monaten noch nicht alles ausbezahlt wird, erscheint die Verzögerung lächerlich. So werden die Waffenträger aber nicht denken…
gooya.com schreibt, dass der Haushalt für die Armee für das Jahr 2017 44.000 Milliarden Tuman beträgt, also 13 Milliarden US-Dollar. Der Generalstab aller bewaffneten Kräfte erhält laut Haushalt im gleichen Zeitraum knapp 3.000 Milliarden Tuman (knapp 0,9 Milliarden US-Dollar).
Zahlen für die Revolutionswächter und die Bassidschis waren in dem Artikel nicht angegeben, nur eine Grafik ohne Zahlen, also reichlich nutzlos. Hinzu kommt, dass die Revolutionswächter zahlreiche Einkünfte haben, die am Budget vorbeilaufen, sowohl im Erdölsektor wie auch die Einnahmen aus dem Schmuggel.

Zum Vergleich Zahlen aus der Türkei
Laut dem türkischen Haushaltsentwurf vom November 2016 waren 2017 im Zentralen Budget 64 Milliarden Türkische Lira (TL) für die „Sicherheits- und Verteidigungsorgane“ vorgesehen, das macht 18,6 Milliarden Dollar. Davon entfielen 28,7 Milliarden TL (8,3 Milliarden US-Dollar) auf das Verteidigungsministerium, 23,5 Milliarden TL (6,8 Milliarden US-Dollar) auf die Staatssicherheitsdirektion (Polizeiorgane). 2 Milliarden TL (581 Mio US-Dollar) gingen an den Geheimdienst MIT, 9,3 Milliarden TL (2,7 Milliarden US-Dollar) an die Jandarma, einer Art Armee in der Hand des Innenministers, die eine wichtige Rolle bei der Verfolgung der Kurden spielt.

http://news.gooya.com/2017/08/post-6827.php
vom 27.08.2017
ta‘xir wa kasri dar pardaxte hoquqe niruhaye mosallahe iran

https://www.evrensel.net/haber/295831/2017-butcesinin-aslan-payi-yine-guvenlik-ve-savunmaya
vom 15. November 2016, 10:03
2017 bütçesinin aslan payı yine güvenlik ve savunmaya

http://www.jandarma.gov.tr/

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Türkei: Militarismus mit Kopftuch


Fatma Tunçer Öncü, Journalistin, schreibt in der Zeitung Yenikonya

Der folgende Artikel ist der dritte Teil unserer Miniserie zu Konya. Dieser Artikel ist ein Kommentar einer jungen Journalistin der Tageszeitung Yeni Konya (neues Konya) zu den internationalen Beziehungen der Türkei. Tenor des Kommentars ist das Schimpfen auf die Türkeipolitik nicht nur westlicher Länder, die angeblich von allen Seiten die Türkei in die Mangel nehmen. Aber ihre nationalistisch-militaristische Antwort darauf ist, dass die Türkei sich das nicht gefallen lassen wird, dass sie militärisch aufrüstet und ihr regionaler und internationaler Einfluß wachsen wird. Das Verhältnis anderer Länder zur Türkei würde sich umkehren und plötzlich wären sie es, die Angst bekommen vor der Türkei. Ein kleiner Einblick in einen Diskurs, der in der Türkei immer mehr an Einfluss gewinnt.

Der Westen bekommt es mit der Angst zu tun
von Fatma Tunçer Öncü
Yenikonya (neues Konya)
11. April 2017
Die letzten 15 Jahre haben gezeigt, dass die Türkei inzwischen ein Land ist, das nicht mehr zu stoppen ist. Wenn das nur 80 Millionen Menschen sagen würden… aber das sagen 7,5 Milliarden. Raketen, Panzer, Flugzeuge, Schiffe, gepanzerte Fahrzeuge, Helikopter, Satelliten, Radar… Ein Verteidigungsindustriekomplex so groß wie die Welt. Dieses und vieles mehr stellt die Türkei her. Und diese nationale Verteidigungsattacke flößt dem Freund Vertrauen, dem Feind Angst ein. Die Stärke der Armee, die bislang nur ein Slogan war, wird Wirklichkeit. In den vor uns liegenden Tagen, Monaten und Jahren wird sie mit neuen Waffen, die ins Inventar der Verteidigungssysteme aufgenommen werden, sowohl in der Region wie auf der Welt etwas zu sagen haben. Von nun an wird die Türkei bewaffneten Streitkräften nicht mit dem Knüppel, sondern mit Stärke entgegen treten. Sie wird den Platz nicht mehr den Ländern überlassen, in denen die Waffenhändler das Sagen haben. Mit ihrer Stärke wird sie eine abschreckende Rolle ausüben. Ein Beispiel? Hier ist eins, bitte sehr. Von wem pflegte die Türkei bei ihren Operationen im Südosten und jenseits der Grenze geheimdienstliche Informationen zu erhalten? Von Amerika. Und das Ergebnis? Der Kampf gegen den Terror dauerte 40 Jahre. Von wem erhält die Türkei ihre geheimdienstlichen Informationen jetzt? Sie baut ihr eigenes Nachrichtensystem auf. Mit Hilfe unbemannter Flugzeuge (Drohnen) und ihrem eigenen Satelliten verfolgt sie alles per Satellit. Und das Ergebnis? Die Terrororganisation ist trotz der Unterstützung durch 36 Staaten der Welt an ihren Endpunkt gelangt. Wie ist das gelungen? Indem wir den Platz nicht den feindlichen Ländern überließen, die wir für Freunde hielten. Die Ereignisse des letzten Monaten haben ohnehin gezeigt, dass dem so ist. Die Schweiz hat dem Staatspräsidenten der Türkei die Pistole an die Schläfe gesetzt 1) Holland hat unseren Minister im Auto gefangen gehalten. Österreich hat gegen unsere Politiker ein Verbot verhängt. Deutschland hat eine Drohung nach der andern geäußert. Amerika hat allem schweigend zugeschaut. Russland wie gehabt. Israel reibt sich die Hände. Diejenigen, die unser Land am 15. Juli (erg. 2016, dem Tag des gescheiterten Putschversuchs) nicht in die Zange nehmen konnten, spielen in Syrien ein neues Spiel. Ein Ja am 16. April (dem Tag des Referendums über die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei) bereitet ihnen Kopfzerbrechen. Aus Angst, dass die Türkei, die ihre eigenen Instrumente nicht verwendet, ihre Stärke vermehrt, arbeiten sie mit allen Kräften für ein Nein. Eine Türkei, die plötzlich ihre hundertjährige Trägheit abstreift, verärgert sie. Kurz gesagt, die Türkei ist nicht zu stoppen. Trotz der Hauptoppositionspartei, trotz der Fethullah-Terrororganisation, trotz der Terrororganisationen und ihrer politischen Mithelfer ist sie nicht zu stoppen. Die Hauptängste richten sich auf den 16. April. Am 16. April wird Merkel mehr noch als 80 Millionen (Türken) gespannt vor dem Fernseher sitzen. Trump wird das Fernsehen verfolgen. Und Putin hat sich schon jetzt die türkischen Kanäle in seinem Büro einrichten lassen. Wer sich auf guten Rat nicht bessert, den muss man streng tadeln. Wer sich auf Tadel nicht bessert, der verdient den Stock, sagt ein türkisches Sprichwort. Jetzt, wo wir der Welt gegenüber, die ein Wort im Guten nicht versteht, mit der Sprache auftreten, die sie versteht, nämlich mit der Nationalen (Militär)Industrie, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Wartet’s ab! Sie werden noch mehr Angst bekommen. (Es handelt sich um ein Wortspiel: der im Türkischen verwendete Ausdruck Angst haben ist hier: paçaları tutuştu – ihre Hosenbeine haben Feuer gefangen. Und darauf folgt nach Wartet’s ab! Sie werden keine Hosenbeine mehr finden, die noch Feuer fangen können.)

