Archiv der Kategorie 'Polizei'

Iran: Studenten unterstützen Lehrerstreik


Am Montag haben sich Studenten verschiedener iranischer Hochschulen mit den Forderungen der streikenden Lehrer für solidarisch erklärt, so an der Alame-Tabatabai-Hochschule und an der Fakultäten für Sozialwissenschaften der Uni von Teheran

https://rahekargar1358.wordpress.com/2018/10/15/tahasson-7/
vom 15. Oktober 2018
daneshjuyan dar defa° az motalebate mo°alleman wared °arse shodand / °aks

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Iran – Ahwas: Der Protest der Stahlarbeiter hält an

Die Stahlarbeiter der Fabrik „Goruhe Melliye Fulad“ in Ahwas haben auf ihrem Protestmarsch vom Montag, den 11. Juni 2018, unter anderem folgende Parolen gerufen:
„Suriye-ro raha kon – fekri be hale ma kon“ – Lass Syrien in Ruhe und denk mal an uns.
„Hoquqa-ro nemidan, marg bar amrika – doshmane mun haminjas, dorugh migan amrikast“ – Sie zahlen die Löhne nicht (und rufen) Tod über Amerika, aber unser Feind ist hier, sie lügen, wenn sie
sagen, es sei Amerika.
Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur ILNA sind am Montag 4000 Stahlarbeiter in Ahwas auf die Straße gegangen. Sie forderten die Zahlung der ausstehenden Löhne und
Sozialversicherungsbeiträge, ohne die sie keine ärztliche Behandlung erhalten, und sie verlangten eine Klärung der Besitzverhältnisse.
Aus dem Ministerium für Kooperativen, Arbeit und Wohlfahrt sowie aus der Provinzverwaltung heißt es, dass das Eigentum an der Stahlfabrik an die Nationalbank (Banke Melli) zurückgegangen
sei. Dem steht entgegen, dass der momentane Eigentümer, Abdolresa Mussawi, sowie seine Direktoren nach wie vor in der Firma anwesend sind.

Drohung des Polizeichefs
Der Kommandant der Sicherheitskräfte von Ahwas warnte die versammelten Arbeiter, es sei eine ernsthafte Option, dass die Firma den Konkurs erkläre und stillgelegt werde, so dass die Arbeiter
dann nur das Arbeitslosengeld erhielten. Er erklärte auch, dass ein Budget zur Verfügung gestellt werde, damit die Firma wieder tätig werden könne. Dass hier der Polizeichef Argumente vorträgt,
die in einer Marktwirtschaft üblicherweise von den Vertretern des Kapitals geäußert werden, zeigt deutlich, dass die Wirtschaft im Iran nach anderen Regeln funktioniert.

Besuch bei den Abgeordneten
Die erzürnten Arbeiter statteten auch den Wahlbüros von drei Abgeordneten der Stadt im Parlament ab, schlugen dort die Scheiben ein und demolierten einige Gegenstände, um so ihren Unmut über
deren Untätigkeit kund zu tun.

Vorladung der Sicherheitspolizei
Von den protestierenden Arbeitern erhielten sieben in der vergangenen Woche eine Vorladung von der Sicherheitspolizei (Polise amniyat) von Ahwas. Sie lehnten es ab, der Vorladung zu folgen,
solange sie nicht schriftlich eingehe. Frühere Festnahmen von Arbeitern der Stahlfabrik endeten mit deren Freilassung, nachdem ihre Kollegen protestiert hatten.

https://www.radiofarda.com/a/iran_saqez_ahwaz_workers/29283510.html
edameye e°teraze kargarane goruhe melliye fulad. hamshahri be gush bash, ahwaz saheb nadare
vom 11. Juni 2018 (21. Chordad 1397)

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Kaserun – Iran: Polizei umzingelt Krankenhaus

