Archiv der Kategorie 'Minderheiten'

Islamische Republik Iran – Republik der Krise

Seit 40 Jahren herrscht im Iran die Krise. Schon in den ersten Jahren der Islamischen Republik Iran erkannten die Machthaber die wichtige Funktion der Krise in Bezug auf die Differenzen zwischen den verschiedenen Nationalitäten, die Differenzen zwischen Schiiten und Sunniten sowie zwischen dem Iran und den ausländischen Mächten. Der Krieg zwischen Iran und Irak zum Beispiel, wurde oft als Überfall des Iraks auf den Iran beschrieben, war aber durchaus von iranischer Seite gewollt. Er half, von Defiziten der Regierung abzulenken und innere Feinde zu verfolgen. Nicht zufällig fand damals auch das berüchtigte Gefängnismassaker des Jahres 1988 im Iran statt.

Das jüngste Attentat anlässlich einer Militärparade in der Stadt Ahwaz kann in diesem Zusammenhang gesehen werden. Viele Ungereimtheiten in den Behauptungen der Regierung – sie nennt die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi Arabien, gestützt von den USA und Israel als Täter – deuten eher auf ein Szenario hin, das zur Republik der Krise passt. Die iranischen Machthaber sind gegenwärtig unter Druck: Die Sanktionen, Korruption und die hausgemachte wirtschaftliche Krise haben das Land an den Rand des Ruins gebracht und der Iran ist zunehmend international isoliert. Hinzukommen insbesondere in der vorwiegend arabisch-sunnitischen Region im Südwesten des Irans große ökologische Probleme. Ein großer Wassermangel und tageweise Sandstürme erschweren das Leben auf dem Land und in den Städten. Auseinandersetzungen um die Frage der Unterrichtssprache in den Schulen, hohe Arbeitslosenraten, verbunden mit Bevorzugung von Schiiten gegenüber Sunniten sowie Zugereisten vor Einheimischen bei der Vergabe der Arbeitsplätze, schüren das Feuer zusätzlich. Die vorwiegend arabische Bevölkerung weiß um die reichen Bodenschätze in Form von Gas und Öl, von denen aber wenig bei ihnen ankommt.

Drei mögliche Ziele könnte die Regierung mit so einem vorgetäuschten Attentat verbinden:

  1. Es soll gezeigt werden, dass der Iran von Feinden umzingelt ist. Damit der Krieg nicht im eigenen Land stattfindet muss der Krieg im Ausland (Jemen, Syrien, …) geführt werden.
  2. Sie will der Bevölkerung sagen, dass man gegen die äußeren Feinde zusammenhalten muss, damit man nicht alles verliert.
  3. Sie wollen gegenüber der Weltöffentlichkeit demonstrieren, dass sie keine Terroristen sind sondern im Gegenteil Opfer von Terrorismus
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Iran: Bewaffneter Überfall auf eine Militärparade in Ahwas

