Archiv der Kategorie 'Polizei'

Iran: Nix mit Party

Auch im Iran lieben es die Jugendlichen, Parties zu feiern. Aber da gibt es ein Problem: Sie müssten nach Geschlechtern getrennt gefeiert werden, und ohne Alkohol. Das hindert junge Iranerinnen und Iraner nicht daran, trotzdem zu feiern. Der Staat kann zwar für die Millionen Jugendliche keine Arbeitsplätze schaffen und versinkt in Korruption, aber zumindest in diesem Punkt zeigt er Flagge. So berichtet der Leiter der Justizbehörde von Damawand vergangenen Freitag, dass 50 Jungen und Mädchen verhaftet wurden, als sie in der Stadt Abesard eine Party abhielten. Die Beamten hätte durch „Beobachtung des virtuellen Raums“ davon Kenntnis erhalten. Bei der Razzia seien auch 25 Liter alkoholische Getränke beschlagnahmt worden. Wie es weiter geht, ist noch nicht bekannt, aber so etwas kann mit Auspeitschung der Verhafteten enden.
Am heutigen Montag berichtet der Befehlshaber der Polizeikräfte des Westteils der Provinz Teheran, dass 150 Jungen und Mädchen an einer nächtlichen Party in einem Garten auf dem Stadtgebiet von Islamschahr verhaftet worden seien. Sie hätten beabsichtigt, mit Hilfe eines nahe gelegenen Studios einen Musik-Clip herzustellen und diesen im Internet zu lancieren.
Auch hier hat die Polizei einen Strich durch die Rechnung gemacht und droht mit intensiven Kontrollen in den Gärten, wo zu dieser Jahreszeit auch viele Familienfeste stattfinden.
Was in den Meldungen von Radiofarda nicht zu lesen ist: In der Regel „mieten“ Personen, die Feste feiern wollen, Polizeibeamte – sie verdienen nicht so viel und freuen sich über Zuverdienste, damit sie Wache stehen und andere Polizeistreifen davon abhalten, die Party zu stören. Möglicherweise hatten die Betroffenen nicht genug Geld, um solche „Polizeidienste“ zu bezahlen.

http://www.radiofarda.com/a/f8-150-arrested-in-party/27879119.html
vom 4. Mordad 1395 (25.07.2016)
dastgiriye 150 doxtar wa pesar dar partiye shabane

http://www.radiofarda.com/a/f9-iran-police-arrests-50-young-men-women-attended-party/27873168.html
vom 1. Mordad 1395 (22.07.2016)
maqame qad.a’iye iran: bazdashte 50 doxtar wa pesar be jorme sherkat dar mehmani

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Iran: Ausschreitungen um Bergsee Chaghakhur in Boldaji

In der Kleinstadt Boldaji (11.000 EinwohnerInnen) ist es heute, den 19.7.2016 zu heftigen Auschreitungen gekommen bei denen es Tote und Verletzte gab. Hintergrund ist ein Konflikt um die geplante Wasserentnahme aus einem naturnahen Bergsee namens Chaghakhur.

Der See hat eine Fläche von 2300 Hektar, besitzt aber nur eine geringe Wassertiefe (max. 3 Meter). Er liegt auf halber Berghöhe auf einer Alm und wird im Sommer von Nomaden frequentiert, die dort ihre Herden grasen lassen. Wie auf den Fotos zu sehen ist, liegt der See in einer idyllischen, naturnahen Landschaft ohne menschliche Ansiedlungen. Er ist bedeutend für die die Vogelmigration und einige seltene Pflanzenarten.

Aus diesem See soll Wasser für Städte in hunderten Kilometer Entfernung entnommen werden. Die lokale Bevölkerung ist natürlich dagegen und wehrt sich gegen die heute angelaufenen Baumaßnahmen. Nachdem juristische Interventionen erfolglos waren kam es zu Protesten und Schießereien sowohl in der Kleinstadt Boldaji und an den Baustellen.

In Boldaji konzentrierten sich die Proteste vor dem Gerichtsgebäude. Es kam zu Ausschreitungen seitens der lokalen Bevölkerung, die u.a. mit Steinen warf und zu Schüssen seitens der Polizei. Es gab mindestens einen Toten und ca. 30 Verletzte.

