Archiv der Kategorie 'Ökonomie'

Iran: Protest der Bauern von Ladschnan

Aus Protest gegen den Wassermangel protestieren Bauern mit ihren Traktoren vor der Verwaltungsbehörde von Ladschnan
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=151400
Vom 28.03.2018 (8.Farwardin 1397)

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Iran – Nourus: Sofreye Haft Sin in Isfahan

Zum iranischen Neujahrsfest, das immer zum Frühlingsbeginn gefeiert wird, gehört es, eine Tischdecke auszubreiten, auf der sieben mit dem Buchstaben s (Name „sin“) beginnende Objekte ausgestellt sind (Sofreye Haft Sin – das Tischtuch mit den Sieben S). Traditionell ist auch ein Glas mit einem Goldfisch dabei.
Die Bauern von Warsane im Osten der Provinz Isfahan präsentieren jetzt diese Tradition in zeitgemäßerem Gewand. Sie leiden unter Wasserarmut, seit die Regierung durch ein Wasserumleitungsprojekt dem Sayande-Fluss das Wasser entzogen haben. Der Goldfisch ist durch einen toten Fisch auf trockenem Sand ersetzt, statt Blumen sieht man Steine (sang) und Wüste, und die Schrottkugeln (satschme) symbolisieren die staatlichen Gewaltakte gegen die protestierenden Bauern.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=150924
vom 29. Esfand 1396 (20. März 2018)ا

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Iran: Bauern protestieren beim Freitagsgebet

Vergangenen Freitag hat eine große Zahl von Bauern aus dem Osten der Provinz Isfahan beim Freitagsgebet auf dem Pole-Chadschu-Platz protestiert, nachdem alle anderen Formen des Protests ergebnislos geblieben waren. Die Bauern leiden unter Wassermangel, der dadurch verursacht wurde, dass die Regierung Wasser vom Sayande-Fluss abgezweigt und in die Region Jasd umgeleitet hat. Versprechen von Hassan Rouhani, den Bauern wieder zu ihrem Wasser zu verhelfen, erwiesen sich als leere Versprechen. Jetzt haben die Bauern sich beim Freitagsgebet, als der von Ajatollah Chamene‘i eingesetzte Imam seine Predigt hielt, umgedreht und die Parole gerufen: „Poscht be doschman, ru be mihan.“ (erstes Video auf folgendem Link)
„Den Rücken zum Feind, das Gesicht zur Heimat.“
Beachtlich ist auch der vielstimmig vorgetragene Protest:
seda wa simaye ma, nange ma, nange ma
Unser staatliches Fernsehen ist unsere Schande, unsere Schande.
Damit beziehen sie sich auf das Totschweigen ihres Protests durch die staatlichen Medien.
Hier ist Medienkritik zur Gesellschaftsbewegung geworden, und zwar bei den Bauern, nicht bei den Intellektuellen, wo einen das nicht überraschen würde.
Die Bauern fahren fort: Solange unser Problem (der Wasserraub) nicht gelöst wird, beginnt auch das Freitagsgebet nicht.

Der Freitagsprediger ermahnte die Bauern, er könne ihren Protest verstehen, aber man solle den Feinden – der Islamischen Republik – nicht die Butter aufs Brot schmieren.
Diese neue Form des Protests hat gute Aussichten, ein Modell für weitere Protestgruppen zu werden. Damit wird der Protest dorthin getragen, wo die Urheber des Niedergangs zu finden sind. Nämlich bei den Ideologen und Propagandisten der Islamischen Republik.

https://www.radiofarda.com/a/iran-isfahan-farmers-protest-friday-prayers/29105563.html
Samstag, 17.03.2018 (26. Esfand 1396)
posht be doshman, ru be mihan – nou-awari dar e°terazhaye mahhaye axire iran

http://fa.euronews.com/2018/03/16/isfahan-farmers-protests-over-water-shortage-friday-prayer
Freitag, 16.03.2018 (25. Esfand 1396)
e°teraze keshawarzane esfahani be kam abi be namaz jom°e resid

http://news.gooya.com/2018/03/post-13012.php
vom 16. März 2018
keshawarzane mo°tarez be imam jom°eye esfahan posht kardand

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Iran – Ahwas: Stahlarbeiter fordern Freilassung inhaftierter Kollegen


Vergangenen Samstag haben Arbeiter der Goruhe Melliye Fulade Ahwaz, einer großen Stahlfabrik in Ahwas, gegen die Inhaftierung von neun ihrer Kollegen protestiert. Sie versammelten sich vor dem Sitz des Provinzgouverneurs in Ahwas und forderten die Freilassung der Kollegen.

