Archiv der Kategorie 'Protest'

Iran – Ahwas: Proteste der arabischen Minderheit halten an


In Ahwas protestiert die arabischsprachige Bevölkerung schon den siebten Tag gegen die Leugnung der arabischen Identität durch den iranischen Staat. Am 1. April 2018 gingen die Proteste bis in die Nachtstunden. Wie die Menschenrechtsorganisation von Ahwas berichtet, wurden in Ahwas an verschiedenen Stellen Kontrollposten eingerichtet. Die Polizeibeamten zwangen Araber, aus dem Auto auszusteigen und nahmen ihnen die Tschafiya ab (als Kufiya oder auch als Palästinensertuch im Deutschen bekannt). In der arabischen Kultur gilt dies als entehrend.
Ein solches Vorgehen ist geeignet, den Konflikt weiter anzuheizen. Es ist anzunehmen, dass die Behörden dies bewusst tun. Ist es das Ziel der Machthaber, auf diesem Weg einen Krieg mit arabischen Staaten wie Saudiarabien anzuzetteln, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, die Wirtschaft in Gang zu bringen?
Dass es den iranischen Machthabern nach wie vor gelingt, die Bevölkerung mit nationalistischen Parolen anzuheizen, zeigt die Berichterstattung von Medien wie iran-emrooz, denen diese Meldung entnommen ist. Dort wird der Vorwurf des „Rassismus“ und der „Araberfeindlichkeit“, den die iranischen Araber erheben, nur in Anführungszeichen zitiert, wobei Anführungszeichen in iranischen Zeitungen selten sind und nicht verwendet werden, um Zitate zu markieren.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/74063/
iran-emrooz.net | Mon, 02.04.2018, 15:35
e°terazate shahrwandane °arabe ahwaz wared ruze haftom shod

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Proteste in Ahwas

Am 29. März 2018 haben rund 5000 iranische Staatsbürger arabischer Volkszugehörigkeit in Ahwas gegen eine Fernsehsendung des staatlichen Senders Seda wa Sima (Ton und Bild) protestiert. In der Kindersendung „Kolahe qermezi“ (Rotkäppchen) waren am 2. Farwardin (22. März 2018) verschiedene Orte im Iran vorgestellt worden, wobei die Orte mit Puppen in den lokalen Trachten markiert waren. Ahwas, wo die arabische Minderheit am stärksten ist, wurde aber nicht durch eine Puppe in arabischer Tracht gekennzeichnet, sondern durch eine andere Tracht. Die arabische Minderheit, die ohnehin massiv verfolgt wird, betrachtete dies als Leugnung der arabischen Identität und ging deshalb auf die Straße. Der friedliche Protest wurde mit Tränengas und Schüssen von den Sicherheitskräften aufgelöst. 12 Aktivisten, darunter 3 Frauen, wurden verhaftet.

http://news.gooya.com/2018/03/post-13359.php
vom 29. März 2018
tir-andazi be tarafe tajammo°e mosalemat-amiz dar ahwaz wa bazdashte 12 nafar dar beyne anha se fa°°ale zan

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran – Nourus: Sofreye Haft Sin in Isfahan

Zum iranischen Neujahrsfest, das immer zum Frühlingsbeginn gefeiert wird, gehört es, eine Tischdecke auszubreiten, auf der sieben mit dem Buchstaben s (Name „sin“) beginnende Objekte ausgestellt sind (Sofreye Haft Sin – das Tischtuch mit den Sieben S). Traditionell ist auch ein Glas mit einem Goldfisch dabei.
Die Bauern von Warsane im Osten der Provinz Isfahan präsentieren jetzt diese Tradition in zeitgemäßerem Gewand. Sie leiden unter Wasserarmut, seit die Regierung durch ein Wasserumleitungsprojekt dem Sayande-Fluss das Wasser entzogen haben. Der Goldfisch ist durch einen toten Fisch auf trockenem Sand ersetzt, statt Blumen sieht man Steine (sang) und Wüste, und die Schrottkugeln (satschme) symbolisieren die staatlichen Gewaltakte gegen die protestierenden Bauern.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=150924
vom 29. Esfand 1396 (20. März 2018)ا

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Die Toten holen ihre Henker ein