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Iran: Polizei erschiesst Zivilisten und die Menschen protestieren wütend

In dem kleinen Ort Nakhl Taghi in der Nähe der Hafenstadt Asaluyeh (Südiran) hat die Polizei vorgestern, am Mittwoch, den 6. Juli 2016 einen Menschen auf offener Straße erschossen. Er wurde fälschlicherweise des Schmuggelns verdächtigt. Noch am gleichen Tag kam es zu heftigen Ausschreitungen gegen die Polizei und den iranischen Staat.

Laut der Website gooya news wurde Chalil Bagheri, ein junger Mann aus Nakhl Taghi, erschossen, kurz nachdem er etwas von seinem Boot geholt hat und auf seinem Motorrad davon gefahren ist. Angeblich hat die Polizei hinter ihm hergerufen, dass er anhalten soll, was er nicht tat. Daraufhin hat sie geschossen und ihn getötet. Es ist nicht bekannt, was Nakhl Taghi transportiert hat, es könnte alles mögliche gewesen sein.

Obwohl die Polizei nicht wissen konnte, ob er ein Schmuggler ist, ist sie wie selbstverständlich davon ausgegangen. Die Staatsanwaltschaft von Asaluyeh hat heute, Freitag, den 8.7.2016 erklärt, dass kein Schmuggel vorlag.

Bewohner von Nakhl Taghi lieferten sich noch am gleichen Tag heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es kam zu Straßenkämpfen bei der u.a. ein Polizeifahrzeug ausbrannte. Des weiteren wurde die Polizeistation in Brand gesetzt. Die Kämpfe dauerten bis in die Nacht. Die Polizei musste aus Nachbarorten zusätzliche Kräfte anfordern, um die Situation in den Griff zu bekommen.

Die Menschen in Nakhl Taghi sind sehr arm und haben kaum eine Möglichkeit ihren Lebenunterhalt zu verdienen. Männer und Frauen schmuggeln oft Waren mit ihren kleinen Booten zwischen vorgelagerten Inseln und der Hafenstadt Asaluyeh. Es ist ihre einzige Verdienstmöglichkeit.

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Teheran: Flash-Mob zur Feier des Schuljahresendes


In der Kurusch-Passage in Teheran

Am Mittwoch vergangene Woche (8. Juni 2016) versammelten sich Jugendliche nach Verabredung über das soziale Netzwerk (Seiten wie telegram und instagram) in der Kurusch-Einkaufspassage in Teheran und im Wasser-und-Feuer-Park von Teheran, um das Ende des Schuljahrs zu feiern. Den Staatsorganen war dieses suspekt, sie sperrten zwei Eingänge der Kurusch-Passage und setzten Tränengas ein, um die friedliche Versammlung aufzulösen. Es waren vielleicht 3000 Jugendliche gekommen.

Von einer anderen angekündigten Versammlung im Bustan-Park im Süden Teherans erfuhren die sogenannten Sicherheitskräfte frühzeitig, so dass sie den ersten Aufrufer zum Verhör vorladen konnten und das Treffen abgeblasen wurde.

Solche spontanen Versammlungen wurden auch schon benutzt, um vor der Schulbehörde gegen zu schwere Prüfungen zu protestieren. Diese Proteste fanden allerdings nicht ihren Weg in die Medien.


vor der Kurusch-Passage

Wie man sieht, nutzt auch die iranische Jugend die neuen Technologien, und noch hat der Unterdrückungsapparat Mühe, damit Schritt zu halten. Die Volksrepublik China mit ihrem ausgefeilten Zensurapparat ist dem Iran da weit voraus…


Die Polizei – der treue Begleiter von Jugendprotesten…

Quellen:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=110260
vom 19. Chordad 1395 (08.06.2016)
°aks / mitinge jawanane daheye haftadiha wa hashtadiha dar pasazhe kurush

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/06/213473.php
vom 21. Chordad 1395 (10.06.2016)
tajammo°e jawanan dar parke ab wa atash tawassote mamuran be xoshunat keshide shod

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Iran: Sittenpolizei undercover


Hossein Sadschedi-Niya (Sajedi-Niya), Polizeidirektor der iranischen Hauptstadt Teheran

