Archiv der Kategorie 'Minderheiten'

Iran: 2 Hinrichtungen in Chusestan

Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Mehr hat Abd ol-Hamid Amonat Behbahani, der stellvertretende Leiter der Justizbehörde von Chusestan, am Sonntag, den 6. Oktober 2019 bekannt gegeben, dass zwei Personen hingerichtet wurden, die wegen der tödlichen Schüsse auf eine schiitische Trauerprozession vor vier Jahren zum Tode verurteilt wurden. Bis dahin hatte Behbahani nichts über den Prozess verlauten lassen. Laut eine Meldung von Amnesty International waren im Mai dieses Jahres zwei Iraner arabischer Volkszugehörigkeit namens Abdollah Karamollah Ka°b und Qasem Abdollah in diesem Verfahren zum Tode verurteilt worden. Das Urteil beruhte einzig auf den Geständnissen der beiden Männer. Die Geständnisse waren erzielt worden, indem die beiden Elektroschocks unterzogen wurden, elf Tage lang kopfüber von der Decke nach unten aufgehängt wurden und eine Scheinhinrichtung erleben mussten. Die sogenannten „Geständnisse“ widersprachen inhaltlich dem, was von Augenzeugen der damaligen Schüsse ausgesagt worden war.
In diesem Fall handelt es sich eindeutig um einen Justizmord. Da die Behörden wissentlich zwei Personen umgebracht haben, die nicht die Täter waren. Da sich die Maßnahme gegen die arabische Minderheit in Chusistan richtet, die mehrheitlich sunnitisch und nicht schiitisch ist, kann man davon ausgehen, dass dieses willkürliche Verfahren vor allem dazu dient, die gesamte arabische Bevölkerung der Region einzuschüchtern.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=192139
vom14. Mehr 1398 (6. Oktober 2019)
e°dame do nafar be ettehame tir-andazi be hey‘ate °azadari dar safi-abade dezful

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Iran: Verfolgung konvertierter Christen

Derzeit ist der christliche Priester Jussef Nadarchani im Ewin-Gefängnis in Teheran in Haft. Er war 2009 wegen Abfalls vom rechten Glauben zum Tode verurteilt worden, weil er vom Islam zum Christentum übergetreten war. Nach Protesten aus dem Ausland wurde das Urteil in eine Gefängnisstrafe umgewandelt und der Vorwurf auf „Propaganda gegen das System“ abgeändert. Damals kam er nach Verbüßung der Haftstrafe zwar frei, wurde aber 1396 (2017/8) erneut verhaftet und zu 10 Jahren Gefängnis sowie 2 Jahren Verbannung nach Sistan und Balutschistan verurteilt.
Seinen beiden Kindern, die 15 und 16 Jahre alt sind, wird jetzt der Schulbesuch verweigert. Auch die Aushändigung der Zeugnisse der 9. Klasse ist bislang nicht erfolgt. Ihr Vater hatte versucht, sie als Christen registrieren zu lassen, was aber verweigert wurde. Die Kinder, die vom Staat weiterhin als Muslime behandelt werden, haben darauf den islamischen Unterricht nicht besucht, was dazu führte, dass die Behörden ihnen jetzt nicht mehr erlauben, weiter den Unterricht zu besuchen. Sie dürften höchsten noch als Gasthörer teilnehmen.
Ihr inhaftierter Vater hat daraufhin im Gefängnis den Hungerstreik eröffnet, um den weiteren Schulbesuch seiner Kinder einzufordern.

https://www.radiofarda.com/a/اعتصاب-غذای-یوسف-ندرخانی-در-اعتراض-به-ممانعت-از-تحصیل-فرزندانش-/30189722
vom 7. Mehr 1398 (29. September 2019)
e°tesabe ghazaye yusef nadarxani dar e°teraz be momane°at az tahsile farzandanash

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Iran: Erdöl und Atombomben machen nicht satt


Während die iranischen Machthaber weiter auf ihr vermeintliches Recht pochen, die iranische Bevölkerung mit angereichertem Uran zu beglücken, ist aus dem Munde von Zahra Abdollahi, der Generaldirektorin des Amtes zur Verbesserung der Ernährungslage der Bevölkerung, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, folgendes zu hören. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA erklärte sie in einem Interview, dass 8 iranische Provinzen mit einem besonderen Nahrungsmittelmangel konfrontiert sind. Das ist die amtliche Art, auszudrücken, dass die Bevölkerung hungert.
Die acht Provinzen sind:
Sistan und Balutschestan, Kohkiliye und Boyer-Ahmad, Ilam, Hormosgan, Chusestan, Kerman, Süd-Chorassan und ???. Bei der Aufzählung hat die Generaldirektorin nämlich nur diese sieben Provinzen genannt. Wenn man auf die Landkarte schaut, fällt auf, dass diese Regionen in der südlichen Hälfte des Irans liegen und dass namentlich die Balutschen und die Araber davon betroffen sind. Und dabei ist gerade Chusestan die erdölreichste Provinz des Irans.