Auf dem Chawaran-Friedhof, wo das Islamistische Regime die Toten der 80-er Jahre und des Gefängnismassakers von 1988 verscharrt hat, haben sich heute die Angehörigen der Hinterbliebenen versammelt. In den früheren Jahren wurden solche Versammlungen von den sogenannten Ordnungskräften gestört und behindert. Die Stimmung im Iran ist inzwischen so weit, dass solche Manöver wohl nicht mehr ziehen, um die Angehörigen abzuschrecken. Die Zahl der Teilnehmer ist erstaunlich hoch. Solange diese Verbrechen nicht politisch und juristisch im Iran aufgearbeitet wurden, wird auch kein innerer Frieden einkehren. Hier ein Video von der Versammlung.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=150812
vom 28. Esfand 1396 (19. März 2018)
film: tajammo°e xanewadehaye qorbaniyane qatle °ame 67 wa e°dam shodegane daheye shast dar xawaran! dar astaneye sale nou

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Protest in Nischabur


Die Arbeiter der Fabrik für Molkereiprodukte Binalud in Nischabur haben heute mit einer Kundgebung dagegen protestiert, dass sie seit sieben Monaten ihren Lohn nicht erhalten haben. Proteste wie diese finden Tag für Tag im ganzen Iran statt.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=149100
vom 26.02.2018

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran – Ahwas: Stahlarbeiter protestieren beim Freitagsimam und beim Gouverneur


Die Arbeiter des Stahlunternehmens Goruhe Melliye Fulade Ahwaz (Nationale Stahlgruppe Ahwas) haben in Ahwas gegen die ausstehenden Lohnzahlungen protestiert. Sie haben als Ort des Protests den Platz aufgesucht, wo der Freitagsimam predigt, sowie den Sitz des Provinzgouverneurs von Ahwas. Außerdem hielten sie im Zentrum von Ahwas eine Protestdemo ab, an der vielleicht Tausend Arbeiter teilnahmen

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85089
vom 25. Februar 2018
xiyabanhaye ahwaz zire paye kargarane fulad

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Die Herrschaften mögen kein Licht


Aus Protest gegen die Vorenthaltung der Lohnzahlung und der zustehenden Arbeitskleidung haben die Busfahrer am Sonntag in Teheran tagsüber das Fahrlicht angemacht. Das Management der Busgesellschaft hat darauf mit eigenen Streifen die Busse kontrolliert, um durchzusetzen, dass die Fahrer das Licht wieder ausmachen, aber das konnte die Fortsetzung des Protests nicht verhindern.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=85106
vom 26. Februar 2018
be neshaneye e°teraz cheraghe otobusha roushan shod

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Kopftuch und Staatsgewalt

Vergangenen Freitag,den 23. Februar 2018, protestierte wieder eine Frau (Mariam Schariaatmadari) gegen den Kopftuchzwang in Teheran, indem sie auf einen Verteilerkasten stieg und ihr Kopftuch an einem Stock vor sich herhielt. Die Polizei kam, und als sie nicht vom Verteilerkasten runterstieg, kam ein Beamter von hinten und stieß sie runter, so dass sie beim Sturz Verletzungen erlitt. Aus anderen Fällen ist bekannt, dass die Frauen auch nach der Festnahme auf der Wache von den Beamten geschlagen werden. Die anwesenden Menschen versuchten, der protestierenden Frau zur Flucht zu helfen, aber sie konnte wegen ihrer Verletzung wohl nicht fliehen. Sie wurde auf die Polizeiwache abgeführt. Darauf versammelte sich eine Menschenmenge vor der Wache und protestierte gegen die Festnahme.

Jetzt haben iranische Dokumentarfilmerinnen, über 70 an der Zahl, einen offenen Brief an die staatlichen Institutionen (Parlament, Justiz und Exekutive) geschrieben, um gegen das gewalttätige staatliche Verhalten zu protestieren. Sie weisen darauf hin, dass der Kopftuchzwang selbst unter Geistlichen umstritten sei. Der Griff zur Gewalt sei nicht zu rechtfertigen.

http://news.gooya.com/2018/02/post-12398.php
vom 26.2.2018
nameye sar goshade zanane mostanadsaz dar e°teraz be raftare xoshunatamiz ba doxtarane xiyabane enqelab

https://www.radiofarda.com/a/iran-hijab-protest/29061201.html
vom 25.2.2108
baztabe yek taswir, gozareshgare lahze‘i az tarixe zanane iran

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Prominente Kopftuchträgerin solidarisiert sich mit Kopftuchgegnern

Sahra Rahnaward, die Ehefrau von Mirhossein Mussawi, die ebenso wie ihr Mann unter Hausarrest steht, seit der vorige Präsident Mahmud Ahmadineschad dank einer Fälschung der Wahlergebnisse im Juni 2009 seinen zweiten „Wahlsieg“ feiern konnte, hat jetzt über ihre Tochter eine Zeichnung veröffentlicht, in der sie die Gewalt der Machthaber gegen die Frauen kritisiert, die den Kopftuchzwang abschaffen wollen.
Hintergrund ist eine neue Entwicklung im amtlichen Verhalten gegenüber den protestierenden Frauen. War zuvor eine Verhaftung der Frauen die Regel, greifen die Beamten nunmehr zu willkürlicher körperlicher Gewalt, die dem Verhältnismäßigkeitsprinzip widerspricht, und fügen den protestierenden Frauen vorsätzlich Körperverletzungen zu.


