Archiv der Kategorie 'Polizei'

Bestrafung am 1. Mai in der Islamischen Republik Iran

Bei dem Regime der Mullahs wurde seit Beginn der Revolution immer wieder gesagt: „Unsere Arbeiter sind unsere Herren. Ohne sie kann eine Gesellschaft sich nicht entwickeln. Deswegen müssen wir diese Menschen respektieren und auf ihre Rechte achten.“ Aber in der Realität hat die Isalmische Regierung bis heute nicht ein einziges Mal die Genehmigung dazu erteilt, dass die Arbeiter den 1. Mai feiern können.

Trotzdem fanden die Arbeiter im ganzen Iran, besonders in Teheran und Kurdistan immer Wege, den 1. Mai zu feiern. Z.B. in geschlossenen Räumen, im Gebirge, bei Versammlungen in Parks, etc. Die Arbeiter, die letztes Jahr bei den Feiern zum 1. Mai festgenommen worden waren, sind immer noch im Gefängnis. Manche wurden mit Peitschenhieben bestraft, einer von ihnen wurde zum Tod verurteilt. Derzeit versuchen Menschenrechtsorganisationen diese Hinrichtung zu verhindern.

Am letzten Freitag, den 25. April, haben sich ungefähr eintausend Arbeiter mit ihren Familien im Tschitgar – Park, 15 km von Teheran entfernt, versammelt, um zu feiern. Sofort kamen Polizeihundertschaften um diese Versammlung aufzulösen. Die Arbeiter und ihre Familien mussten den Park verlassen.

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Wahlbetrug und vier Tote im Iran

Laut der Website Asr-e nou (Neue Ära) sind am Freitag, den 25.4.2008, anläßlich der Parlamentsnachwahlen in der Stadt Ivan (Provinz Eelam, Südwestiran) vier junge Leute getötet und ungefähr 30 Personen verletzt worden. Darjousch Ghambari, Abgeordneter des Parlaments, hat ähnlich in einem Interview gesagt, daß während der Unruhen mindestens 3 Personen getötet und 28 verletzt wurden.

Am frühen Morgen war Ghambari von offizieller Seite telefonisch mitgeteilt worden, dass er die Nachwahlen gewonnen habe. Ersagt, viele Menschen hätten ihn angerufen und ihm gratuliert. Mehr als 5000 seiner Anhänger seien nach dieser Nachricht auf die Strasse gekommen, um seinen Sieg zu feiern.

Kurze Zeit später wurde – wiederum von offizieller Seite – die Nachricht verbreitet, dass doch nicht der eher reformistisch ausgerichtete Kandidaten Ghambari sondern sein konservativer Gegner, Matin, die Wahlen gewonnen habe. Als die Menge von dieser neuen Nachricht erfuhr, begab sie sich zum Regierungsgebäude, um zu protestieren. Dort kam es ohne vorherige Warnung zu den tödlichen Schüssen in die Menge. Ghambari kommentiert, dass es jederzeit möglich gewesen wäre, die Menge mit den vorhandenen Wasserwerfern oder mit Schlagstockeinsätzen zu zerstreuen.

Wenige Stunden nach diesen Vorkommnissen wurde mit einer offiziellen Stellungsnahme aus dem Innenministerium verlautbart, dass nun doch Ghambari die meisten Stimmen erhalten und daher die Wahlen gewonnen habe.

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Feuerwehr mit kochendem Wasser gegen Arbeiter im Iran

Letzte Woche war bei der Firma Lastike Albors (Reifenhersteller) ein Streik. Die Polizei hat versucht, diesen mit einer Gruppe von sechs Feuerwehrleuten aufzulösen.

Laut der Nachrichtenagentur Dastranj haben diese Feuerwehrleute jedoch anstatt ihrem Befehl, kochendes Wasser auf die Menge zu richten, zu folgen, das Wasser einfach auf den Asfalt geleitet. Diese Feuerwehrleute wurden festgenommen und befinden sich nun im Gefängnis.

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Aufstand gegen die „Sitten“polizei

Wie die Webseite Asre-nou (Neues Zeitalter) am 26.2.2008 unter Berufung auf die Zeitschrift „Amir kabir“ berichtet, versuchte eine Sittenstreife am Vortag in Sadeqiye im Westen von Teheran, eine junge Frau festzunehmen, weil sie nicht nach ihren Vorstellungen verschleiert war. Als die junge Frau sich wehrte, wurde sie mit Polizeiknüppeln blutig geschlagen. Angesichts dieses Anblicks protestierten die Passanten gegen die Festnahme und hinderten den Polizeitransporter am Wegfahren. Die Protestierenden steckten auch einige Mülleimer in Brand. Darauf packten die Polizeibeamten einen Jugendlichen und steckten ihn in einen Mülleimer, was die Menge noch wütender machte. Schließlich wurde eine Sondereinheit zur Bekämpfung von Aufständen herbeigerufen und die Menge mit Luftschüssen auseinander getrieben. Es sollen mindestens 15 Personen verhaftet worden sein.
http://asre-nou.net/1386/esfand/6/m-sadeghie.html

