Archiv der Kategorie 'Minderheiten'

Iran: Die Unterdrückung der Araber geht weiter

In den letzten Tagen sind in der Gegend um Ahwas eine Reihe von Bürgerrechtlern vom Geheimdienst und den Sicherheitskräften abgeholt und an unbekannte Orte verbracht worden. Vom 13. auf den 14. April verhaftete der Geheimdienst 5 Aktivisten in Kuye Alawi, die meisten von ihnen waren zwischen 30 und 40 Jahren alt. In Malaschiye erfolgte die Verhaftung zweier arabischer Aktivisten nachts unter Einsatz von Gewalt, ohne Rücksicht auf die Anwesenheit kleiner Kinder. Es geht dabei nicht um die Bekämpfung irgendwelcher Gewalttäter, sondern darum, dass die Araber der Region Ahwas jedes Jahr das Gedenken an die Proteste der arabischen Minderheit von 2005 (1384) am Leben erhalten. Diese Proteste wurden damals gewaltsam niedergeschlagen. Das iranische Regime ist offensichtlich bemüht, die Erinnerung an seine Verbrechen zu unterdrücken.
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=79392
von 27. Farwardin 1396 (16. April 2017)
bazdasht-e °edde’i az fa°alane ahwazi dar salgarde e°terazate sale 1384

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Iran: Straßensperre in Balutschistan


Am 14. Farwardin (3. April 2017) war der sunnitische Freitagsprediger von Paschamag, Faslollah ar-Rahman Kuhi, dem Sondergericht für Geistliche vorgeführt und nach dem Verhör verhaftet worden. Am Tag darauf versammelten sich Hunderte von Einheimischen vor dem Chef der Sicherheitsorgane des Landkreises Sarbaz, zu dem Paschamag gehört, und forderten die Freilassung des Geistlichen. 200 sunnitische Geistliche versammelten sich vor dem Sondergericht für Geistliche in Maschhad und forderten ebenfalls die Freilassung von Faslollah ar-Rahman Kuhi.
Am 16. Farwardin sollen zwei Militärposten in der Region angegriffen worden sein. Außerdem sperrte die empörte Bevölkerung die Straßen zwischen Sarbaz und Iranschahr sowie zwischen Iranschahr und Tschabahar. Soweit ersichtlich, regierten die iranischen Sicherheitsorgane unter Anwendung von Gewalt auf die Proteste. Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Der Geistliche Faslollah ar-Rahman Kuhi hatte die Hinrichtung von politischen Gefangenen sunnitischer Glaubenszugehörigkeit verurteilt und die Massenhinrichtung als „typisch für Pharaonen“ und als „Verrat am Volk“ gebrandmarkt.

http://news.gooya.com/2017/04/post-2451.php
vom 16. Farwardin 1396 (5. April 2017)
mo°tared.ane baluch jaddeye iranshahr be chabahar-ra masdud kardand

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Iran: Keine Reisefreiheit für Sunnitenführer


links: Moulawi Abdol-Hamid

Man hört immer wieder, wie nicht-islamische Minderheiten (Christen, Baha’is) im Iran verfolgt werden. Aber nicht besser geht es den Sunniten, die genauso Muslime sind wie die Schiiten. Besonders im Süden, in der Region Sistan und Balutschistan, aber auch im Westen, z.B. in der Region Ahwas, leben starke sunnitische Minderheiten. Moulawi Abdol-Hamid gehört zu den bekanntesten sunnitischen Geistlichen im Iran und ist der sunnitische Freitagsprediger in Sahedan, der Hauptstadt von Sistan und Balutschistan. Wie jetzt bekannt wurde, verhindern „Engstirnige“, wie er selbst sich diplomatisch ausdrückt, dass er im Iran andere Orte bereisen darf als Teheran und Sahedan. Umgekehrt wird anderen sunnitischen Geistlichen verboten, nach Sahedan zu reisen. Auslandsreisen von Moulawi Abdol-Hamid sind auch nicht erwünscht und werden wohl von den selben Institutionen verhindert. Bislang hütet sich Moulawi Abdol-Hamid aber, die Schuldigen beim Namen zu nennen. Von der Sache her ist klar, dass es sich um die sogenannten Sicherheitsorgane handelt.