https://www.radiofarda.com/a/30081228.html
vom 7. Mordad 1398 (29.07.2019)
8 ostane iran ba kambude ghad_a‘i mowajeh shodeand

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Iran: Schikanen für Grenzbewohner beenden


Keine Bergsteiger, sondern Grenzhändler…

Rassul Chesri, Abgeordneter der kurdischen Grenzstädte Piranschahr und Sardascht im iranischen Parlament, hat die staatliche Verfolgung der Grenzhändler im Iran beklagt. Er sagte, allein in Piranschahr und Sardascht lebten bislang 14.000-15.000 Menschen direkt vom kleinen Grenzhandel, indem sie die Waren auf dem Rücken aus dem Irak in den Iran brachten. Mit der neuen Politik wurde ihr Handel verboten und die Händler kriminalisiert. Da auch der lokale Basar und der regionale Tourismus von diesem Grenzhandel lebte, haben insgesamt 70.000 bis 80.000 Menschen in Piranschahr und Sardascht ihr Einkommen verloren. Der Abgeordnete meinte, es gehe nicht an, dass die Grenzbewohner sowohl die Folgen des äußeren (von den USA verhängten) Embargos und zugleich des inneren Embargos tragen müssten. Für den Iran sei es vorteilhaft, wenn der kleine Grenzhandel existiere, da er die Folgen des Embargos lindere. Insgesamt bezögen in den vier Grenzregionen West-Aserbaidschan, Kurdistan, Kermanschah sowie Sistan-Balutschistan sieben Millionen Menschen ihren Unterhalt aus dem Grenzhandel.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93891
vom 1. Tir 1398 (22. Juni 2019)
7 milyun nafar az rahe kulebari ertezaq mi konand

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Iran: Über 100.000 Schulkinder vom Schulbesuch ausgeschlossen

Wie der Abgeordnete von Sarawan (Region Sistan und Balutschistan) im iranischen Parlament erklärte, sind über 100.000 Schulkinder in der Region Sistan und Balutschistan vom fortführenden Schulbesuch (nach der Grundschule – Dabestan kommt die Mittelschule – Dabirestan) ausgeschlossen. Dies liegt daran, dass die Entfernungen zu Mittelschulen in manchen Gegenden bis zu 200 Kilometern betragen.

Der Abgeordnete beklagte weiterhin, dass viele Schulen in Sistan und Balutschistan in so schlechter baulicher Verfassung sind, dass man bei einem Windstoß oder Regenfall ihren Einfall befürchten muss.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=184351
vom 20. Chordad 1398 (10. Juni 2019)
bish az 100 hezar kudak dar sistan wa baluchestan az tahsil bazmandeand

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Iran: Raketenbunker statt Schulen


Schule im Erdbebengebiet

Vor zwei Jahren war ein großes Erdbeben in der kurdischen Provinz Kermanschah im Iran. Die Reparaturarbeiten an den dabei zerstörten Schulen und der Bau von Container-Schulen dauert bis heute an. Im Frühjahr dieses Jahres haben starke Unwetter und Hochwasser verschiedene Regionen im Iran heimgesucht, so die Provinzen Golestan (Nordiran), sowie Lorestan und Chusestan (Südwesten). Der verantwortliche Leiter der Behörde, die für den Neubau und die Reparatur von Schulen im Iran verantwortlich ist, Mehrollah Rachscha‘i-Mehr, hat gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärt, dass man in einigen Provinzen wie Golestan und Chusestan mit den Arbeiten relativ schnell vorankomme, in der Region Lorestan komme man aber nur dazu, die Schulen zu reparieren, weil die Gemeinden noch mit vielen anderen Problemen zu kämpfen hätten.
Man vergleiche diese Probleme beim Schulbau mit dem Vorgehen der Streitkräfte der Pasdaran, wenn es um den Bau einer unterirdischen Abschussbasis von Raketen geht. Man betrachte nur diesen kurzen Propagandafilm des iranischen Militärs: Das sind gewaltige unterirdische Bauten, entsprechend mit Beton verkleidet – dafür reicht das Geld und das Interesse des Staates allemal.