1: gemeint ist ein Plakat auf einer Demo in Bern, wo Erdogan mit Pistole am Kopf und dem Text „Kill Erdogan with his own weapons“ zu sehen war.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/tuerkei-bestellt-schweizer-vizebotschafter-ein/story/31522359
27.03.2017
Plakat ist ein «gefundenes Fressen» für Erdogan

Quelle:
http://www.yenikonya.com.tr/yazar/fatma_tuncer_oncu-4233/pacalari_tutusan_bati-4233

Fatma Tunçer Öncü
fatmatuncer.oncu@yenikonya.com.tr
PAÇALARI TUTUŞAN BATI
11 nisan 2017

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Syrien: Kampf den Kurden

Kämpfe in Haseke
Die türkische Tageszeitung Diken („Der Stachel“) berichtet am 20.08.2016, dass die im Norden Syriens gelegene kurdische Stadt Haseke (unweit des Dreiländerecks Syrien-Irak-Türkei) seit Donnerstag, den 18.08.2016, vom Militär der syrischen Regierung bombardiert wird. Dies sei das erste Mal im fünf Jahre dauernden syrischen Krieg, dass die Regierungstruppen einen Luftangriff gegen die Kurden vorgenommen habe. Laut einer Meldung von Rudaw.net hatten die kurdischen Kräfte zuvor gemeinsam mit der syrischen Armee einen koordinierten Angriff auf Haseke gestartet, um den „Islamischen Staat“ aus der Stadt zu vertreiben.
Der Sprecher der syrisch-kurdischen YPG (Volks-Verteidigungs-Einheiten)Redur Halil erklärte, dass beim Angriff Stellungen der kurdischen Polizeikräfte „Asayisch“ getroffen worden seien und es dabei Tote und Verletzte gegeben habe.
Die irakisch-kurdische Webseite Rudaw.net berichtet am 18.08., dass Kampfflugzeuge der der syrischen Armee Angriffe auf die Stadt Haseke im kurdischen Gebiet Rojava geflogen hätten. Auch hätten Artillerie-Einheiten der Armee die Stadt unter Beschuss genommen.
Laut einer Meldung des YPG-Sprechers Redur Halil gegenüber Reuters seien 3 Stellungen bombardiert worden. 5 YPG-Kämpfer seien dabei ums Leben gekommen. Rudaw meldet weiter, dass die Kämpfe schon am 15. August begonnen hätten und „mit leichten Waffen“ fortgeführt würden.
Die kurdischen Sicherheitskräfte „Asayisch“ hätten bekannt gegeben, dass bei den Kämpfen 14 syrische Soldaten gestorben und 8 Zivilisten verletzt worden seien. Ein zwischenzeitlich ausgehandelter Waffenstillstand sei wieder gebrochen worden.
Die türkisch-kurdische Webseite Özgür Gündem meldet am 20.08.2016, dass die Kämpfe zwischen den kurdischen Kräften und den syrischen Regierungstruppen sowie paramilitärischen Kräften (welche?) noch anhalten. Laut YPG-Quellen hätten die Regierungskräfte auch Gasbomben eingesetzt. Das Kommando der YPG-Kräfte erklärt den Regierungsangriff mit dem Vorrücken der Kurden in Minbic (Menbiç, Manbij) und Schedade.

US-Militär greift ein
Laut dem türkischen Dienst von BBC habe der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums Jeff Davis erklärt, dass Kriegsflugzeuge nach Haseke geschickt worden seien, um die eigenen Streitkräfte zu schützen. Die syrischen Flugzeuge hätten sich darauf aus dem Gebiet entfernt. Auch habe die USA die syrische Regierung unter Vermittlung Russlands gewarnt, dass sie ihre Koalitionskräfte im Gebiet schützen werde, falls sie bedroht würden.
Laut Özgür Gündem kreisen die syrischen Kampfflugzeuge weiter über Haseke, würfen aber keine Bomben ab.


