Archiv der Kategorie 'Militär'

Irans Verteidigungsminister Ahmadi Wahidi präsentiert


Irans neueste Rakete: H.araz (Der Talisman)

Irans Verteidigungsminister Ahmadi Wahidi präsentiert die neueste Errungenschaft der iranischen Raketenindustrie: Die Rakete H.araz. Wie er erklärt, stammt das Wort aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie Talisman, der Böses abwehrt.
Was er nicht erklärt, ist die Tatsache, dass diese Rakete wie ihre Vorgänger im Wesentlichen ein Puzzle aus Teilen russischer, chinesischer und nordkoreanischer Produktion darstellen, den Iranern blieb die Aufgabe, das Puzzle zusammenzusetzen.
Der iranische Bestandteil am Ganzen ist der Name – ein arabischer!
Und echt iranisch ist wohl nur der Glaube daran, dass ein Talisman zur Abwehr des Bösen hilft. Seinerzeit hatte Ajatollah Chomeini an die Jugendlichen, die er als Kanonenfutter in den Krieg gegen den Iran schickte, mit Schlüsseln ausrüsten lassen, die ihnen das Tor zum Paradies öffnen sollten.

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Iranische Regierug installiert Miliz-Modell in Syrien

Rami Abdulrahman, Direktor eine Menschenrechtsgruppe in Syrien, beschreibt ein neues militärisches Modell, das seine Vorlage in den Bassidschi des Irans hat.

Das „Militär zur Verteidigung der syrischen Nation“ beruht auf einem Konzept der halbzivilen, halb militärischen Organisation von bewaffneten Gruppen, die auf der Seite von Assad kämpfen. Nach jahrelangen Ausbildungen von Regimeanhängern tauchen sie nun in vielen Städten in Syrien auf. Sie tragen Zivilkleider und sind vom syrischen Regime bewaffnet.

Nicht nur die Idee stammt aus dem Iran sondern auch die Ausbildung und die Finanzierung. Iranische Ausbilder sind nach Syrien gekommen und haben das „Militär zur Verteidigung der syrischen Nation“ trainiert.

Anmerkung:

Der Iran hat über 33 Jahre Erfahrung in dieser Form der Organisation von bewaffneten Sicherheitskräften. Ähnlich wie die Bassidschi im Iran sind diese Militärs darauf spezialisiert, Aufstände und Oppositionsbewegeungen niederzuschlagen oder eine Stadtguerilla zu bekämpfen.

Noch vor wenigen Tagen hatte der Leiter der Revolutionsgarden Aziz Dschafari verlautbart, dass Syrien in der ersten Reihe der Front gegen ihre (Irans) Feinde stünde, an nächster Stelle käme der Irak und erst dann der Iran. Man müsse sich sowohl finanziell als auch militärisch schon in Syrien engagieren.

Aus diesem Grund hat der Iran Syrien unterstützt, und dies seit den ersten Tagen des Widerstands in Syrien. Nicht nur mit Pasdaran sondern auch mit Bassidschi und Soldaten. Dies konnte der Iran nicht in aller Öffentlichkeit durchführen, weswegen oft als Pilgerfahrten getarnte Busse die Grenze überquerten. Als diese Praxis in der syrischen Bevölkerng immer bekannter wurde, kam es immer öfter zu Attacken gegen diese Reisebusse durch syrische Rebellen. Auch die 48 von der Freien Syrischen Armee gekidnappten iranischen „Pilger“ waren in Wirklichkeit hochrangige Militärs, Bassidschi und Soldaten.

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Iran: Geiselbefreiung in Syrien


Geiselnahme US-Botschaft Teheran, November 1979

Rollentausch
Wer die Anfänge der Islamischen Republik Iran kennt, erinnert sich noch an eine ihrer ersten Taten: Die Geiselnahme in der US-Botschaft in Teheran. Damals wurden 52 US-Diplomaten 444 Tage lang vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 als Geiseln gehalten, nachdem eine Gruppe iranischer Studenten die US-amerikanische Botschaft in Teheran im Verlauf der Islamischen Revolution besetzt hatte.


Geiselnahme von iranischen Pasdaran durch syrische Aufständische, August 2012

Die Zeiten haben sich gewandelt. Nun sind es nicht mehr iranische Revolutionäre, die US-Botschaften besetzten, sondern syrische Aufständische, die iranische Militärs festnehmen, die auf Seiten des Regimes von Baschar al-Assad kämpfen. Im August 2012 waren 48 Iraner von syrischen Oppositionsgruppen verhaftet und als Geiseln genommen worden. Seit dieser Zeit sprachen die iranischen Vertreter in der Öffentlichkeit stets davon, dass es sich dabei um Zivilisten, um Pilger gehandelt habe. Schon damals war allerdings auffällig, dass diese „Pilger“ entgegen aller iranischer Gepflogenheiten nur aus Männern bestanden und weder Frauen noch Kinder dabei waren.