https://www.radiofarda.com/a/29979290.html
vom 13. Chordad 1398 (3. Juni 2019)
madarese manateqe seyl-zade dar lorestan ta mehr-mah amade nemishavad

https://news.gooya.com/2019/06/post-26751.php
vom 2. Juni 2019
shelike mushake balistike qiyam az ta’sisate zire zamini sepah

https://youtu.be/QKDqljrg984

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Iran: Benzin gegen Gutschein

Kürzlich hatte die iranische Regierung angekündigt, Benzin zum vergünstigten staatlichen Preis nur noch gegen Gutschein abzugeben. Die Taxifahrer sollten 30 Liter am Tag erhalten, Privatpersonen 30 Liter. Wer mehr benötigt, solle dies dann zum Marktpreis bezahlen. Die Folge: Im ganzen Iran bildeten sich riesige Schlangen an den Tankstellen, die Leute erschienen mit allen möglichen Kanistern und kauften an einem Tag die ganzen Vorräte leer. Darauf hielt der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i eine Rede: „Wir sind im Krieg“, und ermahnte die Pasdaran, die Bassidschi-Milizen und die Polizei zur Wachsamkeit, und vom Erdölminister kam das Dementi, er habe nie so etwas beschlossen, es sei an den drei Gewalten – Parlament, Justiz und Regierung, eine Entscheidung zu treffen.
Direkte Auswirkung hatte diese Ankündigung wohl auch auf den kleinen Grenzhandel (Schmuggel) zwischen Pakistan und Sistan-Balutschistan.
Die Schlange von Motorradfahrern mit Benzinfässern ist sehenswert.
https://youtu.be/r4ZqvKeyQT8

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=182043
vom 16. Ordibehescht 1398 (6. Mai 2019)
film / in ast natijeye bikari wa faqr dar sistan wa baluchestan / qachaqe gazo‘il wa benzin!

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Iran: Verhaftungen von Hochwasserhelfern gehen weiter

Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe in der südwestlichen Provinz Chusestan wurden mindestens 70 Einwohner dieser Region unter dem Vorwurf der „Teilnahme an der Veranstaltung von Straßenprotesten“, „Empfang finanzieller Hilfe aus dem Ausland für die Hochwassergeschädigten“ und „Verbreitung von Gerüchten über das Hochwasser im Internet“ verhaftet. Heute Morgen wurden vier weitere Aktivisten verhaftet, meist Lehrer, die Hochwasseropfer unterrichteten. Ihre Namen:

  • Naji Sawari, 38 Jahre, aus Ahwas, arabischer Lehrer und Schriftsteller
  • Mahir Dasumi, 30 Jahre, Forscher, Schriftsteller, arabischer Aktivist und Lehrer an einer gemeinnützigen Schule,
  • Ali Abidawi, 26, aus Ahwas, Lehrer,
  • Abdollah Faryast, 27, aus Ahwas, Kulturaktivist.

https://news.gooya.com/2019/04/post-25654.php
vom 29. April 2019
bazdashte shomare digari az emdadgarane seyle xuzestan

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Iran: Rentner fordern Abzug der irakischen Paramilitärs aus dem Iran

Nach den durch die Hochwasser im Iran verursachten Überschwemmungen sind irakische paramilitärische Einheiten namens Haschad osch-scha°bi, die von den iranischen Pasdaran gegründet wurden und finanziert werden, in die iranische Provinz Chusestan geholt worden, angeblich, um ein Ausgreifen des Hochwassers auf den Irak zu verhindern.
Der Rat der Rentner des Irans drückte sein Befremden darüber aus, dass man Paramilitärs ins Land holt statt die Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes zu erbitten, um mit den Folgen des Hochwassers fertig zu werden. Der Rat der Rentner des Irans bezeichnete die Heranziehung dieser Hilfstruppen als Feldzug zur Unterdrückung der iranischen Bevölkerung (gemeint ist hier die arabische Minderheit in Chusestan), die nach den Hochwasserschäden gegen die ausbleibende staatliche Hilfe protestiert.
Der Rat der Rentner des Irans weist darauf hin, dass nach Artikel 146 der iranischen Verfassung die Stationierung jeglicher ausländischer Militärs, und sei es auch zu friedlichen Zwecken, verboten ist. Deshalb fordert er den umgehenden Abzug der paramilitärischen Einheiten des irakischen Haschad osch-Scha°bi und der afghanischen Fatemiyun von iranischem Boden.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92710
vom 26. Farwardin 1398 (15. April 2019)
shouraye bazneshastegane keshwar: xahane xoruje fouriye niruhaye shebhe nezamiye xareji az keshwar hastim

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Iran: Vom Hochwasser ins Gefängnis