Bei den Protesten in Kaserun vom 16. auf den 17. Mai 2018 sollen nicht nur 3 Zivilisten durch Polizeischüsse umgebracht worden sein, es soll auch zahlreiche Verletzte gegeben haben. Wie die Webseite akhbar-rooz.com berichtet, haben die Sicherheitskräfte das Krankenhaus von Kaserun umstellt, so dass es den Opfern der Polizeigewalt nicht möglich ist, das Krankenhaus aufzusuchen, ohne eine Verhaftung zu riskieren. Im Zusammenhang mit den Protesten wird von 200-300 Festnahmen berichtet. Die Angehörigen der Festgenommenen haben sich vor dem Gebäude versammelt, wo diese Personen festgehalten werden, und deren Freilassung gefordert. Die Behörden antworteten darauf mit Tränengas und Warnschüssen in die Luft.
Das Vorgehen der sogenannten Sicherheitsorgane erweckt den Eindruck, dass es nicht ihr Ziel ist, die Lage zu beruhigen, sondern ganz im Gegenteil. Was der Sinn eines solchen Verhaltens ist, ist derzeit noch nicht ersichtlich.

Quelle:
http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=86646
vom 27. Ordibehescht 1397 (17. Mai 2018)
e°teraze shabaneye mardome kazerun chandin koshte va zaxmi bar jay gozashte

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Iran – Karadsch: Tränengas für die Opfer betrügerischer Bankgeschäfte

Im Iran gab es eine ganze Reihe von Privatbanken, die unter der Aufsicht der Zentralbank agierten, das Geld von Anlegern einsteckten und dann damit untertauchten. Die Geschädigten haben heute vor dem Sitz so einer Bank, der Moasseseye Touse°eye Alborz (Institut zur Entwicklung von Albors) demonstriert und wurden daraufhin von der Polizei mit Pfefferspray auseinander getrieben. Versteht sich, auch hinter diesen betrügerischen Banken stehen Leute, die mit den Pasdaran verbunden sind.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=153886
vom 11. Ordibehescht 1397 – 1. Mai 2018
film – sarkube tajammo°e gharat shodegane moasseseye touse°eye alborz ba estefade az gaze felfel; karaj

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Brutale Festnahme wg. Bekleidungsvorschriften im Iran

Im Internet verbreitet sich gerade weltweit ein Video von der brutalen Festnahme einer iranischen Frau in Teheran, der vorgeworfen wird, die islamischen Bekleidungsvorschriften missachtet zu haben. Sie und ihre Begleiterin, die sich für sie einsetzte, wurden geschlagen und beide befinden sich derzeit in Haft.


Brutale Festnahme wg. Bekleidungsvorschriften im Iran

Die auf Video festgehaltene Misshandlung ereignete sich bereits letzte Woche. Es wird mittlerweile in hunderten Webseiten und im Sozialen Netz weiterverbreitet. Im Video ist zu sehen, wie eine junge Frau von Sicherheitskräften kontrolliert und dann von weiblichen SittenwächterInnen angegangen wird. Die junge Frau will jedoch nicht fetgenommen werden und versucht sich immer wieder den Griffen zu entziehen. Es dauert nicht lange, dann beginnt die Sittenpolizei Gewalt ausuzuüben. Sie schlagen die junge Frau bis sie irgendwann unter Schmerzensschreien zu Boden geht.

Die junge Frau wird in der Situation von einer weiteren Frau unterstützt, die versucht einzugreifen und gegen das Schlagen der jungen Frau zu protestieren. Auch sie wird im späteren Verlauf geschlagen und letztlich ebenso festgenommen wie die andere Frau.

Beide befinden sich nun in Haft. Von der Unterstützerin ist bekannt, dass sie 48 Jahre alt ist und Minu Hasanabadi heisst. Sie wird jetzt von der bekannten Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh vertreten.

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Angriff auf Polizeistation an der Grenze zu Pakistan

Heute wurde bekannt, dass es einen Angriff auf einen Posten der Grenzpolizei an der iranisch-pakistanischen Grenze gegeben hat, bei dem es mindestens 7 Tote gab.


Mirjaveh, an der iranisch-pakistanischen Grenze

Laut Nachrichtenagentur ISNA fand der Angriff in Mirjaveh statt, das etwa 75 km südöstlich von Sahedan liegt. Die Angreifer töteten zwei Grenzpolizisten sowie zwei Bassidschi. Es gab darüberhinaus auch mehrere Verletzte.