Am Samstag, den 22. September 2018, fand ein bewaffneter Überfall auf eine Militärparade in Ahwas statt. Die staatlichen Behörden sprechen von vier Angreifern, die alle erschossen worden sein. Staatlicherseits wird davon gesprochen, dass bei diesem Überfall mindestens 25 Menschen erschossen und mindestens 60 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Opfer des Überfalls waren Zivilisten, einfache Soldaten, die an der Parade teilnahmen, und Journalisten. Obwohl die Angreifer in der Nähe der Ehrentribüne angriffen, in der die Geistlichen und Pasdar-Generäle saßen, schossen die Angreifer nicht in deren Richtung, sondern auf die einfachen Menschen und unbewaffnete Zivilisten.
In den staatlichen Medien war sofort von einem terroristischen Überfall die Rede und es wurde auch gleich Saudi-Arabien verantwortlich gemacht.
Eine bislang unbekannte Gruppe namens Jonbesh al-Ahwaz hat die Verantwortung für den Überfall übernommen. Schon der Name dieser Gruppe ist verdächtig. Die Bezeichnung al-Ahwaz zeigt jedem Iraner, dass es sich um arabisch sprechende Täter handeln muss, denn der Artikel al- ist arabisch, nicht persisch. Jonbesch ist aber ein persisches Wort. Es gibt nicht den geringsten Grund für eine militante arabische Bewegung, ein persisches Wort zu verwenden, vor allem, wenn es wie in Ahwas gerade darum geht, die kulturellen, sprachlichen Rechte der arabischen Minderheit einzufordern.
Es ist auffällig, dass diese angebliche Bewegung gleichsam der verkürzte Namen einer tatsächlich existierenden politischen Bewegung der Araber in Ahwas ist, die sich zumindest gegenüber den persisch-sprachigen Medien als Jonbeshe Melliye Demukrate °Arab al-Ahwaz (Nationale Demokratische Arabische Bewegung von Ahwas) bezeichnet. Diese bürgerrechtliche Bewegung hat den Überfall sofort energisch verurteilt und betont, dass einzig der politische Kampf für die Minderheitenrechte der Araber legitim ist. Alle Formen der Gewalt seien nur Wasser auf die Mühlen der Machthaber. Man ist versucht, die frisch aus der Taufe gehobene Jonbesh al-Ahwas als Werkzeug der iranischen Geheimdienste zu betrachten, diese echte politische Bewegung zu diskreditieren und eine neue Verhaftungswelle unter der arabischen Minderheit in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.
Dieser Terroranschlag ist als Signal zu sehen, dass das Regime die Repression im Inland weiter verstärken will und dafür das politische Klima verschärft. Die Toten, die das kostet, sind ihr egal.

Kommentar
Das Ganze riecht derart konstruiert, dass man sich an den Brandanschlag auf das Cinema Rex in Abadan erinnert fühlt, der am 19. August 1978 verübt wurde. Damals kamen 430 Menschen ums Leben. Die damalige islamische Opposition behauptete, es sei vom iranischen Geheimdienst SAVAK im Auftrag des Schahs begangen worden. Später kam heraus, dass Angehörige der Geistlichkeit in Qom auf Anweisung Chomeinis den Anschlag in Auftrag gegeben hatten. Einige der Attentäter wurden später Parlamentsabgeordnete.
Es ist daher nicht abwegig, dass dieser sogenannte Terroranschlag genauso von den iranischen Machthabern in Auftrag gegeben wurde wie der Angriff auf die britische Botschaft am 29.11.2011 oder wie der Angriff auf das iranische Parlament am 7. Juni 2017.

https://news.gooya.com/2018/09/post-18888.php
vom Samstag, 22. September 2018
hamleye teruristi dar rezheye niruhaye mosallah dar ahwaz

https://news.gooya.com/2018/09/post-18911.php
vom Sonntag, 23. September 2018
bayaniyeye jonbeshe melliye demukrate °arab al-ahwaz dar bareye hamle be rezheye nezami dar ahwaz

http://www.pyknet.net/1397/06mehr/01/page/yaddasht.htm
vom 23. September 2018
tahqiqe terure ahwaz-ra az darune nezam bayad shoru° kard

https://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschlag_Cinema_Rex
hochgeladen am 24.09.2018

https://www.zeit.de/politik/ausland/2011-11/stuermung-britische-botschaft

http://alischirasi.blogsport.de/2017/06/07/iran-schuesse-im-parlament/

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Iran: Über 20 politische Gefangene im Hungerstreik

Derzeit befinden sich im Iran über 20 politische Gefangene im Hungerstreik. Darunter sind 18 Gonobadi-Derwische, eine religiöse Gruppe muslimischer Glaubensrichtung, die von der Islamischen Republik Iran verfolgt wird. Weiterhin streiken die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude und der Arzt Farhad Meissami, der wegen seiner Unterstützung für die Kampagne gegen den Kopftuchzwang in Haft ist.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=88976
vom 29. Schahriwar 1397 (20. September 2018)
e°tesabe ghadhaye bish az 20 zendaniye °aqidati-siyasi dar iran