Cebel ekrad, Kürt dagi

Angriff auf Cebel ekrad – „Kurdenberg“
Wie Rudaw.net am 20. August meldet, hat die syrische Armee ganz im Westen des Landes, im ländlichen Gebiet der Region Latakiya, einen von Kampfflugzeugen unterstützten Artillerie-Angriff auf die Orte Kibbani und Kale-Dagi und Umgebung gestartet. Sie liegen im Gebiet von Cebel ekrad / Kürt Dagi / Kurdenberg. Schon früher, im Mai 2016, habe die syrische Armee drei Tage lang versucht, dieses unter kurdischer Kontrolle stehende Gebiet zu erobern. Der „Kurdenberg“ erstreckt sich bis zu einem Gebiet, wo die syrische Minderheit der Aleviten lebt – zu denen auch die Assad-Familie gehört.
In der Region „Kurdenberg“ leben 80.000 bis 90.000 Kurden, die 4 kurdischen Familienverbänden angehören. Sie sollen unter dem kurdischstämmigen Führer Saldin (Selahaddin Eyyubi) dort angesiedelt worden sein.

Und Cerablus?
Cerablus (Jarabulus auf der Landkarte, gesprochen Dscherablus) liegt ebenso wie Manbij auf der anderen (westlichen) Seite des Euphrat, den der türkische Außenminister Davutoglu in seiner Amtszeit als Ministerpräsident als „rote Linie“ bezeichnet hatte“, die die Kurden nicht (nach Westen) überschreiten dürften. Er hatte damals auch eingeräumt, dass die türkischen Streitkräfte zwei Angriffe gegen die syrischen YPG-Einheiten geführt hätten. Damals hatte ihn der HDP-Vorsitzende Demirtas gefragt, wieso die Armee denn nicht gegen die IS-Stellung in Cerablus direkt an der türkischen Grenze vorgehe? Im Gegensatz zur YPG bezeichne die Regierung diese auch nicht als Terroristen. Am 12. August 2016, als bekannt wurde, dass Manbij von den Kurden erobert und der IS dort vertrieben wurde, erinnerte Demirtas Davutoglu an seine damaligen Worte. Nun, die türkische Regierung scheint ihre Antwort nicht schuldig geblieben zu sein. Özgür Gündem berichtet am 19. August 2016, dass die türkische Armee zwei Tage lang Cerablus bombardiert habe und die Kämpfer des IS samt ihren Familien nach Bab abgezogen seien. Dafür seien aus der türkischen Nachbarstadt Karkamış Kämpfer der Ceyş El-Fetih (Dschejsch el-Fetih, Armee des Eroberers) nach Cerablus verlegt worden, einer von der türkischen Regierung unterstützten bewaffneten Gruppe, die nun die Nachfolge des IS in Cerablus antritt. Özgür Gündem berichtet auch, dass das Artilleriefeuer der türkischen Armee auf leere Flächen gerichtet gewesen sei, also wohl nicht in der Absicht erfolgt sei, die abrückenden oder anziehenden Kräfte zu treffen.

Nächster Seitenwechsel?
Die Vorgänge könnten ein Indiz dafür sein, dass der türkische Staatspräsident Erdogan seine Außenpolitik neu ausrichtet. Nach der Aussöhnung mit Russland, zu dem die Beziehungen wegen des Flugzeugabschusses im November 2015 stark abgekühlt waren, könnte die gemeinsame Sache gegen die Kurden auf eine Annäherung an die Regierung von Baschar al-Assad hinweisen. Die türkische Regierung und das Militär hatten schon immer einen PKK/YPG-freien Streifen entlang der türkischen Grenze (auf syrischem Gebiet) gefordert, die syrische Luftwaffe hat jetzt an zwei Punkten (Region Latakiya und Haseke) damit begonnen. Sie ist mit der russischen Luftwaffe verbündet, die jetzt nicht nur in Chmeimim (Syrien) sondern auch von Hamedan (Iran) aus operiert. Eine Koalition Türkei-Syrien-Iran-Russland erscheint aus türkischer Sicht durchaus sinnvoll, da das Verhältnis zu den USA und Westeuropa nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 stark abgekühlt ist. Der USA wird letztlich vorgeworfen, hinter dem Putschversuch zu stehen, der dem in Pensylvania lebenden Fethullah Gülen angelastet wird. Und der EU wird Scheinheiligkeit vorgeworfen. Wenn in einem EU-Land eine Terrorgruppe aktiv sei, würden die Menschenrechte auch ausgesetzt, und Deutschland habe nach der Vereinigung mit der DDR auch Hunderttausende aus dem Staatsdienst entlassen, das sei sogar im Einigungsvertrag gestanden. Da brauche man sich dort nicht über die Entlassungswelle in der Türkei zu beschweren.

Quellen:
http://www.diken.com.tr/esad-ile-kurtler-arasindaki-catismaya-abd-de-dahil-oldu-haseke-icin-jetler-havalandi/
20/08/2016 10:00
http://rudaw.net/turkish/kurdistan/180820164
Kürdistan: HASEKE – Esad‘dan YPG‘ye bombalar! vom 18.08.2016
http://rudaw.net/turkish/kurdistan/200820166
Kürdistan: Kürt Dağı‘nda bombardıman (20.08.2016)
http://ozgurgundem1.com/haber/175895/hesek-de-rejime-agir-darbe
vom 20 Ağustos 2016 17:03
http://ozgurgundem1.com/haber/175853/dais-sehba-sinirini-turkiye-destekli-gruplara-birakiyor
vom 19 Ağustos 2016 13:42
http://www.diken.com.tr/demirtas-pyd-firatin-batisina-gecemeyecek-diyen-davutoglunu-tiye-aldi-o-zaman-dans/
12/08/2016 18:33

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Türkei: Geburtsstunde der Militärdienstverweigerung?