Sahra Rahnaward

Dass Sahra Rahnaward trotz ihres siebenjährigen Hausarrests in dieser Frage so klar Stellung bezieht, macht deutlich, wie sehr die iranische Gesellschaft in Bewegung geraten ist. Das Kopftuch als Zwangsbekleidung verliert immer mehr an Unterstützung.

http://news.gooya.com/2018/02/post-12392.php
vom 26.02.2018
zahra rahnaward: ba hejabe ejbari moxalefam

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Eine Gesellschaft im Niedergang

Die iranische Nachrichtenagentur ISNA, die sogenannte Nachrichtenagentur der Studenten, hat Äußerungen des iranischen Ministers für Straßen- und Städtebau, Abbas Achundi, veröffentlicht, die dieser vergangenen Samstag (24.2.2018) machte.
Gegen Abbas Achundi hat das iranische Parlament ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet, weil es ihn für das Flugzeugunglück bei Yassudsch verantwortlich macht.
Hier einige Auszüge von dem, was der Minister gesagt hat:
„In Wirklichkeit ist es so, dass sich unsere Gesellschaft im Niedergang befindet. Sprich, sie hat nicht die Möglichkeit, ihre grundlegenden Probleme zu beseitigen, Mehrwert zu schaffen und Hoffnung einzuflößen. Dies ist eine Tatsache, die keine Abhilfe findet, wenn wir sie verhüllen.
(…)
Wann immer etwas passiert, suchen wir sofort jemanden, mit dem wir uns anlegen, statt uns an die Korrektur der auslösenden Faktoren zu machen.
(…)
Wir können in unserem Land nicht einmal die kleinsten Probleme gesellschaftlich lösen. Sei es die Staubbelastung, seien es Unglücksfälle, seien es Wirtschaftsprobleme.
(…)
Wenn wir die Dinge aus der Nähe betrachten, sehen wir, dass eine Versammlung sich rasch in Aufruhr verwandelt und dass ein Schneefall die ganze Gesellschaft ausbremst.“

http://news.gooya.com/2018/02/post-12371.php
vom 26.02.2018
wazire rah wa shahrsazi: iran dar hale zawale ejtema°i ast

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Flugzeugabsturz – Proteste und Spekulationen


Auf der Suche nach den Opfern des Flugzeugabsturzes

Am Sonntag, den 18. Februar 2018, stürzte ein Flugzeug des Typs ATR-72 auf einem Flug von Teheran nach Yassudsch ab. Alle 60 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen beim Absturz – vermutlich im Dena-Kuh-Gebirge – ums Leben. Die Unfallursachen sind nicht bekannt. Das eingesetzte Flugzeug war schon 25 Jahre in Betrieb und eigentlich aus dem Verkehr gezogen worden. Aufgrund der Knappheit von Flugzeugen im Iran wurde es aber wohl doch wieder zum Einsatz zugelassen.
Der Absturz löste einige Proteste in der Bevölkerung aus, nicht zuletzt deshalb, weil ein ausrangiertes Flugzeug wieder zum Einsatz kam.
Ein anderer Aspekt des Absturzes gibt allerdings Nahrung für weitergehende Spekulationen. In den iranischen Medien ist die Rede davon, dass sieben der abgestürzten Insassen bekannte iranische Umweltschützer waren, sieben weitere Todesopfer waren auch auf dem Gebiet des Umweltschutzes aktiv. Angesichts der Tatsache, dass eine Reihe iranischer Umweltschützer wegen „Spionage“ inhaftiert wurden und ein verhafteter Umweltschützer unlängst im Gefängnis „Selbstmord“ begangen haben soll, kommt unter den Iranern der Verdacht auf, dass der Absturz herbeigeführt wurde, um die Umweltschützer zu ermorden. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt des Verdachts macht er deutlich, dass die Bevölkerung den Machthabern alles zutraut.
Die Namen der beim Absturz ums Leben gekommenen Umweltaktivisten sind:

