Archiv der Kategorie 'Protest'

Iran:Wut nach Tod des „blauen Mädchens


Sahar Khodayari

Quelle.Iran Journal
Sahar Khodayari, ein weiblicher iranischer Fußballfan, ist am Montag eine Woche nach ihrer Selbstverbrennung in einem Teheraner Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

Khodayari hatte am 12. März versucht, als Mann verkleidet das Stadionverbot für Frauen zu umgehen, um das Fußballspiel ihrer Lieblingsmannschaft Esteghlal in der asiatischen Champions League gegen Al-Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Teheran zu sehen. Die 29-Jährige fiel der Security jedoch auf und wurde am Eingang des Azadi-Stadions festgenommen. Sie musste zwei Tage in Untersuchungshaft verbringen und kam dann zunächst gegen eine Kaution von 50 Millionen Tuman, umgerechnet 5.000 Euro, frei.

Die Justiz leitete gegen Khodayari ein Verfahren wegen Beleidigung der öffentlichen Ordnung und Widerstand gegen die Polizei ein. Am 2. September erfuhr sie nach ihrer ersten Anhörung, dass ihr bis zu sechs Monate Haftstrafe drohten. Nach dem Verlassen des Revolutionsgerichts in Teheran übergoss sich die junge Frau mit Benzin und zündete sich an.

Khodayari wird in den sozialen Netzwerken nach der Farbe ihrer Lieblingsmannschaft Esteghlal als „blaues Mädchen“ bezeichnet. Unter dem Hashtag „Blaues Mädchen“ prangern nun Tausende Iraner*innen das Zutrittsverbot für Frauen in Sportstadien als „mittelalterliche und menschenrechtsfeindliche“ Maßnahme an und fordern deren Aufhebung. Die Abgeordnete Parvaneh Salahshouri schrieb auf Twitter: „Wo Männer die Grundrechte von Frauen missachten und Frauen diese Unterdrückung offenbar unterstützen, sind alle an der Selbstverbrennung von Sahar mitschuldig.“

Auch prominente Sportler äußern ihre Trauer um Khodayari. Der ehemalige Fußballspieler Ali Daei postete auf Instagram ein blau gefärbtes Foto, auf dem ein Mädchen zu sehen ist, das einen Ball in der Hand hält und mitten in einem Stadion in Flammen steht.
Quelle.Iran Journal

http://iranjournal.org/news/iran-wut-tod-blaues-maedchen
vom 10.09.2019
Es fällt auf, dass die Webseite Iran Journal den persischen Begriff „doxtar“ mit Mädchen übersetzt, obwohl es sich laut eigenen Angaben des Artikels um eine 29-jährige Frau handelt. Dahinter steht noch immer die sexistische Verwendung des Begriffs „doxtar“ für Jungfrau, die in Deutschland nicht mehr üblich ist.

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Iran: Friseursalon unter Beschuss

Wie berichtet, haben 14 iranische Bürgerrechtler, die im Iran leben, den Übergang von der islamischen Diktatur zu einem demokratischen System gefordert. Einer der 14 ist der Gewerkschaftsaktivist Dschawad La°l-Mohammadi. Am gestrigen Sonntag haben nun Kräfte, die im Auftrag der Machthaber stehen, den Friseursalon seiner Ehefrau unter Beschuss genommen und im Kugelhagel die Glastür zerstört.

https://news.gooya.com/2019/07/post-28572.php
vom 29. Juli 2019
°awamele hokumati, arayeshgahe hamsare jawade la°l-mohammadi, soxanguye 14 fa°°ale madani daxele keshwar-ra be golule bastand

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Iran: Staatliches Vorgehen gegen Straßenkinder

Über 2000 iranische Staatsbürger, die im Iran leben, haben eine Erklärung unterschrieben, in der sie gegen das staatliche Vorgehen gegen Straßenkinder protestieren. Wie sie schreiben, ist der staatliche Kampf gegen die Straßenkinder keineswegs ein großartiges Sozialprojekt. Die eingesammelten Kinder werden dann an Orten festgehalten, deren Bedingungen iranischen Gefängnissen gleichen. Auch schiebt der iranische Staat afghanische Kinder direkt nach Afghanistan ab, ohne sich um die Rechte von Flüchtlingen zu scheren.