Angehörige warten auf Nachricht von den nach dem 15. Juli 2016 inhaftierten Rekruten

Wer seinen Sohn nicht zum Militär schickt, ist ein Vaterlandsverräter
Vor dem Gefängnis Silivri (in der Region Istanbul) warten die Angehörigen der rund 1600 Rekruten, die in Zusammenhang mit dem Putschversuch inhaftiert wurden. Hier einige Äußerungen von Angehörigen, die der türkische Journalist Erk Acarer zusammengestellt hat.
„Außer Ridvan habe ich noch einen Sohn. In unserer Tradition heißt es, wer seinen Sohn nicht zum Militär schickt, ist ein Vaterlandsverräter. Wir haben unseren Sohn zum Militär geschickt, und gelten jetzt trotzdem als Vaterlandsverräter. Aus diesem Grund will ich meinen anderen Sohn nicht (zum Militär) schicken. Wir kommen aus Van, seit Tagen sind wir hier. Wir wollen nur wissen, was los ist. Mein Sohn hätte aus dem Militärdienst entlassen werden sollen. Seitdem sind schon 4 Tage vergangen. Wir warten in Sorgen. Gestern sind hier zwei Soldatenmütter ohnmächtig geworden. Mein Sohn leistete seinen Militärdienst in Hasdal (AdÜ: Hasdal-Kaserne in Istanbul). Man hatte ihnen gesagt: Wir holen euch zu einem Manöver. Jeder weiß, dass ein sogar ein Gefreiter einem einfachen Rekruten befehlen kann, stundenlang einem Baum den militärischen Gruß zu erweisen. Unsere Kinder haben nicht aufs Volk geschossen. Aber man konnte auch nicht erwarten, dass sie den Kommandanten, die sie zum Manöver holten, Widerstand leisten und sagen: Wir gehen nicht mit. Unsere Kinder sind alle unschuldig!“
Vater Murat Cengiz sagt: „Wir verlangen, dass die Soldaten der unteren Rangstufen geschützt werden und die Offiziere, die die Befehle erteilen, bestraft werden.“ Er fährt fort: „Zum Glück haben die Verräter ihr Ziel nicht erreicht, aber die Rechnung dürfen unsere Kinder bezahlen. Jetzt müssen wir uns auch noch mit dem Vorwurf herumschlagen, ehrlose Kerle zu sein. Wir wollen unsere Kinder wieder in die Arme schließen. Dieses Leid soll endlich ein Ende finden.“ (…)

Wir haben unseren Sohn zum Militär geschickt, und gelten jetzt trotzdem als Vaterlandsverräter.
Eine andere, die vor Silivri weiterhin auf ihren zum Militärdienst eingezogenen Sohn wartet, ist Ayse Abay. „Mein Sohn Mikail ist seit anderthalb Monaten beim Militär. Er hat noch nicht einmal verstanden, was Militärdienst ist“, sagt sie und empört sich: „Wir haben ihnen unsere Kinder anvertraut. Was wussten wir, dass uns das blühte! Wir kommen aus Ankara. Seit Tagen warten wir hier in einem Zustand der Rechtlosigkeit. Ich konnte mit meinem Sohn nach dem Putschversuch nur einmal sprechen. Er fragte mich: „Mamma, in Ankara hat es eine Explosion gegeben, seid ihr gesund?“. Unsere Kinder haben von der ganzen Sache so wenig Ahnung. Wir wollen vor allem informiert werden. Und sie sollen unseren Kindern auch ausrichten, dass wir hier warten.“

Seit Tagen warten wir hier in einem Zustand der Rechtlosigkeit
Unter Türken (weniger unter Kurden) war die Verrichtung des Militärdienstes Ehrensache. Die Ausgestoßen und Misshandelten waren bis jetzt immer die Verweigerer, die nach jeder Haftzeit erneut eingezogen und verurteilt wurden und in Haft zusammengeschlagen wurden. Jetzt scheint den einfachen Menschen zu dämmern, dass sie sich ein falsches Bild von „Vater Staat“ gemacht haben. 1600 Inhaftierte sind zwar nicht viele, wenn man bedenkt, dass die Türkei 75 Millionen Einwohner hat, aber so wie diese Menschen denken zig Millionen. Und das wird Folgen haben.

http://www.birgun.net/haber-detay/cocuklarimiza-yapilanlar-hepimizi-incitiyor-121850.html
“Çocuklarımıza yapılanlar hepimizi incitiyor”
28.07.2016 07:51 GÜNCEL
ERK ACARER erkacarer@birgun.net @eacarer
Fotoğraflar: Recep Yılmaz

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Süßer die Bomben nie klingen – Erdogans Weihnachtsgeschenk

Wie berichtet, haben türkische Kampfflugzeuge am 24. November 2015 einen russischen Bomber über Syrien abgeschossen. Ziel der türkischen Regierung war wohl, einen Vormarsch der syrischen Kurden unter der Führung der PYD, einer Schwesterpartei der PKK, entlang der türkisch-syrischen Grenze zu verhindern. Ein der PKK nahe stehender kurdischer Staat, der die Türkei von Syrien abriegelt, ist in den Augen der türkischen Regierung offensichtlich schlimmer als wenn sich dort der „Islamische Staat“ ausbreitet. Die direkte Folge des Abschusses des russischen Militärflugzeugs und seines Piloten war allerdings die, dass Russland seine Militärpräsenz ausbaute, die Beziehungen zwischen beiden Staaten sich drastisch verschlechterten und die Türkei keine Flugzeuge mehr in Syrien einsetzen konnte, ohne Russlands Truppen in die Quere zu kommen. Die Folge: Erdogan hat die Kriegsfronten ins eigene Land verlegt. Wenn er die syrischen Kurden nicht schlagen kann, so doch die türkischen, vielleicht in der Hoffnung, so die Unterstützung für die PYD durch die PKK zu verhindern.