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Iran: Der Staat als Serienmörder


ein Photo von Kamal Ahmadneschad – der Strick wurde offensichtlich nachträglich als Fotomontage hinzugefügt

Heute, den 10. September 2018, wurde der Kurde Kamal Ahmadneschad (in keiner Weise verwandt mit dem früheren Präsidenten Ahmadineschad) im Gefängnis Miyan-do-Ab hingerichtet. Kamal Ahmadneschad stammt aus dem Dorf Gamischguli (Region Miyan-do-Ab, Provinz West-Aserbaidschan). Ihm wurde vorgeworfen, dass er Mitglied einer regimefeindlichen kurdischen Partei sei und an der Ermordung eines ehemaligen Mitglieds der Pasdaran (Revolutionswächter) beteiligt gewesen sei. Es gab Aussagen, dass er zum Zeitpunkt dieses Vorfalls gar nicht vor Ort war. Von einem fairen Gerichtsverfahren kann auch nicht die Rede sein, Geständnisse wurden unter Folter abgelegt.

https://news.gooya.com/2018/09/post-18472.php
vom 10. September 2018
kamal ahmadnezhad, zendaniye siyasiye kord, e°dam shod

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Iran – Irak: Kurdenmorde im Nahen Ausland

Was die Türkei kann, können wir auch. Wir erinnern uns. Die Bildung einer kurdischen Autonomie in Syrien wie auch das Unabhängigkeitsreferendum der KurdInnen im Nordirak Ende September 2017 diente der türkischen Regierung als Vorwand, militärisch dort einzumarschieren und ihre Interessen mit Gewalt durchzusetzen. Das Unabhängigkeitsreferendum im Nordirak führte zudem auch dazu, dass sich die türkische und die iranische Regierung näher kamen und gemeinsam Sanktionen gegen die kurdische Regierung im Nordirak verhängten. In diesem Umfeld ist es zu sehen, dass die iranischen Machthaber auch kein Problem darin sehen, kurdische Kritiker aus dem Iran, die sich im Nordirak aufhalten, dort zu ermorden, so wenig, wie sie sich davon abhalten ließen, einen bekannten iranischen Medienherausgeber in Istanbul umzubringen.
Das jüngste Opfer dieser Auslandsmorde, die aller Wahrscheinlichkeit nach von den iranischen „Sicherheits“organen organisiert wurden, ist Eqbal Moradi. Seine von sieben Kugeln durchsiebte Leiche wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche bei Pandschuin (Provinz Soleymaniye, Nordirak) in der Nähe eines Flusses gefunden. Eqbal Moradi war führendes Mitglied der Menschenrechtsgesellschaft Kurdistans. Er war Vater von Sanyar Moradi, einem politischen Gefangenen, der zum Tode verurteilt wurde, und Onkel von Loqman Moradi, der derzeit in Haft ist und ebenfalls zum Tode verurteilt wurde. Vor 10 Jahren war Eqbal Moradi in der Gegen von Pandschuin schon einmal Opfer eines Mordversuchs, den er aber überlebte.
Vorausgegangene Opfer staatlicher iranischer Morde im Nordirak sind Salah Rahmani, ein aktives Mitglied der Demokratischen Partei Kurdistans – Iran, und dessen Sohn Sabah Rahmani, am 10. Esfand 1396 (1. März 2018) in Erbil (Nordirak) ermordet wurden. Am 15. Esfand 1396 (6. März 2018) wurde Qader Qaderi, einer der herausragenden Führer des militärischen Flügels der Demokratischen Partei Kurdistan – Iran, in Hartel (Provinz Soleymaniye, Nordirak) durch über 20 Schüsse ermordet.

http://www.rahekargar.net/browsf.php?cId=1091&Id=38&pgn=
vom Mittwoch, 27. Tir 1397 (18. Juli 2018)
e°lamiyeye hey‘ate ejra‘iye sazemane kargarane enqelabiye iran (rahe kargar) dar mahkumiyate terore eqbal moradi

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Iranschahr (Iran): Staat schützt Vergewaltiger


