Archiv der Kategorie 'Naturschönheit'

Bilder aus Andika – Chusestan – Iran


Das Dorf Andika in der iranischen Provinz Chusestan


eine beeindruckende Landschaft


in dieser kargen Landschaft kann man außer Ziegen kaum Vieh halten


Schwarz – die Farbe der Armut


ein Gesicht wie eine Landschaft


Schule


sie reinigt das Geschirr


Frau vor einem Webrahmen, links unten im Bild

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Iran: Nordiran (Assalem)

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Irans schönster Strand

Babolsar am Kaspischen Meer hat einen der schönsten Strände des Irans. Die Stadt ist voll von Orangen- und Zitronenbäumen, in der Umgebung wird eine begehrte Reissorte angebaut. Was aus diesem auch für iranische Touristen attraktiven Ort geworden ist, zeigt folgende Fotoauswahl.

Die zerrissenen Planen im Hintergrund sind der ursprünglich blickgeschützte Badeplatz für Frauen.

Und hier ist von den Blickfängern nur noch das Gerippe übrig geblieben:

Was will eine Regierung, die nicht einmal den Müll an ihren schönsten Stränden im Griff hat, erst mit dem Atommüll anfangen? Wahrscheinlich erfindet sie dann ein Menschenrecht auf Atommüll, das jeder Bürger wahrnehmen muss, indem er bei sich zu Hause ein Fässlein lagert.

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Iranisch-Aserbaidschan: Umweltdemo in Tabris

Zum internationalen Tag der Umwelt fand in Tabris eine Demo gegen das Austrocknen des Urumije-Sees statt. Die Demonstration begann im A‘el Goli-Park in Tabris, es versammelten sich mehrere Hundert Bürger, die dann einen Protestzug durch die Stadt bildeten.
Ihre Parole lautete – „Urumiye Gölü susuzdu – Azerbayjan uyanmasa otuzdi“ (Der Urumije-See hat kein Wasser, wenn Aserbaidschan nicht aufwacht, ist es der Verlierer, zweiter Teil der Übersetzung unsicher??).
Ein Teil der Demonstranten hatte Fotos von den Verhafteten der vorigen Demo für den Urumije-See in der Hand.

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Iran:Iranisch-Aserbaidschan: Am Fuße des Sahand

Der Sahand ist eine Bergkette und zugleich der Name des höchsten Berges dieser Kette, der 3707 m über dem Meeresspiegel liegt. Er befindet sich im Zentrum der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan, südlich von Tabris. Der Sahand selbst ist ein Vulkan.

Die Gegend ist für ihr Grün beliebt und deshalb oft Ziel von Ausflügen.


Dort kann man zelten, ohne dass irgendwelche Sittenwächter oder Rowdys einen überfallen.


Schafe und Ziegen am Bach, hier gibt es noch Wasser.


Landwirtschaft auf Terrassen


Ausflug in die Berge, auch das Radio ist dabei.


Sahand, schneebedeckter Vulkan


Bergbach

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Iran: Über 100 Umweltschützer verhaftet

Am Dienstag, den 22. Mai 2012, kam es in den Städten Urumije und Tabris, die im aserbaidschanischen Teil des Irans liegen, zu Protestkundgebungen gegen die Untätigkeit des Staates angesichts des Austrocknens des Urumije-Sees. In den beiden Großstädten wimmelte es von Polizeikräften. Laut Angaben iranisch-aserbaidschanischer Menschenrechtler wurden bei den Kundgebungen über 100 Menschen verhaftet. Schon im Vorjahr hatte es aus dem gleichen Grund Proteste gegeben. Die damals Verhafteten wurden zum Teil zu langen Gefängnisstrafen, zum Teil zur Auspeitschung, zum Teil zu Geldstrafen verurteilt.
Der iranische Präsident Ahmadineschad wusste zu diesen Demonstrationen nichts Besseres zu sagen als:
Das Austrocknen des Urumije-Sees ist ganz natürlich, das geschieht alle 500 Jahre. Aber dann erholt sich der See wieder.“
Zum Vergleich:
Der Urumije-See ist 140 km lang, 55 km breit, hat eine Oberfläche von 5200 km2 und ist maximal 52 m tief.
Der Bodensee ist 63 km lang, 14 km breit, hat 536 km2 Oberfläche und ist maximal 254 m tief.

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Iran – Aserbaidschan: am Grenzfluss Aras

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Alamut, früher Festung der Assasinen, heute Urlaubsregion der Teheraner

Alamut ist eine ehemalige, heute nur als Ruinen bestehende Bergfestung in der Provinz Qazvin, im Nordwesten des Iran, etwa 100 km von Teheran entfernt.