http://www.radiofarda.com/a/f7-limitations-on-molavi-abdolhamid-trips-inside-and-outside-iran/28318685.html
vom 1. Esfand 1395 (19.02.2017)
a°male mahdudiyathaye safar baraye rouhaniye sarshenase ahle sonnate zahedan

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Plasco – Teheran: Anfänge iranischer Judenfeindlichkeit


Plasco – eines der markanten Teheraner Hochhäuser aus den 1960-er Jahren

Anfang der 1960-er Jahre, in der Zeit, als der Schah von Persien begann, das Land zu modernisieren, wurde in Teheran an der Istanbul-Straße das Plasco-Hochhaus mit 17 Stockwerken gebaut.


Es war damals das höchste Gebäude von Teheran, der Sitz der Plastikfirma Plasco, zahlreicher Büros und exklusiver Einkaufsläden.


Photo von Habibollah Elqanian am Modell des Plasco-Hochhauses

Habibollah Elqanian
Der Eigentümer war Habibollah Elqanian, dem auch die Firma Plasco gehörte. Plasco war damals der größte Kunststoffhersteller des Irans. Habibollah Elqanian war damals Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Teherans. Da das Hochhaus mit seinen Einkaufsläden ein modernes Gegenstück zum traditionellen Basar darstellte, waren die Basarhändler der Umgebung gegen den Bau des Hochhaus, bedeutete es doch eine neue Art von Konkurrenz, die sie als existenzbedrohend wahrnahmen. Es heißt, dass sogar Ajatollah Taleqani sich gegen den Bau des Hochhauses ausgesprochen hatte, und er war in vielen Punkten wesentlich demokratischer gesinnt als Ajatollah Chomeini.


Habibollah Elqanian vor dem Revolutionsgericht

Das Ende des Erbauers
Mit dem Sieg der iranischen Revolution am 22. Bahman 1357 (Februar 1979) ging es Habibollah Elqanian an den Kragen. Denn die Ajatollahs, die sich an die Spitze der Revolution setzten und mit dem Basar in enger Verbindung standen, ließen ihn als angeblichen Spion für Israel nur fünf Tage später verhaften. Am 19. Ordibehescht 1358 – 9. Mai 1979 – wurde er im Qasr-Gefängnis vom als Henker berüchtigten Richter Sadeq Chalchali zusammen mit sieben weiteren Personen in nur 20 Minuten abgeurteilt, ohne einen Verteidiger zu haben. Er wurde zum Tode verurteilt. Schon am nächsten Morgen wurde er erschossen. Er war der erste Jude, der vom Regime der iranischen Mollas hingerichtet wurde.


Sadeq Chalchali, der Scharfrichter der iranischen Revolution

Die Arisierer
Zur Nazizeit wurde in Deutschland und dem annektierten Österreich die Judenverfolgung von den neuen Machthabern dazu genutzt, sich am Eigentum der Opfer zu bereichern. Eine parallele Entwicklung war auch im Iran zu beobachten. Das Plasco-Hochhaus, Symbol des modernen Teherans, wurde der Bonyade Mostas’afin, der „Stiftung der Entrechteten“ übergeben, einer der größten Konzerne des heutigen Irans, dem das Eigentum zahlreicher geflohener oder verhafteter Schah-Anhänger übergeben wurde. Die Stiftung war dafür gedacht, das Geld „unter den Armen“ zu verteilen. Die Führung dieser Stiftung wird von einer Person ausgeübt, die der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i in dieses Amt einsetzt.

Quellen:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=123492
vom 2. Bahman 1395 (21. Januar 2017)
saxtemane plasko dar bahmane 1342

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%B3%D8%A7%D8%AE%D8%AA%D9%85%D8%A7%D9%86_%D9%BE%D9%84%D8%A7%D8%B3%DA%A9%D9%88
(zum Plasco-Hochhaus)

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AD%D8%A8%DB%8C%D8%A8%E2%80%8C%D8%A7%D9%84%D9%84%D9%87_%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%A7%D9%86%DB%8C%D8%A7%D9%86
(über Habibollah Elqanian)

http://www.farhangnews.ir/content/245454
Photo von Habibollah Elqanian am Modell des Plasco-Hochhauses