Die Freilassung hat einen Preis
Am 9. Januar 2013 wurden die 48 Iraner nun freigelassen und durften in den Iran heimkehren. Im Gegenzug entließ das syrische Regime 2130 Gefangene (975 Frauen und 1155 Männer) aus der Gefangenschaft. Das ist ein hoher Preis, vergleichbar dem, wenn Israel versucht, seine Soldaten aus palästinensischer Gefangenenschaft freizukaufen. Es gibt darüber hinaus unbestätigte Meldungen, dass die iranische Seite nicht nur die Freilassung dieser Gefangenen aus Hafteinrichtungen der syrischen (!) Regierung erwirkt hat, sondern auch selbst dafür bezahlen musste – mit Geld und Waffen. So soll die iranische Regierung den syrischen Rebellen auch Raketen geliefert haben, mit denen Flugzeuge abgeschossen werden können. Seit der Lieferung wurden fünf syrische Regierungsflugzeuge abgeschossen.

Das muss einen Grund haben
Es erscheint auf den ersten Blick widersinnig, dass die iranische Regierung bereit war, den Gegnern ihres engsten Bündispartners Waffen zu liefern. Das ist der erste Blick. Aber das Verhalten macht einen Sinn, wenn man sieht, wer denn unter den freigelassenen Iranern ist.

Die sieben Generäle
So befanden sich unter ihnen sieben Generäle der Revolutionswächter (Sepah-e Pasdaran) aus verschiedenen iranischen Städten:

  • Abedin Chorram (Befehlshaber der Pasdaran in Urumije)
  • Mohammad Taqi Safari (Befehlshaber des Pasdaran in Buschehr)
  • Karim Hossein Chani (zuvor auch Vertreter des Ajatollah Chamene‘i bei den Pasdaran in Urumije)
  • Ali Dschawadian (Dschahrom)
  • sowie die Generäle Adibi, Elahi und Hemmati (ebenfalls aus Dschahrom).

Die übrigen setzten sich aus Bassidschi und normalen Soldaten zusammen. Es heisst, es seien unter ihnen ca. 12 Soldaten, die ihren regulären Militärdienst in Syrien ableisten.

Davon ließ die iranische Seite freilich nichts verlautbaren. Erst nach ihrer Freilassung und Rückkehr in die Heimat wurden sie gebührend von ihren Waffenbrüdern empfangen, und dieser Empfang wurde im Iran auch veröffentlicht. Daran zeigt sich nicht nur, dass die iranischen Machthaber gelogen haben, man kann auch erkennen, warum die iranische bereit zu solchen Zugeständnissen war. Es sind die Pasdaran, die im Krieg in Syrien die Interessen der iranischen Regierung vertreten. Die iranische Regierung konnte es sich nicht leisten, untätig zu bleiben und so wichtige Pasdaran in den Händen er Aufständischen zu lassen. Denn einerseits machten die Pasdaran selbst Druck und verlangten die rasche Befreiung ihrer Kollegen, zum andern bewirkt eine anhaltende Gefangenschaft auch eine Demoralisierung der Truppe. Wer hat noch Lust, in Syrien zu kämpfen, wenn er sich nicht sicher sein kann, dass die Regierung sich nicht für einen einsetzt, wenn es darauf ankommt?

Und Baschar al-Assad?
Das wäre zwar alles ein guter Grund für die iranischen Machthaber, zu handeln, aber wieso sollte der syrische Präsident darauf eingehen? Wieso sollte er über 2000 Gefangene freilassen, nur weil die iranische Seite es will? Nun – auch für ihn sind die iranischen Revolutionswächter ein wichtiger Teil seiner eigenen Truppen, mit denen er sich an der Macht hält. Sie zu verprellen würde bedeuten, dass er sich einer wichtigen Stütze beraubt.

Die erste Frontlinie
Nach der Freilassung der 48 iranischen Soldaten und Pasdaran erklärte ein iranischer Abgeordneter im Parlament: „Syrien ist unsere vorderste Frontlinie. Irak ist die zweite. Wenn die beiden Linien fallen, sind wir an der Reihe.“
Die Freilassungen vom 9. Januar zeigen deshalb deutlich, was für eine zentrale Rolle die iranischen Pasdaran im syrischen Krieg spielen – für den syrischen Präsidenten ebenso wie für das iranische Regime.