Im Jahr 1090 eroberte Hassan-i Sabbah, der Gründer der Assassinen, die vorher als uneinnehmbar geltende Zitadelle durch einen Überraschungsangriff. in den folgenden 166 Jahren herrschte hier die militante ismailitische Sekte der Assasinen.

Ihr Name steckt als Wortstamm in vielen romanischen Sprachen (englisch „to assassinate“, italienisch „assassinare“, französisch „assassiner“, spanisch „asesinar“), und steht für den Meuchelmord oder den politischen Mord an Herrschern. Die Attentäter sahen sich als Märtyrer und nahmen den eigenen Tod in Kauf.

Heute sieht es in der Region wie folgt aus:

Alamut besteht aus einem westlichen und einem östlichen Teil. Bekannt sind insbesondere das Tal Taleghan und das Tal Alamut. Die Winter sind kalt und verschneit aber im Frühjahr und Sommer ist das Klima angenehm. Es gibt verschiedene Plantagen mit Wallnuss-, Apfel- und Kirschbäumen. Es werden verschiedene Gemüsesorten wie Kartoffeln, Tomaten und Gurken hoher Qualität angebaut. Des weiteren wird ein Berghonig produziert, der auf dem Markt einen hohen Preis erzielt.

Die BewohnerInnen von Teheran verbringen ihren Urlaub gerne in diesem Gebiet.


Das Weizenmehl aus Alamut, das hier für Fladenbrote verwendet wird, ist ebenfalls weithin bekannt.

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Urumijeh-See: Ist die iranische Regierung in einer Sackgasse?

Der Urumijeh See ist mit 50.892 km² der größte Binnensee im Mittleren Osten. Er bedeckt 3% der Fläche des gesamten Irans. Rund um den See und auf seinen mehr als 100 großen und kleinen Inseln sind über 100 Pflanzenarten und ebenso viele Vogelarten beheimatet. Das gleiche gilt für zahlreiche Amphibien. Je nach Jahreszeit leben hier viele Pelikane und Flamingos. Der See ist von Austrocknung bedroht.


Schrumpfung des Urmiasees von 1984 bis 2003 (Wikipedia)

Der Salzgehalt des Sees steigt beständig und damit auch der des Grundwassers. Damals waren in jedem Liter 380 Gramm Salz enthalten – heute sind es bereits 400 Gramm. An manchen Stellen hat sich das Wasser 10 km zurückgezogen. Von der o.g. Wasserfläche sind mittlerweile 2700 km² nur noch Salzwüste. Sollte der See ganz austrocknen, würden 8-10 Mrd. Tonnen Salz zurückbleiben, was die Natur und Zivilisation in der gesamten Umgebung zerstören würde. Mehr als 14 Mio. Menschen würden ihre Lebensgrundlage verlieren. Viele Dörfer in der Umgebung des Sees werden unbewohnbar. Schon heute wurden viele Dörfer verlassen.

Seit viel zu langer Zeit hat die islamische Regierung im Iran das Problem mit Desinteresse behandelt und der Wasserspiegel sank kontinuierlich. Von 1995 bis heute um sechs Meter.

Alle Menschen in der Region wissen, dass die Flora vernichtet wird, falls der See austrocknet, doch die Machthaber haben nicht reagiert oder die falschen Projekte verfolgt. Zum Beispiel wurden für kurzfristige Bewässerungsprojekte unvernünftige Staudämme bei den Zuflüssen des Sees errichtet. So wurden allein 36 Staudämme an 15 großen Flüssen gebaut. Trotz der offensichtlichen Umweltprobleme sind zur Zeit zwölf weitere Staudämme im Bau. Darüber hinaus wird derzeit an über zehn weiteren Staudamm-Plänen gearbeitet. Iranische Umweltexperten beklagen, dass durch die bereits errichteten Staudämme ca. 80% des Wasserzuflusses des Urumijeh-Sees blockiert wird. Der Plan der Regierung wurde jedoch trotz der Proteste aus der Bevölkerung und seitens der Umweltexperten keinen Deut geändert.