  • Mohammad Fahimi: Spezialist der NGO Chasandegane Pars (Reptilien der Region Pars).
  • Ali Farzane: engagierter Mitarbeiter der staatlichen Behörde für Wälder, Weideflächen und natürliche Wasserreserven (Sazemane jangalha, marate° wa abxizdariye keshwar), die dem Landwirtschaftsministerium untergeordnet ist.
  • Seyyed Reza Fatemi-Talab: Forscher auf dem Gebiet der Landwirtschaft und natürlicher Ressourcen, Mitglied der Umweltschutzgruppe der Universität Abade (Region Schiras).
  • Ahmad Chariman: Mitglied der Umweltschutzgruppe der Universität Abade (Region Schiras).
  • Chalil Ahangaran: Mitglied der Umweltschutzgruppe der Universität Abade (Region Schiras).
  • Mozhegan Nazari: Spezialistin auf dem Gebiet der Planung, Organisation und Lehre in Umweltfragen.
  • Behnam Barzgar: Leiter der Aufsichtsbehörde für Umweltschutz im Landkreis Bile-Sawar.

Die sieben weiteren Namen sind:

  • Ahmad Nazari: Forscher auf dem Gebiet der Kontrolle der Umweltverschmutzung.
  • Gholam°ali Ahmadi: Doktorand der Philosophie und Dozent an der Freien Universität Behbahan. Hat über die Planung von Verhaltensänderungen zum Umweltschutz publiziert.
  • Salman Sharif Azeri: Forscher im Bereich des Umweltschutzes.
  • Mahdi Jawidpur: Journalist, der auf Umweltfragen spezialisiert ist.
  • Hamed Amiri, Ingenieur der Landwirtschaft, Forscher auf dem Gebiet der Umwelttechnologie
  • Seyyed Behzad Sayadati: Spezialist für Bodenkunde.
  • Ardashir Rad: Ingenieur für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen.
  • Mostafa Reza‘i: Spezialist für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen.
  • °Ali Zare°: Forscher auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der natürlichen Ressourcen.

Quellen:
http://news.gooya.com/2018/02/---62.php
vom 19. 02.2018
dowomin ruze jostejuye mahalle soqute hawapeymaye parwaze tehran-yasuj

http://news.gooya.com/2018/02/post-12149.php
moshahedate mardomy neshan dehandeye woqu°e saneheye hawa‘i bud
vom 18.02.2018
soqute hawapeyma‘i mosaferbariye tehran-yasuj

http://fararu.com/fa/news/349450/
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
chand nafar az fa°alane mohite zist dar hawapeymaye soqut karde budand?
veröffentlicht am 29. Bahman 1396

http://frw.org.ir/00/Fa/News/News.aspx?nwsId=46857

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Alle Jahre wieder

Es ist ein seltsames Schauspiel. Kaum sind irgendwo Revolutionäre an die Macht gekommen, führen sie neue Feiern ein. Im Iran heißt dieser Feiertag 22. Bahman (11. Februar), das ist der Jahrestag des Sieges der Revolution über den Schah im Jahr 1979. Jahr für Jahr werden die Feiern wiederholt, und sie sind so ätzend langweilig wie Weihnachten in Deutschland. Hier Feiern die Weihnachtsmänner als Umsatzboten für den Handel, dort die bärtigen Ajatollahs und ihr bewaffneter Arm, die Revolutionswächter und die Bassidschi-Milizen. Ist ja schon eine seltsame Revolution, die Wächter braucht, das spricht nicht für viel Freiwilligkeit.
In den Anfangsjahren, als die Begeisterung über den Sturz des Schahregimes noch groß war, brachte das Regime locker Millionen von Menschen auf die Straße. Die USA als Weltmacht besiegt man schließlich nicht alle Tage, oder glaubt zumindest, es geschafft zu haben.
Aber die Revolutionäre werden älter, die einen sterben, die andern füllen ihre Konten, und die Mehrheit hat das Nachsehen. Und so schwindet auch die Zahl der Anhänger.
Dagegen hilft nur eins: Besser organisieren, mehr Geld ausgeben, kostenlose Busfahrten, um das Häuflein der sieben Aufrechten auch noch aus dem letzten Dorf nach Teheran zu karren, und dafür sorgen, dass das staatliche Fernsehen den günstigsten Blickwinkel findet, um mit ein paar Zehntausend Teilnehmern eine Million zu suggerieren. Kein leichtes Unterfangen.


Das sieht doch echt nach Volksmassen aus

Dieses Jahr ist nun die Revolutions-Schnarchfeier gründlich verratzt.