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Iran: Verteidigung des Lächelns

Der aus der kurdischen Stadt Sanandadsch (Iran) stammende Fotograf Aris Ghaderi hat dieses Jahr den ersten Preis von UNICEF-Deutschland für folgendes Foto erhalten:


Das Foto zeigt ein Balutschi-Mädchen, dessen Eltern bei Torbate Heydariye südlich von Maschhad bei der Safran-Ernte helfen. Um etwas für den Unterhalt der Familie beizutragen, sucht das Kind auf der Müllhalde nach brauchbaren Gegenständen.
Wie UNICEF schreibt, hat die Jury vor allem das „Trotzdem“ beeindruckt. Trotz aller Armut lächelt das Kind.
Weitere Fotos von Aris Ghaderi unter folgendem Link: http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=121858

Quellen:
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2016/unicef-foto-des-jahres-2016/132018
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=121858
vom 2. Dey 1395 (22. Dezember 2016
°akkase irani barandeye jayezeye °akse sale yunisefe alman

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Rassistische Justiz im Iran

In Bidchun, Kreis Oslawije, Provinz Buschehr, einem Zentrum der iranischen Erdölindustrie, leben auch zahlreiche Arbeiter aus dem iranischen Balutschistan. Die Justizbehörde von Bidchun hat jetzt ein Plakat drucken und verteilen lassen, in dem die Bevölkerung davor gewarnt wird, den Balutschen eine Wohnung zu vermieten. In diesem Plakat werden die Balutschen sogar als Mohadscher, als Auswanderer, bezeichnet, eine Bezeichnung, die man sonst für Ausländer benutzt. Als „Begründung“ für dieses Verbot, iranischen Staatsbürgern in ihrem eigenen Land eine Wohnung zu vermieten, gibt die Justizbehörde an, die Balutschen seien in den Drogenhandel verwickelt. So betreibt die Behörde nebenbei noch Rufmord an einer ganzen Volksgruppe. Die Justizbehörde warnt, dass jeder, der trotzdem eine Wohnung an Balutschen vermietet, deshalb selbst vor Gericht gestellt wird.

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/12/221061.php
vom 18. Adhar 1395 (8. Dezember 2016)
baluch-ha be °onvane ajnabi az haqq-e ejare-ye manzel dar bidxun-e °oslaviye mahrum shodand

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Iranische Baha‘i-Geschäfte werden mit Plomben versigelt

Der heutige 1. November ist ein wichtiger Tag für die Baha‘i . Zahlreiche Geschäfte im ganzen Iran, deren Besitzer Baha‘i sind, wurden heute von den iranischen Behörden geschlossen und versigelt.


Ein iranisches Baha‘i-Geschäft wird am 1.11.2016 mit Plomben versigelt

Die Besitzer müssen sich bei den Behödern melden und es ist unklar, ob sie ihre Geschäfte weiter betreiben können. In Teheran, Karadsch, Saari, Noshahr, traf es viele Geschäfte, allein in Ghaemshar, einer Stadt im Nordiran, waren es 20 Stück.

Die Baha‘i sind eine religiöse Minderheit im Iran, die seit der Islamischen Revolution unterdrückt wird. Viele Baha‘i-Anhänger wurden hingerichtet oder kamen ins Gefängnis und viele mussten fliehen. Gestern haben wir berichtet, dass vor etwa einem Monat ein Baha‘i auf offener Straße ermordet wurde. (Vgl.: Iran: Hassmord an Baha’i)

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Iran: Hassmord an Baha’i


Farhang Amiri, wegen seines Glaubens in Jasd ermordet

Farhang Amiri, ein Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Baha’i, wurde vor etwa einem Monat in Jasd (Zentraliran) von zwei Männern vor seinem Haus ermordet. Die Männer, zwei Brüder, hatten unter einem Vorwand das Gespräch gesucht, der eine hielt ihm dann den Mund zu, während der andere ihn mit dem Messer tödlich verwundete. Farhang Amiri erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Die Mörder, die verhaftet wurden, beriefen sich für ihr Tun auf den Koran, ohne auch nur sagen zu können, auf welchen Koranvers sie sich dabei beziehen. Wie die Eltern der Mörder berichteten, hatten sie bemerkt, dass die Söhne in fundamentalistisches Fahrwasser gerieten und auch den Geheimdienst informiert, er solle ein Auge auf sie haben.
Das einzige, was der iranische Staat im Vorfeld geleistet hat, waren Hausdurchsuchungen beim Opfer. Nach der Ideologie der iranischen Mollas sind Baha’is unrein und rechtlos, seit dem Sieg der iranischen Revolution sind schon eine ganze Reihe Baha’is umgebracht worden.
http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65526/
vom 26.10.2016, 23:19
joz’iyati az qatle farhange amiri, shahrwande baha’i dar yazd

