Archiv der Kategorie 'Ökonomie'

Libanon: Menschenkette für eine neue Politik


Im Libanon sind seid rund 30 Jahren die gleichen Cliquen an der Macht. Sie haben ausländische Kredite dazu genutzt, das Geld im Banken- und Immobiliensektor anzulegen, Arbeiter und Landwirte hatten wenig davon. 35% der Einwohner haben den Libanon verlassen. Jetzt, wo es darum geht, die Rechnung für diese Kredite zu zahlen, soll die gesamte Bevölkerung zur Kasse gebeten werden. Das führt zu zunehmenden Protesten, auch gegen die im Süden herrschenden Milizen der Hisbollah und der Amal.

Am Sonntag, den 27. Oktober 2019, bildete sich eine 170 Kilometer lange Menschenkette von
Trablus (Tripolis) über Beirut bis nach Sur im Süden, an der Zehntausende von Menschen mitwirkten. Sie Teilnehmer wollten dagegen protestieren, dass der libanesische Staat Spielball diverser religiöser und ethnischer Gruppen ist. Hinter den Protesten steht kein bestimmter Poliltiker, sie sind vor allem Ausdruck der jungen Generation des Landes. Sie wollten mit dieser Menschenkette die Einheit des Landes über die religiösen und ethnischen Aufspaltungen hinweg demonstrieren.




https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=193496
vom 6. Aban 1398 (28. Oktober 2019)
°aks / dahha hezar tazahor-konande dar lobnan zanjire‘i zende be-tule 170 kilumetr shekl dadand

https://www.akhbar-rooz.com/دهمین-روز-اعتراضات-لبنان؛-زنجیرۀ-انسا/
vom 27. Oktober 2019
dahomin ruze e°terazate lobnan; zanjireye ensaniye mo°tarezan dar sarasare keshwar

https://www.akhbar-rooz.com/ما-می-دانیم-این-بزرگترین-تظاهرات-تاریخ/
vom 23. Oktober 2019
ma midanim in bozorgtarin tazaharote tarixe lobnan bud – °omar ad-dib °ozwe heyate siyasiye hezbe komuniste lobnan

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Iran: Staatsanwalt bestätigt Verhaftung streikender Arbeiter


Abbas Qassemi, der Staatsanwalt von Arak, bestätigte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur Fars, dass gestern bei der Niederschlagung von Protesten der Arbeiter von Asarab in Arak 21 Arbeiter verhaftet wurden. Der Staatsanwalt erklärte, die Forderungen der Arbeiter seien zwar berechtigt, sie hätten aber kein Recht, den Schienenverkehr zu blockieren.
In der zweiten Streikwoche setzten die bewaffneten Staatskräfte auch Tränengas ein, um den Protest der Arbeiter aufzulösen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=193073
vom 29. Mehr 1398 (21. Oktober 2019)
dadsetane arak: dastgiriye 21 kargare azarab

https://www.radiofarda.com/a/Protests-by-AzarAb-workers-in-Arak/30226404.html
vom 28. Mehr 1398 (20. Oktober 2019)
ma‘murane amniyati ba shelike gaze ashk-awar be tajammo°e kargarane azarabe arak hamle kardand

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Iran – Arak: Sondereinheiten gegen Arbeiterproteste


Heute, den 7. Oktober 2019, wurden in Arak Sondereinheiten zur Niederschlagung von Aufständen gegen protestierende Arbeiter der Firma Adhar-Ab in Arak eingesetzt. Die Spezialkräfte setzten Tränengas ein. Sie waren vor den Toren der Firma postiert, um die Arbeiter zu zerstreuen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=192164
vom 15. Mehr 1398 (7. Oktober 2019)
°aks / yegane wizheye zedde shuresh ba estefade az gaze ashk-awar wa ba hozur dar moqabele dare worudiye sherkat eqdam be motefarreq kardane kargarane mo°tareze adharabe Arak kardand

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Iran: Verfolgung der streikenden Arbeiter von Haft-Tape