Wird das derzeitige Vorgehen beibehalten, wird der See mit Sicherheit austrocknen. Die Machthaber kümmern sich nicht um die Umwelt und die Probleme der Menschen sondern konzentrieren sich auf die Unterdrückung der Proteste. Das Denken in kurzfristigen Lösungen ist geradezu symptomatisch für das generelle Vorgehen der iranischen Machthaber. Egal ob bei landwirtschaftlichen Problemen (der durch Lebensmittelimporte behandelt wird) oder bei Problemen in der industriellen Entwicklung (auch hier wird lieber importiert als die eigene Wirtschaft zu stärken) stets wird nur in kurzen Zeithorizonten gedacht. Ebenso wenig hat die Regierung Interesse, der Unzufriedenheit in der Gesellschaft (Arbeitslosigkeit, Drogenprobleme, Rechtlosigkeit der Frauen, …) durch grundlegende Veränderungen zu begegnen, viel leichter ist es, die Proteste zu unterdrücken und die Menschen in Gefängnisse zu sperren oder gleich zu erschießen. Das Ergebnis dieser kurzfristigen Politik ist, dass aus dem gesamten Iran eine Kaserne geworden und die Regierung selbst in eine Sackgasse geraten ist.

Das Problem des Umrumijeh-Sees betrifft nicht nur die 14 Mio. Menschen in der Region sondern Menschen weit darüber hinaus. Die Proteste der Studenten- und Umweltgruppen dieser Region waren anfangs klein und stießen auf wenig Zuspruch. Langsam wurde die Bevölkerung jedoch sensibilisiert und immer mehr Menschen kamen auf die Straßen. Letzte Woche gab es gleichzeitig Massen-Proteste in Urimijeh (nach inoffiziellen Berichten mehr als 50.000 Menschen) und Tabriz (mehr als 10.000 Menschen). Auch in Teheran werden inzwischen Flugblätter verteilt.

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Iran: Der Kampf ums Wasser hat begonnen


Urumijeh-See

So, wie der Aralsee schon seit Jahrzehnten austrocknet, ist auch der große Urumije-See im Nordwesten des Irans, in dessen Einzugsbereich schätzungsweise 14 Millionen Menschen leben, von einer zunehmenden Austrocknung betroffen. Die Herrscher des Irans interessieren sich freilich nicht für Ökologie und Arbeitsplätze, ihnen ist das Herrscherrecht auf eine Atombombe und der Zugriff auf die Erdölgelder wichtiger als das Wohlergehen der Bevölkerung.

Das macht die Menschen nicht satt und füllt den See nicht mit Wasser. Die Menschen in Urumijeh und in Tabris, der Hauptstadt von iranisch-Aserbaidschan, gehen deshalb inzwischen einmal pro Woche auf die Straße und protestieren. Zuletzt am Samstag, den 2. September 2011. Die staatlichen Sicherheitskräfte gehen gegen die Demonstranten mit außerordentlicher Brutalität vor. In Tabris wurde laut bisher unbestätigten Berichten sogar ein Jugendlicher direkt von einem „Sicherheits“beamten erschossen, aus Urumijeh werden mindestens 13 Verletzte gemeldet, in vier Fällen hatten die Demonstranten sehr schwere Schussverletzungen erlitten. Wie ein Angestellter des Mottahari-Krankenhauses in Urumijeh mitteilte, seien Beamte in Zivil gekommen und hätten diejenigen Verletzten, die transportfähig gewesen seien, aus dem Krankenhaus geholt und mit unbekanntem Ziel abtransportiert. Die Quelle vermutet, dass die Opfer ins Arefian-Krankenhaus gebracht wurden, dass den Pasdaran untersteht.

Demo in Urumijeh vom 30.08.2011

Polizeikräfte auf dem Weg zur Provinzverwaltung von Urumije

Es heißt weiter, dass in Tabris mehrere Dutzend Verhaftete in ein Gebäude der Bassidschis gebracht wurden.
Kurze Filme auf Youtube aus Tabris und Urumijeh sind zwar zu finden, aber meist schlechter Qualität, weil die Staatsorgane jede Kamera beschlagnahmten, die sie beim Filmen entdeckten.

Aus Tabris 1
Von der Demo in Tabris 2

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Chabahar – ein iranisches Kleinod der Natur

Chabahar ist eine im Südosten des Irans gelegene Hafenstadt in der Provinz Sistan Belutschistan. Aufgrund seines Status als Freihandelszone konnte diese Stadt an Bedeutung für den internationalen Handel gewinnen. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sind Belutschen. Die Stadt selbst hat etwa 80.000 EinwohnerInnen, zusammen mit den sie umgebenden Dörfern sind es über 200.000 EinwohnerInnen.

In der Umgebung von Chabahar befindet sich eine rauhe Landschaft von großer Schönheit.

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Die Schönheiten des Iran – Pariyan

Pariyan, ein Dorf in der Region Kermanschah, ist ein traditionelles kurdisches Dorf, das für seine Obstgärten und für seinen Honig berühmt ist.