Am 25. Chordad (vor ca. einem Monat) hatte der sunnitische Geistliche Moulawi Teyyeb Molahezi, der Freitagsimam von Iranschahr, in seiner Freitagsansprache zum Fest des Fastenbrechens (Eide Fetr) darauf hingewiesen, dass in Iranschahr bis jetzt 41 Mädchen Vergewaltigungen zum Opfer gefallen seien. Er behauptete, eine Person sei in diesem Zusammenhang festgenommen worden, und zwar jemand, der viel Geld habe. Er bezeichnete ihn als Oubasch, also als gewalttätigen Kriminellen aus dem Umkreis der Bassidschis und Pasdaran. Die Reaktion der Behörden kam umgehend. Der Generalstaatsanwalt des Irans erklärte, die Zahl von 41 Vergewaltigungsopfern in Iranschahr sei eine Lüge und drohte dem Freitagsimam von Iranschahr damit, ihn deshalb gerichtlich zu verfolgen.
Weiterhin wurde bekannt, dass am 19. Tir (also am 10. Juli) vom Geheimdienst der Pasdaran Videos mit „Geständnissen“ von sieben verhafteten Balutschen ausgestrahlt wurden, die wegen der Vergewaltigungen in Iranschahr protestiert hatten und zum Teil auf Instagram Fotos und Filme von diesen Protesten veröffentlicht hatten.
Moulawi Abdo-l-Ghaffar Naqschbandi, der provisorische Freitagsimam des Landkreises Rask, sowie Moulawi Fasl-o-r-Rahman Kuhi, der Freitagsimam von Paschamag Sarbas, kritisierten, dass die Behörden deutlich mehr Eifer an den Tag legten, diejenigen zu verfolgen, die sich für die Rechte der Frauen einsetzten, als diejenigen, die für die Vergewaltigungen verantwortlich seien. Es sei offenkundig Ziel der Behörden, die Menschen einzuschüchtern, die gegen diese Zustände protestierten. Die Geistlichen kritisierten auch, dass die sogenannten Geständnisse nicht vor den gesetzlich zuständigen Instanzen abgelegt wurden.
Das alles spricht dafür, dass die Vergewaltiger tatsächlich aus dem Kreis derjenigen stammen, die über den Gesetzen stehen, und das sind namentlich die Angehörigen der sogenannten Sicherheitsorgane.

https://www.radiofarda.com/a/iranshahr-baluchestan-rape-case/29362673.html
vom 23. Tir 1397 (14. Juli 2018)
do emam jom°eye ahle sonnat: be jaye e°teraf-giri, be parwandeye tajawozha residegi konid

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Iran- Aserbaidschan: Über 50 Verhaftungen


Der Weg zur Babak-Festung in den Bergen

Die Babak-Festung stammt noch aus sassanidischer Zeit. Sie liegt in der Nähe der Stadt Kalibar in der Provinz Ost-Aserbaidschan und gilt als Symbol des Widerstands gegen die arabische Eroberer zur Zeit der Ausbreitung des Islams aus dem arabischen Raum in den Iran. Heute ist die Babak-Festung vor allem Treffpunkt turksprachiger Aseris aus der Region Ardabil und den Provinzen Ost- und West-Aserbaidschan. Sie kommen Mitte des Monats Tir (also Anfang Juli) zusammen und besprechen ihre politischen Forderungen – z.B. Unterricht der turksprachigen Bevökerung in der Muttersprache und so weiter.
Da die Ajatollahs in Sachen Rechte ethnischer Minderheiten genauso wenig Verständnis und Weitsicht aufbringen wie seinerzeit der Schah, wundert es nicht, dass auch auf die Forderungen der turksprachigen Bevölkerungsgruppen mit Repressalien reagiert wird. So gab es sowohl im Vorfeld des diesjährigen Treffens auf der Babak-Festung wie auch im Nachgang eine beachtliche Zahl von Verhaftungen. Von einigen Verhafteten ist selbst der Haftort nicht bekannt, man weiß lediglich, dass einer der Geheimdienste verantwortlich ist.