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Iran: Kurdin in Haft


Seynab Dschalalian

Seynab Dschalalian (geb. 1361/1982) ist eine Kurdin, die seit 2007 in Chuy (Region West-Aserbaidschan) in Haft ist und 2009 wegen angeblicher Zugehörigkeit zur bewaffneten kurdischen Organisation Peschwak zum Tode verurteilt wurde. Aufgrund der Bemühungen ihrer Anwälte gelang es, die Todesstrafe in lebenslänglich umzuwandeln. Seit ihrer Verhaftung hat sie noch keinen einzigen Hafturlaub erhalten. Sie leidet zudem an einer Augenkrankheit namens Pterygium conjunctivae (Persisch bima:ri-ye na:xunak-e cheshm), einer Wucherung der Bindehaut, die auf die Hornhaut übergreift und operativ entfernt werden muss. Eine solche Operation ist nur außerhalb des Gefängnisses möglich.
Amirsalar Dawudi, ihr Rechtsanwalt, berichtet jetzt, dass die Pasdaran und das Geheimdienstministerium die Gefangene unter Druck setzen, sich filmen zu lassen und dabei sich selbst zu belasten. Zuvor haben diese Organe sie schon heimlich gefilmt und versucht, durch nachträgliche Manipulationen der Aufnahmen zu belegen, dass sie eine Terroristin sei. Sogar einen „Dokumentarfilm“ machten die Behörden aus diesen Aufnahmen, der am 21. Ordibehescht 1395 (10. Mai 2016) vom Fernsehen der Region West-Aserbaidschan unter dem Titel „Saye-ye terurism“ (Der Schatten des Terrorismus) ausgestrahlt wurde.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65183/
vom 14.10.2016
talash baraye axze e°terafe telewizyuni az zeynab jalaliyan

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Iran – Aserbaidschan: Verfolgte Talischi


Novruzali Mammadov, inhaftierter Sprachwissenschaftler und Journalist, 17.08.2009 in aserbaidschanischer Haft umgekommen

Am 17. August 2009 starb der aserbaidschanische Sprachwissenschaftler Novruzali Mammadov in Aserbaidschan im Gefängnis. Vorausgegangen waren schwere Folterungen. Novruzali Mammadov setzte sich für den Erhalt des Talischi ein, einer nordwestiranischen Sprache, und gab auch eine Zeitung in dieser Sprache heraus. Nach seinem Tod wurde im Iran ein Interview zu seinem Tod veröffentlicht, bei dem auch die Frage gestellt wurde, wieso die iranischen Behörden schwiegen, obwohl dem Inhaftierten Spionage für den Iran vorgeworfen wurde. Mit ihrem Schweigen hätten die iranischen Behörden in verschiedenen Kreisen den Verdacht genährt, dass etwas an dem Vorwurf stimme. Der Interviewte kritisierte zu Recht, dass man im Iran ständig Parolen wie Marg bar Amriko (Tod für Amerika) oder Marg bar Esra‘il (Tod für Israel) zu hören bekomme, obwohl Amerika und Israel weit weg seien, während dieser Mord direkt vor der iranischen Haustür in Aserbaidschan geschehen sei, ohne dass die amtlichen iranischen Stellen reagierten.
Seinerzeit hatten wir nicht von diesem Vorfall berichtet, denn dies war die Zeit der Massenproteste im Iran nach der Fälschung der Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen vom Juni 2009. Die Rechte von Minderheiten im Iran sind aber für die weitere Existenz des Landes von zentraler Bedeutung, weshalb wir nun mit über sieben Jahren Verspätung trotzdem auf den Vorfall aufmerksam machen wollen.