https://www.rahekargar.net/press_releases/2019-07-21_1007_kodakyari.pdf
bayaniye-ye shabake yari °aleyhe tarhe jam°-awariye kudakan

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Iran: 14 Unterschriften, die das Regime erschüttern


Mohammad Nuri-Zad und Mohammad Mahdawi-Far
Wie berichtet, haben 14 bürgerliche Aktivisten, die im Iran leben, eine Erklärung veröffentlicht, in der sie das Prinzip der Herrschaft des Rechtsgelehrten (Velayate Faqih) als religiöse Diktatur bezeichnen und eine demokratische Verfassung anstelle des derzeitigen Grundgesetzes fordern. Dass das Regime dies als Herausforderung betrachtet, war abzusehen. Der Sprecher der „Gruppe der 14″, Dschawad La°l-Mohammadi, hat jetzt eine Erklärung veröffentlicht, aus der die Reaktion der Behörden hervorgeht. 2 der 14 Unterzeichnenden sind schon in Haft, namentlich Mohammad Mahdawi-Far und Mohammad Nuri-Zad. Von den Unterzeichnern haben Abbas Wahediyan Shahrudi und seine Frau vom Geheimdienst und dessen Mittelsmännern SMS-Mitteilungen drohenden Inhalts erhalten, Mohammad Hossein Sepehri und seine Familie wurden gegen Mitternacht in ihrer Wohnung von Messerstechern aufgesucht und bedroht, Reza Mehregan wurde verprügelt, Ahmadi Ragheb wurde ohne Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften festgenommen und später wieder freigelassen.

https://news.gooya.com/2019/07/post-28109.php
vom 15. Juli 2019
bayaniye-ye jawad la°l mohammadi, soxangu-ye goruh-e bayaniye-ye 14 tan az iran

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Iran: Sitzstreik einer politischen Gefangenen vor dem Büro des Gefängnisdirektors


Sepide Qalyan

Sepide Qalyan sitzt seit einiger Zeit im Qaretschak-Gefängnis von Waramin in Haft. Sie wurde in Zusammenhang mit den Arbeiterprotesten von Haft-Tape verhaftet. Am Sonntag, den 7. Juli, hat sie aus Protest gegen die Misshandlung von zwei Mitgefangenen (Neda Nadschi und Atefe Rangris), gegen die häufige Unterbrechung der Wasserversorgung und das Fehlen eines Kühlungssystems in den Zellen einen Sitzstreik vor dem Büro des Gefängnisdirektors eröffnet.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=186145
vom 17. Tir 1398 (8. Juli 2019)
tahassone sepide qalyan moqabele daftare modiriyate zendane qarechak

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Der Islamischen Republik Iran wird gekündigt


Nein zur Islamischen Republik

Im Iran lebende Bürgerrechtler haben bislang in der Regel den Weg gewählt, auf die mangelnde Einhaltung vorhandener Gesetze hinzuweisen und das Grundgesetz als Basis für verschiedene politische Forderungen zu wählen. Die sogenannten Reformer im Iran waren ohnehin stets Befürworter der Beibehaltung der Islamischen Verfassung. Jetzt ist es zu einem Bruch gekommen. 14 BürgerrechtlerInnen haben namentlich eine Erklärung unterschrieben, in der sie die Islamische Republik Iran und die Herrschaft des Rechtsgelehrten als die eigentliche Wurzel des Übels darstellen. Im Iran ist das riskant und kann bis hin zur Todesstrafe führen. Die 14 Personen sind meist Angehörige von politischen Gefangenen, die zu verschiedenen Zeiten Opfer staatlicher Hinrichtungen unter der Islamischen Republik waren.