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Iran: Föderalismus der Verbote


Ajatollah Jussef Tabataba‘ineschad aus Isfahan

Starker Staat?
Die Islamische Republik Iran verfügt über einen Justizapparat, über Gefängnisse, die Polizei, das Militär, die Revolutionswächter (Pasdaran) und die paramilitärischen Bassidschi-Milizen. Ein starker Staat, möchte man sagen. Für die einzelnen Bürger trifft dies auch zu, denn jedes dieser Organe ist sein Feind und schränkt seine Freiheit ein. Trotzdem trügt der Schein: Denn in den Gefängnissen hat auch der Oberste Religionsführer seine Leute und seinen Geheimdienst, die Pasdaran haben ihren Geheimdienst, die Regierung unter der Führung von Präsident Ahamdineschad hat ihren Geheimdienst und ihren Geheimdienstminister. Und diese Organe bespitzeln sich gegenseitig.

Welches Gesetz gilt?
Das Parlament macht auch Gesetze, die die Justiz anwenden sollte, aber auf die Gesetze, die aus der Scharia abgeleitet werden, hat das Parlament keinen Zugriff. Und selbst die Gesetze des Parlaments können die Geistlichen jederzeit aufheben. Das bedeutet, in der Praxis gilt im Iran kein Gesetz, sondern nur die Macht derjenigen, die ihre eigene Auslegung durchsetzen wollen. Die Auslegung variiert von Ajatollah zu Ajatollah, und die Durchsetzung hängt davon ab, wer im konkreten Fall über die bewaffneten Organe verfügt, die das Gesetz vollziehen sollen.

Wer hat die Waffen?
Wer über die bewaffneten Organe verfügt, ist im Iran keineswegs feststehend. So wurde bei der Verhaftung von Dschawanfekr, des Presseverantwortlichen und Sprechers von Ahmadineschad, abgewartet, bis Ahmadineschad auf Auslandsreise war. Wer General bei den Pasdaran ist und ein paar lukrative Posten in der Wirtschaft hat, wird sich auch nicht darauf verlassen, dass er als Pasdar ja selbst Waffen hat und ihm Bewaffnete unterstehen, vielmehr leisten sich auch solche Leute eigene Bodyguards, wie man die Privatarmeen bescheiden nennt. Das gilt auch dann, wenn solche Leute ins Parlament gewählt werden. Natürlich hat der Oberste Religionsführer auch Zugriff auf seine Leute in den zentralen staatlichen Organen und kann Anweisungen erteilen, aber die Ajatollahs sind nach wie vor finanziell von ihm unabhängig und wissen ihre Stellung auch mit Waffen zu verteidigen. Auch sie verfügen über Privatarmeen.

Was heißt das für die Bürger?
Für den Bürger gelten folglich die zentralen Verbote, die die Regierung, das Parlament und der Religiöse Führer in der Hauptstadt erlassen. Die Sittenstreifen und viele anderen wachen darüber, dass die Bürger sich daran halten.

Keine Konzerte in Maschhad
Aber das hindert keinen Ajatollah daran, seine eigenen, zusätzlichen Hobbys zu pflegen. So hat Ajatollah Wa‘es-Tabbassi aus Maschhad vor zwei Wochen verfügt, dass in Maschhad keinerlei Konzerte mehr stattfinden dürfen, das sei unislamisch. Wer da noch hingeht und so etwas organisiert, kann sich sicher sein, dass er mit handgreiflichen Überfällen von Leuten aus der „Leibwache“ dieses Ajatollahs rechnen muss.

Schwarze Tücher in Isfahan
Für Studentinnen in Isfahan bedeutet das dagegen, dass es für sie gefährlich wird, in Zukunft ohne schwarzen Tschador an die Uni zu gehen, denn der dortige Ajatollah Jussef Tabataba‘ineschad hat verkündet, dass er es nicht dulden werde, wenn Studentinnen anders gekleidet an der Universität erscheinen.

Hotelzimmer in Isfahan: Frauen müssen draußen bleiben
Derselbe Ajatollah Jussef Tabataba‘ineschad hat auch angewiesen, dass kein Hotel in Isfahan mehr einer Frau ohne legitime männliche Begleitung ein Hotelzimmer geben darf.


Ajatollah Wa‘es-Tabbassi aus Maschhad

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Militärische und finanzielle Unterstützung der Hamas von iranischer Seite bestätigt


General Mohammad Ali Jafari

Mohammad Ali Jafari, der Leiter der Revolutionswächter, hat gestern erklärt, dass die Raketentechnologie für den Beschuss Israels aus dem Gazastreifen von der iranischen Regierung kommt. Das haben die Nachrichtenagenturen ISNA und MEHR am Mittwoch berichtet.