Kriegsvorbereitung mit SMS
Am 13. Dezember war es soweit. Die Tageszeitung radikal berichtete, dass die staatlichen Lehrkräfte in Cizre und in Silopi (Provinz Şırnak) am Vormittag des 13. Dezembers alle eine SMS des türkischen Kultusministeriums erhalten hätten, dass sie zu einer Lehrerausbildung einberufen würden und diese in ihrer Heimatregion absolvieren könnten. Die Folge 1298 Lehrer mit ihren Familien, die im Lehrbezirk Cizre an 104 Schulen 431.127 Schüler (so viel??) unterrichten, machten sich umgehend auf den Weg zum Busbahnhof. Diejenigen, die keinen Bus bekamen, gingen mit ihrem Gepäck zur Überlandstraße „Ipek Yolu“ und warteten, bis sie mit Autostop weiterkamen.
In Silopi erhielten 1701 Lehrer, die an 68 Schulen 39.128 Schüler unterrichten, eine SMS des Direktors der Bezirksbehörde des Kultusministeriums, dass sie vom 14.-16.12.2015 frei hätten.
Die einheimische Bevölkerung deutete dies als Signal, das bald eine Ausgangssperre über die Gegend verhängt wird, und versuchte, sich noch mit Mehl einzudecken.
Quelle:
http://www.radikal.com.tr/turkiye/meb-sms-atti-ogretmenler-akin-akin-cizreyi-terk-etti-1492002

Es kracht
Am 16. Dezember 2015 war es dann soweit. Der türkische Generalstab begann eine Militäroperation unter Einsatz von Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Spezialeinheiten der Jandarma gegen die „Terroristen“. Nachts wurde zudem der Strom abgestellt und auch einige Telefonnetze funktionierten nicht mehr. Die Bevölkerung hörte die ganze Nacht lang (die Nacht auf den 17.12.) Schüsse und Bomben. Nach Beseitigung der Barrikaden nahmen die Streitkräfte die zugehörigen Straßenzüge ein und führten Hausdurchsuchungen durch. Angesichts der verhängten Ausgangssperre dürften die Betroffenen kaum Chancen haben, sich vor Übergriffen zu schützen. In Cizre hielt sich zu der Zeit der HDP-Parlamentsabgeordnete Faysal Sarıyıldız auf, in Silopi die HDP-Abgeordneten Ferhat Encü und Aycan İrmez, die ebenfalls ihr Haus nicht verlassen durften.

Quelle:
http://www.radikal.com.tr/turkiye/cizre-ve-silopide-catismalar-gece-boyunca-surdu-1494264/?scenario_id=ilgilihaberradikal&action=click&label=haberdetay4&widget_id=7123210314300265


Ausschnitt:
Landkarte: Cizre liegt an der türkisch-syrischen Grenze, Silopi etwas weiter östlich im Dreiländereck Syrien-Türkei-Irak, beide Orte liegen südlich der Cudi-Bergkette, die als Rückzugsgebiet der bewaffneten Einheiten der PKK gilt.

Pressemeldung der Türkischen Streitkräfte
Auf der Webseite des Türkischen Generalstabs ist unter der Überschrift 17. Dezember für den 16. Dezember zu lesen: „Bei der in Şırnak / Cizre andauernden Operation wurden sechs Bedienstete der Sicherheitskräfte verletzt, wobei ihr Leben nicht in Gefahr ist, 24 Terroristen, die einer separatistischen Terrororganisation angehören, wurden unschädlich gemacht.“
(Anmerkungen: 1. etkisiz hale getirmek – wirkungslos machen, unschädlich machen – ein euphemistischer staatlicher Ausdruck für töten. 2. Im Türkischen ist das Wort terörist geschlechtsneutral).
Sowie: „Bei der in Şırnak / Silopi andauernden Operation wurden zwei Bedienstete der Sicherheitskräfte verletzt, wobei ihr Leben nicht in Gefahr ist, 1 Terrorist, der einer separatistischen Terrororganisation angehört, wurde unschädlich gemacht.“
Nach Angaben des türkischen Generalstabs wurde die Militäroperation im Gebiet Cizre schon am 15. Dezember eingeleitet.
http://www.tsk.tr/4_olaylar/4_2_onemli_yurtici_olaylar/onemliyurticiolaylar.html

Was berichten die türkischen Kurden?
Yeni Özgür Politika berichtet am 17. Dezember aus der Region Mardin, wo in den Bezirken Dargeçit und Nusaybin ebenfalls die Ausgangssperre verhängt wurde, dass dort das Militär gezielt die Wasserreservoirs der Häuser und die Trafostationen zerstört habe, um den Widerstand der Bevölkerung zu brechen.
Die Zeitung berichtet am gleichen Tag, dass ein Spezialteam der Polizei wohl am 15. Dezember ein Studentenwohnheim der Uni Şırnak gestürmt und 9 Studentinnen festgenommen hat, die am Vortag, also am 16. Dezember, wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.
http://www.yeniozgurpolitika.org/index.php?rupel=nuce&id=49417
http://www.yeniozgurpolitika.org/index.php?rupel=nuce&id=49420

Syrische Kurden stehen vor Cerablus
Am gleichen Tag, also am 16. Dezember, berichten türkische Medien, dass die YPG, die bewaffneten Einheiten der syrischen Kurdenpartei PYD, die (angeblich) von syrischen Turkmenen gehaltene Stadt Cerablus an der syrisch-türkischen Grenze umzingelt hätten und das Kommando zum Angriff der russischen Seite abwarteten, die sie dann mit der Luftwaffe unterstützen würden. Unabhängig davon, ob diese Nachricht zutrifft, dient sie jedenfalls in der Türkei dazu, die Angriffe auf die türkischen Kurden psychologisch zu rechtfertigen, denn die Türkei präsentiert sich gern als Schutzpatron der syrischen Turkmenen.
Quelle:
http://www.haberler.com/bomba-iddia-ypg-rusya-dan-talimat-bekliyor-7972542-haberi/

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Iran: Der Führer ruft zu den Waffen