Für den 30. September 2019 haben 40 streikende Arbeiter der Zuckerfabrik in Haft-Tape telefonisch eine Vorladung erhalten, sich bei der Sicherheitspolizei in Schusch zu melden. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass weitere 150 Arbeiter dieser Fabrik entlassen werden sollen. Die streikenden Arbeiter fordern unter anderem die Wiedereinstellung der bisher entlassenen Arbeiter, die Freilassung von Esmail Bachschi und die Rücknahme des sogenannten Privatisierungsprogrammes der Fabrik.

http://www.akhbar-rooz.com/%db%b4%db%b0-%da%a9%d8%a7%d8%b1%da%af%d8%b1-%d9%86%db%8c%d8%b4%da%a9%d8%b1-%d9%87%d9%81%d8%aa-%d8%aa%d9%be%d9%87-%d8%a8%d9%87-%d9%be%d9%84%db%8c%d8%b3-%d8%a7%d9%85%d9%86%db%8c%d8%aa-%d8%a7%d8%ad%d8%b6/
vom 8. Mehr 1398 (30. September 2019)
40 kargare neyshekare haft-tape be polise amniyat ehzar shodand

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Iran: Ein Krieg als letzte Rettung

Am Samstag, den 14. September 2019, schlugen kurz nach 3 Uhr morgens in zwei wichtigen erdölverarbeitenden Fabriken in Saudi-Arabien mehrere Raketen ein, die im Handstreich kurzfristig einen beachtlichen Anteil der Erdölproduktion im Land lahmlegten.
Ziemlich bald wurden die iranischen Machthaber beschuldigt, hinter diesen Raketenanschlägen zu stehen. Die jemenitischen Huthi-Milizen, die vom Iran unterstützt werden, behaupteten dagegen, selbst den erfolgreichen Anschlag durchgeführt zu haben. Sowohl die US-Regierung wie die saudischen Herrscher gaben an, die Ergebnisse von Untersuchungen abwarten zu wollen, um dann entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Wer prüft die Fakten?
Um beurteilen zu können, was für Raketen da eingesetzt wurden, von wem sie stammten, ob sie von irgendwelchen Radarsystemen erfasst wurden oder nicht, bräuchte man Zugang zu Informationen, die vielleicht saudischen oder US-Militärs vorliegen, vielleicht auch Militärspezialisten aus anderen Ländern, aber das nützt uns wenig. Die Aufgabe des Militärs ist es, einen Krieg erfolgreich zu führen, und nicht die, unsereins mit Wahrheiten zu versorgen. Dass Lügen kriegsentscheidend sein können, hat das Beispiel des irakisch-kuwaitischen Kriegs im August 1990 gezeigt, als die US-Öffentlichkeit gezielt mit Lügen gefüttert wurde, irakische Soldaten hätten bei der Invasion Kuwaits kuwaitische Frühgeborene ermordet, indem sie diese aus ihren Brutkästen gerissen hätten und sie dann auf dem Boden verenden ließen. Wir können die Behauptungen von Regierungen nicht überprüfen und wir wollen auch nicht die Plattform sein, über die Regierungslügen verbreitet werden.

Wer braucht den Krieg?

Es ist nicht unser Spezialfeld, zu beurteilen, wer in den USA und wer in Saudi-Arabien Interesse an einem Krieg mit dem Iran haben könnte. Aber sehr klar ist, dass die heutigen Machthaber im Iran – die Pasdaran samt Umfeld und die Geistlichkeit um den Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i – einen Krieg brauchen, um zu überleben. Sie haben das Land in vier Jahrzehnten so weit herabgewirtschaftet, dass heute selbst der Einsatz von Spezialkräften zur Aufstandsbekämpfung gegen streikende Arbeiter nicht verhindern kann, dass die Arbeiter der selben Firma am nächsten Tag wieder auf die Straße gehen. Und dies trotz der Verletzten und Verhafteten vom Vortag. Wer keine Löhne mehr zahlt, wer den Arbeitern nicht die Garantie gibt, dass sie ihre Familie noch ernähren können, hat wenig Aussicht, sich weiter an der Macht zu halten, wenn nicht ein Krieg zu Hilfe kommt. Dann kann man den Menschen sagen: Was redet ihr hier von Brot und Löhnen? Das Vaterland ist in Gefahr, hier schlagen Bomben und Raketen ein. Der Krieg ist die letzte Hoffnung des jetzigen Regimes im Iran, sich weiter an der Macht zu halten.