General Hossein Sadschedi-Niya (Sajedi-Niya), Polizeidirektor der iranischen Hauptstadt Teheran, hat laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur ISNA in Gegenwart des stellvertretenden Oberstaatsanwalts von Teheran erklärt, dass die Polizei seit zwei Jahren den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit vor allem auf folgende Bereiche verlegt habe: Bekämpfung von Lärmverschmutzung, Bekämpfung von riskanten und angeberischen Fahrweisen auf den Hauptstraßen, Bekämpfung von Verletzungen der Ehre (damit können sexuelle Belästigungen gemeint sein) und Bekämpfung des Enthüllens der Kopfbedeckung (der Frauen) in Autos.
Der Polizeidirektor führte weiter aus: „Ab Beginn dieser Woche tritt ein neues Projekt für moralische Sicherheit in Kraft, das spürbar und großräumig auf öffentlichen Plätzen, in Einkaufszentren und auf den zentralen Straßen der Hauptstadt umgesetzt wird. Außerdem wird ab heute eine zivil gekleidete Polizei für moralische Sicherheit auf den Bürgersteigen ihre Tätigkeit aufnehmen. Über 7000 Männer und Frauen werden auf den Bürgersteigen damit beschäftigt sein, solche Fälle zu beobachten und die Sicherheitspolizei zu benachrichtigen.“ Die Benachrichtigung der Sicherheitspolizei erfolgt übrigens per SMS.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=106893
April 2016 „Hokumate eslamiye Iran sarkubhara tashdid mikonad. Aghaze fa°aliyate 7000 polise gashte ershade na-mahsus“

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Teheran: Festnahme von Tierschützerinnen

Hediye Tehrani, eine iranische Filmschauspielerin und Tierschutzaktivistin, wurde am 1. April 2016 zusammen mit 16 weiteren Aktiven für eine Stunde festgenommen, als sie zum Tag der Umwelt und der Tierrechte im Lale-Park in Teheran eine Gedenkveranstaltung abhielt. Die Festgenommenen wurden verhört und von den sogenannten Sicherheitsorganen unter Druck gesetzt, die Passwörter zum Inhalt ihres Handys zu geben. Die verfolgten Tier- und Umweltschützer sollen vor Gericht gestellt werden.

https://persian.iranhumanrights.org/1395/01/animal-rights-arrests/

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Iran: Staat übt Niederschlagung von Arbeiterunruhen


Wie die iranische Webseite Peykiran berichtet, fanden am vergangenen Freitag (5. Februar 2016) im Iran Manöver „zur Niederschlagung von Arbeiterunruhen“ statt. Klare Worte. Die Wirtschaftspolitik ist am Ende, also bleibt nur noch der Griff zu den Waffen. Und solange die Pasdaran im Iran an der Macht sind, wird auch keine Regierung so etwas wie Wirtschaftspolitik betreiben können.
Hier ein paar Fotos von dem Manöver:

So lachend wird es im Ernstfall nicht zugehen.

Quelle:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=102550

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Irans Cyber-Polizei schlägt zu


General Seyyed Kamal Hadyanfar, der Chef der iranischen Cyber-Polizei

Heute, den 7. Dezember 2015, hielt General Seyyed Kamal Hadyanfar, der Chef der iranischen Cyber-Polizei „Fata:“ (Polise Fad.a:ye Toulid wa Taba:dole Et.t.ela:°a:t), eine Pressekonferenz ab, auf der er Folgendes bekannt gab:
„In den vergangenen 20 Monaten hat die Cyber-Polizei 285 Webseiten und Profile von Verteidigern des „Islamischen Staats“ und von terroristischen Gruppen festgestellt, wobei 108 von diesen Seiten im Ausland betrieben wurden, so dass sie über die Interpol angegangen wurden.“ 34 Profile seien gar nicht mehr aktiv gewesen, wie er sagte. Er berichtete weiter: „53 Personen mit dem Gedankengut des Islamischen Staats haben diese Gruppe im Inland im virtuellen Raum verteidigt. Sie wurden festgenommen und den Gerichten vorgeführt. Ein Teil von ihnen hatte aus Nachlässigkeit oder Unwissenheit gehandelt, sie wurden gegen eine Verpflichtungserklärung freigelassen. Diejenigen, die ihre Tat gestanden, wurden verhaftet“. Laut den Worten von General Hadyanfar stamme der Hauptteil dieser Personen aus den Grenzprovinzen des Irans.