Wie üblich, unterscheidet sich die Polizeiversion deutlich:
Der Leiter der Pressezentrale der Polizeidirektion von Teheran behauptete, nach der Festnahme der jungen Frau hätten einige Leute Steine gegen das Polizeifahrzeug geworfen und dabei die Frau verletzt. Die Polizei habe die junge Frau darauf in ein Krankenhaus gebracht und sieben Steinewerfer verhaftet.
http://www.kanoon-zendanian.org/DOCuments%20(htm)/080226Sadghieh.htm

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Eine blutige Hochzeit in Zahedan, Iran

Letzte Woche fand in einem Viertel der Stadt Zahedan im Südwestiran eine Hochzeit statt. Weil vor Ort kein Trinkwasser vorhanden war, wurden zwei Männer losgeschickt, um Trinkwasser zu besorgen. Beide hatten keinen Führerschein. Bei einer Verkehrskontrolle wurden sie von der Polizei aufgefordert anzuhalten, aber sie versuchten, mit Vollgas zu entkommen.

Die Polizei schoss auf sie und verletzte dabei den Fahrer. Die Menschen auf der Strasse und auch die Hochzeitsgäste griffen daraufhin die Polizisten an. Das ganze Viertel rebellierte. Ganz schnell erschien eine Spezialeinheit vor Ort, es kam zu einer Schlägerei und Schiesserei. Sechs Personen wurden getötet, darunter ein Polizist, und eine unbekannte Anzahl von Personen wurde verletzt.

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Winter und Scharia im Iran






Die Polizei hat in den letzten Wochen die Iranerinnen und Iraner gewarnt, dass diesen Winter die Kleidung streng kontrolliert werde und niemand gegen die Regeln der Scharia verstossen dürfe. Lange Stiefel in Kombination mit engen Beinkleidern, (Turn-)Schuhe mit besonderen Mustern oder westlichen Symbolen, oder westlich wirkende Frisuren bei Männern sind in der Öffentlichkeit verboten.

Wie man auf diesen Fotos erkennen kann, führen solche Verstöße gegen die Scharia zu Festnahmen durch die Polizei. Hier sind Festnahmen durch Polizistinnen zu sehen, die zwar äußerlich kam von anderen islamisch gekleideten Frauen im Iran zu unterscheiden sind, aber unter ihrem Tschador Waffen tragen.

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Gedenktag der iranischen Studentenbewegung II







Viele verschiedene Nachrichtenagenturen berichteten über die grosse Demonstration der islamisch orientierten Studentenvereine (Daftar-e Tahkim-e Wahdat) an der Universität Teheran vom Sonntag, den 9.12.2007. Ca. 2000 Studentinnen und Studenten nahmen an dieser Demonstration teil.

Zuerst versammelten sie sich vor der juristischen Fakultät und sangen gemeinsam ein sehr bekanntes Lied („Yare dabestani“). Anschliessend bewegten sie sich zur Technischen Fakultät. Sie hielten zahlreiche Plakate hoch, auf denen Parolen geschrieben standen wie z.B. „Wenn es Gefangene gibt, werden wir darunter sein“, „Die politischen Gefangenen müssen freigelassen werden“, „Frauenrecht = Menschenrecht“, „Universitäten unter dem Stiefel der Fundamentalisten“. Sie führten Plakate mit Fotos von bereits vor Monaten inhaftierten Studenten mit sich.

Der Demonstrationszug bewegte sich innerhalb des Campus der Universität. Es war zunächst nicht möglich, durch das verschlossene Tor auf der Ostseite hindurch auf die vorbeiführende Strasse des „16. Adhar“ zu gelangen bzw. von dort den Campus zu betreten. Das Tor wurde später mit Gewalt geöffnet, so dass die StudentInnen von beiden Seiten zueinander gelangen konnten.

Die Polizei griff nicht ein, sondern beschränkte sich bei den übrigen Toren auf die Kontrolle der Studentenausweise. Wer kein Student war, bzw. nicht an dieser Universität eingeschrieben war, durfte den Campus nichtbetreten.

Laut den jüngsten Nachrichten sind seit dem 4. Dezember ca. 30 StudentInnen festgenommen worden. Auch bei der gestrigen Demonstration der islamisch orientierten Studentenvereine kam es zur Festnahme von StudentInnen, von denen aber alle bis auf fünf wieder freigelassen wurden. U.a. waren 3 kurdische Demonstranten festgenommen worden.

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