Ho Narro! Die Jugend scheint die Revolutionsfeier wohl etwas anders zu verstehen…

Trotz allen Aufwands sind an manchen Orten nur noch wenige Menschen bei den staatlichen Kundgebungen zu sehen.


So weit ist es gekommen. Jetzt klagen selbst fundamentalistisch gesinnte Frauen auf ihren Plakaten zum 22. Bahman über tab°iz – Diskriminierung (der Frauen).


Und diese Anhängerinnen des Systems beschweren sich über die Korruption und die Unterschlagung des Staatsvermögens. Zum Jahrestag der Revolution. Man kann sich unschwer vorstellen, was in den Köpfen der Gegner vorgeht, wenn selbst den Anhängern zu diesem „Tag Gottes“ nichts Positiveres einfällt.

Und es kommt noch schlimmer: Selbst im Zentrum der Macht, in Teheran, Maschhad oder Isfahan regt sich Protest mitten in den heiligen Tagen der Revolution. Sakrileg. Da rufen Frauen am helllichten Tag an einer zentralen Stelle in Teheran die Parole „Iranische Republik“ und nicht etwa „Islamische Republik“, womit sie jederzeit den Überfall von Hisbollahi-Schlägern riskieren, zu nächtlicher Stunde hört man nicht weit von dieser Stelle die Parole „Tod dem Diktator“, in Maschhad, wo die ganzen Reichtümer der wichtigsten religiösen Stiftung angehäuft sind, geht die Bevölkerung dazwischen, als ein Regimegegner verhaftet werden soll, der unerwünschte Parolen gerufen hat, und befreien ihn, und in Isfahan haben die Behörden solche Angst vor dem heißgeliebten Volk der Revolutionäre, dass sie ganze Kolonnen von schlagbereiten Motorradfahrern durch die Straßen rollen lassen.
Ja, vielleicht schaffen es die Iraner ja, die Revolutionsfeiern früher abzuschütteln als unsereins die Weihnachtsfeiern…

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148023
vom 22. Bahman 1396 (11. Februar 2018)
film / tehran chahar-rahe wali-°asr, marg bar diktatur, emshab 22 bahman

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148018
vom 22. Bahman 1396 (11. Februar 2018)
film / sho°are jomhuriye irani kami balatar az meydane wali-°asr, 22 bahman sa°ate 11.30

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148029
vom 22. Bahman 1396 (11. Februar 2018)
film / joulane mutur-sawaran-e zedde shuresh dar esfahan / emshab 22 bahman

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147981
vom 22. Bahman 1396 (11. Februar 2018)
film / dargiri dar mashhad wa komak kardane mardom baraye jelougiri az dastgiriye yeki az mo°tarezan

Fotos:
http://www.tabnak.ir/fa/news/773369/

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Vorschlag zum Ausweg aus der Sackgasse


Forderung nach dem Referendum auf der berühmten Brücke Chadju, Isfahan

Die Krise im Iran ist unübersehbar. Stillstehende oder wenig ausgelastete Fabriken, Lohnzahlungen, die über Monate ausstehen, Streiks, Proteste im ganzen Land. Vor diesem Hintergrund hatte der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani unter Berufung auf die iranische Verfassung geäußert, man solle die Bevölkerung befragen, um die Probleme zu lösen.
15 iranische Intellektuelle wurden jetzt konkreter. Acht von ihnen leben im Iran, riskieren also eine Menge, denn ihr gemeinsamer Vorschlag, der als Erklärung veröffentlicht wurde, erschien direkt zu den Revolutionsfeiern vom 22. Bahman (11. Februar), kurz nach der zitierten Äußerung des Staatspräsidenten. Die Forderung der 15, zu denen u.a. Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivisten Nasrin Sotude, Narges Mohammadi, eine im Ewin-Gefängnis inhaftierte Menschenrechtlerin und der im Iran lebende Regisseur Dscha‘far Panahi gehören, lautet:
Abhaltung eines Referendums gemäß der iranischen Verfassung über die Einführung einer säkulären parlamentarischen Demokratie im Iran. Das Referendum soll unter Aufsicht der Vereinten Nationen durchgeführt werden.
Das Bedeutende an dieser Forderung ist nicht die Zahl der UnterzeichnerInnen, sondern die Tatsache, dass hier treffende Worte zur rechten Zeit kommen. In diesem Moment der Krise können sie etwas bewegen.
Mit dem Vorschlag erwischen diese 15 das iranische Regime auf dem falschen Fuß. Denn im Verlauf der letzten Protestwelle (von der Jahreswende) wie auch der Einzelkundgebungen gegen das Zwangskopftuch war von den Machthabern immer zu hören, dass seien einige wenige, die Millionen stünden hinter ihnen. Wenn sie sich sicher wären, würden sie das Referendum abhalten, so wie Ajatollah Chomeini zum Höhepunkt seiner Popularität problemlos das Referendum über die Einführung der Islamischen Republik Iran abhalten konnte. Er wusste, dass er es gewinnt. Wenn das Regime jetzt so ein Referendum verweigert, macht es öffentlich sichtbar, dass es seinen eigenen Worten nicht glaubt. Aus der Traum von den Millionen.