https://www.radiofarda.com/a/steel-workers-protest-against-arrest-of-coworkers/29076836.html
vom 12. Esfand 1396 (3.3.2018)
kargarane goruhe melliye fulad baraye azadiye hamkarane xod dar ahwaz rahpeyma‘i kardand

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85226
vom 12. Esfand 1396 (3.3.2018)
tajammo° dar barabare ostandariye ahwaz: kargarane fulad: hamkaraneman-ra azad konid

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Iran – Ahwas: Verhaftung von Stahlarbeitern


Die neue Währung der Islamischen Republik Iran – Prügel statt Lohn

Am Vorabend des letzten Freitags wurden neun aktive Gewerkschafter der Stahlarbeiter der Goruhe Melliye Fulad, einer großen Stahlfabrik in Ahwas, von den sogenannten Sicherheitskräften verhaftet. Die bewaffneten Organe der Islamischen Republik Iran unterbanden auch unter Einsatz von Gewalt die Teilnahme von über 300 protestierenden Arbeitern am Freitagsgebet in Ahwas.


Die Arbeiter hatten die Parole gerufen:
Emam Dschom°e be gusch basch – ma kargarim na oubasch
Freitags-Imam, hör gut zu – wir sind Arbeiter, keine Banditen.

http://news.gooya.com/2018/03/---73.php
vom 1. März 2018
ma‘muran mane°e hozure kargarane fulade ahwaz dar namaze jom°e shodand – emam jom°e be gush bash – ma kargarim, na oubash

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85193
vom 3. März 2018 (11. Esfand 1396)
yureshe shabane be kargarane fulad, 9 nafar bazdasht shodand

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Iran: Protest in Nischabur


Die Arbeiter der Fabrik für Molkereiprodukte Binalud in Nischabur haben heute mit einer Kundgebung dagegen protestiert, dass sie seit sieben Monaten ihren Lohn nicht erhalten haben. Proteste wie diese finden Tag für Tag im ganzen Iran statt.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=149100
vom 26.02.2018

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Iran: Die Herrschaften mögen kein Licht


Aus Protest gegen die Vorenthaltung der Lohnzahlung und der zustehenden Arbeitskleidung haben die Busfahrer am Sonntag in Teheran tagsüber das Fahrlicht angemacht. Das Management der Busgesellschaft hat darauf mit eigenen Streifen die Busse kontrolliert, um durchzusetzen, dass die Fahrer das Licht wieder ausmachen, aber das konnte die Fortsetzung des Protests nicht verhindern.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85106
vom 26. Februar 2018
be neshaneye e°teraz cheraghe otobusha roushan shod

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Iran: Eine Gesellschaft im Niedergang

Die iranische Nachrichtenagentur ISNA, die sogenannte Nachrichtenagentur der Studenten, hat Äußerungen des iranischen Ministers für Straßen- und Städtebau, Abbas Achundi, veröffentlicht, die dieser vergangenen Samstag (24.2.2018) machte.
Gegen Abbas Achundi hat das iranische Parlament ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, weil es ihn für das Flugzeugunglück bei Yassudsch verantwortlich macht.
Hier einige Auszüge von dem, was der Minister gesagt hat:
„In Wirklichkeit ist es so, dass sich unsere Gesellschaft im Niedergang befindet. Sprich, sie hat nicht die Möglichkeit, ihre grundlegenden Probleme zu beseitigen, Mehrwert zu schaffen und Hoffnung einzuflößen. Dies ist eine Tatsache, die keine Abhilfe findet, wenn wir sie verhüllen.
(…)
Wann immer etwas passiert, suchen wir sofort jemanden, mit dem wir uns anlegen, statt uns an die Korrektur der auslösenden Faktoren zu machen.
(…)
Wir können in unserem Land nicht einmal die kleinsten Probleme gesellschaftlich lösen. Sei es die Staubbelastung, seien es Unglücksfälle, seien es Wirtschaftsprobleme.
(…)
Wenn wir die Dinge aus der Nähe betrachten, sehen wir, dass eine Versammlung sich rasch in Aufruhr verwandelt und dass ein Schneefall die ganze Gesellschaft ausbremst.“

http://news.gooya.com/2018/02/post-12371.php
vom 26.02.2018
wazire rah wa shahrsazi: iran dar hale zawale ejtema°i ast

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Iran: Stahlarbeiter in Ahwas streiken