Ali Laridschani, Leiter des iranischen Parlaments hat ebenfalls gestern gesagt, dass sie stolz darauf seien, Palästina militärisch und finanziell unterstützt zu haben.

Die iranischen Parlamentsmitglieder haben gestern im Parlament eine kleine Demonstration abgehalten, in der sie Parolen gegen Israel und die USA riefen. Damit zeigten sie ihre Freude darüber, Palästina geholfen zu haben.

Kurz nach dem Beginn des Waffenstillstands hat der Leiter der Hamas, Khaled Mashal, in einem Interview gesagt, dass sie dem ägyptischen Präsidenten sehr dankbar seien für seine Vermittlung. Und sie seien sehr, sehr dankbar für die finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Iran.

Der Sprecher im iranischen Außenministerium, Mehmanparast, hat heute alles wieder zurückgenommen und behauptet, dass der Iran Palästina niemals finanziell oder militärisch unterstützt habe.

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Iran: Das Ende der Scheinreformer?

Nach der Niederschlagung der Proteste gegen die Wahlfälschung im Juni 2009, nach der Verhaftung vieler Anhänger der Grünen Bewegung im Iran sind viele Anhänger von Mussawi und Karubi ins Ausland gegangen. Dort versuchten sie, die im Exil lebenden Iraner um sich zu vereinen, wozu ihnen im Westen reichlich Gelegenheit geboten wurde. Sie wollten keinen Sturz der Islamischen Republik sondern forderten eine Reform des Systems. Nur die Auswüchse seien schlecht, aber die Islamische Republik solle erhalten bleiben, die Verfassung ebenfalls, man solle zurückkehren zu den „Goldenen Zeiten“ unter Ajatollah Chomeini.

Karubi und sein bisheriger Vertreter im Ausland, Modschtaba Wahedi

Modschtaba Wahedi sagt sich los
Einer, der bislang immer als Anhänger von Karubi in Westeuropa auftrat, hat sich nun in einem offenen Brief von Karubis Thesen losgesagt – Modschtaba Wahedi. Er erklärte klipp und klar, dass er nach wie vor ein gläubiger Muslim sei, aber zur Auffassung gelangt sei, dass Staat und Religion getrennt werden müssen. Er betrachte Karubi nach wie vor als seinen Lehrer, aber könne seine Vorstellungen nicht mehr vertreten. Auch von den „Goldenen Zeiten“ Chomeinis wollte er nichts wissen, die habe es nicht gegeben. Ein mutiger Schritt.
Auffällig ist nur, dass Modschtaba nicht der einzige ist. Unter den Anhängern der Reformisten im Ausland scheint die Erkenntnis zu reifen, dass sie mit einem weiteren Beharren auf dem Modell der Islamischen Republik weder im Iran noch im Ausland Anhänger sammeln können. Wenn sie darauf nicht reagieren, wird bei der nächsten Protestwelle niemand mehr von ihnen Kenntnis nehmen.

Alternativen von oben

Deshalb versuchen sie, jetzt Alternativen aufzubauen, die in der Regel von folgendem Szenario ausgehen. Nicht die iranische Bevölkerung stürzt die Machthaber, sondern eine Fraktion innerhalb der militärischen Organe (Pasdaran) spaltet sich ab und übernimmt die Macht. Diese sogenannten fortschrittlichen Militärs sollen dann dafür sorgen, dass bestimmte von den Exil-Reformisten unterstützte Politiker – wie Ajatollah Rafsandschani – bei so einem Wechsel an die Macht kommen, was letztlich bedeutet, dass der Bevölkerung wiederum keine Chance gelassen wird, eine eigene, demokratische Alternative zu entwickeln. Am Schluss mag eine Militärdiktatur wie in Ägypten herauskommen, wer weiß?
Diese Zweifel mögen nicht auf jeden zutreffen, der im Ausland seine Überzeugung geändert hat, da täte man den Menschen Unrecht, aber man sollte nicht so naiv sein, und jeden Seitenwechsel für bare Münze nehmen.

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Iran: Und was war mit der Meerenge von Hormos?


Ali-Resa Tangrisi, stellvertretender Oberbefehlshaber der Marine der iranischen Revolutionswächter

Ali-Resa Tangrisi, stellvertretender Oberbefehlshaber der Marine der iranischen Revolutionswächter, erklärte am Sonntag, den 22.07.2012, in Bandar-Abbas (Iran):
„Solange der Iran die Meerenge von Hormos verwendet, ist die Passage auch für die anderen frei.“
Und weiter:
„Die Feinde behaupten immer, dass die Islamische Republik Iran danach trachte, die Meerenge von Hormos zu schließen. Aber wir meinen, dass der gesunde Verstand so etwas nicht gebietet, die Meerenge von Hormos zu schließen, solange der Iran sie selbst benutzt.