http://news.gooya.com/2018/02/post-11966.php
vom 12. Februar 2018
nameye panzdah fa°°ale siyasi: referandum tahte nezarate sazemane melal, rahgozare mosalemat-amiz az jomhuriye eslami be yek demorasiye sekular parlemani

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Der Kampf um die Köpfe, nicht um das Kopftuch

Interview mit einer Kämpferin gegen den Kopftuchzwang

In der iranischen Presse ist jetzt ein Interview mit einer der jungen Frauen erschienen, die aus Protest gegen die Zwangsbedeckung des Kopfes an verschiedenen Stellen in der Revolutionsstraße in Teheran Posten bezogen haben und ihr Kopftuch auf einem Stecken gehisst vor sich hin halten. Sie sagt, dass die Reaktion der Passanten sehr verschieden gewesen sei. Manche Frauen und Mädchen hätten sie angeguckt und dann getuschelt, ein Mann habe sie am Mantel gezogen und gesagt, sie solle vom Podest runterkommen, aber da sei ein anderer aufgetaucht und habe diesen verdrängt, einer habe gemeint, er habe auch seine Kritik an der Gesellschaft, aber das hier sei nicht in Ordnung, viele hätten einfach nur geschaut und seien dann weitergegangen, sie habe auch anzügliche Bemerkungen zu hören bekommen, aber es seien auch Jugendliche vorbeigekommen, die vor ihr das Victory-Zeichen gemacht hätten und Taxi-Fahrer, die gemeint hätten: Die hat Mut.
Eine halbe Stunde stand sie so, dann sah sie die Polizei kommen und verdünnisierte sich. Ihr ist klar, dass die Polizei sie auch noch später verhaften kann, wenn sie die Kameras auswertet.
http://news.gooya.com/2018/02/post-11700.php
vom 3. Februar 2018
goft-o-gu ba yeki az doxtarane xiyabane enqelab

Die Vorgeschichte einer der protestierenden Frauen
In der iranischen Presse (Iran-Wire) ist ein Bericht von Ayda Qadschar über Schima Baba‘i erschienen, eine der die Hintergründe ihres Protests erläutert. Sie war schon im letzten Jahr von der „Polizei für Moralische Sicherheit“ vorgeladen worden und wurde aufgefordert, zu begründen, wieso sie gegen das Kopftuch sei. Bei diesem Gespräch war auch Schimas Vater zugegen, der ein Kriegsversehrter ist, also einer derjenigen, die im iranisch-irakischen Krieg verletzt wurden und als Kämpfer für die islamische Revolution eigentlich von Amts wegen privilegiert sind. Als der Polizist beim Verhör immer lauter wurde, protestierte Schimas Vater dagegen. Darauf wurde der Polizist handgreiflich. Schima schildert: „Mein Vater wurde wütend und sagte: So geht ihr mit den Kriegsversehrten dieses Landes um? Ich bin nicht in den Krieg gegangen, damit meine Tochter kein Recht hat, über ihre Kopfbedeckung zu entscheiden und dass man so auf ihre Antworten reagiert. Darauf wurde er aus dem Zimmer geschubst, während ich zur Justizbehörde des Bezirks 21 überstellt wurde. Der Staatsanwalt dort meinte dann: „Dir juckt wohl das Fell. Gegen dich liegt schon eine politische Akte vor und du machst Propaganda gegen das System.“ Ich antwortete: „Ja, es juckt mich sehr, endlich mein Recht zu bekommen.“ Der Staatsanwaltschaft schickte sie dann mit ominösen Bemerkungen zu einer anderen Behörde. Der Beamte dort war etwas freundlicher, er meinte: „Unsere Gesellschaft ist nicht in der Lage, das freiwillige Tragen des Kopftuchs zu akzeptieren. Angesichts des Verhaltens von Schima sei vom Staatsanwalt die Anweisung gekommen, von ihr eine so hohe Kaution zu verlangen, dass sie das Geld nicht aufbringen könne und inhaftiert würde. Der Beamte legte dann aber für sie eine noch zahlbare Kaution fest. Als ihr Vater die bezahlen wollte und seinen Lohnzettel vorlegte, stellte sich heraus, dass die „Polizei für Moralische Sicherheit“ gegen ihn Anzeige wegen „Beleidigung der Polizei“ erstattet hatte. Schima blieb 5 Stunden in Haft, bis ein Anwalt für sie bürgte. Gegen ihren Vater wurde später Haftbefehl erlassen.
http://news.gooya.com/2018/01/post-11579.php
vom 30. Januar 2018
doxtare enqelab: az zendan wa shekanje nemitarsim