Schon vor einiger Zeit hatte der Iran mit Russland einen Vertrag zum Kauf eines modernen Raketenabwehrsystems geschlossen, mit dem man sowohl Flugzeuge wie Raketen vom Himmel schießen kann. Darauf kam die internationale Diplomatie in Gang, und Russland legte die Lieferung auf Eis. Jetzt, nach der Erklärung von Lausanne, hat Putin seine Unterschrift unter das entsprechende Dokument gesetzt, die Raketen dürfen in den Iran exportiert werden. Darauf reagierte der Vorsitzende des Generalstabs der US-Armee mit den Worten, dass die militärische Option noch immer auf dem Tisch liege.
Diese Erklärung wiederum löste eine Gegenreaktion des Führers der Islamischen Republik Iran, Ajatollah Chamene‘i, aus. Er erteilte den bewaffneten Kräften des Irans – gemeint sind Armee, Pasdaran und Bassidschi-Milizen – den Befehl, moralisch und militärisch gerüstet zu sein und die Verteidigungsbereitschaft zu erhöhen. Diese Handlungsanweisung ist als Machtwort des „Rechtsgelehrten“ zu verstehen, an das sich alle Institutionen der Islamischen Republik zu halten haben: Parlament und Regierung, und natürlich auch die Reformer. Angesichts der angeheizten Stimmung über den Krieg in Jemen und die von den Staatsmedien gefütterte Feindseligkeit gegen Saudiarabien ist von einer neuen Rüstungsspirale auszugehen. Sollte die Aufhebung der Sanktionen Gelder freisetzen, wird dies wohl vor allem den Rüstungskäufen dienen.
Faktum ist, dass die Äußerung des US-Generalstabschef – falls sie so gefallen ist, den Hardlinern in der Islamischen Republik Iran entgegen kommt.

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Iran: Explosion im militärischen Sperrbezirk Partschin

In der Nacht von Sonntag auf Montag (5. auf 6. Oktober 2014) kam es laut Angaben des iranischen Verteidigungsministeriums bei der Sazeman-e Sanaye‘e Defa‘ (Organisation der Verteidigungsindustrie), die militärische Ausrüstung und Sprengstoffe für das Verteidigungsministerium herstellt, zu einem Brand, bei dem zwei Menschen ums Leben gekommen seien.
Laut Saham-News, die Mehdi Karubi nahe steht, kam es im militärischen Sperrbezirk Partschin im Osten Teheran zu einer heftigen Explosion, die die ganze Umgebung erschütterte und die Scheiben der Häuser im Umkreis eindrückte. Ein heller Schein war am Ort der Explosion von weitem zu sehen. Die Wege Richtung Partschin wurden von den Militärs gesperrt, so dass niemand den Vorfall aus der Nähe begutachten konnte.
Die Internationale Atomenergiebehörde hegt den Verdacht, dass in Partschin Zünder für atomare Sprengkörper entwickelt werden. Bis heute wurde der Internationalen Atomenergiebehörde der Zugang zu diesen Einrichtungen verweigert.

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Absturz einer iranischen F4 bei Schiraz

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr ist heute, Dienstag, 15.7.2014, ein iranisches Düsenflugzeug vom Typ F4 abgestürzt. Beide Piloten kamen dabei ums Leben.

Der iranische Armeegeneral Amir Hussein Mohammadi gab bekannt, dass der Absturz während einer Ausbildungssituation in der Nähe der Stadt Schiraz passierte. Die genauen Umstände müssten noch untersucht werden.

Jäger vom Typ F4 stammen aus den USA und wurden in den 60er Jahren hergestellt. In den USA wurden die F4 vor langer Zeit außer Dienst gestellt, in anderen Ländern, wie dem Iran sind sie aber weiterhin im Einsatz. Sie wurden damals unter dem Schah beschafft. Die US-Sanktionen der letzten Jahre haben sicher den Allgemeinzustand der iranischen Luftwaffe weiter verschlechtert.

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Irans Verteidigungsminister Ahmadi Wahidi präsentiert


Irans neueste Rakete: H.araz (Der Talisman)

Irans Verteidigungsminister Ahmadi Wahidi präsentiert die neueste Errungenschaft der iranischen Raketenindustrie: Die Rakete H.araz. Wie er erklärt, stammt das Wort aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie Talisman, der Böses abwehrt.
Was er nicht erklärt, ist die Tatsache, dass diese Rakete wie ihre Vorgänger im Wesentlichen ein Puzzle aus Teilen russischer, chinesischer und nordkoreanischer Produktion darstellen, den Iranern blieb die Aufgabe, das Puzzle zusammenzusetzen.
Der iranische Bestandteil am Ganzen ist der Name – ein arabischer!
Und echt iranisch ist wohl nur der Glaube daran, dass ein Talisman zur Abwehr des Bösen hilft. Seinerzeit hatte Ajatollah Chomeini an die Jugendlichen, die er als Kanonenfutter in den Krieg gegen den Iran schickte, mit Schlüsseln ausrüsten lassen, die ihnen das Tor zum Paradies öffnen sollten.

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Iranische Regierug installiert Miliz-Modell in Syrien

Rami Abdulrahman, Direktor eine Menschenrechtsgruppe in Syrien, beschreibt ein neues militärisches Modell, das seine Vorlage in den Bassidschi des Irans hat.

Das „Militär zur Verteidigung der syrischen Nation“ beruht auf einem Konzept der halbzivilen, halb militärischen Organisation von bewaffneten Gruppen, die auf der Seite von Assad kämpfen. Nach jahrelangen Ausbildungen von Regimeanhängern tauchen sie nun in vielen Städten in Syrien auf. Sie tragen Zivilkleider und sind vom syrischen Regime bewaffnet.

Nicht nur die Idee stammt aus dem Iran sondern auch die Ausbildung und die Finanzierung. Iranische Ausbilder sind nach Syrien gekommen und haben das „Militär zur Verteidigung der syrischen Nation“ trainiert.

Anmerkung:

Der Iran hat über 33 Jahre Erfahrung in dieser Form der Organisation von bewaffneten Sicherheitskräften. Ähnlich wie die Bassidschi im Iran sind diese Militärs darauf spezialisiert, Aufstände und Oppositionsbewegeungen niederzuschlagen oder eine Stadtguerilla zu bekämpfen.

Noch vor wenigen Tagen hatte der Leiter der Revolutionsgarden Aziz Dschafari verlautbart, dass Syrien in der ersten Reihe der Front gegen ihre (Irans) Feinde stünde, an nächster Stelle käme der Irak und erst dann der Iran. Man müsse sich sowohl finanziell als auch militärisch schon in Syrien engagieren.