Bislang haben einhundertfünfzig Abgeordnete des iranischen Parlaments eine Forderung unterschrieben, dass der Iran die Meerenge schließen soll.
Auch General Firus Abadi, der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, hatte vor der Verhängung der Wirtschaftssanktionen damit gedroht, dass die Meerenge geschlossen werde, falls die Sanktionen verwirklicht werden.
Vor zwei Wochen hat er dann erklärt, sie seien bereit, die Meerenge zu schließen, um die Aufhebung der Sanktionen zu erwirken.
Von einem Journalisten auf den Widerspruch angesprochen, antwortete er, sie könnten die Meerenge nur schließen, wenn Ajatollah Chamene‘i eingewilligt habe.

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Iran: keine Silvesterrakten

Am Montag, den 2. Juli 2012, starteten die iranischen Pasdaran ein dreitägiges Raketenmanöver. Dabei sollen ballistische Raketen abgefeuert werden, die auch als Träger für Atomsprengköpfe dienen können, und unbemannte Flugzeuge zum Einsatz kommen.

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Der Iran steht in Syrien

Auch die iranischen Machthaber sind lernfähig. So wie im Westen üblich, ummänteln auch sie ihre militärische Intervention in anderen Staaten nunmehr mit humanitären Motiven. So bestätigen hochrangige iranische Offiziere jetzt öffentlich, dass der Iran an den Kämpfen in Syrien beteiligt ist, begründen dies aber mit der Verhinderung von Massakern.


Esma‘il Qa-Ani, stellvertretender Oberbefehlshaber der Qods-Streitkräfte

Esma‘il Qa-Ani, stellvertretender Oberbefehlshaber der Qods-Streitkräfte der iranischen Revolutionswächter (Pasdaran), hat öffentlich bestätigt, dass die bewaffneten Kräfte der Islamischen Republik Iran in Syrien kämpfen. In einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur ISNA rechtfertigte er diese militärische Intervention mit den Worten: „Solange wir nicht in Syrien waren, kam es zu zahlreichen Massakern an der Bevölkerung durch die Oppositionellen, aber mit der physischen und nicht-physischen Anwesenheit der Islamischen Republik (Iran) wurden große Massaker in Syrien verhindert.“

Syrien – die Sparbüchse der Mollas und der Generäle
Und so, wie es ratsam ist, die Sprüche westlicher Politiker zu hinterfragen, die ihre Truppen in verschiedene Länder der Welt schicken, ist es auch in diesem Fall angebracht, die Frage zu stellen: „Was ist der eigentliche Grund für die iranische Einmischung?“
Darauf gibt es mehrere Antworten:
Erstens können sich die Mollas und Generäle im Iran nicht sicher sein, dass sie noch lange an der Macht bleiben. Deshalb ist es aus ihrer Sicht sinnvoll, ihr Geld ins sichere Ausland zu bringen, das heißt auch, an einen Ort, wo sie nicht mit Konfiszierung rechnen müssen. Syrien ist so ein Ort, und liegt zudem in der Nachbarschaft. Aus diesem Grund haben sie ihr Geld in zahlreichen Banken und Immobilien in Syrien angelegt. Eine Revolution in Syrien bedroht die Verfügbarkeit dieser Vermögen.
Zweitens ist Syrien ein wichtiges Zentrum für die iranische Außenpolitik im Untergrund. Die Krieger zahlreicher bewaffneter islamistischer Organisationen der arabischen Welt werden nicht nur im Iran, sondern auch in Syrien von iranischen Fachleuten ausgebildet. Auch die Versorgung dieser Organisationen mit Waffen und Geld läuft über Syrien. Diese Möglichkeiten entfallen, wenn in Syrien keine Regierung mehr an der Macht sein sollte, die der Regierung des Irans diese Möglichkeit einräumt.