Angeblich sollen auch die Angreifer drei Verluste zu beklagen haben. Es heisst, die Angreifer seien Wahabiten, einem Zweig der Sunniten, und würden von Saudi-Arabien unterstützt.

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Iran – Ahwas: Proteste der arabischen Minderheit halten an


In Ahwas protestiert die arabischsprachige Bevölkerung schon den siebten Tag gegen die Leugnung der arabischen Identität durch den iranischen Staat. Am 1. April 2018 gingen die Proteste bis in die Nachtstunden. Wie die Menschenrechtsorganisation von Ahwas berichtet, wurden in Ahwas an verschiedenen Stellen Kontrollposten eingerichtet. Die Polizeibeamten zwangen Araber, aus dem Auto auszusteigen und nahmen ihnen die Tschafiya ab (als Kufiya oder auch als Palästinensertuch im Deutschen bekannt). In der arabischen Kultur gilt dies als entehrend.
Ein solches Vorgehen ist geeignet, den Konflikt weiter anzuheizen. Es ist anzunehmen, dass die Behörden dies bewusst tun. Ist es das Ziel der Machthaber, auf diesem Weg einen Krieg mit arabischen Staaten wie Saudiarabien anzuzetteln, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, die Wirtschaft in Gang zu bringen?
Dass es den iranischen Machthabern nach wie vor gelingt, die Bevölkerung mit nationalistischen Parolen anzuheizen, zeigt die Berichterstattung von Medien wie iran-emrooz, denen diese Meldung entnommen ist. Dort wird der Vorwurf des „Rassismus“ und der „Araberfeindlichkeit“, den die iranischen Araber erheben, nur in Anführungszeichen zitiert, wobei Anführungszeichen in iranischen Zeitungen selten sind und nicht verwendet werden, um Zitate zu markieren.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/74063/
iran-emrooz.net | Mon, 02.04.2018, 15:35
e°terazate shahrwandane °arabe ahwaz wared ruze haftom shod

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Iran: Prominente Kopftuchträgerin solidarisiert sich mit Kopftuchgegnern

Sahra Rahnaward, die Ehefrau von Mirhossein Mussawi, die ebenso wie ihr Mann unter Hausarrest steht, seit der vorige Präsident Mahmud Ahmadineschad dank einer Fälschung der Wahlergebnisse im Juni 2009 seinen zweiten „Wahlsieg“ feiern konnte, hat jetzt über ihre Tochter eine Zeichnung veröffentlicht, in der sie die Gewalt der Machthaber gegen die Frauen kritisiert, die den Kopftuchzwang abschaffen wollen.
Hintergrund ist eine neue Entwicklung im amtlichen Verhalten gegenüber den protestierenden Frauen. War zuvor eine Verhaftung der Frauen die Regel, greifen die Beamten nunmehr zu willkürlicher körperlicher Gewalt, die dem Verhältnismäßigkeitsprinzip widerspricht, und fügen den protestierenden Frauen vorsätzlich Körperverletzungen zu.


Sahra Rahnaward

Dass Sahra Rahnaward trotz ihres siebenjährigen Hausarrests in dieser Frage so klar Stellung bezieht, macht deutlich, wie sehr die iranische Gesellschaft in Bewegung geraten ist. Das Kopftuch als Zwangsbekleidung verliert immer mehr an Unterstützung.

http://news.gooya.com/2018/02/post-12392.php
vom 26.02.2018
zahra rahnaward: ba hejabe ejbari moxalefam

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Hintergründe zu den Konfrontationen der Gonobadi-Derwische mit der iranischen Regierung


Derwische vor dem Haus von Nur-Ali Tabandeh

Wer sind Derwische?
Derwische gehören zum Sufismus. 300 bis 400 Jahre nach Begründung des Islams entwickelte sich der Sufismus in verschieden islamischen Ländern, auch im Iran. Es gab verschiedene Glaubensrichtungen unter den Derwischen, darunter solche, die Ali als wichtigen Imam ansahen oder ihn gar als Sohn Gottes sahen und solche, die wie die Schiiten an die 12 Imame glauben..