Aus diesem Grund hat der Iran Syrien unterstützt, und dies seit den ersten Tagen des Widerstands in Syrien. Nicht nur mit Pasdaran sondern auch mit Bassidschi und Soldaten. Dies konnte der Iran nicht in aller Öffentlichkeit durchführen, weswegen oft als Pilgerfahrten getarnte Busse die Grenze überquerten. Als diese Praxis in der syrischen Bevölkerng immer bekannter wurde, kam es immer öfter zu Attacken gegen diese Reisebusse durch syrische Rebellen. Auch die 48 von der Freien Syrischen Armee gekidnappten iranischen „Pilger“ waren in Wirklichkeit hochrangige Militärs, Bassidschi und Soldaten.

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Iran: Geiselbefreiung in Syrien


Geiselnahme US-Botschaft Teheran, November 1979

Rollentausch
Wer die Anfänge der Islamischen Republik Iran kennt, erinnert sich noch an eine ihrer ersten Taten: Die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran. Damals wurden 52 US-Diplomaten 444 Tage lang vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 als Geiseln gehalten, nachdem eine Gruppe iranischer Studenten die US-amerikanische Botschaft in Teheran im Verlauf der Islamischen Revolution besetzt hatte.


Geiselnahme von iranischen Pasdaran durch syrische Aufständische, August 2012

Die Zeiten haben sich gewandelt. Nun sind es nicht mehr iranische Revolutionäre, die US-Botschaften besetzten, sondern syrische Aufständische, die iranische Militärs festnehmen, die auf Seiten des Regimes von Baschar al-Assad kämpfen. Im August 2012 waren 48 Iraner von syrischen Oppositionsgruppen verhaftet und als Geiseln genommen worden. Seit dieser Zeit sprachen die iranischen Vertreter in der Öffentlichkeit stets davon, dass es sich dabei um Zivilisten, um Pilger gehandelt habe. Schon damals war allerdings auffällig, dass diese „Pilger“ entgegen aller iranischer Gepflogenheiten nur aus Männern bestanden und weder Frauen noch Kinder dabei waren.

Die Freilassung hat einen Preis
Am 9. Januar 2013 wurden die 48 Iraner nun freigelassen und durften in den Iran heimkehren. Im Gegenzug entließ das syrische Regime 2130 Gefangene (975 Frauen und 1155 Männer) aus der Gefangenschaft. Das ist ein hoher Preis, vergleichbar dem, wenn Israel versucht, seine Soldaten aus palästinensischer Gefangenenschaft freizukaufen. Es gibt darüber hinaus unbestätigte Meldungen, dass die iranische Seite nicht nur die Freilassung dieser Gefangenen aus Hafteinrichtungen der syrischen (!) Regierung erwirkt hat, sondern auch selbst dafür bezahlen musste – mit Geld und Waffen. So soll die iranische Regierung den syrischen Rebellen auch Raketen geliefert haben, mit denen Flugzeuge abgeschossen werden können. Seit der Lieferung wurden fünf syrische Regierungsflugzeuge abgeschossen.

Das muss einen Grund haben
Es erscheint auf den ersten Blick widersinnig, dass die iranische Regierung bereit war, den Gegnern ihres engsten Bündispartners Waffen zu liefern. Das ist der erste Blick. Aber das Verhalten macht einen Sinn, wenn man sieht, wer denn unter den freigelassenen Iranern ist.

Die sieben Generäle
So befanden sich unter ihnen sieben Generäle der Revolutionswächter (Sepah-e Pasdaran) aus verschiedenen iranischen Städten:

  • Abedin Chorram (Befehlshaber der Pasdaran in Urumije)
  • Mohammad Taqi Safari (Befehlshaber des Pasdaran in Buschehr)
  • Karim Hossein Chani (zuvor auch Vertreter des Ajatollah Chamene‘i bei den Pasdaran in Urumije)
  • Ali Dschawadian (Dschahrom)
  • sowie die Generäle Adibi, Elahi und Hemmati (ebenfalls aus Dschahrom).

Die übrigen setzten sich aus Bassidschi und normalen Soldaten zusammen. Es heisst, es seien unter ihnen ca. 12 Soldaten, die ihren regulären Militärdienst in Syrien ableisten.

Davon ließ die iranische Seite freilich nichts verlautbaren. Erst nach ihrer Freilassung und Rückkehr in die Heimat wurden sie gebührend von ihren Waffenbrüdern empfangen, und dieser Empfang wurde im Iran auch veröffentlicht. Daran zeigt sich nicht nur, dass die iranischen Machthaber gelogen haben, man kann auch erkennen, warum die iranische bereit zu solchen Zugeständnissen war. Es sind die Pasdaran, die im Krieg in Syrien die Interessen der iranischen Regierung vertreten. Die iranische Regierung konnte es sich nicht leisten, untätig zu bleiben und so wichtige Pasdaran in den Händen er Aufständischen zu lassen. Denn einerseits machten die Pasdaran selbst Druck und verlangten die rasche Befreiung ihrer Kollegen, zum andern bewirkt eine anhaltende Gefangenschaft auch eine Demoralisierung der Truppe. Wer hat noch Lust, in Syrien zu kämpfen, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass die Regierung sich nicht für einen einsetzt, wenn es darauf ankommt?

Und Baschar al-Assad?
Das wäre zwar alles ein guter Grund für die iranischen Machthaber, zu handeln, aber wieso sollte der syrische Präsident darauf eingehen? Wieso sollte er über 2000 Gefangene freilassen, nur weil die iranische Seite es will? Nun – auch für ihn sind die iranischen Revolutionswächter ein wichtiger Teil seiner eigenen Truppen, mit denen er sich an der Macht hält. Sie zu verprellen würde bedeuten, dass er sich einer wichtigen Stütze beraubt.