Seynab – Gräber verbinden
Seynab, die Tochter von Imam Ali und zugleich die Schwester von Imam Hossein, ist in Syrien begraben. Zu Zeiten des iranischen Schahs war dieser Ort kaum einem Iraner einen Besuch wert, aber heute hat sich das geändert. Das Grab wurde restauriert, im Umkreis entstanden Hotel- und Basarkomplexe. Woche für Woche kommen jetzt iranische Besucher mit Bussen und Flugzeug.

und Schmuggel auch
Was ist passiert, dass die längst verstorbene Seynab auf einmal so attraktiv geworden ist? Nun, eine der Vergünstigungen, die Bassidschis, Pasdaran und andere treue Diener des iranischen Regimes erhalten, ist eine kostenlose Reise für die ganze Familie zum Grab von Seynab in Syrien. Egal ob mit Flugzeug oder Bus, die iranische Regierung übernimmt die Kosten. Nicht nur für die Fahrt, sondern auch für die Unterkunft und Verpflegung in Syrien. Aber es ist nicht die pure Reiselust, die die Iraner ans Grab von Seynab führt. Denn in Syrien sind zahlreiche westliche Konsumgüter (vom Kühlschrank bis zum neuesten Handy) um ein Mehrfaches billiger als im Iran. Die Reisenden nutzen den Besuch daher zum reichlichen Einkauf, und verkaufen die Ware dann um einiges teurer in der Heimat. Und natürlich sind solche vollgepackten Busse auch ein Paradies für Schmuggler. Ob Waffen für islamistische Organisationen, die in Syrien ihren Sitz haben, ob afghanisches Heroin, alles lässt sich dort unterbringen, und längst nicht alles wird bei Kontrollen gefunden. So kommen auch die iranischen Machthaber, die diese Reisen finanzieren, auf ihre Kosten…

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Iran: Militarismus in der Schule


Das ist kein Guerrilla-Camp…

In Maschhad wurden vor zwei Wochen (also Ende April 2012) Schüler im Alter über 14 Jahren verpflichtend auf einen militärischen Ausbildungskurs geschickt.


Die Jungen, nicht die Mädchen!


Dort lernen die Jugendlichen, mit scharfen Waffen zu schießen.


Das mag ihnen altersgemäß sogar Spaß machen. Das dürfte kaum die Motivation des Regimes sein, sonst hätte es den Religionsunterricht schon längst abgeschafft.


Das Interesse der Machthaber dürfte eher darin liegen, Kanonenfutter für die künftigen Aufstände im eigenen Land heranzuziehen.


Wenn schon Blut fließt, dann das der Armen, nicht das der Machthaber.

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Iran: Zu Wasser, zu Lande und in der Luft


Iranisches Kriegsschiff im Persischen Golf

In der Luft
Wir erinnern uns: Am 12. November 2011 ist es auf dem Pasdaran-Stützpunkt in Melard (ca. 45 km vor Teheran) zu einer heftigen Explosion gekommen, bei der mehrere hochrangige Pasdar-Offiziere ums Leben kamen, unter anderem der Leiter des iranischen Raketenprogramms. Ursache war anscheinend eine missglückte Verlegung von Raketen, um sie einem möglichen US-Angriff zu entziehen. Die weißen Wolken über dem Unglücksort deuteten auf die Explosion von Raketentreibstoff hin.

Zu Lande
Am 13. Dezember 2011 traf die nächste Meldung ein. Die Explosion von angeblichen Blindgängern auf dem Gelände einer Stahlfabrik in Jasd. Die Blindgänger waren während militärischer Manöver im Westiran, eingesammelt worden. In den kurdischen Gebieten wollten die iranischen bewaffneten Kräfte offensichtlich einen westlichen Angriff über den irakischen Kurdistan simulieren.

Zu Wasser
Diesmal ist nicht von Explosionen die Rede, sondern von einem Manöver im persischen Golf. Unter dem Namen „Welayat 90″ (gemeint ist „Die Herrschaft des Rechtsgelehrten im Jahre 1390″ – also in diesem Jahr nach europäischer Zeitrechnung) üben Einheiten der iranischen Marine und der Marine der Pasdaran (Revolutionswächter) Kriegsführung, um zu beweisen, dass sie auch nach einem US-Angriff in der Lage sind, die Meerenge von Hormos zu sperren.
Die Gründe dafür sind auch in der Vergangenheit zu suchen.

Überraschungsangriff vom 18. April
Am 18. April 1988 hatten die US-Luftstreitkräfte und die US-Marine in einem überraschenden Angriff die Einheiten der iranischen Marine im persischen Golf attackiert und die halbe Marine vernichtet. Vier Tage zuvor, am 14. April, war die US-Fregatte Samuel B. Roberts, die als Raketenträger diente, auf eine Mine aufgelaufen, die von iranischer Seite gelegt wurde. Nach dem vernichtenden Schlag gegen die iranische Marine kam es zum Abschluss eines Waffenstillstands zwischen Iran und Irak.