Quelle:
http://news.gooya.com/politics/archives/2015/12/205659.php

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Sistan und Balutschistan: Polizei schießt auf Autofahrer

Im Kreis Chasch in der Region Sistan und Balutschistan hat die Polizei vergangenen Donnerstag das Feuer auf einen jungen Autofahrer eröffnet und ihn dabei schwer am Bein verletzt. Die Polizei behauptet, er habe keinen Führerschein gehabt und nicht auf das Halt-Zeichen geachtet. Dieser Behauptung scheint die örtliche Bevölkerung keinen Glauben geschenkt zu haben, denn es kam anschließend zu einer Menschenansammlung am Ort des Geschehens. Die Bevölkerung attackierte dabei auch das Polizeiauto.

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Nationalismus im Iran: vom Fernsehen auf die Straßen


Der Film, um den es geht
http://news.gooya.com/politics/archives/2015/11/204543.php

Kürzlich wurde im iranischen Fernsehen in der Sendung „fitile“ (Docht, Zündschnur), die für Kinder und Jugendliche bestimmt ist, ein Sketsch gezeigt, in dem sich zwei iranisch-aserbaidschanische Gäste, deren Persisch mit türkischen Wörtern durchsetzt ist, bei der Rezeption des Hotels beschweren, weil es in ihrem Zimmer so stinkt. Der Mann an der Rezeption versucht die beiden – Vater und Sohn – zu beschwichtigen, wobei er auch ein paar türkische Redewendungen zustande bringt, und den Grund der Beschwerde zu ermitteln. Es kommt heraus, dass der Vater dem Sohn die Zähne mit der Klobürste geputzt hat und dass es aus dem Mund des Sohnes stinkt. Der Rezeptionist versucht dem Vater diplomatisch beizubringen, dass es für kleine empfindliche Kindermünder extra kleine Zahnbürsten gibt…


Aseris demonstrieren gegen ihre Verunglimpfung im Fernsehen

Diese Art von Witz ist den iranischen Türken (Aseris) genauso sauer aufgestoßen wie einem in Deutschland die Türkenwitze auf den Wecker gehen können. Mehr noch, sie empfanden es als Beleidigung des aseri-türkischen Volks und gingen heute auf die Straße. In mehreren Städten – Tabris, Urumije, Ardabil und Meschkin-Schahr – kam es deshalb zu Zusammenstößen mit den angeblichen Sicherheitskräften, die nicht nur Knüppel, Tränengas und Pfefferspray einsetzten, sondern auch Sonderkräfte einsetzten, die mit dem Motorrad rücksichtslos in die Menge fuhren.


Motorrad-Armee vor dem Angriff aufs Volk

Das iranische Fernsehen reagierte zwar mit einer Entschuldigung für diese Sendung und versprach, die Schuldigen zu bestrafen, aber mit so einer Art von Polizeieinsätzen wird das Klima gewiss nicht besser. Dem Staat ist offensichtlich bewusst, dass er hier ein riskantes Spiel spielt, aber er ist offensichtlich nicht willens und nicht fähig, über den Schatten des persischen Nationalismus hinwegzuspringen. Das verheißt nichts Gutes für den Fortbestand des Staates, denn dieses Regime wird genauso wegbrechen, wie die Sowjetunion, und dann können solche gärenden Konflikte enden wie in Jugoslawien.

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Iran: 2 Jahre an der Regierung – Feier mit Tränengas


2 Jahre Regierung ohne Macht – Feier in Amol (Nordiran) überfallen

Gestern, den 14. Juni 2015, war der zweite Jahrestag des Regierungsantritts von Hassan Rouhani. Man könnte meinen, ein Grund zu feiern. Das finden Anhänger einer Regierungspartei in der Regel auch, und so organisierten sie zum 2. Jahrestag auch ein Fest in Amol, zu dem unter anderem auch der Chef der Sicherheitsorgane von Amol, sein Vize und verschiedene Honoratioren der Stadt erschienen. Die Feier fand im Versammlungsaal des Amts für Kultur und Religiöse Aufklärung von Amol statt.
Der Gastredner, Professor Rahim Abu l-Hassani, von der Universität Amol (?), war gerade am Sprechen, als eine Gruppe von Männern eindrang und ihn am Weiterreden hinderte. Die Gruppe machte dem Chef der Sicherheitsbehörden von Amol sogar einen Vorwurf daraus, dass er zu dieser Feier erschienen war. Die Eindringlinge wurden handgreiflich, und schließlich endete das Fest in Tränen. Die Polizei löste die legale (!) Versammlung der staatlichen Vertreter mit Tränengas auf, statt etwa die Angreifer zu verhaften.
Dieser Vorgang zeigt, dass die Regierung Hassan Rouhani nur dem Namen nach die Regierung ist. Die Macht haben andere.