Die erste Frontlinie
Nach der Freilassung der 48 iranischen Soldaten und Pasdaran erklärte ein iranischer Abgeordneter im Parlament: „Syrien ist unsere vorderste Frontlinie. Irak ist die zweite. Wenn die beiden Linien fallen, sind wir an der Reihe.“
Die Freilassungen vom 9. Januar zeigen deshalb deutlich, was für eine zentrale Rolle die iranischen Pasdaran im syrischen Krieg spielen – für den syrischen Präsidenten ebenso wie für das iranische Regime.

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Iran: Föderalismus der Verbote


Ajatollah Jussef Tabataba‘ineschad aus Isfahan

Starker Staat?
Die Islamische Republik Iran verfügt über einen Justizapparat, über Gefängnisse, die Polizei, das Militär, die Revolutionswächter (Pasdaran) und die paramilitärischen Bassidschi-Milizen. Ein starker Staat, möchte man sagen. Für die einzelnen Bürger trifft dies auch zu, denn jedes dieser Organe ist sein Feind und schränkt seine Freiheit ein. Trotzdem trügt der Schein: Denn in den Gefängnissen hat auch der Oberste Religionsführer seine Leute und seinen Geheimdienst, die Pasdaran haben ihren Geheimdienst, die Regierung unter der Führung von Präsident Ahamdineschad hat ihren Geheimdienst und ihren Geheimdienstminister. Und diese Organe bespitzeln sich gegenseitig.

Welches Gesetz gilt?
Das Parlament macht auch Gesetze, die die Justiz anwenden sollte, aber auf die Gesetze, die aus der Scharia abgeleitet werden, hat das Parlament keinen Zugriff. Und selbst die Gesetze des Parlaments können die Geistlichen jederzeit aufheben. Das bedeutet, in der Praxis gilt im Iran kein Gesetz, sondern nur die Macht derjenigen, die ihre eigene Auslegung durchsetzen wollen. Die Auslegung variiert von Ajatollah zu Ajatollah, und die Durchsetzung hängt davon ab, wer im konkreten Fall über die bewaffneten Organe verfügt, die das Gesetz vollziehen sollen.

Wer hat die Waffen?
Wer über die bewaffneten Organe verfügt, ist im Iran keineswegs feststehend. So wurde bei der Verhaftung von Dschawanfekr, des Presseverantwortlichen und Sprechers von Ahmadineschad, abgewartet, bis Ahmadineschad auf Auslandsreise war. Wer General bei den Pasdaran ist und ein paar lukrative Posten in der Wirtschaft hat, wird sich auch nicht darauf verlassen, dass er als Pasdar ja selbst Waffen hat und ihm Bewaffnete unterstehen, vielmehr leisten sich auch solche Leute eigene Bodyguards, wie man die Privatarmeen bescheiden nennt. Das gilt auch dann, wenn solche Leute ins Parlament gewählt werden. Natürlich hat der Oberste Religionsführer auch Zugriff auf seine Leute in den zentralen staatlichen Organen und kann Anweisungen erteilen, aber die Ajatollahs sind nach wie vor finanziell von ihm unabhängig und wissen ihre Stellung auch mit Waffen zu verteidigen. Auch sie verfügen über Privatarmeen.

Was heißt das für die Bürger?
Für den Bürger gelten folglich die zentralen Verbote, die die Regierung, das Parlament und der Religiöse Führer in der Hauptstadt erlassen. Die Sittenstreifen und viele anderen wachen darüber, dass die Bürger sich daran halten.

Keine Konzerte in Maschhad
Aber das hindert keinen Ajatollah daran, seine eigenen, zusätzlichen Hobbys zu pflegen. So hat Ajatollah Wa‘es-Tabbassi aus Maschhad vor zwei Wochen verfügt, dass in Maschhad keinerlei Konzerte mehr stattfinden dürfen, das sei unislamisch. Wer da noch hingeht und so etwas organisiert, kann sich sicher sein, dass er mit handgreiflichen Überfällen von Leuten aus der „Leibwache“ dieses Ajatollahs rechnen muss.

Schwarze Tücher in Isfahan
Für Studentinnen in Isfahan bedeutet das dagegen, dass es für sie gefährlich wird, in Zukunft ohne schwarzen Tschador an die Uni zu gehen, denn der dortige Ajatollah Jussef Tabataba‘ineschad hat verkündet, dass er es nicht dulden werde, wenn Studentinnen anders gekleidet an der Universität erscheinen.

Hotelzimmer in Isfahan: Frauen müssen draußen bleiben
Derselbe Ajatollah Jussef Tabataba‘ineschad hat auch angewiesen, dass kein Hotel in Isfahan mehr einer Frau ohne legitime männliche Begleitung ein Hotelzimmer geben darf.


Ajatollah Wa‘es-Tabbassi aus Maschhad

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Militärische und finanzielle Unterstützung der Hamas von iranischer Seite bestätigt


General Mohammad Ali Jafari

Mohammad Ali Jafari, der Leiter der Revolutionswächter, hat gestern erklärt, dass die Raketentechnologie für den Beschuss Israels aus dem Gazastreifen von der iranischen Regierung kommt. Das haben die Nachrichtenagenturen ISNA und MEHR am Mittwoch berichtet.

Ali Laridschani, Leiter des iranischen Parlaments hat ebenfalls gestern gesagt, dass sie stolz darauf seien, Palästina militärisch und finanziell unterstützt zu haben.

Die iranischen Parlamentsmitglieder haben gestern im Parlament eine kleine Demonstration abgehalten, in der sie Parolen gegen Israel und die USA riefen. Damit zeigten sie ihre Freude darüber, Palästina geholfen zu haben.

Kurz nach dem Beginn des Waffenstillstands hat der Leiter der Hamas, Khaled Mashal, in einem Interview gesagt, dass sie dem ägyptischen Präsidenten sehr dankbar seien für seine Vermittlung. Und sie seien sehr, sehr dankbar für die finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Iran.

Der Sprecher im iranischen Außenministerium, Mehmanparast, hat heute alles wieder zurückgenommen und behauptet, dass der Iran Palästina niemals finanziell oder militärisch unterstützt habe.

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