Wer sind die Derwische des Gonabadi-Ordens?
Derwische des Gonabadi-Ordens sind 12-Imam-Schiiten. Sie beten und fasten genau wie Schiiten. Da heutige islamische Modell im Iran basiert auf der Herrschaft der Rechtsgelehrten (Welayati Faghih). Die Gonabadi-Derwische glauben jedoch an Ghotb (religiöses Oberhaupt). Anders als die Schiiten, die denken, dass das ganze islamische Recht auf der Scharia basiert und ein politischer Islam sein muss, denken die Gonabadi-Derwische, dass das nur auf Liebe basiert.

Wer ist religiöses Oberhaupt (Ghotb) der Derwische des Gonabadi-Ordens?
Nur-Ali Tabandeh ist des derzeitige religiöse Oberhaupt der Gonabadi-Derwische. In der Schah-Zeit war er als Anhänger von Mossadegh aktiv. Nach der Revolution hat er viele verschiedene Berufe ausgeübt und war unter anderem Stellvertreter des Ministers der Judikative. Aufgrund seiner politischen Aktivität war er auch im Gefängnis. In den letzten 21 Jahren war er nur noch selten politisch aktiv. U.a. hatte er Mehdi Karrubi, der sich zur Zeit im Hausarrest befindet, bei den Präsidentschaftswahlen unterstützt. Das gleiche gilt für die Massenproteste gegen die Präsidentschaftswahlen 2009.

Warum war die Regierung von Anfang an gegen Derwische?
Das iranische islamische Modell der Herrschaft der Rechtsgelehrten war von Anfang an gegen jedes andere religiöde Modell und gegen andere Parteien. Deswegen hat es seit 40 Jahren die Parole „Hesb farat Hesbollah“ (Partei nur für die Partei Gottes). Die Gonabadi-Derwische haben Anhänger in jeder Stadt und manchmal auch in Dörfern, wo sie sich gegenseitig unterstützen. Sie besuchen nicht die Moschee sondern gehen stattdessen in ihre Khaneghah. Hin und wieder halten sie geheime Sitzungen mit besonderen Traditionen ab: Sie beten, tanzen und küssen die Füße ihres religiösen Oberhauptes. Das Modell der Rechtsgelehrten ist gegen diese Traditionen und bezeichnet das als Glaube an Götzen. Deswegen wurde dieser Glaube verboten. Derwische sagen dagegen, dass es nicht um Götzen geht, sondern um Liebe und Verliebte.

Was passierte in den letzten zwei Tagen zw. den Derwischen und der Regierung?
Nur-Ali Tabandeh, das religiöse Oberhaupt der Gonabadi-Derwische lebt in Teheran und hat immer wieder geheime Sitzungen mit den verbotenen Traditionen abgehalten. Kam es zu Festnahmen von hohen Geistlichen durch die iranische Regierung, reagierte der ganze Orden sofort und versammelte sich furchtlos zu Demonstrationen in Teheran. In den letzten Tagen wurde wieder mal ein bekannter Vertreter der Derwische festgenommen. Er heisst Nematollaha Rihai. Er ist über 70 Jahre alt und hat Herzprobleme. Mehr als tausend Anhänger der Derwische kamen daraufhin nach Teheran und gingen in der Nähe des Hauses von Nur-Ali Tabandeh auf die Straße. Sie forderten die Freilassung von Nematollaha Rihai. Seit gestern kam es zu Konfrontationen zw. Pasdaran, Polizei und Bassidschi auf der einen Seite sowie den Derwischen auf der anderen Seite. Von den Sicherheitskräften wurden fünf Personen getötet und mindestens ein Derwisch kam ums Leben. Zudem gab es viele Verletzte. 300 Derwische wurden festgenommen.