ein Link zum Thema Militaria in diesem Zusammenhang:

https://www.heise.de/tp/features/USA-entsenden-Truppen-zur-Luft-und-Raketenabwehr-nach-Saudi-Arabien-4535693.html
USA entsenden Truppen zur Luft- und Raketenabwehr nach Saudi-Arabien
Florian Rötzer

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Iran: Bauern setzen ihr Recht mit dem Bulldozer durch


Das Elektrizitätswerk von Eslam-Abad hatte vor 10 Jahren rechtswidrig den Zugang der Landwirte zum Fluss Sayande-Rud mit einer Mauer abgesperrt, um sie an der Nutzung des Wassers für ihre Felder zu hindern. Trotz gerichtlichen Beschlusses, die besetzten Gebiete zu räumen, kam das E-Werk diesem nicht nach. Jetzt haben die Bauern zur Selbsthilfe gegriffen und die Mauern selbst mit dem Bulldozer eingerissen. Es fällt auf, dass diesmal weder Polizei noch Revolutionswächter zu sehen waren.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=187600
vom 7. Mordad 1398 (29. Juli 2019)
film / keshavarzane esfahan divare edareye barq-ra xarab kardand

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Iran: Erdöl und Atombomben machen nicht satt


Während die iranischen Machthaber weiter auf ihr vermeintliches Recht pochen, die iranische Bevölkerung mit angereichertem Uran zu beglücken, ist aus dem Munde von Zahra Abdollahi, der Generaldirektorin des Amtes zur Verbesserung der Ernährungslage der Bevölkerung, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, folgendes zu hören. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ILNA erklärte sie in einem Interview, dass 8 iranische Provinzen mit einem besonderen Nahrungsmittelmangel konfrontiert sind. Das ist die amtliche Art, auszudrücken, dass die Bevölkerung hungert.
Die acht Provinzen sind:
Sistan und Balutschestan, Kohkiliye und Boyer-Ahmad, Ilam, Hormosgan, Chusestan, Kerman, Süd-Chorassan und ???. Bei der Aufzählung hat die Generaldirektorin nämlich nur diese sieben Provinzen genannt. Wenn man auf die Landkarte schaut, fällt auf, dass diese Regionen in der südlichen Hälfte des Irans liegen und dass namentlich die Balutschen und die Araber davon betroffen sind. Und dabei ist gerade Chusestan die erdölreichste Provinz des Irans.

https://www.radiofarda.com/a/30081228.html
vom 7. Mordad 1398 (29.07.2019)
8 ostane iran ba kambude ghad_a‘i mowajeh shodeand

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IWF-Bericht zum Mittleren Osten (inkl. Iran) und Nordafrika

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat am heutigen Dienstag, den 23.7.2019, einen Bericht zum Mittleren Osten und zu Nordafrika veröffentlicht, in dem er negatives Wirtschaftswachstum auf Sanktionen gegen den Iran und regionale Unruhen zurück führt.

Mit -6 % ist das Wirtschaftswachstum der Region auf dem niedrigsten Niveau seit 2012, wo es einen Wert von -7,7% erreicht hatte. Der Abschwung setzt sich nun das fünfte Jahr in Folge fort und beträgt einen halben Prozentpunkt weniger, als vom IWF noch im April vorausgesagt. Diese Differenz soll laut IWF mit den zunehmend strengeren Sanktionen der USA gegen den Iran im Zusammenhang stehen.

Der Iran exportierte vor den US-Sanktionen täglich 2,5 Millionen Barrel Öl, und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des IWF beliefen sich seine Ölexporte auf etwa eine Million Barrel.

Neue Berichte deuten jedoch darauf hin, dass die iranischen Ölexporte im Juni weniger als 300.000 Barrel erreichten, von denen zwei Drittel für China bestimmt waren, um die Schulden der Islamischen Republik gegenüber Sinopec und Ciānpisi aufgrund der Entwicklung von Ölfeldern zu tilgen. Mit anderen Worten, der Iran nimmt kein Geld von China für die Lieferung dieser Sendungen und wird nur seine Schulden begleichen, anstatt Bargeld mit Öl.