Die bewaffneten Organe haben in den letzten Tagen und Wochen, als der Iran vom Nordosten bis in den Südwesten von schweren Regenfällen und katastrophalen Hochwasserständen heimgesucht wurde, Präsenz gezeigt. Im Norden, in der Provinz Golestan, haben sie die von Unternehmen der Pasdaran erbaute Bahnlinie an drei Stellen gesprengt – weil sie an Brücken gespart hatten, und damit die unterhalb gelegenen Ortschaften unter Wasser gesetzt. In der Provinz Chusestan haben sie von der Bevölkerung erbaute Hochwasserdämme mit Gewalt gegen die Bevölkerung gesprengt, und jetzt sind sie zu Verhaftungen geschritten. Am Sonntag nahm der Geheimdienst von Ahwas mindestens 25 Hochwasserhelfer fest. Hierzu stürmten die sogenannten Sicherheitskräfte den Sitz des Volkskomitees, das spontan zur Hochwasserbekämpfung gegründet wurde, in Malaschije in Ahwas. Die Inhaftierten waren Angehörige der arabischen Minderheit. Der Aufenthaltsort der Verhafteten ist nicht bekannt. Am Vortag waren mindestens fünf Bürger von Ahwas aus Kuye Alawi verhaftet worden, weil sie gegen die fehlende staatliche Unterstützung für die Hochwassergeschädigten protestiert hatten.
Zusätzlich hielten die Revolutionswächter, Bassidschis und die Polizei in den letzten Tag in dieser Region bewaffnete Manöver ab, offensichtlich, um die Bevölkerung einzuschüchtern.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92680
vom 25. Farwardin 1398 (14. April 2019)
25 emdadrasane ahwaz bazdasht shodand

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Iran: Anschlag auf Pasdar-Personentransporter in Sistan und Balutschestan

Am 13. Februar 2019 berichteten iranische Medien von einem Anschlag auf einen Personentransporter der Pasdaran bei Sahedan, der Hauptstadt von Sistan und Balutschistan. Es hieß, dass es sich um einen Terroranschlag gehandelt habe, bei dem mindestens 27 Pasdaran ums Leben gekommen seien. Inzwischen werden in den iranischen Medien diverse Zweifel an den amtlichen Darstellungen geäußert. So hieß es ursprünglich, ein mit Sprengstoff geladenes Auto sei mit Hilfe von Selbstmordattentätern auf den Bus zugefahren und habe ihn gesprengt.
Die jetzt geäußerten Zweifel besagen, dass man auf veröffentlichen Fotos weder ein solches Fahrzeug erkennen könne noch irgendwelche Überbleibsel von Attentätern. Es wurde deshalb spekuliert, dass im Bus der Pasdaran selbst Sprengstoff deponiert worden sei. Es wurden weiterhin Fragen geäußert, woher eine Terrorgruppe die Fahrzeiten dieses Busses wissen konnten. Diese Details ließen den Verdacht aufkommen, dass die Attentäter Informationen aus dem Kreis der Pasdaran erhalten hätten.
Das alles sind Spekulationen, deren Wahrheitsgehalt wir nicht überprüfen können. Sicher ist, dass selbst iranische Medien Zweifel an der amtlichen Darstellung äußern.
Und wohl ebenso sicher ist, dass die Pasdaran an der Bevölkerung im Umkreis des angeblichen Anschlags Rache üben werden, wie sie selbst angekündigt haben. Dass dies ein Weg ist, die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen, darf bezweifelt werden…

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=91603
vom 28. Bahman 1397 (17. Februar 2019)
tadaroke sepah baraye °amaliyate enteqame bozorg dar sistan wa baluchestan

https://www.tabnak.ir/fa/news/878200/
vom 13. Februar 2019
hamleye teruristi be otobuse personele sepah dar sistan wa baluchestan / daste kam 27 shahid wa 13 zaxmi

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Iran: Überfall auf einen Bassidsch-Stützpunkt in Nikschahr (Südiran)

Vergangenen Samstag, den 2. Februar 2019, soll eine bewaffnete Gruppe namens Dscheisch ol-Adl (Armee der Gerechtigkeit) einen Überfall auf einen Bassidsch-Stützpunkt in Nikschahr im Südiran (Provinz Sistan und Balutschistan) verübt haben. Dabei kam ein Angehöriger der Revolutionswächter ums Leben, 5 wurden verletzt, zwei davon schwer.
Da der Überfall vom Regime der Islamischen Republik Iran als terroristisch bezeichnet wurde und im Iran in letzter Zeit sogenannte Terroranschläge verübt wurden, deren Urheber zweifelhaft ist, ist schwer zu sagen, wer den Überfall tatsächlich verübt hat und zu welchem Zweck.