Die Babak-Festung

https://www.radiofarda.com/a/More-activists-arrested-in-Babak-Castle/29348563.html
vom 16. Tir 1397 (7. Juli 2018)
shomar-e bazdashtshodegane gerdehama‘iye qal°eye babak be bish az 50 nafar resid

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Iran – Kurdistan: Geschlossene Grenze für den kleinen Handel


Grenzhandel auf dem Rücken

Im Dezember 2017 hatte der iranische Innenminister bekannt gegeben, dass der kleine Grenzhandel zwischen Iran und Irak, verboten ist. Die Ware wurde von vielen kurdischen Grenzgängern auf dem Rücken oder auf Reittieren vom Irak in den Iran getragen. Der Weg über die Berge ist lebensgefährlich. Der Parlamentsabgeordnete von Sardascht hat jetzt bekannt gegeben, dass durch das Verbot, das noch vor Ende des iranischen Jahres (also spätestens Anfang März 2018) vom iranischen Parlament als Gesetz verabschiedet wurde, 70.000 bis 80.000 Kurden auf der iranischen Seite (z.B. in Piranschahr) ihr Einkommen verloren.
Auch die Händler, die die Waren dieser Grenzgänger abkauften, sind arbeitslos geworden.
Aus diesem Grund kam es in der letzten Zeit in verschiedenen iranischen Orten an der irakischen Grenze zu Protesten der Grenzgänger und der Händler. Der Parlamentsabgeordnete von Sardascht bezeichnete diese Situation als Zeitbombe.

https://www.radiofarda.com/a/iran-iraq-border-closed-workers-lost-jobs/29175511.html
vom 30. Farwardin 1397
nemayandeye majlese iran: 80 hezar kulebar dar gharbe keshvar bi kar shodeand

http://www.pishkhaan.net/news/60447/?t=
vom 28.09.1396
ruznameye ebtekar: „ebtekar“ tasmime dowlat mabna bar mamnu°iyate kulebari-ra barresi kad – payane yek trazhedi

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Iran – Kurdistan: Protest der Basarhändler von Bane und Dschawanrud


leeres Tischtuch…

Aus Protest gegen die Schließung der iranisch-irakischen Grenze und gegen die Erhöhung der Zölle haben die Basarhändler von Bane und Dschawanrud vergangenen Samstag ihre Läden geschlossen und ein leeres Tischtuch auf der Straße ausgebreitet. Der Protestzug der Händler wurde von Sicherheitskräften auseinander getrieben. Die Staatskräfte gaben dabei Schüsse in die Luft ab. Die Proteste gingen am Montag weiter: diesmal versammelten sich die Händler vor dem Sitz des Verwaltungschefs von Bane.

http://news.gooya.com/2018/04/post-13852.php
vom 15. April 2018
e°tesabe bazaryane bane wa jawanrud w pahn kardane sofreye xali dar xiyaban

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Iran – Ahwas: 500 Verhaftungen – der Protest geht weiter

Nach den Protesten der arabischsprachigen Bevölkerung in Ahwas gegen eine staatliche Fernsehsendung haben die Staatsorgane rund 500 Menschen verhaftet. Heute haben Angehörige der Verhafteten vor der Provinzverwaltung vor der Provinzverwaltung der Provinz Chusestan und vor dem Sitz zweier Parlamentsabgeordneter aus Ahwas im Parlament in Teheran protestiert. Die Angehörigen weisen darauf hin, dass die Verhaftung wegen friedlicher Kundgebungen im Rahmen der Gesetze jeglicher Grundlage entbehrt. Ihr Versuch, mit dem zuständigen Richter der 12. Kammer des Revolutionstribunals Kontakt aufzunehmen, scheiterten an der Verweigerungshaltung des Gerichts.
Die arabische Bevölkerung von Ahwas protestiert gegen die Leugnung ihrer Identität durch den iranischen Staat und fordert auch das Recht auf Unterricht in der Muttersprache, also auf Arabisch.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86052
vom 27. Farwardin 1397 (16. April 2018)
tajammo°e xanewadehaye bazdashtshodegane ahwaz dar moqabele nehadhaye hokumati