Welche Methoden haben Derwische um ihr Recht zu bekommen?
Derwische sind gegen die Einsatz von Waffen und sagen von sich, dass sie nur friedliche Methoden verwenden. Wenn ein Derwisch z.B. festgenommen wird, kommen viele Glaubensbrüder zum Gefängnis und machen einen Sitzstreik. Sie fordern dann die Freilassung ihres Freundes oder die Festnahme von ihnen allen. Wenn einer von ihnen festgenommen wurde, ist es für sie so, als würden alle festgenommen.

Ist die Kampfmethode der Derwische des Gonabadi-Ordens ein Vorbild für die ganze iranische Bevölkerung?
Diese Verhaltensweise untereinander entspricht einer starken gegenseitigen Unterstützung und Solidarität und kann deswegen ein Vorbild für die Iraner sein.

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Iran: Die Revolutionäre hüten das Erbe des Schahs

Dehloran liegt westlich der Linie, die die Städte Ahwas, Desful und Chorramschahr verbindet. Die Stadt liegt nahe der irakischen Grenze. Dschelisi (Jelizi) ist eine Ortschaft im Kreis Dehloran. Dort kam es vergangene Woche (am 7. Dezember) zu einer Auseinandersetzung zwischen den „Sicherheitsorganen“ und der Dorfbevölkerung, etwa 800 Menschen, wie Oberst Manutschehr Maki, der stellvertretende Direktor der Polizei der Provinz Ilam, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur ILNA erklärte.

Streit ums Land
Worum geht es? Zur Schahzeit wurde zur Unterstützung der Militärs eine Geschäftskette namens Etteka geschaffen, deren Aufgabe es war, die Soldaten mit günstigen Nahrungsmitteln und Kleidung, später auch mit Wohnraum und landwirtschaftlich nutzbarem Land zu versorgen. Der Schah kannte keine Skrupel. Das Land nahm er den Bauern weg. Dann kam die Revolution. Die Revolutionäre enteigneten Etteka, genauer, sie übernahmen das Unternehmen. Nun hatte es die Aufgabe, die bewaffneten Organe des Islamischen Staates zu versorgen. Dass das Land geklaut war, interessierte niemand. Auch die Revolutionswächter und Co. kennen da keine Skrupel. Aber angesichts der Wirtschaftskrise hat die Bevölkerung von Dschelisi beschlossen, sich das Land wieder zurück zu holen. Die sogenannten Ordnungskräfte griffen gegen sie ein, verprügelten Frauen, verhafteten mindestens 15 Dorfbewohner als angebliche Unruhestifter und beschlagnahmten Traktoren und andere „Tatwerkzeuge“. Oberst Manutschehr Maki versäumte auch nicht zu erwähnen, dass man die Bevölkerung aufgefordert habe, ihre Forderungen auf dem gesetzlichen Weg zu stellen. Damit hat die Bevölkerung nun schon fast 40 Jahre Erfahrung…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=143057
vom 16. Adhar 1396 (7. Dezember 2017)

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Iran: Streik und Demonstration in Bane wg. tödlichen Schüssen auf zwei Lastenträger

Wir haben darüber berichtet, dass in Bane (Iranisch-Kurdistan) zwei Lastenträger durch Grenzpolizisten erschossen worden sind.

Nach Äußerungen eines Abgeordneten der Region im iranischen Parlament, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden müssten, kam es heute in Bane zu solidarischen Streiks, einer großen Demonstration und Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften.

Ein kurzes Video von ca. 40 Sekunden Dauer zeigt die explosive Atmosphäre auf den Straßen von Bane.

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Iran: 2 Motorradfahrerinnen verhaftet

Der Befehlshaber der Sicherheitskräfte von Desful, Oberst Ali Elhami, hat vergangenen Mittwoch im Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur IRNA verkündet, dass die Sicherheitskräfte zwei Motorradfahrerinnen verhaftet hätten, die im Park „Bustane Dschangaliye Lale“ an der Straße von Desful nach Sardascht Motorrad fuhren. Das verstoße gegen die islamischen Werte und gegen die Islamische Revolution. Die beiden jungen Frauen seien den Justizorganen übergeben worden. Besonders empört zeigte sich dieser Sittenapostel, dass die Frauen solche Aktionen auch im Internet veröffentlichten. Mit anderen Worten: Es handelt sich um einen bewussten Verstoß der Jugend gegen die erstickenden islamistischen Regeln. So ist selbst Motorradfahren eine Form des Kulturkampfs und der Auseinandersetzung mit dem Islamismus geworden. Man kann sicher sein, dass das Regime mit diesem Vorgehen gegen die Jugend keine Sympathien gewinnt.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=122950
vom 23. Dey 1395 (12. Januar 2017)
dastgiriye 2 doxtare motor-sawar dar dezful

