Archiv der Kategorie 'Sport'

Iran: Präsident der Sportringer kritisiert politische und militärische Führung


Rasul Chadem, der Präsident der Föderation der Sportringer des Irans

Rasul Chadem, der Präsident der Föderation der Sportringer des Irans, ist zurückgetreten und hat in einem offenen Brief die politische und militärische Führung des Landes kritisiert.
Hintergrund ist die Tatsache, dass die iranischen Ringkämpfer, die auf den olympischen Spielen oft Goldmedaillen holen, dieses Jahr auf israelische Partner getroffen wären. Für die Spieler kein Problem. Aber für diejenigen, die ständig „Tod für Israel“ gröhlen und daraus einen religiösen Glaubenssatz gemacht haben, war das nicht akzeptabel. Sie haben die iranischen Sportler gezwungen, auf die Teilnahme zu verzichten oder sich krank zu melden, was zur Folge hat, dass sie als Verlierer angesehen werden und unter Umständen von den Spielen ausgeschlossen werden.
Rasul Chadem kritisierte, dass die Verantwortlichen dieser Politik sich hinter dem Rücken der Sportler verstecken statt das Problem direkt im Olympischen Komitee anzugehen.
Aus Solidarität mit ihm hatten zahlreiche andere Funktionäre der Föderation der Sportringer des Irans ebenfalls den Rücktritt erklärt. Er bat sie aber, ihre Arbeit weiter auszuüben, der Ringsport habe ohnehin zu wenig Unterstützung in den oberen Etagen.

http://news.gooya.com/2018/03/post-12563.php
vom 3. März 2018
bayaniye-ye rasul xadem pas az ettefaqate axir

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Amir Ghotbi – Henker der iranischen Medien

Auf diesem Foto ist ein wichtiger Mann der iranischen Staatsanwaltschaft abgebildet. Es handelt sich um Amir Ghotbi, den Leiter der Abteilung für Kultur und Medien, einem guten Freund des Generalstaatsanwalts von Teheran, Abbas Dscha°fari Doulat-Abad.

Amir Ghotbis Abteilung ist zuständig für das Überwachen der in Zeitungen verbreiteten Inhalte. Aufgrund guter Kontakte zum iranischen Geheimdienst fällt ihm dies besonders leicht. Auf sein Konto gehen zahlreiche Verbote von iranischen Zeitungen wie Aseman, Shargh, Etemad, usw. Darüber hinaus hat er immer wieder Künstler jeglicher Kunstrichtung, sei es MalerInnen, KarikaturistInnen, MusikerInnen verfolgt. Zuletzt hat er sein Aufgabengebiet auch auf Sportler und Sportlerinnen ausgedehnt. Aufgrund seiner Aktivitäten können viele Kulturschaffende ihren Beruf nicht mehr ausüben oder sind vor Gericht gekommen.

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Iranischer Verein Sanat Naft Abadan steigt in die Profiliga auf

Am Montag, den 16.5.2016 gewann die Mannschaft von Sanat Naft Abadan gegen Fajr Sepasi mit 2:1. Dadurch stieg der Verein in die iranische Profiliga auf. Die Freude seiner Fans ist unermesslich.

Sanat Naft Abadan ist ein iranischer Fußballverein, der vor allem von der Erdölrafinerie der Stadt Abadan gesponsert wird. Die Trikotfarben orientieren sich seit den 1970er Jahren an den brasilianischen Nationalfarben und ihr Vorbild ist der brasilianische Fußball.

Vgl. Wikipedia

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Iran: Der Aufstand der Massen


In totalitären Regimen ist es schwer, irgendeine Bewegung aufzubauen, die nicht zur Verhaftung führt. Deshalb sind die Iraner erfinderisch geworden, Möglichkeiten zu schaffen, zusammen zu kommen. Sei es zum Mülleinsammeln im Stadtpark, sei es zum Schutz der Hunde oder eben zum Sport. Tai-Chi hat jetzt auch im Iran eine zunehmende Zahl von Anhängern zu verzeichnen, wie dieser Auftritt im „Park des Wassers und Feuers“ (Park-e Ab o Atasch) in Teheran zeigt:

hier die Männer


hier die Frauen


und trotz islamischer Bekleidung so farbenfroh, dass sich jeder islamische Fundamentalist im Grabe umdrehen wird.

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Volleyball im Iran – Propaganda gegen das System?


Ghontsche Qawami

Die britisch-iranische Staatsbürgerin Ghontsche Qawami wurde vom Revolutionstribunal in Teheran wegen „Propaganda gegen das System“, „Spionage“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen die Sicherheit des Landes“ zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Ausreiseverbot verurteilt. Bis zur Revisionsverhandlung wurde sie jetzt – nach Hinterlegung einer hohen Kaution – auf freien Fuß gesetzt. Ihr Anwalt, der darauf hingewiesen hatte, dass die Anklage absolut lächerlich sei und sie lediglich bei einem Volleyballspiel zugeschaut habe und danach festgenommen worden sei, wurde inzwischen wohl so unter Druck gesetzt, dass er sein Mandat an die Familie zurückgab und sie sich jetzt einen neuen Anwalt suchen muss.
Die eigentlichen Gründe für die Verhaftung sind unklar, haben aber wohl gar nichts mit der Person der Verurteilten zu tun.