Die Lehren aus drei Kriegen
Mittlerweile sind zwei weitere Kriege durch das Gebiet gefegt, der erste Irak-Krieg nach der Besetzung Kuwaits von 1990 und der zweite Irak-Krieg von 2003, der mit dem Sturz von Saddam Hussein endete. Die iranischen Organe haben ihre Lehren aus diesen Kriegen gezogen. Jetzt besitzt der Iran nicht mehr eine, sondern zwei Marinen. Die eine untersteht der Armee, die andere den Pasdaran. Die Marine der Armee hat die Aufgabe, „feindliche Kräfte“ in der Meerenge von Hormos und im Meer vor Oman zu beschäftigen, während die Raketen- und Schnellbooteinheiten der Pasdaran sowie die Selbstmordeinheiten die Aufgabe haben, Anschläge auf Erdölanlagen, städtische Infrastruktur und natürlich auch militärische Ziele durchzuführen.
Die Marine der Pasdaran hat drei Stützpunkte im Persischen Golf. Der vierte Stützpunkt in Ossuliye wurde gerade eröffnet. Auch die Marine der Armee hat zwei Stützpunkte am Golf, der zweite in Bandar-Dschassak wurde jetzt in Betrieb genommen.

Techno-Guerrilla
Da die iranischen Kriegsherren finanziell nicht mit ihren US-Kollegen mithalten können, sind sie es jetzt, die auf den Überraschungseffekt setzen. Die Schnellboote sind nicht nur schlecht zu erkennen, sie können sich auch in seichten Gewässern frei bewegen. Dies und der Einsatz von Boden-Boden-Rakten, die entlang der Tausend Kilometer langen persischen Küste am Golf, auf den Inseln, in Höhlen und auf Schnellbooten stationiert sind, sind die Trümpfe in den Händen der Marine der Pasdaran.

Marine der Armee

Die Schiffe der iranischen Marine sind in der Regel um die 30 Jahre alt. Von Russland hat die Marine der iranischen Armee drei U-Boote erworben, eine unbekannte Zahl kleiner U-Boote wurde im Iran selbst gebaut. Die U-Boote dienen dazu da, dem Schiffsverkehr im Persischen Golf aufzulauern. Der Iran ist der einzige Anrainer-Staat am Persischen Golf, der über U-Boote verfügt. Außerdem hat die iranische Armee von Russland und China 2000 See-Minen gekauft.

Der Schuss kann nach hinten losgehen
Obwohl die iranischen Machthaber also auf den ersten Blick gut für einen Angriff gerüstet sind, birgt die Sperrung der Meerenge von Hormos, die ja das Ziel der Aktionen wäre, massive Nachteile für die Herrscher des Irans. So kommt die Sperrung einer Kriegserklärung gegenüber den anderen Golfstaaten gleich, deren Exporte hauptsächlich über diesen Weg gehen. Und so klein auch Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate sind, ihre Luftwaffe ist besser ausgestattet als die iranische. Gegen sie kann sich der Iran nicht verteidigen. Und mehr noch: 90 Prozent der iranischen Exporte und 85 Prozent der iranischen Importe passieren die Meerenge von Hormos. Sie zu sperren ist eine Art wirtschaftlicher Selbstmord. Das käme für die iranischen Machthaber wohl höchstens in Frage, wenn sie ihren unmittelbaren Sturz befürchten.

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Iran: Die nächste Explosion


Bei der Explosion kamen 12 Arbeiter ums Leben

Wieder ist von einer Explosion die Rede, diesmal in einer Stahlfabrik in Jasd. Bei der Explosion kamen 12 Arbeiter ums Leben, 12 weitere sollen schwer verletzt sein. Die ersten Erklärungen, die im Iran verbreitet wurden, stammen vom Management der Firma, das von der Explosion eines Gasbehälters sprach. Der Parlamentsabgeordnete von Jasd wurde dann in einem Interview konkreter. Aus dem Westen des Landes – sprich aus Kurdistan – seien Blindgänger in die Fabrik gebracht worden, die dort explodiert seien.
Dies weist darauf hin, dass derzeit im Westen des Irans größere militärische Manöver stattfinden, um einen möglichen westlichen Angriff über den irakischen Kurdistan zu simulieren. Seine Aussage weist weiter darauf hin, dass diese Stahlfabrik in Jasd auch Teil des Rüstungssektors ist. Vermutlich sollten die Blindgänger entschärft und dann wieder neue Munition gefertigt werden. Wer in Deutschland die Namen Krupp oder Thyssen hört, denkt an Panzer und Rüstungsindustrie, und auch im Iran werden aus Stahl Mordwaffen gefertigt.
Was auf den ersten Blick wie ein Arbeitsunfall aussieht, scheint tatsächlich im gleichen Kontext zu stehen wie die Explosion in Malard, wo offensichtlich Treibstoff von Trägerraketen in die Luft gegangen ist. Das Raketenprogramm ist ebenfalls Teil des staatlichen Rüstungsprogramms.