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Iran: Arbeiterproteste – ein neuer Wind

Vergangenen Donnerstag protestierten Arbeiter vor der Firma Hopkuy in Arak (Iran). Sie fordern die ausstehenden Löhne. Der Chef der Firma hat sich an einen anderen Ort abgesetzt, ohne dass die Behörden eingeschritten wären. Ein Teil der Arbeiter, die sich den anderen Protestierenden anschließen wollten, wurde von den Sicherheitskräften daran gehindert. An diese Beamten wendet sich der Arbeitervertreter Hamid-Resa Ahmadi. Er weist darauf hin, dass in Arak überall die Firmen dicht gemacht werden und die Arbeiter nichts mehr haben, um ihre Familie, ihre Kinder über Wasser zu halten. Die gewaltige Arbeitslosigkeit habe auch einen Anstieg der Unsicherheit zur Folge. Wenn die Polizei so stark sei, solle sie doch die Drogenhändler bekämpfen. Er kenne genügend Stadtteile in Arak, wo man in 2 Minuten an den Stoff komme. Hamid-Resa Ahmadi betont, er habe keine Angst vor den Polizeiknüppeln und vor dem Ewin-Gefängnis. Das sei besser, als wenn er jeden Tag mit leeren Händen nach Hause komme, jetzt, wo seine Frau ein Kind erwarte.
Der Arbeitervertreter wird in dieser Rede vom Beifall der umstehenden Arbeit bestärkt.
Neu ist, dass erstmals die Sicherheitskräfte selbst Adressat der Reden sind.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2017/01/222518.php
vom 23. Dey 1395 (12. Januar 2017)
didaniha: niruye entezami agar xeyli lati borou mawadde moxadder-ra jam° kon

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Isfahan: Polizei gegen Arbeiter der Polyacryl-Fabrik


Am Sonntag (im Iran Arbeitstag!), den 8. Januar 2017, versammelten sich die Arbeiter der Polyacryl-Fabrik von Isfahan vor der Regionalverwaltung, damit sich diese mit ihren Forderungen befasst. Es geht unter anderem darum, dass sie seit 6 Monaten ihren Lohn nicht erhalten haben. Als sie dort ignoriert wurden, zogen sie auf den zentralen Revolutionsplatz in Isfahan und wollten von dort weiter zum Geschäftsgebäude der Firma. In diesem Moment wurde die Polizei gegen sie eingesetzt, die den Protestmarsch mit Gewalt auseinandertrieb.

http://www.irankargar.com/index.php/news/iran-laborers-news/item/4633-iran-polyacrylamide-workers-protest-marches-and-clashes-with-security-forces-in-isfahan
vom 19. Dey 1395 (8. Januar 2017)
iran – rahpeyma’iye e°teraziye kargarane poli akril dar esfahan wa dargiri ba niruhaye intezami

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Ahwas (Iran): Mit Elektroschock gegen Straßenhändler


„Ordnungs“kräfte im Einsatz

Vergangene Woche, am 6. Dezember, ging eine Gruppe von 12 Vollzugsbeamten der Stadtverwaltung von Ahwas, die mit Elektroschockgeräten bewaffnet waren, gegen Straßenhändler vor. Sie attackierten auch eine 70-jährige Frau, die dabei zu Boden fiel. Die Frau verkaufte vor dem Laden ihres Sohns mit dessen Einwilligung Waren. Infolge des Angriffs muss der Sohn seine Mutter täglich zweimal ins Krankenhaus bringen.

http://www.radiofarda.com/a/f7-avaz-attack-to-paddler/28168741.html
vom 20. Adhar 1395 (10. Dezember 2016)

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