Quellen:
http://www.talish.org/publ/news_talysh/why_iran_didn_t_defend_novruzali_mammadov/1-1-0-2
Voice of Talysh
Why Iran didn’t defend Novruzali Mammadov?
Interview with Dr.Hilal Mammadov, Chairman of the Committee for protection of Novruzali Mammadov’s rights, chief editor of the newspaper „Tolyshi Sado” („Voice of Talysh”).
(Published in the journal „Talysh”, Gilan province of Islamic Republic of Iran, October, 2009)

https://en.wikipedia.org/wiki/Novruzali_Mammadov

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Iran: Eintritt mit kurdischen Hosen verboten


Dieses Plakat hängt am Busbahnhof von Choram-Abad in der Region Luristan.
Eine Begründung, wieso kurdische Hosen verboten sein sollen, gibt es nicht. Willkür eben.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/10/218195.php
vom 10. Mehr 1395 (1. Oktober 2016)

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Iran: Sunnitischer Geistlicher kritisiert Hinrichtungswelle im Iran

Moulawi Abdulhamid, der Freitags-Imam der Sunniten in Sahedan, der Hauptstadt der Region Sistan und Balutschistan, hat am vergangenen Freitag, 5. 8. 2016, in seiner Freitagspredigt die kürzlich bekannt gewordenen Hinrichtungen von 20 Sunniten im Iran kritisiert. Er drückte sich dabei sehr vorsichtig aus. So meinte er, dass die Hinrichtungen angesichts der heiklen Bedingungen in der Region keine große Weitsicht verraten.
Er wies darauf hin, dass unter den sunnitischen Rechtsgelehrten (wohl im Iran) die Meinung herrsche, dass man sehr vorsichtig mit der Todesstrafe umgehen müsse. Er sprach sich auch dafür aus, die Gesetze zu revidieren, um die Zahl der Tatbestände auf ein Minimum zu reduzieren, für die die Todesstrafe verhängt werden könne. Er äußerte die Empfehlung, dass man Personen, die nicht Mörder oder direkte Täter sind, verzeihen solle, das heißt, dass diese nicht zum Tode verurteilt werden sollten.

http://www.radiofarda.com/a/o2-abdolhamid-on-sunni-execution/27902887.html
vom 15. Mordad 1395 (5. August 2016)
Moulawi Abdolhamid az e°damhaye axir dar iran enteqad kard

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Tweet-Sturm für Narges Mohammadi

Die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi ist seit 15 Tagen im Hungerstreik. Im Internet tobt mittlerweise ein sog. tweetstorm, bei dem hundertausende Benutzer des Kurznachrichtendienstes twitter sich für sie und ihre Forderung, mit ihren Kindern telefonieren zu können, einsetzen.

Die Nachricht ihres Hungerstreiks verbreitete sich in Windeseile über das Internet. Immer mehr Menschen erfuhren von Narges Mohammadi, vom Grund für ihre Inhaftierung und dem Verbot mit ihren Kindern zu telefonieren. Die Nachricht wurde nicht nur in Blogs und Nachrichtendiensten verbreitet sondern auch per twitter.com. Dort wurde tausende Tweets mit dem Hashtag #freenarges versehen und immer wieder in dem sozialen Netzwerk weitergeleitet.

Interessanterweise stammen über 41% der tweets aus dem Iran und das obwohl der iranische Staat versucht, Soziale Dienste wie twitter zu blockieren und obwohl das iranische Internet extrem langsam ist.

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Iran: Bewaffneter Konflikt zwischen Pasdaran und Demokratischer Partei Kurdistans/Iran