Die Arbeiter der Stahlfabrik in Ahwas (Goruhe Melliye San°ate Fulade Ahwaz), die sich in einer freien Gewerkschaft organisiert haben, haben gestern gestreikt, um die ausstehenden letzten drei Monatslöhne einzufordern. Hierzu sperrten sie für zwei Stunden die Fabriktore zu. Auch die nahelegende Verbindungsstraße von Ahwas nach Chorramschahr musste wegen der Kundgebung gesperrt werden. Die Arbeiter beklagen nicht nur die fehlenden Lohnzahlungen, auch die Sozialversicherungsbeiträge wurden nicht einbezahlt, so dass die Arbeiter nicht krankenversichert sind. Die Busverbindungen von und zur Fabrik funktionieren auch nicht mehr, weil der Arbeitgeber auch hier seine Beiträge nicht leistet.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84970
vom 18.02.2018
e°tesabe yekparcheye kargarane goruhe melliye san°ate fulade ahwaz

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Iran – Chusestan: 700 Papierarbeiter streiken


700 Arbeiter der Papierfabrik ‚Kaghaze Pars‘ in Haft-Tape, Kreis Schusch, Region Chusestan, streiken seit Samstag, weil der Arbeitgeber nicht den vereinbarten Lohn gezahlt hat. Sie fordern die Lohnrückstände ein. Viele der Arbeiter haben zwei Schichten pro Tag gearbeitet, um über die Runden zu kommen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84409
vom 1. Bahman 1396 (21. Januar 2018)
dovomin ruze e°tesab dar karxaneye kaghaze pars

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Iran: Der Damm ist gebrochen

Auch wenn die jüngste politische Protestwelle gegen den Islamischen Staat, der im Iran herrscht, von der Bildfläche verschwunden zu sein scheint – es ist ein trügerischer Schein, so gehen die Proteste der Bevölkerung Tag für Tag weiter. Denn die Wirtschaftsmisere zwingt die Menschen zum Handeln. Hier drei Beispiele vom heutigen Tag (22. Januar 2018)


Streik der Lehrkräfte der Stadt Yasd vor der Provinzverwaltung, weil sie seit 10 Monaten ihren Lohn nicht mehr erhalten


Protestversammlung der Arbeiter der Seifenfabrik von Chorramschahr vor der Freitagsmoschee der Stadt, weil sie seit fünf Monaten ihren Lohn nicht erhalten


Teheran: Leiharbeitsunternehmer haben sich heute morgen vor dem Gebäude der Fernmeldegesellschaft versammelt, um die ausstehenden Lohnzahlungen für ihre Arbeitskräfte für 6 Monate einzufordern. Die Fernmeldegesellschaft ist in der Hand der Pasdaran.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=146558
vom 2. Bahman 1396 (22. Januar 2018)
°aks / tajammo°ate e°teraziye emruz

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Iran: Proteste in zahlreichen Städten

Am Donnerstag, den 28. Dezember 2017, war es in Maschhad, im Osten des Irans, vor der Stadtverwaltung zu Protesten gegen die Inflation gekommen. Von den mehreren Hundert Demonstranten sollen 52 festgenommen worden sein. Auch in Kaschmar, Schahrud und Nischabur soll es Proteste gegen die Inflation gegeben haben. Ajatollah Ahmad Alam-al-Hoda, der Freitagsimam von Maschhad, soll erklärt haben, die Demonstration gegen die Inflation sei von einer „unbekannten Instanz“ organisiert worden. Am Freitag, den 29. Dezember, sprang der Protestfunke auch auf andere iranische Städte über. Es gab Kundgebungen gegen die Inflation in Kermanschah, Isfahan, Teheran, Ahwas, Rascht, Chorram-Abad, Qom, Zahedan (Sahedan), Birjand (Birdschand), Sari, Qayem-Schahr und Qutschan. In Kermanschah protestierte die Bevölkerung nicht nur gegen die Inflation, sondern auch gegen die mangelnde Hilfe für die Erdbebenopfer. Auch Sprüche wie: „Das Volk bettelt, während der Herr (= Ajatollah Chamene‘i) den großen Gott spielt“ wurden laut. In Kermanschah sollen mindestens 300 Menschen demonstriert haben.
Laut amtlichen Angaben wurden auch in Teheran mehrere Teilnehmer der Proteste verhaftet.
Einige studentische Webseiten sollen berichtet haben, dass in den Großstädten wie Teheran, Tabris und in Kerman ein nicht erklärter Ausnahmezustand herrsche und überall Kräfte zur Aufstandsbekämpfung im Einsatz seien.