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Iran: Über 400 Verhaftete in Ahwas und Umgebung

Wie berichtet, hat die arabischsprachige Bevölkerung in Ahwas gegen die Missachtung ihrer Minderheitsrechte protestiert. Seit Beginn der Proteste wurden über 400 Menschen verhaftet und auf die Gefängnisse verschiedener Institutionen wie Geheimdienst, Militär und Pasdaran verteilt. Die Verhaftungswelle nahm größere Ausmaße an, nachdem im Cafe Al-Nawares in Kiyan-Schahr in Ahwas ein Feuer ausgebrochen war, bei dem 11 Menschen ums Leben kamen. Zu den Todesopfern gehörten auch Menschen, die nach der Verhaftung gegen Kaution auf freien Fuß gekommen waren. Die Tatsache, dass dieser Brand an einem Treffpunkt der Araber zum Vorwand genommen wird, um die arabische Minderheit in großer Zahl in zahlreichen Orten um Ahwas zu verhaften, deutet darauf hin, dass der Brandanschlag möglicherweise im Auftrag der sogenannten Sicherheitsorgane erfolgte, die so einen Vorwand für die Verhaftungswelle schaffen wollte. Auch dieses Gerücht lässt sich nicht überprüfen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85912
vom 19. Farwardin 1397 ( 8. April 2018)
te°dade bazdashshodegan dar ahwaz be bish az 400 nafar resid

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Iran – Ahwas: Proteste der arabischen Minderheit halten an


In Ahwas protestiert die arabischsprachige Bevölkerung schon den siebten Tag gegen die Leugnung der arabischen Identität durch den iranischen Staat. Am 1. April 2018 gingen die Proteste bis in die Nachtstunden. Wie die Menschenrechtsorganisation von Ahwas berichtet, wurden in Ahwas an verschiedenen Stellen Kontrollposten eingerichtet. Die Polizeibeamten zwangen Araber, aus dem Auto auszusteigen und nahmen ihnen die Tschafiya ab (als Kufiya oder auch als Palästinensertuch im Deutschen bekannt). In der arabischen Kultur gilt dies als entehrend.
Ein solches Vorgehen ist geeignet, den Konflikt weiter anzuheizen. Es ist anzunehmen, dass die Behörden dies bewusst tun. Ist es das Ziel der Machthaber, auf diesem Weg einen Krieg mit arabischen Staaten wie Saudiarabien anzuzetteln, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, die Wirtschaft in Gang zu bringen?
Dass es den iranischen Machthabern nach wie vor gelingt, die Bevölkerung mit nationalistischen Parolen anzuheizen, zeigt die Berichterstattung von Medien wie iran-emrooz, denen diese Meldung entnommen ist. Dort wird der Vorwurf des „Rassismus“ und der „Araberfeindlichkeit“, den die iranischen Araber erheben, nur in Anführungszeichen zitiert, wobei Anführungszeichen in iranischen Zeitungen selten sind und nicht verwendet werden, um Zitate zu markieren.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/74063/
iran-emrooz.net | Mon, 02.04.2018, 15:35
e°terazate shahrwandane °arabe ahwaz wared ruze haftom shod

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Iran: Proteste in Ahwas

Am 29. März 2018 haben rund 5000 iranische Staatsbürger arabischer Volkszugehörigkeit in Ahwas gegen eine Fernsehsendung des staatlichen Senders Seda wa Sima (Ton und Bild) protestiert. In der Kindersendung „Kolahe qermezi“ (Rotkäppchen) waren am 2. Farwardin (22. März 2018) verschiedene Orte im Iran vorgestellt worden, wobei die Orte mit Puppen in den lokalen Trachten markiert waren. Ahwas, wo die arabische Minderheit am stärksten ist, wurde aber nicht durch eine Puppe in arabischer Tracht gekennzeichnet, sondern durch eine andere Tracht. Die arabische Minderheit, die ohnehin massiv verfolgt wird, betrachtete dies als Leugnung der arabischen Identität und ging deshalb auf die Straße. Der friedliche Protest wurde mit Tränengas und Schüssen von den Sicherheitskräften aufgelöst. 12 Aktivisten, darunter 3 Frauen, wurden verhaftet.