Der Sprecher des Militärrats der Demokratischen Partei Kurdistans/Iran wie auch der Befehlshaber der Landstreitkräfte der Revolutionswächter haben davon gesprochen, dass es am Mittwoch, den 26. Chordad 1395 (15. Juni 2016) im ländlichen Bereich der Region Oschnawije (südlich von Urumije) zu einer bewaffneten Auseinandersetzung gekommen ist.
Nach einer Meldung des Medienbüros erklärte der Befehlshaber der Landstreitkräfte der Revolutionswächter Mohammad Pakpur: „Zwei terroristische Banden, die einer konterrevolutionären Gruppierung angehörgen, hatten vor, Sabotageakten und terroristische Aktionen durchzuführen, das Grenzgebiet um Oschnawije zu durchqueren und ins Landesinnere zu gelangen. Sie wurden von den mutigen Kämpfern der geheimdienstlich und operativ tätigen Kräfte der Basis „Hamze“ der Landstreitkräfte der Revolutionswächter enttarnt.“
Mohammad Pakpur fuhr fort: „Nach einer mehrstündigen Auseinandersetzung erschossen die Kräfte der Revolutionswächter eine Reihe von bewaffneten Individuen.“
Auch eine informierte Person aus der Demokratischen Partei Kurdistans / Iran hat im Interview mit Radio Farda bestätigt, dass es in der Region Oschnawije zu einem bewaffneten Zusammenstoß kam.
Laut „Kurdistan Media“ hat auch der Sprecher des Militärrats der Demokratischen Partei Kurdistans / Iran bestätigt, dass eine Gruppe vom Peschmerga der Demokratischen Partei Kurdistans / Iran in der Region Oschnawije zwischen den Ortschaften Sargiz und Qara-Saqal politische Aktivitäten unter der Bevölkerung durchführte, als sie von den Streitkräften der Pasdaran angegriffen wurden. Es sei zu einem heftigen Gefecht zwischen den beiden gekommen. Der Sprecher erklärte weiter, bei den Pasdaran habe es eine Reihe von Verlusten gegeben, die Toten und Verletzten dieser Auseinandersetzung seien ins Krankenhaus von Oschnawije verlegt worden. Die Staatsbehörden hätten der Bevölkerung untersagt, das Krankenhaus in dieser Zeit aufzusuchen.“ Offensichtlich soll auf diesem Weg verhindert werden, dass unzensierte Einzelheiten über den Vorfall an die Öffentlichkeit gelangen.“
Auf der Landkarte ist ersichtlich, dass Oschnawije nicht weit vom Länderdreieck Iran-Irak-Türkei liegt. In den letzten Wochen war die türkische Grenzprovinz Hakkari, vor allem die Gebiete Yüksekova und S,emdinli Ziel fast täglicher Bombenangriffe der türkischen Luftwaffe. Es fällt auf, dass jetzt auch die iranische Seite kriegerische Handlungen vornimmt. Die Aussagen der iranischen Pasdaran wie der Kurdenpartei deuten darauf hin, dass die Pasdaran die Demokratische Partei Kurdistans bei ihrer politischen Tätigkeit in den Dörfern überrascht hat und die Gelegenheit nutzen wollte, zuzuschlagen. Dabei haben die Pasdaran wohl die Kräfteverhältnisse falsch eingeschätzt.

http://www.radiofarda.com/content/o2-irgc-kurdistan--attacked/27801025.html
vom 31. Chordad 1395 (20. Juni 2016)
dargiriye niruhaye sepah wa pishmargehaye hezbe demokrate kurdestan dar oshnawiye

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Iran: Studienausschluss fürs Tanzen

Wie berichtet, hatte ein Parlamentsabgeordneter der Region Sistan und Balutschistan, der offensichtlich fundamentalistisches Gedankengut vertriet, kritisiert, dass auf einer Musikveranstaltung von Studenten auch nicht-traditionelle, moderne Tänze getanzt wurden, die im Internet veröffentlicht wurden.
Inzwischen hat die Disziplinarkommission der Universität von Sahedan, der Hauptstadt von Sistan und Balutschistan, getagt und Strafen gegen sieben Studenten verhängt, dafür, dass sie getanzt haben. Fünf Studenten wurden für zwei Semester vom Studium ausgeschlossen, zwei weitere für ein Semester. Unter den Ausgeschlossen befinden sich auch zwei Moderatoren des Abendprogramms. Einer der betroffenen Studenten (es waren nur männliche Jugendliche anwesend, so will es der staatliche Geschlechterrassismus) meinte, wieso sie bestraft würden. Sie hätten doch niemanden geschädigt und nur getanzt.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=110689#
vom 26. Chordad 1395 (15. Juni 2016)
mahrumiyat az tahsil-e 7 daneshju be ettehame harekat-e mouzun (raqsidan)

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