Archiv der Kategorie 'Steinigung'

Islamischer Staat in Syrien: 2 Frauen gesteinigt

Die bewaffnete Gruppe ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien) hat inzwischen ein Drittel des syrischen Gebiets unter ihre Kontrolle gebracht. In der vergangenen Woche hat die Gruppe zwei Frauen wegen angeblicher „unehelicher Beziehungen“ in Ruqa zu Tode gesteinigt. Da sich die lokale Bevölkerung weigerte, an der Steinigung mitzuwirken, legten die „Kämpfer“ von ISIS selbst Hand an und steinigten die Frauen zu Tode. Die eingeschüchterte Lokalbevölkerung traute sich nicht, dagegen offen zu protestieren.

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Iran: Betonköpfe werfen mit Steinen

Während der Sprecher des Rechtsausschusses des iranischen Parlaments Allahyar Malekschahi letzte Woche im Parlament erklärte, man wolle die Steinigung für Ehebruch durch eine andere Strafe ersetzen, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. So wurden laut iranischen Quellen in den letzten Tagen vier Frauen gesteinigt, deren Leichen jetzt der Gerichtsmedizin übergeben wurden. Den Frauen war Drogenkonsum und illegale geschlechtliche Beziehungen zur Last gelegt worden, wobei die Steinigung nur für letzteren Vorwurf verhängt werden kann. Ob ihre Angehörigen von der staatlich angeordneten Ermordung benachrichtigt wurden, ist nicht bekannt. Beobachter teilten jedenfalls mit, dass die Leichen nicht nur Spuren der Steinwürfe aufwiesen, sondern auch Spuren zuvor erlittener Folter. Wie man sieht, dient die Todesstrafe einmal mehr dazu, andere Verbrechen des Staates zu vertuschen.

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Iran: Sakines Anwalt muss weiter leiden


Rechtsanwalt Dschawid Hutan-Kian

Dschawid Hutan-Kian (Jawid Houtan-Kian), der Rechtsanwalt von Sakine Mohammadi Aschtiani, die zur Steinigung verurteilt worden war und deren Fall viel Aufsehen erregte, weil er auch zur Inhaftierung der zwei Reporter der „Bild am Sonntag“, Marcus Hellwig und Jens Koch, führte, ist weiter in Haft. Während Marcus Hellwig und Jens Koch, die am 10. Oktober 2010 verhaftet wurden, als sie mit Dschawid Hutan-Kian und dem Sohn von Sakine Mohammadi Aschtiani sprechen wollten, nach vielen Protesten am 19.02.2011 freigelassen wurden, ist Dschawid Hutan-Kian wegen seines Interviews mit den beiden Reportern weiter im Gefängnis. Er wurde jetzt in eine Abteilung von Drogensüchtigen verlegt, wo die Zustände besonders schrecklich sind, da die iranischen Gefängnisse so etwas wie Drogentherapie nicht kennen und die Süchtigen in ihrem Elend belassen.

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Nackte Körper – der doppelte Standard der iranischen Mollas


Gholamresa Tachti, Ringkämpfer, Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen
Jeder, der im Iran aufgewachsen ist, kennt dieses Bild von Gholamresa Tachti. Er war zur Schahzeit ein bekannter Ringkämpfer, der für den Iran vier Goldmedaillen gewonnen hat. Als er in Japan war, gab er sogar bekannt, dass er aus Protest gegen das Schahregime nicht in den Iran zurückkehren werde. Als er später doch zurück reiste, kam er in einem Hotel in Teheran ums Leben. Die iranischen Behörden behaupteten damals, er habe wegen „familiärer Probleme“ Selbstmord begangen.
Die iranische Geistlichkeit hat danach diesen im Volk beliebten Sportler auch für ihre Propagandazwecke eingesetzt, das obige Bild ist auch in Moscheen zu sehen. Er wird als ein gläubiger Moslem dargestellt, der gegen das Schahregime gekämpft hat. Kurz – ein Held, und das in echt, nicht nur ein Filmschauspieler wie Schwarzenegger.


Filmschauspielerin Golschifte Farahani
Ganz anders ergeht es Golschifte Farahani. Eine sehr bekannte und im Iran beliebte Filmschauspielerin. Aufgrund des massiven Drucks im Iran musste sie ihre Heimat verlassen und lebt jetzt in Frankreich. Vor kurzem hat sie ein Foto von sich veröffentlicht, in dem sie nicht mehr Oberbekleidung trägt als Gholamresa Tachti. Wer glaubt, die Mollas hätten das Foto ebenfalls in den Moscheen aufgehängt, täuscht sich. Seit einiger Zeit läuft eine massive Hetzkampagne gegen die Schauspielerin, sie sei eine Hure und habe sich im Ausland verkauft. Mehr noch: Die Herren Mollas haben die Frau sogar zum Tod durch Steinigung verurteilt.