Die 14 Unterzeichner bezeichnen die Islamische Republik Iran als ein System, das auf tyrannischen Gesetzen beruht. Sie bezeichnen das iranische Grundgesetz und das Amt des „Rechtsgelehrten“ (Waliye Faqih) als Symbol der Korruption. Mit Waliye Faqih ist das Amt des Religiösen Führers gemeint, der letztlich jegliche Entscheidung einer anderen Institution aufheben kann, wenn er sie als den göttlichen Gesetzen zuwiderlaufend betrachtet.

Sie fordern die Regierungen der Welt auf, die Führer der Islamischen Republik Iran, namentlich Seyyed Ali Chamene‘i, die Befehlshaber der Revolutionswächter (Pasdaran) und diejenigen Vertreter im Parlament, die dort die Positionen von Ali Chamene‘i vertreten, nicht als Vertreter des iranischen Volks zu betrachten und die Beziehungen zu diesen Personen vollständig abzubrechen.

Es versteht sich, dass die Machthaber mit allen Mitteln gegen die Unterzeichner dieser Erklärung vorgehen werden. Die eigentliche spannende Frage ist, inwieweit diese Erklärung unter der iranischen Bevölkerung Rückhalt findet.

https://www.ipetitions.com/petition/no-to-islamic-republic-of-iran-support-the
No to Islamic Republic of Iran!

http://www.tribuneiran.org/%D8%A8%DB%8C%D8%A7%D9%86%DB%8C%D9%87-%DB%8C-%D8%AF%D9%88%D9%85-%DB%B1%DB%B4-%DA%A9%D9%86%D8%B4%DA%AF%D8%B1-%D9%85%D8%AF%D9%86%DB%8C-%D9%88-%D8%B3%DB%8C%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D8%AF%D8%A7%D8%AE%D9%84/
vom 30. Juni 2019
bayaniyeye dowome 14 koneshgare madani wa siyasi daxele keshwar – na be jomhuriye eslami

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Iran: Inhaftierte Journalistin in Hungerstreik getreten


Nazanin Zaghari-Ratcliffe

Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist eine britisch-iranische Journalistin mit doppelter Staatsangehörigkeit. Vor drei Jahren war sie bei einem Besuch im Iran verhaftet und wegen „Spionage“ zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 15. Juni, dem Geburtstag ihrer Tochter, ist sie erneut in den Hungerstreik getreten, um gegen ihre ungerechte Inhaftierung zu protestieren.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/79874/
vom 15.06.2019
nazanin zagheri e°tesabe ghaza karde ast

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Iran: Ausschreitungen nach tödlichen Polizeischüssen

Gestern kam es in der iranischen Stadt Zahedan, Provinz Sistan/Belutschistan zu Ausschreitungen, nachdem zuvor ein junger Mann von der Polizei erschossen worden war.

Ausschreitungen in Zahedan, Iran

Die Schüsse fielen bei einer Fahrzeugkontrolle. Der junge Mann sollte anhalten, fuhr aber weiter. Nach den Schüssen erlag er auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen.

Die wütende Menschenmenge, etwa 70 Personen, versammelte sich vor dem Gouverneursgebäude in Zahedan und protestierte gegen die tödlichen Schüsse. Es wurden Autoreifen und Fahrzeuge von Sicherheitskräften angezündet. Es kam zu 30 Festnahmen.

Video der Ausschreitungen

Der Tathergang wurde im Wesentlichen von der Polizei bestätigt. Sie gab an, dass das Kennzeichen des Fahrzeugs zu unleserlich war und sie deshalb das Auto anhielten. Aus anderen Quellen war zu hören, dass der junge Mann nicht anhalten wollte, weil er keinen Führerschein besaß.