http://news.gooya.com/2018/03/post-13359.php
vom 29. März 2018
tir-andazi be tarafe tajammo°e mosalemat-amiz dar ahwaz wa bazdashte 12 nafar dar beyne anha se fa°°ale zan

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Iran: Die Revolutionäre hüten das Erbe des Schahs

Dehloran liegt westlich der Linie, die die Städte Ahwas, Desful und Chorramschahr verbindet. Die Stadt liegt nahe der irakischen Grenze. Dschelisi (Jelizi) ist eine Ortschaft im Kreis Dehloran. Dort kam es vergangene Woche (am 7. Dezember) zu einer Auseinandersetzung zwischen den „Sicherheitsorganen“ und der Dorfbevölkerung, etwa 800 Menschen, wie Oberst Manutschehr Maki, der stellvertretende Direktor der Polizei der Provinz Ilam, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärte.

Streit ums Land
Worum geht es? Zur Schahzeit wurde zur Unterstützung der Militärs eine Geschäftskette namens Etteka geschaffen, deren Aufgabe es war, die Soldaten mit günstigen Nahrungsmitteln und Kleidung, später auch mit Wohnraum und landwirtschaftlich nutzbarem Land zu versorgen. Der Schah kannte keine Skrupel. Das Land nahm er den Bauern weg. Dann kam die Revolution. Die Revolutionäre enteigneten Etteka, genauer, sie übernahmen das Unternehmen. Nun hatte es die Aufgabe, die bewaffneten Organe des Islamischen Staates zu versorgen. Dass das Land geklaut war, interessierte niemand. Auch die Revolutionswächter und Co. kennen da keine Skrupel. Aber angesichts der Wirtschaftskrise hat die Bevölkerung von Dschelisi beschlossen, sich das Land wieder zurück zu holen. Die sogenannten Ordnungskräfte griffen gegen sie ein, verprügelten Frauen, verhafteten mindestens 15 Dorfbewohner als angebliche Unruhestifter und beschlagnahmten Traktoren und andere „Tatwerkzeuge“. Oberst Manutschehr Maki versäumte auch nicht zu erwähnen, dass man die Bevölkerung aufgefordert habe, ihre Forderungen auf dem gesetzlichen Weg zu stellen. Damit hat die Bevölkerung nun schon fast 40 Jahre Erfahrung…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=143057
vom 16. Adhar 1396 (7. Dezember 2017)

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Sanandadsch (Kurdistan – Iran): Kurdischer Aktivist schwer gefoltert

Der politische und Umwelt-Aktivist Afschin Hossein Panahi wurde vor einigen Monaten verhaftet und in der Filiale des iranischen Geheimdienstes in Sanandadsch schwer gefoltert. Ihm wurden sämtliche Fußnägel ausgerissen. Auch wurde er mit Elektroschocks gefoltert. Das Regime wollte ihn dazu zwingen, am Fernsehen seine Familie zu verurteilen. Ein Bruder des Gefangenen wurde vom Regime ermordet, ein anderer Bruder sitzt im Gefängnis. Afschin Hossein Panahi ist jetzt im Zentralgefängnis von Sanandadsch in Haft. Ihm wird trotz seiner miserablen gesundheitlichen Verfassung eine ärztliche Behandlung verweigert. Das Revolutionstribunal von Sanandadsch verurteilte Afschin Hossein Panahi vor wenigen Wochen wegen „Propaganda gegen das System“
zu 8,5 Jahren Gefängnis. Als Propaganda gegen das System wurde gewertet, dass er über die Ermordung seines Bruders gesprochen hatte.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=83424
vom 12. Adhar 1396 (3. Dezember 2017)
shekanjeye shadide afshin hossein panahi dar edareye ettela°ate sanandaj

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