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Iran: Explosion im Raketensilo?


Die Explosion vom 12.11.2011 im Pasdar-Stützpunkt Melard hat im Iran zahlreiche Spekulationen ausgelöst, deren Wahrheitsgehalt schwer überprüfbar sind. Deshalb wollen wir uns auf die wenigen Details beschränken, die nachprüfbar sind. So wird auch durch Fotos bestätigt, dass vom Ort der Explosion oder Explosionen eine große weiße Rauchwolke aufgestiegen ist, was darauf hinweisen könnte, dass es sich nicht um einen kohlenstoffhaltigen Sprengstoff oder Brennstoff handelte.
Der zweite Punkt ist, dass auf dem Stützpunkt Melard Raketen des Typs Sadschil und Schahab III gelagert wurden. Die Rakete Sadschil ist auf einer fahrbaren Plattform montiert, Schahab III soll eine Reichweite von 2000 km haben. Angesichts der jüngsten Drohungen gegen den Iran im Zusammenhang mit dem Atombombenprogramm ist es plausibel, dass die Pasdaran-Führung unter General Hassan Moqaddam versuchte, die Raketen aus der Ziellinie möglicher Angriffe zu bringen und an andere Orte zu verteilen. Die weißen Rauchwolken könnten dann auf explodierenden Raketenbrennstoff zurückgehen.
Der dritte Punkt ist, dass angeblich bei einem Luftabwehrstützpunkt 3 km von diesem Standort entfernt ebenfalls eine Explosion stattgefunden haben soll, die auch von den Pasdaran bestätigt worden sein soll. Eine solche Bestätigung konnten wir bislang nicht finden.
Als Reaktion auf die Explosionen soll an einem weiteren Raketenstandort namens Partschin (ca. 50 km östlich von Teheran) Alarmbereitschaft ausgelöst worden sein.

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Iranische Pasdaran greifen im Irak an


Irakische Kurden, von iranischen Pasdaran aus ihrer Heimat vertrieben

Nachdem es im irakischen Kurdistan zu Scharmützeln zwischen iranischen Pasdaran und Anhängern von Pezhak – die als bewaffneter Ableger der PKK bezeichnet wird – gekommen war, starteten die iranischen Pasdaran einen größeren Angriff unter Einsatz von Artillerie auf irakischem Boden. In der Folge der Beschießung mussten laut Angaben des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes etwa 800 Kurden ihre Dörfer im Qandil-Gebirge verlassen und sind dadurch obdachlos geworden. Ein Teil versucht, bei Freunden und Verwandten Unterkunft zu finden.
Die IOM (International Organization for Migration), eine zwischenstaatliche Organisation, hat bekannt gegeben, dass sie für die Flüchtlinge materielle Hilfe geschickt hat.

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Iran: Wenn die Führer der Armee zittern


Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran Ataollah Salehi

Am Sonntag, den 05.12.2010 veröffentlichte die amtliche iranische Nachrichtenagentur ILNA Auszüge aus einer Ansprache des Oberbefehlshabers der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran Ataollah Salehi, die er auf einer Tagung der iranischen „Sittenpolizei“ am selben Tag hielt. Wenig später nach der Veröffentlichung wurden wichtige Aussagen allerdings wieder aus dem Nachrichtentext gelöscht, aufmerksamen Beobachtern sind sie aber nicht entgangen.
So sagte Ataollah Salehi unter anderem mit Bezug auf die Proteste nach der Wahlfälschung vom Juni 2009:
„Als die Menschen von den Dächern „Allahu Akbar“ (Gott ist der Größte) riefen, erzitterten die Herzen unserer Kinder zu Hause.“
(Anmerkung: Denn dies war auch das Signal der Revolution gegen den Schah).
Er verrät auch Details über die Stimmung in der Armee zu jener Zeit:
„Wenn wir in die Kasernen gingen, sahen wir, dass die Poster der Anführer der Verschwörung (gemeint sind Karubi und Mirhossein Mussawi, zwei Kandidaten, die gegen Ahmadineschad antraten) in den Stuben einiger Soldaten aufgehängt waren. Wir haben ihnen freilich nicht gesagt, dass sie diese Bilder zerreissen sollen, sondern haben uns an die für ihre ideologische und politische Erziehung Verantwortlichen gewandt und ihnen gesagt, sie sollten etwas tun, damit sie von sich aus diese Sache verwerfen und selbst das Poster zerreissen.“
(Wie man sieht, gibt es in der iranischen Armee Funktionen, die denen der Politkommissare in der Sowjetarmee gleichen).

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