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Straße von Hormus von geringer Bedeutung für die USA?

Am 24.6.2019 beklagte sich US-Präsident Trump per Twitter, dass die asiatischen Länder, die die größten Mengen von Öl über die Straße von Hormuz bezögen, sich nicht an der Sicherung der Wasserstraßen beteiligen würden und die USA noch nicht einmal für diese Leistung entschädigten. Die USA wären inzwischen selbst bei weitem die größten Energieproduzenten weltweit und bräuchten sich demnach gar nicht mehr in der Region zu engagieren.


Öltransporte durch die Straße von Hormus und wichtigste Empfängerländer

Wenn man sich die Zahlen der US Energy Information Administration (EIA) anschaut, ist durchaus etwas dran an dieser Behauptung. Im Jahr 2018 wurden demnach täglich über 17.3 Mio. Barrel Crude Oil (Rohöl) und Condensate (Kondensat) durch die Straße von Hormus transportiert. Die Hauptabnehmer waren zu 76% asiatische Märkte wie China, Indien, Japan und Südkorea. China hat mit ca. 1,24 Mio. Barrel pro Tag (ca. 7%) und Indien mit 1,14 Mio Barrel pro Tag (ca. 6,5%) der Transporte über die Straße von Hormuz bezogen.

Allerdings beziehen die USA immerhin etwa halbsoviel Öl durch die Straße von Hormuz wie China, was etwa 18% ihrer Gesamtimporte ausmacht. D.h. die USA würden ebenfalls deutlich unter einer Schließung der Straße von Hormuz leiden.

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Iran: Der Uran-Poker geht weiter

Wie berichtet, hatte die iranische Regierung angekündigt, aus den Verpflichtungen auszusteigen, die sie mit der Unterschreibung des internationalen Atomabkommens eingegangen war. Nachdem die EU ein iranisches Ultimatum abgelehnt hatte, wonach Europa bestimmte Forderungen im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Bankensektors erfüllen sollte, gaben jetzt sowohl die Internationale Atomenergiebehörde wie der iranische Außenminister bekannt, dass der Iran die vertraglich festgelegte Grenze von 300 kg angereichertem Uran überschritten habe.

https://www.radiofarda.com/a/iran-has-exceeded-enrichment/30030361.html
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
azhanse beyn ol-mellaliye enerzhiye atomi: zaxireye uranyume ghani shodeye iran az 300 kilugram °obur kard

https://www.radiofarda.com/a/30030226.html
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
zarif ta‘yid kard: °obure mizane zaxireye uranyume ghani shodeye iran az 300 kilugram

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Iran: Zunahme der Kinderarbeit

Laut eines jüngst veröffentlichten Berichts des Ministeriums für Kooperativen, Arbeit und gesellschaftliche Wohlfahrt hat die Zahl der arbeitenden Kinder in den letzten Jahren zugenommen. Im Jahr 1396 (2017) haben im Iran 500.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren gearbeitet oder Arbeit gesucht. 18% davon waren Mädchen, die Hälfte davon arbeitete in der Industrie. Nach dem Gesetz ist im Iran Kinderarbeit unter 15 Jahren verboten, zwischen 15 und 18 Jahren gelten besondere Schutzregeln. Aber das Gesetz steht nur auf dem Papier. Kinder sind selbst auf dem Bau und in Bergwerken beschäftigt, was z.T. internationalen Regelungen über gefährliche Arbeiten widerspricht. Parallel nimmt die Zahl der Kinder zu, die die Schule vorzeitig verlassen (mehr Mädchen als Jungen), die Zahl der Analphabeten unter Jugendlichen beträgt inzwischen 250.000.

https://www.radiofarda.com/a/iran-child-labour/30006482.html
vom 29. Chordad 1398 (19. Juni 2019)
afzayeshe shomare kudakane kar dar iran

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Iran: 600 Rentner protestieren vor dem Parlament