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Iran – Italien: Volleyballspiel – Frauen außen vor


Fateme Dschamalpur (Jamalpour), Journalistin

Am Freitag, den 20. Juni 2014, fand im Asadi-Stadion in Teheran, dass 12.000 Sitzplätze fasst, ein Volleyballspiel zwischen der iranischen und der italienischen Nationalmannschaft statt. Auch Frauen wollten das Spiel anschauen, aber sie wurden daran gehindert. Als sich männliche Besucher gegen die Aussperrung der Frauen protestierten, wurden sowohl sie festgenommen als auch mehrere Frauen, jüngere wie ältere. Eine Journalistin namens Fateme Dschamalpur (Jamalpour), die vom Ort des Geschehens berichten wollte, stieg in ein Taxi ein und wollte wieder fortfahren, als sie sah, wie die Lage vor Ort war. Das Taxi konnte nicht losfahren, es wurde von den sogenannten Sicherheitskräften gestoppt. Als Fateme Dschamalpur fragte, wieso man sie anhalte, was man ihr den vorwerfe, hieß es, man müsse wissen, wer sie sei und was sie hier zu suchen habe. Sie wies sich aus und zeigte auch eine Genehmigung, dass sie von der Veranstaltung berichten dürfe, aber auch das half nichts. Sie wurde gezwungen, auszusteigen, dann wurde sie von mehreren Beamtinnen und Beamten – zehn an der Zahl angegriffen, geohrfeigt, zu Boden gezerrt und schließlich festgenommen und zum Verhör abgeführt. Erst sechs Stunden später wurde sie wieder freigelassen.
Sie berichtete auf Facebook von den erlittenen Peinigungen und wies darauf hin, dass die Regierung Rouhani erst kürzlich bekannt gegeben habe, dass man den Frauen die Möglichkeit geben wolle, bei Volleyballspielen zuzuschauen. Auch hatte das Innenministerium den Journalistinnen Erlaubnisscheine ausgestellt, von der Veranstaltung zu berichten.
Dies zeigt einmal mehr, dass es neben den Behörden, die der Regierung unterstehen, weitere „Sicherheitskräfte“ gibt, die anderen Kräften gehorchen (z.B. dem Religiösen Führer Ajatollah Chamene‘i und Co.).

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Iran: Public viewing – Feier einer Niederlage

Auch im Iran ist das Fußballfieber ausgebrochen. Und wie man sieht, ist auch dort das Anschauen von Direktübertragungen der Spiele in der Öffentlichkeit (public viewing) zu beobachten, diesmal ohne die in iranischen Stadien aufgezwungene Geschlechtertrennung.

Da die Iraner nicht unter überspannten Erwartungen leiden, war es für sie schon ein Grund zu feiern, als die iranische Mannschaft im Spiel mit der nigerianischen ein 1:1 erzielte, und auch die Niederlage gegen die argentinische Mannschaft mit 0:1 wurde wie ein Sieg gefeiert. Denn das Tor fiel in der 91. Minute und wurde von Messi geschossen, und der schießt schließlich auch bei ganz anderen Tore.

Die iranischen Behörden hatten zwar martialisch angekündigt, dass sie sich auf Unruhen während der Fußballspiele vorbereiten, ließen dann aber die feiernden Menschenmengen in Ruhe.

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Iranischer Fußball: Proteste und Haft

Am Dienstag, den 19. Juni 2013, kam es in verschiedenen Städten des Irans zu Freudenfesten auf den Straßen über den Sieg der iranischen Nationalmannschaft, die sich damit zur Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft qualifizierte. Wo die Menschenmassen zusammenfinden, ist auch der Protest nicht weit, und so forderte in Tabris eine größere Gruppe die Freilassung der politischen Gefangenen. Darauf wurden 90 Personen festgenommen. Darauf kam es zu erneuten Protesten wegen dieser Festnahmen. Erneut wurden Demonstranten von der Polizei mitgenommen.
Laut inzwischen bekannt gewordenen Augenzeugenberichten nahmen an den Protesten gegen die staatliche Feier in Teheran, bei der die Frauen ausgeschlossen waren, 400-500 Personen vor den Toren des Fußballstadions teil. Ursprünglich war nur von 50 Frauen und 20 Männern berichtet worden, vermutlich die Beobachtung an einem einzigen Tor des Freiheitsstadions.