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Iran: Staat schützt den Vergewaltiger


Protestierende Menge vor dem Hotel in Mahabad

Wir hatten berichtet, dass in der kurdischen Ex-Hauptstadt Mahabad ein Zimmermädchen aus dem Fenster eines Hotels gesprungen war und dabei ums Leben kam, als ein Angehöriger der sogenannten Sicherheitskräfte sie dort vergewaltigen wollte – angeblich im Einverständnis mit dem Hotelbesitzer. Es kam darauf zu massiven Demonstrationen im iranischen Kurdistan. Die Demonstrierenden verlangten eine Bestrafung des Täters. Das iranische Innenministerium gab jetzt bekannt, dass die „Akte Mahabad“ geschlossen wird, das heißt der Täter geht straffrei ist. So ist das, wenn Täter und „Rechtsschutzorgane“ identisch sind.

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Iran: Der Staat übt den Aufstand

Egal, wie sich die Staatsform nennt, vor dem Volk haben alle Angst.
Hier die islamischen Revolutionäre im Iran, die schon seit 35 Jahren an der Macht sind:

Um die Bevölkerung einzuschüchtern, üben sie derzeit in Teheran den Aufstand.

Mit Gas und Rauch:

Mit flotten Angreifern, die dann wohl den „schwarzen Block“ simulieren, wenn man einen Vorwand sucht, Demonstranten zu verjagen.

Sie zeigen dem Volk, wie toll sie es bekämpfen können.

Mit Schwert

und Feuer sind sie dabei,

P.S: Noch nie hat ein Demonstrant im Iran sein Schwert gezückt, nicht zu Schahzeiten, nicht unter den Ajatollahs. Man merkt, wes Geistes Kind diese „Demonstranten“ sind…

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Tötung von acht Grenzpolizisten an der iranisch-pakistanischen Grenze

Ali Asrar Mirshekari, stellvertretender Chef von Geheimdienst und Polizei in Sistan-Belutschistan (Südost-Iran) hat in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur IRNA erklärt, dass gestern, Montag, den 6.4.2015, die Grenzpolizei im Gebiet Negour an der iranisch –pakistanischen Grenze von einer bewaffneten Gruppe überfallen worden sind. Alle acht Grenzpolizisten wurden getötet.

Nach dem Angriff konnte die bewaffnete Gruppe nach Pakistan fliehen. Am heutigen Dienstag hat die Terrorgruppe Dscheisch ol-Adl (Wörtlich: Heer der Gerechtigkeit) bekannt gegeben, dass sie für den Angriff verantwortlich ist.

Hinsichtlich ihrer Ideologie ist Dschei-schol-adl tatsächlich mit dem IS (ISIS) vergleichbar. Die schiitische Regierung des Irans diskriminiert mit Sistan-Belutschistan eine Armutsregion mit überwiegend sunnitischer Bevölkerung, weswegen dort eine hohe Unzufriedenheit herrscht. Die sunnitisch- fundamentalistische Gruppe profitiert davon. In den letzten Jahren gab es jedes Jahr mehrere Angriffe dieser Art, seit letztem Jahr gibt es jeden Monat ein oder zwei Angriffe.

Die Methode der bewaffneten Angriffe auf Menschen kann den Sunniten in der Region nicht dabei helfen, ihre Menschenrechte zu erlangen. Im Gegenteil, es schadet Ihnen sogar. In der Region leben auch Schiiten, die von der iranischen Regierung benutzt werden, um sie gegen die Sunniten auszuspielen.

Vgl.:

http://alischirasi.blogsport.de/2015/03/23/sistan-und-balutschistan-tod-eines-entfuehrten/

http://alischirasi.blogsport.de/2013/12/23/sistan-balutschistan-iran-3-pasdaran-getoetet/

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Ahwas (Iran) – staatlicher Rassismus gegen Araber


Rassistische Verhaftungen gegen Araber in Ahwas

Am 17. März fand ein Fußballspiel im Al-Ghadir-Sportstadion in Ahwas statt. Die Polizei nahm dabei gezielt Verhaftungen von Personen vor, die die typische weiße arabische Tunika trugen. Es sollen über 1000 Personen gewesen sein. Darauf protestierten Tausende von Jugendlichen und setzten auch zwei Polizeifahrzeuge in Brand.


Feuer und Flamme für den Staat

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