Vergangenen Samstag versammelten sich 600 RentnerInnen vor dem iranischen Parlament, um ihre Rechte einzufordern. Sie vertraten die verschiedensten Berufssparten, mit einem Schwerpunkt aus dem Bildungssektor. Die Versammlung fand zwar mit Erlaubnis des Innenministeriums statt, was aber die Geheimdienstorgane nicht daran hinderte, die Teilnehmer ausführlich zu filmen und zu fotografieren.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93823
vom 28. Chordad 1398 (18. Juni 2019)
dowomin tajammo°e bozorge e°teraziye bazneshastegan dar sale 98 bar gozar shod

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Iran: Schikanen für Grenzbewohner beenden


Keine Bergsteiger, sondern Grenzhändler…

Rassul Chesri, Abgeordneter der kurdischen Grenzstädte Piranschahr und Sardascht im iranischen Parlament, hat die staatliche Verfolgung der Grenzhändler im Iran beklagt. Er sagte, allein in Piranschahr und Sardascht lebten bislang 14.000-15.000 Menschen direkt vom kleinen Grenzhandel, indem sie die Waren auf dem Rücken aus dem Irak in den Iran brachten. Mit der neuen Politik wurde ihr Handel verboten und die Händler kriminalisiert. Da auch der lokale Basar und der regionale Tourismus von diesem Grenzhandel lebte, haben insgesamt 70.000 bis 80.000 Menschen in Piranschahr und Sardascht ihr Einkommen verloren. Der Abgeordnete meinte, es gehe nicht an, dass die Grenzbewohner sowohl die Folgen des äußeren (von den USA verhängten) Embargos und zugleich des inneren Embargos tragen müssten. Für den Iran sei es vorteilhaft, wenn der kleine Grenzhandel existiere, da er die Folgen des Embargos lindere. Insgesamt bezögen in den vier Grenzregionen West-Aserbaidschan, Kurdistan, Kermanschah sowie Sistan-Balutschistan sieben Millionen Menschen ihren Unterhalt aus dem Grenzhandel.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93891
vom 1. Tir 1398 (22. Juni 2019)
7 milyun nafar az rahe kulebari ertezaq mi konand

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Iran: Mißhandlung von Grenzgängern

Auf folgendem Video erkennt man eine kurze Szene an einem iranischen Grenzposten. Zwei Uniformierte verprügeln und treten einen Grenzgänger, der Waren auf dem Rücken in den Iran bringt. Da Schmuggel im Iran ein Privileg der Revolutionswächter (Pasdaran) ist, wird der kleine Grenzhandel der Habenichtse mit aller Strenge verfolgt. Die Grenzwächter dürfen schlagen und treten und verbrennen die beschlagnahmte Ware, wie das Feuer zeigt.

https://www.peykeiran.com/movie/ZarboShatmeKoolbar.mp4

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=184773
vom 26. Chordad 1398 (16. Juni 2019)
film/zarb o shetame yek kulbar dar marzbani wa atash zadane jense u

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Iran: 47% Inflation, Arbeitslosenquote bis zu 50%

Ahmad Tavakkoli, Mitglied der Versammlung zur Wahrung der Interessen des Systems (Majma°e Tashxise Maslehate Nezam), hat am vergangenen Samstag (15. Juni) in einem Interview mit der Webseite Xaneye mellat (Haus des Volks) erklärt, dass in den ersten 9 Monaten des Vorjahres 744.000 Arbeiter ihre Arbeit verloren haben. Regional beträgt die Arbeitslosenquote laut Gewerkschaftsaktivisten bis zu 50%, laut amtlichen Angaben liegt sie bei 12%. Die Inflation betrug im vergangenen Jahr (1397) rund 47%. Der Hohe Rat für Arbeit hat den diesjährigen Mindestlohn auf rund 1,5 Millionen Tuman festgelegt, was weniger als die Hälfte des Einkaufskorbs beträgt, das heißt der Ausgaben, die man zum Überleben benötigt.
Ahmad Tavakkoli machte die Währungspolitik der Regierung dafür verwantwortlich, dass im Iran viele Firmen dicht machen mussten oder nur zum Bruchteil ihrer Kapazität arbeiten, weil sie die Kosten für importierte Rohstoffe aufgrund des raschen Währungsverfalls nicht mehr bezahlen können.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93780
vom 25. Chordad 1398 (15. Juni 2019)
744.000 kargar teye 9 mah exraj shodand

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