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Fußball im Iran: Frau müssen draußen bleiben


Während am 17. Juni 2013 – drei Tage nach den Wahlen – im ganzen Iran Millionen Fußballfans auf den Straßen waren, um die Qualifikation der iranischen Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 zu feiern, waren am 19. Juni, bei der staatlich organisierten Feier im Freiheitsstadion von Teheran, lediglich 10.000 Iraner erschienen. Von offizieller Seite hatte es im Rundfunk geheißen, dass Frauen an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen dürften.
Dennoch oder gerade deswegen erschien eine Gruppe von 50 Frauen und 20 unterstützenden Männern vor dem Stadion und protestierten gegen dieses Verbot. Sie forderten die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die Sicherheitskräfte griffen die Gruppe der Demonstranten an, schlugen sie und lösten die Kundgebung auf. Ein Mann wurde festgenommen.
Übrigens: Nicht einmal die Journalistinnen der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wurden ins Stadion gelassen, um über die Feier zu berichten. Es waren ja Frauen.

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Iran: Fußballfans – Mädchen als Jungen verkleidet

Bis heute dürfen die iranischen Frauen kein Fußballspiel besuchen, bei dem Männer spielen. Das hält aber die Fans nicht unbedingt ab. So berichtete der Verantwortliche einer Spezialeinheit zur Kontrolle des Asadi-Stadions in Teheran, dass seine Leute eine Reihe von jungen Frauen verhaftet und der Justiz übergeben hätten, die sich als Jungen verkleidet und entsprechend (z.B. mit den Nationalfarben) geschminkt hätten.

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Frauensport im Iran


Foto einer Basketballmanschaft in Teheran, 1963


Foto einer Basketballmannschaft in Teheran, 2013

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Iran: Akrobatik ohne Sportförderung

Die folgenden Aufnahmen von akrobatischen Jugendlichen entstanden in Sari, Nordiran.

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Iran: Im Land der Flüche und Schläge

Man hört und liest viel über die alte iranische Kultur, zweitausend Jahre und so, aber man sollte sich hüten, daraus eine Vorstellung über den heutigen Iran zu gewinnen. 32 Jahre Herrschaft der Geistlichkeit sind 32 Jahre, in denen die Eltern ihre Kinder zum Lügen erzogen haben, zur Verstellung, damit man draußen nicht merkt, was man im Hause wirklich tut und denkt. Denn es wäre schlecht, wenn der Lehrer fragt, ob die Mutter gestern das Abendgebet gebetet hat und das Kind wahrheitsgemäß mit Nein antwortet. Hinzu kommt, dass nicht diejenigen beste Aussichten auf eine gut bezahlte Arbeit haben, die am besten gelernt haben und sich am korrektesten benehmen, sondern diejenigen, die die besten Beziehungen haben und die in den Machtorganen tätig sind, also direkt staatliche Gewalt ausüben. Wer einen Verwandten hat, der bei den Pasdaran oder bei den Bassidschis arbeitet, hat mehr Chancen, das zu erreichen, was er erstrebt. Nicht das Gesetz zählt, und erst recht nicht der Koran, sondern das Recht des Dschungels.
Wenn heute in Teheran zwei Autos zusammenstoßen, warten die Fahrer nicht, bis die Polizei kommt, sondern sie steigen erst einmal aus, beschimpfen sich wüst und beginnen, sich zu prügeln. Erst danach wird die Polizei gerufen, die feststellen soll, wer der Schuldige war.

Nicht anders ist es auch im Sport. Gewalttätige Fußballfans sind auch in Europa nichts Unbekanntes, aber in Europa gibt es zumindest Bemühungen der Sportvereine, ihre Fans in Vereine einzubinden, in denen sie ihr Verhalten zu zügeln lernen. Und zumindest für Ausfälligkeiten oder Gewalttätigkeiten der Sportler selbst gibt es in Europa kein Pardon. Wer sich daneben benimmt, bekommt die Rote Karte. Im Iran ist das Illusion. Die Sportler gehen mit schlechtestem Beispiel voran, und ihre Fans sind nicht besser.
Auch wenn die Ursachen dieser Gewalt, nämlich ein extrem gewalttätiges Regime, deutlich sichtbar sind, heißt das leider nicht, dass die Gewalt und die Grobheit verschwinden wird, wenn das Regime eines Tages stürzt. Denn die Generationen, die so aufgewachsen sind, werden sich deshalb nicht ändern. Ein neuer Iran wird erst nach langen Jahren mühsamer Erziehung entstehen.

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Tabris – Teheran: Prügel statt Sport


Uniformierte in Tabris – Wer sind hier die Rowdys?

In Teheran fand vor kurzem ein Fußballspiel statt, bei dem die Mannschaft von „Traktorsazi-ye Tabriz“ auftrat, einer Traktorfabrik aus Tabris, einem Zentrum der aserbaidschanischen Kultur. Rund 20.000 Fans waren nach Teheran angereist, um das Fußballspiel anzuschauen. Die meisten wurden nicht ins Stadion gelassen, obwohl genügend Platz im Stadion war. Als die Mannschaft aus Tabris das Spiel auch noch gewann, kam es in Tabris, Urumije und anderen aserbaidschanischen Städten zu Freudenkundgebungen. Wie üblich war die Polizei zur Stelle. Und ihr Eingreifen bot keinen Anlass zur Freude…

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Kamelwettrennen im Südiran

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