29 Verhaftete
Die Presseabteilung der Polizei von Groß-Teheran hat in Zusammenhang mit der Protestbewegung gegen die Zwangskopfbedeckung (Kopftücher) die Verhaftung von 29 jungen Frauen bekannt gegeben.
http://news.gooya.com/2018/02/post-11633.php
vom 1. Februar 2018
dastgiriye 29 nafar az doxtarane xiyabane enqelab dar tehran

Parlamentsabgeordnete: Diskriminierung ist die Mutter des Protests
Nahid Tadsch od-din, Abgeordnete für Isfahan im Landesparlament, hat in einem Tweet darauf hingewiesen, dass die Diskriminierung des weiblichen Geschlechts die Ursache für die neue Protestbewegung namens „Töchter der Revolutionsstraße“ ist. Sie schreibt: Die Töchter der Revolutionsstraße sind dieselben, die seit Jahren bei den Auswahlverfahren zum Hochschulstudium, bei der Anstellung in Arbeitsverhältnisse, bei der politischen Teilnahme, bei der Bekleidung von Führungspositionen, beim Besuch von Sportplätzen, bei der Aufführung von Live-Musik auf der Bühne etc. vor den verschlossenen Toren der Geschlechter-Diskriminierung stehen.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=147343
vom 13. Bahman 1396 (2. Februar 2018)
nemayandeye majles: doxtare xiyabane enqelab haman doxtarani hastand ke poshte darwazehaye tab°ize jensiyati mandeand

Abgeordnete von Teheran: Der Protest ist eine Folge unseres Fehlverhaltens
Soheila Dscheloudarsade, Abgeordnete für Teheran im Landesparlament, führt die neue Protestbewegung gegen die Zwangsbedeckung des Kopfes für Frauen auf die Unterdrückung zurück: „Wenn wir die Frauen allen möglichen Beschränkungen unterwerfen und sie unnötig einengen, führt dies dazu, dass dieser Druck in Empörung mündet, so dass die Töchter der Revolutionsstraße ihre Kopftücher auf einem Stecken gehisst haben. (…) Das ist eine Folge unseres Fehlverhaltens.“
https://www.radiofarda.com/a/iran_sohiela_jeloudarzadeh_hijab/29011343.html
vom 12. Bahman 1396 (1. Februar 2018)
nemayandeye majles: doxtarane xiyabane enqelab, natijeye eshtebahe ma bud

Solidarität mit den Frauen
In diesem Film sieht man, wie ein junger Mann auf einer Verkehrsinsel vor dem Gefängnis des Stadtkreises Behbahan für die inhaftierten „Töchter der Revolutionsstraße“ demonstriert, also diejenigen, die ihr Kopftuch öffentlich abgenommen und auf einem Stock gehisst hatten, um so in aller Öffentlichkeit gegen die Zwangsbedeckung zu protestieren.

https://outlook.live.com/owa/?rru=inbox&path=/mail/inbox/rp
vom 11. Bahman 1396 (31. Januar 2018)
hemayat az doxtarane xiyabane enqelab dar moqabele zendane shahre behbahan

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Im Zuge der Protestwelle 5000 Festgenommene

Ali-Resa Rahimi ist einer der 11 iranischen Parlamentsabgeordneten, die nach dem Tod von Sina Qanbari im Ewin-Gefängnis einen Besuch in diesem Gefängnis beantragt hatten. Die Parlamentarier-Kommission durfte nach mehrwöchiger Wartezeit nun tatsächlich das Gefängnis besuchen. Die Tatsache, dass selbst die Parlamentarier mehrere Wochen hingehalten wurden, bevor man sie ins Gefängnis lässt, macht deutlich, dass es wohl einiges zu verbergen gab.