https://news.gooya.com/2019/02/post-23039.php
vom 2. Februar 2019
sepah: yek nafar az karkonane sepah shahid wa 5 nafar majruh shodand / hale do majruh waxim ast / dadsetane nikshahr: °amele hamle, goruhe teruristiye jeysh ol-°adl bud

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Iran – Sistan-Balutschistan: Selbstmordanschlag in Tschabahar


Ort des Anschlags in Tschabahar

In der iranischen Hafenstadt Tschabahar kam es am 6. Dezember 2018 zu einem Selbstmordanschlag vor dem Polizeisitz. Ein Auto fuhr vor und explodierte. Dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben, 27 sollen verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden sein, darunter auch eine 16-jährige Schwangere.
Bislang hat keine politische Gruppe die Verantwortung für den Anschlag übernommen.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/77763/
vom 6.12.2018
chandin koshte wa zaxmi dar enfejare entehari dar chabahar

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Iran – Ahwas: Massenhinrichtung arabischer Häftlinge

Am 22. September 2018 war in Ahwas ein Anschlag auf eine Militärparade verübt worden, bei dem laut amtlichen Angaben 25 Menschen ums Leben kamen. Schon damals fiel auf, dass die Attentäter zwar auf einfache Soldaten schossen, nicht aber auf die Generäle und Geistlichen, die auf der Ehrentribüne saßen. Das erweckte den Eindruck, dass es sich um einen „bestellten Anschlag“ handelte. Und tatsächlich diente der Anschlag auch als Vorwand für eine umfangsreiche Razzia und Verhaftungswelle gegen arabischsprachige Aktivisten in Ahwas. Die staatlichen Behörden berichteten dann, es seien 22 Personen verhaftet worden, die verdächtigt seien, am Anschlag beteiligt gewesen zu sein.
Diese 22 arabischen Gefangenen wurden jetzt am 8. November in einem Gefängnis in Ahwas heimlich hingerichtet. Den Angehörigen wurde verboten, eine Trauerfeier für die Hingerichteten abzuhalten, sie sollten auch keinerlei Interviews zu dieser Tatsache geben.
Es ist auffällig, dass hier die Zahl der Inhaftierten identisch mit der Zahl der Hingerichteten ist. So als wäre der Verdacht schon ausreichend, um die Tatbeteiligung zu beweisen. Für den kurzen Prozess und die rasche Hinrichtung gibt es vielleicht eine wesentlich einfachere Erklärung: Die angeblichen Täter hatten gar nichts mit dem Vorfall zu tun, und damit niemals mehr herauskommt, dass sie vielleicht ein Alibi etc. hatten, hat man sie einfach hingerichtet. Dann muss man auch nicht weiter nachforschen, wer wirklich dahinter steht.
Das ganze riecht nach einem politischen Mord, der die Stimmung im Lande weiter vergiftet und dazu führt, dass die arabische Minderheit von diesem Staat nichts mehr wissen will. So zerfallen Staaten.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=89836
vom 20. Aban 1397 /11. November 2018
ehtemale e°dame te°dadi az fa°°alane °arabe ahwazi

https://rahekargar1358.wordpress.com/2018/11/11/mary-10625/
vom 11.11.2018
e°dame daste-jam°y wa maxfiyaneye 22 nafare mottaham be dast dashtan dar hamleye teruristiye ahwaz

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Ahwas (Iran): Hunderte von Arabern inhaftiert


Der mysteriöse Überfall auf eine Parade der iranischen Streitkräfte in Ahwas, von dem wir berichtet hatten, dient wie befürchtet als Vorwand, um gegen den zivilen Protest der arabischen Minderheit dieser Region mit aller Gewalt vorzugehen. Wie lokale Menschenrechtsgruppen berichten, wurden in der Folge mehrere Hundert Angehörige der Zivilgesellschaft, die friedlich ihre Rechte einfordern, verhaftet. Der Staat scheut sich nach Angaben dieser Gruppen nicht, auch Ehefrauen und Kindern in Haft zu nehmen, um so die Ehemänner zu zwingen, sich den Behörden zu stellen. Nachforschungen über die Verhaftungen sind für die Nachforschenden selbst gefährlich, da auch ihnen Verhör und Verhaftung droht.
Die Menschenrechtsgruppen haben bislang eine Liste von 115 Personen veröffentlicht, die verhaftet wurden. Von vielen Verhafteten ist die Identität bislang noch unbekannt.
Hier die veröffentlichte Namensliste:


http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=89491
vom 21. Oktober 2018
bazdashthaye gostarde, gorougangiriye zanan wa kudakan dar xuzestan

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