http://news.gooya.com/2017/12/post-10570.php
vom Freitag, den 29. Dezember 2017 (8. Dey 1396)
gostareshe e°terazat be shahrhaye digare iran wa bazdashte mo°tarezin

https://www.radiofarda.com/a/kermanshah-protests/28945668.html
vom 29.12.2017 (8. Dey 1396)
tajammo°a:te e°terazi dar chandin shahre iran: bazdashte mo°tarezan dar tehran wa kermanshah

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Iran: Das große Jammern

Der iranische Parlamentspräsident hat vor wenigen Tagen erklärt, mit so einem Budget, wie es der Iran habe, könne man das Land nicht verwalten. Der Staat habe für das kommende Jahr gerade mal 300.000 Milliarden Tuman – also 70 Milliarden US-Dollar – an Einnahmen zur Verfügung, und zwar aus dem Erdöl und Steuern. Die offiziellen Erdöleinnahmen betrugen vom Ende März bis Ende September 2017 rund 23 Milliarden Dollar, fürs gesamte Jahr darf man daher ca. 50 Milliarden Dollar an Einnahmen schätzen. Dann bleiben bloße 20 Milliarden Dollar als Steuereinnahmen übrig.

Wer unterschlägt die Steuern?
Warum so wenig? Einmal sind da die Schmuggelbrüder, wie der vorige Präsident Ahmadineschad die Revolutionswächter (Pasdaran) zu Recht titulierte. Es wird geschätzt, dass 90% des iranischen Imports Schmuggel darstellt. Klar, dass da zwar die Pasdaran absahnen, aber nicht der Staat. Und dann sind die Erdölunternehmen in Pasdaran-Hand, und man darf guten Herzens bezweifeln, dass die ihre wahren Einnahmen an den Staat melden. Es traut sich ja keiner, sie zu kontrollieren, warum sollten sie dann?
So kann es kommen, dass ein Staat mit 80 Millionen Einwohnern ein doch sehr bescheidenes Budget aufweist.

Zum Vergleich:
Das türkische Budget für 2018 sieht 726 Milliarden Lira (190 Milliarden US-Dollar) Ausgaben und 697 Milliarden Lira (182 Milliarden US-Dollar) Einnahmen vor, bei einer Bevölkerung von 75 Millionen.
Das polnische Budget für 2018 sieht 355 Milliarden Zloty (100 Milliarden US-Dollar) Einnahmen und 397 Milliarden Zloty Ausgaben (112 Milliarden US-Dollar) vor, bei einer Bevölkerung von 38 Millionen Menschen.
Sowohl Türkei wie Polen sind beide Staaten, die keine nennenswerten Erdölvorräte besitzen, umso mehr Wert legt der Staat auf ein funktionierendes Steuersystem. Aber wenn diejenigen, die besteuert werden müssen, diejenigen sind, die die eigentliche Macht im Staate haben, kann man lange darauf warten. Und so lange werden die sogenannten Regierenden auch allen Grund zum Jammern haben. Wenn sie wenigstens ehrlich wären und den Hauptgrund dieser Armut beim Namen nennen würden – aber dafür sind die Pasdaran zu mächtig und die sogenannten Regierenden viel zu eng mit der Korruption verbunden, als dass sie dies täten.

http://news.gooya.com/2017/12/post-10248.php
vom 18. Dezember 2017
°ali larijani: nemitavanim keshvarra edare konim

https://www.ntv.com.tr/ekonomi/2018-butce-buyuklugu-762-8-milyar-lira-oldu,MvVvHAWXWE-xxut0jQQ1UA
16. Oktober 2017

http://wyborcza.pl/7,155287,22430333,rzad-przyjal-projekt-budzetu-na-2018-rok.html?disableRedirects=true
26. September 2017

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Iran: Die Revolutionäre hüten das Erbe des Schahs

Dehloran liegt westlich der Linie, die die Städte Ahwas, Desful und Chorramschahr verbindet. Die Stadt liegt nahe der irakischen Grenze. Dschelisi (Jelizi) ist eine Ortschaft im Kreis Dehloran. Dort kam es vergangene Woche (am 7. Dezember) zu einer Auseinandersetzung zwischen den „Sicherheitsorganen“ und der Dorfbevölkerung, etwa 800 Menschen, wie Oberst Manutschehr Maki, der stellvertretende Direktor der Polizei der Provinz Ilam, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärte.