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Iran: Eisenbahner in Tabris streiken


Heute sind Eisenbahner in Tabris in den Streik getreten, um die Auszahlung der ausstehenden Löhne einzufordern. Die verantwortlichen Vorgesetzten sind bislang auf ihre Forderungen nicht eingegangen, haben die Arbeiter nur vertröstet und belogen und versucht sie einzuschüchtern.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=183032
vom 30. Ordibehescht 1398 (20. Mai 2019)
°aks / e°tesabe kargarane xate rah-ahane tabriz

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Iran: Über 900 Menschen schreibender Berufe fordern Freilassung dreier Schriftsteller


Bektash Abtin, Resa Chandan-Mahabadi und Keyvan Bazhan

Die drei Mitglieder des iranischen Schriftstellerverbandes Bektash Abtin, Resa Chandan-Mahabadi und Keyvan Bazhan wurden vergangenen Mittwoch (15. Mai 2019) von der 28. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran unter dem Vorwurf der „Propaganda gegen das System“ und der „kriminellen Vereinigung, die gegen die Sicherheit des Landes gerichtet ist“, zu je sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil haben 900 Angehörige der schreibenden Berufe im Iran in einem offenen Brief an die Justiz und die Exekutive protestiert. Sie fordern die Freilassung der drei Schriftsteller.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93323
vom 29. Ordibehescht 1398 (19. Mai 2019)
sadha newisande xahane laghwe ahkame zendane se °ozwe kanune newisandegane iran shodand

https://www.radiofarda.com/a/iranian-writers-reza-khandan-mahabadi-baktash-abtin-and-keyvan-bajan/29952755.html
vom 20. Mai 2019
bayaniyeye 900 newisande: hokme se °ozwe kanune newisandegan azadikosh ast

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Iran: Die Menschenrechte müssen eingehalten werden – ab ins Gefängnis


Ein Mann, der am Vortag (8. Mai 2019) vor dem Gericht des Ewin-Gefängnisses ein Plakat mit dieser Überschrift „Die Menschenrechte müssen eingehalten werden“ in der Hand hielt, wurde nach einer Stunde aus diesem Grund verhaftet. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=182286
vom vom 19. Ordibehescht 1398 (9. Mai 2019)
mo°tareze plakard bedast moqabele dadsaraye ewin bazdasht shod / °aks

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Iran: 1. Mai – Tag der Handschellen


Warten vor dem Ewin-Gefängnis /Teheran
Der Internationale Tag der Arbeit wird im Iran auf zwei ganz verschiedene Arten begangen. Die Arbeitnehmer und Gewerkschaften bereiten Aktionen vor, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen, die Regierung und diejenigen, die jenseits der gewählten Gremien regieren, nutzen den Anlass, um die nächste Runde von Verhaftungen vorzunehmen. Vier Tage später, am gestrigen Sonntag, sieht man das Ergebnis. Das sind Angehörige und Freunde der Inhaftierten, die auf diese Weise gegen die Verhaftung protestieren. Noch ist es keine Massenbewegung, und das dürfte die Machthaber zufrieden stellen.

Vor dem Ewin-Gefängnis
https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=181983
vom 15. Ordibehesht 1398 (5. Mai 2019)
°aks / tajammo°e xanewadeha wa dustane bazdashtihaye ruze jahaniye kargar dar moqabele zendane ewin

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Iran: Vom Hochwasser ins Gefängnis


Die bewaffneten Organe haben in den letzten Tagen und Wochen, als der Iran vom Nordosten bis in den Südwesten von schweren Regenfällen und katastrophalen Hochwasserständen heimgesucht wurde, Präsenz gezeigt. Im Norden, in der Provinz Golestan, haben sie die von Unternehmen der Pasdaran erbaute Bahnlinie an drei Stellen gesprengt – weil sie an Brücken gespart hatten, und damit die unterhalb gelegenen Ortschaften unter Wasser gesetzt. In der Provinz Chusestan haben sie von der Bevölkerung erbaute Hochwasserdämme mit Gewalt gegen die Bevölkerung gesprengt, und jetzt sind sie zu Verhaftungen geschritten. Am Sonntag nahm der Geheimdienst von Ahwas mindestens 25 Hochwasserhelfer fest. Hierzu stürmten die sogenannten Sicherheitskräfte den Sitz des Volkskomitees, das spontan zur Hochwasserbekämpfung gegründet wurde, in Malaschije in Ahwas. Die Inhaftierten waren Angehörige der arabischen Minderheit. Der Aufenthaltsort der Verhafteten ist nicht bekannt. Am Vortag waren mindestens fünf Bürger von Ahwas aus Kuye Alawi verhaftet worden, weil sie gegen die fehlende staatliche Unterstützung für die Hochwassergeschädigten protestiert hatten.
Zusätzlich hielten die Revolutionswächter, Bassidschis und die Polizei in den letzten Tag in dieser Region bewaffnete Manöver ab, offensichtlich, um die Bevölkerung einzuschüchtern.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92680
vom 25. Farwardin 1398 (14. April 2019)
25 emdadrasane ahwaz bazdasht shodand