Wie Ali-Resa Rahimi bekannt gab, wurden nach amtlichen Angaben im Zuge der Protestwelle zum Jahreswechsel 4972 Personen festgenommen, 493 von ihnen sollen noch in Haft sein. Mit anderen Worten: Neun Zehntel der Festgenommenen sollen jetzt wieder auf freiem Fuß sein. Sie waren für die Parlamentarier somit nicht mehr erreichbar.

Verlauf des Besuchs im Ewin-Gefängnis
Der Abgeordnete Ali-Resa Rahimi berichtete, dass der Besuch im Gefängnis in Gegenwart des Leiters und der einzelnen Abteilungschefs der Gefängnisbehörde des Landes, des stellvertretenden Geheimdienstministers und von Vertretern der Justiz- und Vollzugsbehörden des Ewin-Gefängnisses stattfand. Die elf Parlamentsabgeordneten setzten sich aus Mitgliedern des Ausschusses für Nationale Sicherheit und des Justizausschusses zusammen. Als die Abgeordneten den Gefängnishof betraten, wurden sie zuerst in den Sitzungsraum des Gefängnisses gebracht. Der Haftbesuch wurde mit zwei Kameras gefilmt.

Überwachte Kontrolleure
Wie Ali-Resa Rahimi sagt, wurden die 11 Abgeordneten während des Haftbesuchs von rund 50 Personen begleitet, man könnte auch sagen, überwacht. Man kommt auf knapp fünf Aufpasser pro Abgeordneten. Der Leiter der Gefängnisbehörde des Landes versuchte das Gespräch auf Budgetprobleme seiner Behörde zu lenken, was die Abgeordneten aber als Ablenkungsmanöver kritisierten. Das Budget sei nicht Ziel ihres Besuches.

Statistik zu den Verhaftungen
Dann gab er die amtlichen Zahlen bekannt: Im Rahmen der Proteste seien 4972 Menschen festgenommen worden, 438 seien jetzt noch im Gewahrsam, 55 weitere befänden sich im Gewahrsam des Geheimdienstes. Die Angaben zu den Verhafteten des Geheimdienstes sind im vorliegenden Artikel widersprüchlich. Das mag einen Grund haben. Von den Festgenommenen seien 5% Frauen und 95% Männer gewesen. 50% von ihnen seien zwischen 19 und 25 Jahren alt gewesen, 27% zwischen 25 und 32 Jahren. Diejenigen, die heute noch in Haft seien, seien in den Provinzen Hamedan, Chusestan, Fars, Isfahan und Teheran inhaftiert.

Keine Einzelheiten zu Details des Besuchs
Was die Abgeordneten bei ihrem Besuch gesehen und gehört haben, erfahren die Leser des Artikels nicht. Man darf auch annehmen, dass die Überwacher der Abgeordneten schon durch ihre bloße Anwesenheit dafür sorgen konnten, dass die Gefangenen es sich gut überlegten, was sie den Abgeordneten sagen wollten.

Der Tod von Sina Qanbari
Die 11 Abgeordneten haben auch den Ort im Ewin-Gefängnis besucht, wo der verhaftete Sina Qanbari ums Leben gekommen sein soll. Die Behörden hatten darauf dem Parlament einen Film der Anstaltkameras zur Verfügung gestellt, auf dem angeblich zu sehen gewesen sei, dass er Selbstmord verübt habe. Ali-Resa Rahimis Worte zu diesem behördlichen Film sind kurz, aber vernichtend: Ein Film, der irrtümlich als „Selbstmordfilm“ bekannt wurde. Was die Abgeordneten in Zusammenhang mit seinem Tod erzählt bekamen oder sonstwie erfahren haben, will Ali-Resa Rahimi bei anderer Gelegenheit berichten.

Fazit für ausländische Kontrolleure
Wie man sieht, haben selbst iranische Parlamentsabgeordnete, deren Kandidatur zu den Wahlen ja im voraus vom Wächterrat gesichtet und gegebenfalls verhindert wurde, keine Möglichkeit, die Gefängnisse unverzüglich zu besuchen, um so ein Vertuschen von Spuren zu verhindern. Sie haben auch keine Möglichkeit zu verhindern, von einer Überzahl von Bewachern begleitet zu werden. Aber sie waren schlau genug, das Ganze gleich von zwei Kameras filmen zu lassen. Wer vom Ausland kommt, sollte dies zur Mindestbedingung machen, egal ob es eine UN-Institution ist oder andere Menschenrechtsorganisationen.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84634
vom 13. Bahman 1396 (2. Februar 2018)
dar e°terazate dey mahe gozashte 5000 nafar bazdasht shodand, 493 nafar hanuz zendaniyand

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email