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Nationalpark Talab Bojagh

An der Südküste des Kaspischen Meeres und nordwestlich von Teheran gelegen, befindet sich der Talab Bojagh, ein iranischer Nationalpark. Auf seiner Fläche von 3000 Hektar beherbergt er zahlreiche Vogelarten. Die reichen Fischvorkommen werden wissenschaftlich beobachtet und untersucht.

In der Nachbarschaft zum Nationalpark hat die Regierung vor einem Jahr Land an ein Bauunternehmen verkauft. Diese Firma kann machen was sie will und die lokale Behörde sieht weg. Ein großer Teil des Parks dient heute als Müllablageplatz. Es wird gesagt, dass diese Firma einem engen Bekannten von Ahmadinejad gehört.

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Frühling im Iran

Die folgenden Bilder zeigen die Gegend um Gachsaran. Gachsaran liegt im Südwesten des Iran. In der Nähe befindet sich ein wichtiges iranisches Ölfeld.

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Frühling, Sofre Haft Sin, Nouruz-Fest und das Mullah-Regime

Sofre Haft Sin (سفره هفت سین)

Haft Sin sind sieben Elemente, die alle im Persischen mit dem Buchstaben „S“ beginnen, mit denen die Tafel des Nouruz-Festes (persisches Neujahrsfest), zu Frühlingsbeginn (um den 21. März) im Iran dekoriert wird. Sprossen symbolisieren dabei Munterkeit, Pudding aus Weizen symbolisiert Wohltat und Segen, Knoblauch symbolisiert Schutz, Mehlbeeren die Saat des Lebens, Essig steht für Fröhlichkeit, Gewürzsumach symbolisiert den Geschmack des Lebens und Äpfel die Gesundheit.

Das Nouruz-Fest ist laut historischen Aufzeichnungen ungefähr 3000 Jahre alt. Auf Befehl eines Königs mit dem Namen Jamsheed wurde der erste Tag des Frühlings im ganzen Iran gefeiert. In der Folgezeit wurde dieses Fest jedes Jahr vom iranischen Volk gefeiert. Zehn Tage vor Frühlingsanfang wird das ganze Haus sehr gründlich geputzt und die ganze Familie neu eingekleidet.

Bei dem Fest wird traditionellerweise Reis mit Gemüse und Fisch gegessen. Früher war es eine Pflicht, dass Stammesangehörige ihr Oberhaupt besuchen, ihm feierlich gratulieren, seine Hände küssen und es umarmen. Auch heute noch existiert dieses Prinzip in der gesamten iranischen Gesellschaft, unabhängig von der Schichtzugehörigkeit. Die Kinder müssen ihre Eltern besuchen und ihnen zum Nouruz gratulieren oder hochrangige Persönlichkeiten gratulieren ihrem Gouverneur. Es gehört dazu, dass bei dem Besuch ein Strauß Blumen oder frisches Grün übergeben wird.

Offiziell dauert die besondere Zeit bis zum 13. Tag nach Frühlinganfang. In dieser Zeit sind die Menschen unterwegs von einer Ecke des Landes in die andere, um sich gegenseitig zu besuchen. Schulen und Universiäten haben geschlossen. Andere Institutionen staatlicher oder privater Art nehmen bereits nach fünf Tagen ihre normale Arbeit wieder auf. Schon immer war diese Zeit für die Menschen eine Gelegenheit, insbesondere unter fremder Herrschaft, einander auf vielfältige Weise zu besuchen und miteinander zu sprechen.

Schon im ersten Jahr, in dem Chomeini und seine Anhänger den Iran in ihre Gewalt bringen konnten, versuchten sie zu beweisen, dass das Nouruz-Fest unislamisch sei. Ein paar Monate vor dem zweiten Nouruz-Fest wurden die Mullahs in alle Winkel des Irans gesandt, um für das Ramadan-Fest an Stelle des Nouruz-Festes zu werben. Doch die Iranerinnen und Iraner liessen nicht davon ab, ihr Nouruz-Fest weiterhin zu feiern. Seit 30 Jahren versuchen nun religiöse Führer und Rechtsgelehrte im Iran, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, dieses Fest zu unterdrücken. Auch heute noch fällt es der Regierung schwer, die besonders in den drei wichtigsten Tagen stattfindende rege Reisetätigkeit zu kontrollieren.

In der iranischen Literatur hat der Begriff des Frühlungs eine besondere Bedeutung: seit jeher wird der Gegensatz von Winter und Frühling verwendet, um versteckten Protest gegen das herrschende System auzudrücken. Es gab in den letzten zwei Jahrtausenden keinen Dichter im Iran, der nicht über den Frühling geschrieben hat. Frühling war für sie Empörung.

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