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Iran: Underground im Kaufhaus


Video 1

Die Islamische Republik Iran hat etwas gegen Sängerinnen und gegen das öffentliche Tanzen von Frauen, gegen das gemeinsame Auftreten von Männern und Frauen (die nicht verheiratet sind) in der Öffentlichkeit, aber es gibt kein spezielles Gesetz, das Auftritte wie diesen in einem Einkaufszentrum in Teheran verbietet. Natürlich finden sich stets Begriffe wie „Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung“, um solche Aktionen zu bestrafen, aber diese Frauen haben die Aktion zur „Begrüßung des (bevorstehenden) iranischen Neujahrsfests“ geschickt so inszeniert, dass sie nicht direkt gegen die Scharia verstoßen und trotzdem genau das tun, was die Herrschenden nicht wollen. Eine gelungene subversive Aktion.

https://news.gooya.com/2019/03/post-24188.php
vom 11. März 2019
buye nouruz awardim baratun
zweiter Film: daf nawaziye zibaye doxtarane tehrani dar markaze xarid be pishwaze nouruz

Die Frau in dem folgenden Video tanzen ebenfalls in der Öffentlichkeit und sogar auf der Straße. Sie wollen ihre Freude angesichts des bevorstehenden Noruz-Festes ausdrücken, mit dem jedes Jahr im Iran der Frühling eingeleitet wird. Der Frühlingsanfang fällt dieses Jahr auf den 20. März.


Video 2

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Iran: 3-tägiger landesweiter Streik der Lehrkräfte


Seit gestern, Sonntag, den 03. März 2019, streiken die Lehrkräfte im Iran landesweit für drei Tage. In der Islamischen Republik Iran ist Freitag Ruhetag, nicht der Sonntag! Die Lehrkräfte kommen weiterhin in die Schule, bleiben aber im Lehrerzimmer und erklären den Schülern lediglich, warum sie streiken. Auf diese Weise sind auch die Familien der Schüler im ganzen Land informiert, was die Gründe und Forderungen der Lehrkräfte sind.


1. Freilassung aller Lehrerinnen und Lehrer, die wegen ihrer beruflichen Forderungen in Haft sind und Einstellung sämtlicher Verfahren in diesem Zusammenhang.
2. Beseitigung sämtlicher rechtlicher Hindernisse für die Bildung einer Berufsvertretung der Lehrkräfte im ganzen Land – also einer Art Lehrergewerkschaft.
3. Bereitstellung ausreichender Mittel im staatlichen Budget für das nächste Haushaltsjahr (beginnt im Iran im Frühling). Das betrifft die Finanzierung der Schulen wie auch die ausreichende Bezahlung der Lehrkräfte und die Auszahlung der ausstehenden Löhne und Zusatzzahlungen.
4. Gleichstellung der Renten von Lehrkräften mit denen anderer staatlicher Bediensteter im Ruhestand, um sicherzustellen, dass die Renten über der Armutsgrenze liegen.
5. Aufhebung der jetzigen Krankenversicherung und Ersatz durch eine besser funktionierende, die sowohl diejenigen im aktiven Lehrdienst wie die Lehrkräfte im Ruhestand umfasst.
6. Der Schulbesuch soll gemäß Artikel 30 der Iranischen Verfassung kostenlos bleiben. Die Politik, die Eltern für schulische Dienstleistungen finanziell zu belasten, muss beendet zu werden.
Die Forderungen der Lehrkräfte werden auch von Schülern unterstützt.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/78774/
vom 03.03.2019, 16:30
tahassone mo°alleman dar dahha shahr iran

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