Wir unterstützen ihren mutigen Schritt: Es wird Zeit, dass Mann und Frau mit gleichem Maß gemessen werden. Gleiche Rechte und gleiche Chancen für alle!

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Iran: Nein zu Hinrichtung, Nein zu Steinigung

Das iranische islamische Modell sieht vor, dass die Menschen stets in Angst vor Gott leben sollen, was nicht nur für Iranerinnen und Iraner sondern für die ganze Welt gilt. Voraussetzung dafür ist ein dauernder Zustand der Krise, der die Menschen desorientiert und für die Islamisierung empfänglich macht.

In der Pasdaran-Zeitschrift Sobhe Sadeq (Übersetzt: „Richtiger Morgen“ – d.h. der Moment in dem der Imam Mahdi in der Welt erscheint ) liest sich das so, dass, je brutaler in den Medien die strikte Anwendung der Scharia vermittelt würde ( z.B. bei Steinigungen, etc. ), desto mehr Angst auch bei den westlichen Ländern verbreitet werden könne.

Bei der radikalfundamentalistischen Fraktion der Prinzipialisten legitimierte diese Theorie u.a. das extrem harte Vorgehen gegen die Demokratiebewegung nach den letzten Wahlen und auf der Basis der gleichen Theorie wurden das Ewin-Gefängnis oder das Kahrisak-Gefängnis so organisiert, dass die bekannten Verbrechen stattfinden konnten.

Im Moment steht die drohende Steinigung von Sakineh Mohammadi Ashtiani im Zeitrum der weltweiten Aufmerksamkeit. Doch es geht um viel mehr Menschen. Die Gefängnisse sind voll mit Menschen, denen die gleiche Strafe (Steinigung) oder die Hinrichtung droht. Z.B. Zeynab Jalaliyan, Mohammad Ali Saremi, Jafar Kazemi, Mohammad Ali Haj‘aghai, Ahmad Daneshpour, Mohsen Daneshpour, …

Aus diesem Grund sind Demonstrationen gegen Steinigungen und Hinrichtungen vor den iranischen Botschaften und Konsulaten in aller Welt zu begrüßen. Wer an die Menschenrechte glaubt, sollte diese Demonstrationen direkt oder indirekt unterstützen.


Paris


Paris


Paris


Schweden


Schweden


Brasilien, vor der iranischen Botschaft

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Iran: Sakineh Mohammadi Ashtiani


Sakineh Mohammadi Ashtiani ist eine iranische Frau aus Ost-Aserbaidschan, die im Iran wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt wurde. Ihre im Juli 2010 angesetzte Hinrichtung wurde nach internationalen Protesten zunächst aufgeschoben.

Proteste gegen das Urteil

Aufgrund einer Kampagne,die von ihren beiden Kindern gestartet wurde, gelang es, die sofortige Hinrichtung von Mohammadi Ashtiani im Juli 2010 zu verhindern, das Todesurteil wurde jedoch nicht aufgehoben. Gegen das Urteil gab es Proteste in London und Washington, D.C. sowie in anderen Städten.

Forderungen, ihre Hinrichtung zu stoppen, kamen von Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch und Amnesty International, außerdem gab es Aufrufe von Politikern und Prominenten wie Guido Westerwelle sowie durch die Schauspieler Colin Firth, Emma Thompson, Robert Redford, Lindsay Lohan und Juliette Binoche.
Die iranische Botschaft in London veröffentlichte eine Erklärung, dass „gemäß Informationen der einschlägigen juristischen Einrichtungen im Iran, sie nicht durch Steinigung hingerichtet werden wird“, was offenbar die Möglichkeit der Hinrichtung durch eine andere Methode offenlässt. Hängen ist die allgemeine Methode der Durchführung der Todesstrafe im Iran. Journalisten im Iran ist die Berichterstattung über den Fall verboten.

Der oberste Richter der Provinz Ost-Aserbaidschan, Malek Ajdar Sharifi, erklärte, die Strafe werde vorerst nicht vollzogen. Dabei sei das Urteil „endgültig und anzuwenden“, jedoch wegen „humanitärer Bedenken“ des obersten Richters des Landes erst einmal verschoben.

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Ironie oder Wahrheit? Ein Tag beim Amtsgericht

Wir hatten geschrieben, wie Abbas Ali Alizadeh, stellvertretender Leiter der Judikative, in einem Interview sagte, dass einer von acht Iranern eine Akte bei Gericht besitze. Eine Illustration dieser Verhältnisse gibt folgender persönliche Erfahrungsbericht:

„Ich war gerade mit meinen eigenen Schwierigkeiten zu Hause beschäftigt, als ein Freund von mir anrief. Er sagte: Mein Auto ist gestohlen worden. Ich habe ihn gefragt, ob er sein Auto richtig abgeschlossen habe. Er antwortete, dass ich nicht der erste Mensch sei, der ihm diese Frage gestellte habe, und zweitens fragte er mich, ob ich ihn zum Amtsgericht begleiten könne.