Streit ums Land
Worum geht es? Zur Schahzeit wurde zur Unterstützung der Militärs eine Geschäftskette namens Etteka geschaffen, deren Aufgabe es war, die Soldaten mit günstigen Nahrungsmitteln und Kleidung, später auch mit Wohnraum und landwirtschaftlich nutzbarem Land zu versorgen. Der Schah kannte keine Skrupel. Das Land nahm er den Bauern weg. Dann kam die Revolution. Die Revolutionäre enteigneten Etteka, genauer, sie übernahmen das Unternehmen. Nun hatte es die Aufgabe, die bewaffneten Organe des Islamischen Staates zu versorgen. Dass das Land geklaut war, interessierte niemand. Auch die Revolutionswächter und Co. kennen da keine Skrupel. Aber angesichts der Wirtschaftskrise hat die Bevölkerung von Dschelisi beschlossen, sich das Land wieder zurück zu holen. Die sogenannten Ordnungskräfte griffen gegen sie ein, verprügelten Frauen, verhafteten mindestens 15 Dorfbewohner als angebliche Unruhestifter und beschlagnahmten Traktoren und andere „Tatwerkzeuge“. Oberst Manutschehr Maki versäumte auch nicht zu erwähnen, dass man die Bevölkerung aufgefordert habe, ihre Forderungen auf dem gesetzlichen Weg zu stellen. Damit hat die Bevölkerung nun schon fast 40 Jahre Erfahrung…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=143057
vom 16. Adhar 1396 (7. Dezember 2017)

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Iran: Streik in der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape

Die Arbeiter der Zuckerrohrfabrik von Haft-Tape streiken nun schon den dritten Tag. Ihnen haben sich auch die Zuckerrohr-Erntearbeiter angeschlossen und die Vertreter der Rentner dieser Firma. Eine Arbeiterin brachte es vor den versammelten Streikenden auf den Punkt: Bislang haben wir nur die Nachzahlung der ausstehenden Löhne gefordert. Das war bei den Festangestellten ein Rückstand von 5 Monaten, bei den Tagelöhnern und Leiharbeitern noch viel mehr. Heute fordern wir mehr. Der stellvertretende Direktor Afschar muss gehen, die Firma muss wieder verstaatlicht werden
Ein anderer Arbeiter wies darauf hin, dass die Firmenleitung und der Eigentümer sie bisher immer mit Versprechen vertröstet hätten und kein einziges Versprechen eingehalten haben. Wer könne deren Lügen noch zählen?
Einer der Redner der Streikenden sagte: „Wir haben keine Angst vor der Entlassung und auch nicht vor dem Gefängnis.“

Was spielt sich da ab?
Vom zweiten Streiktag wurden folgende Einzelheiten bekannt. Die Arbeiter sperrten die Straße, die zur Fabrik führt ab. Einige Arbeitergruppen attackierten einige Gebäude der Firma, darunter die Forschungseinrichtungen, andere versammelten sich vor dem Büro der Geschäftsleitung und schlugen die Fenster des Büros ein, andere setzten den stellvertretenden Direktor Siyamak Nasri Afschar in seinem Büro fest. Sämtliche Abteilungen der Firma hatten sich am zweiten Streiktag dem Streik angeschlossen, sämtliche Transportdienste für Personen und Waren ebenfalls. Der Wachdienst der Firma (Harassat) wollte verhindern, dass Journalisten das Firmengelände betreten, aber den Arbeitern gelang es trotzdem, Journalisten reinzuholen, so dass diese die Arbeiter interviewen und Aufnahmen und Filme machen konnten. Mit Hilfe der Arbeiter konnten sie die Firma unbehelligt wieder verlassen.



Der Streik ruft den Staat auf den Plan

Am zweiten Tag des Streiks erschienen auch der Farmandar (Chef der Sicherheitsorgane), der Direktor der Geheimdienstfiliale und der Polizeichef von Schusch (der zuständigen Kreishauptstadt), eine Stunde später der stellvertretende Wirtschaftsminister und der stellvertretende Arbeitsminister, die aus Teheran angereist waren. Die Arbeiter schenkten den Versprechen dieser Vizeminister kein Vertrauen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=83568
vom 20. Adhar 1396 (11. Dezember 2017)
sewomin ruze e°tesabe kargarane neyshekare haft tape

https://www.radiofarda.com/a/iran_hafttapeh_workers_wage_unpaid_strike/28908020.html#
vom 19. Adhar 1396 (10. Dezember 2017)
e°tesabee sadha kargare sherkate neyshekare haft tape baraye daryafte mo°awwaqate mozdi

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=83550
vom 19. Adhar 1396 (10. Dezember 2017)
e°tesab wa e°teraze kargarane sherkate neyshekare haft tape

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