Auf den Fluren des Gerichts sah es aus wie beim Jüngsten Gericht. Die Ein- und Ausgänge waren voller Menschen in Handschellen, die in einem fort kamen und gingen. Mein Freund und ich kamen in ein Zimmer, wo mein Freund viele Fragen zu seinem gestohlenen Auto beantworten musste. Irgendwann in der Mitte der Vernehmung wurde ich gefragt, wer ich sei und was ich hier zu tun hätte – ich musste den Raum verlassen. Ich fand einen leeren Stuhl und setzte mich hin.

Zwei Polizisten führten einen jungen Mann – so um die 20 – in Handschellen vorbei. Er war aus dem Gefängnis hergebracht worden. Zwei Männer und eine Frau näherten sich ihm. Ich bin sicher, dass es seine Verwandten waren. Der Junge hatte ein blaues Auge. Aus ihrem Gespräch konnte ich erfahren, dass er etwas ( ein Motorrad) behalten hatte, das ihm aber nicht gehörte. Das sagten seine Verwandten. Er hatte es sich ausgeliehen, um ein wenig anzugeben. Er wusste nicht, dass das Motorrad gestohlen war. Die Polizei hatte kurz davor erfahren, dass das Motorrad gestohlen worden war, und suchte es. Die Mutter des Jungen war direkt neben mir. Ich habe sie angesprochen und gesagt, dass ihr Sohn doch sicher wisse, von wem er das Motorrad erhalten habe, und ohne weiteres sagen könne, wer es sei und wo er sich versteckt halte. Die Mutter antwortete, dass der Junge das nicht sagen solle. Die Familie wisse natürlich, um wen es sich handle und wo er sich aufhalte. Ich hatte das Gefühl als würde mir Spinat aus dem Kopf wachsen, so unglaublich war das. Die Mutter sagte, dass ihr eigener Bruder involviert sei. Er sei mit illegalen Dingen im großen Maßstab beschäftigt. Der Bruder habe den Mann, der nicht genannt werden solle, angewiesen, das Motorrad zu stehlen.

Von der anderen Seite kam eine hoch gewachsene, schöne Frau mit einem hübschen, farbigen Kopftuch – etwa 30 Jahre alt. Ihre rechte Hand war mit Handschellen an eine Polizistin gekettet. Ihnen folgten drei Männer. Sie warteten vor einer Tür. Es stellte sich heraus, dass diese Frau eine Heiratsschwindlerin war, die es geschaffft hatte, gleichzeitig mit drei Männern verheiratet zu sein. Die Männer lebten in verschiedenen Städten und kamen pro Monat nur einmal nach Teheran. Unter drei verschiedenen Namen gelang der Frau die Heirat und die Organisation der drei Beziehungen per Handy. (Anm.: Die nach der Scharia übliche Strafe hierfür ist Steinigung.)

Plötzlich kam lautes Geschrei und Weinen auf dem Flur auf. Ein schön gewachsener junger Mann, zwischen 18 und 19 Jahren alt, wurde in Handschellen gebracht. Die Frau, die schrie und weinte, war auf dem Boden zusammengebrochen. Drei Männer versuchten den jungen Mann zu attackieren, was durch die Polizisten verhindert werden konnte. Die Männer waren der Vater und die Brüder eines dreizehnjährigen Mädchens, das von dem jungen Mann vergewaltigt worden worden war, die Frau war die Mutter des Mädchens. (Anm.: Der junge Mann hat vor Gericht nichts zu befürchten, wenn er einwilligt, das 13- jährige Mädchen zu heiraten.)

Die Islamische Revolution wollte ein islamisches Paradies in dieser Welt gründen. Nach 30 Jahren sieht so das islamische Paradies in Teheran aus.

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Steinigung im Iran

Laut der Nachrichtenagentur Iran-Emroz, sind Mitte Januar letzten Jahres zwei Schwestern mit den Namen Zohre (27 J.) und Azar (28 J.) Kabiri festgenommen worden, weil der Mann einer Schwester zur Polizei gegangen ist und behauptet hat, beide hätten mit fremden Männern eine sexuelle Beziehung.

Jede der beiden Frauen hat ein Kind. Sie wohnen in in der kleinen Stadt Schariyar, die 40 km von Teheran entfernt liegt.

Nach ihrer Festnahme wurden die Frauen vor Gericht gebracht und jeweils zu einer Strafe von 99 Peitschenhieben verurteilt. Es ist nicht bekannt, warum die beiden Frauen nach dem Vollzug dieser Strafe nicht entlassen wurdden und nach 6 Monaten ein weiteres Mal vor Gericht erscheinen mussten. Beim zweiten Mal wurden sie zu Steinigungen verurteilt. Die Urteile wurden von einem Obergericht bestätigt.

Zur Zeit befinden sich beide Frauen im Gefängnis und warten auf die Steinigung.

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