Archiv der Kategorie 'StudentInnen'

Iran: Verhaftungswelle gegen aserbaidschanische Gewerkschafter, Umweltschützer, Künstler und Studenten


Zentralgefängnis von Tabris

In den nordwestlichen Provinzen des Irans wurden in den letzten Tagen zahlreiche Vertreter der aserbaidschanischen Kulturbewegung verhaftet. Betroffen sind Studentinnen und Studenten, JournalistInnen, Gewerkschaftsmitglieder und KünstlerInnen. Ein Teil der Verhafteten wurde zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

Inhaftierung des Journalisten und Webloggers Ebrahim Raschidi

Der Verein zur Verteidigung der aserbaidschanischen politischen Gefangenen im Iran berichtete über die Inhaftierung des Journalisten und Webloggers Ebrahim Raschidi, sowie einer Reihe von Studenten der Hochschule von Tabris.
Dschalal Ebrahim, der Bruder von Ebrahim Raschidi, erklärte in einem Interview gegenüber dem Sender Radio Farda, dass sein Bruder seit 13 Tagen im Hungerstreik steht. Er protestiert damit gegen seine Inhaftierung, für die bis heute keine Begründung gegeben wurde. Die Anklage gegen ihn ist ihm unbekannt. Als Dschalal Ebrahim und ein älterer Bruder sich wegen einer Besuchserlaubnis an das Revolutionstribunal von Tabris wandten, wurden sie dort mit groben Worten abgewiesen.

23,5 Jahre Gefängnis gegen Gewerkschafter
Laut einer weiteren Meldung wurden Sasan Wahebiwasch, Mohammad Dscharrahi, Schahroch Samani und Nima Purya‘qub, die im Nordwestiran in der Arbeiterbewegung aktiv sind, von der 1. Kammer des Revolutionstribunals Tabris zu 23,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihr Anwalt Naqi Mahmudi, der vor ein paar Monaten in die Türkei fliehen konnte, erklärte, dass die Verurteilten nichts anderes wollten als eine Gewerkschaft zu gründen. Sie wurden verhaftet, bevor sie überhaupt die Gründung durchführen konnten. Der Vorwurf: Delikte gegen die Sicherheit des Landes, Propaganda gegen das herrschende System und Mitgliedschaft in Gruppierungen, die die Sicherheit des Landes beeinträchtigen wollen.

Komponisten für den austrocknenden Urmiasee vor Gericht
Vier Künstler, darunter Meister Hassan Demirtschi, wurden unter dem Vorwurf, eine Hymne über den austrocknenden Urmiasee verfasst und die Musik dazu geschrieben zu haben, vom Revolutionstribunal Tabris verurteilt. Das Urteil ist allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Der geflohene Anwalt Naqi Mahmudi erklärte, dass sowohl die Umstände der Verhaftung wie auch die Gefängnisse, in denen die Künstler untergebracht seien, unter jeder Würde seien.
Weitere Aktivisten wurden zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil sie gegen die Verhaftungen vom September 2011 im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen das Austrocknen des Urmiasees protestiert und Poster dazu verbreitet hatten.

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Irans Theologen: Spott und Hass ist die Ernte


Islam-Studenten

Die Theologie-Studenten von Qom trauen sich nicht mehr, in ihrer geistlichen Kleidung auf die Straße zu gehen. Dies berichtet die Webseite xodnewis unter Berufung auf den Weblog eines Theologie-Studenten aus Qom. Demnach zieht es die Mehrheit der Studierenden vor, nicht mehr mit diesem Kleidungsstück auf die Straße zu gehen, und bringt dafür alle mögliche Ausreden vor.

Die Webseite Xodnewis

Der Theologen-Weblogger schreibt weiter: „Seit der Gründung der Islamischen Republik setzt die Gesellschaft die Geistlichkeit und das politische System gleich, weshalb die Mängel des politischen Systems auch der Geistlichkeit zugeschrieben werden.“ Der Student beklagt sich im weiteren: „Während die Studenten nicht die geringste Verbindung zu den Organen des Regimes haben, müssen sie sich unter dem Volk u.a. den Vorwurf der Veruntreuung (von Geldern) anhören, was ihnen schwer zu schaffen macht. Sie sollen Rede und Antwort stehen, wenn die Milch teuer wird. Sie müssen alle möglichen Anspielungen und hasserfüllten Blicke von einem Teil der Bevölkerung erdulden. Aus diesem Grund hat ein Teil der Studenten keine Lust, die Kleidung der Geistlichen zu tragen, um sich diese Probleme zu ersparen. Um die Kleidung nicht tragen zu müssen, bringen diese Studenten verschiedene Ausreden vor, zum Beispiel: „Die Bekleidung der Geistlichkeit behindert einen“ oder „Wir sind es nicht würdig, diese Kleidung zu tragen“. Manche erklären auch, dass die religiöse Werbung wirksamer ist, wenn man in Zivil tätig ist, wieder andere sagen, sie seien in die religiöse Lehranstalt eingetreten, um den Islam kennenzulernen, aber nicht, um für ihn zu werben, so dass sie auch nicht gezwungen seien, diese Kleidung zu tragen.

gekürzte Bildschirmkopie aus dem Text des Theologen-Webloggers

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Iran: Studentenproteste im ganzen Land

Angesichts der massiven Unterdrückung von Demonstrationen haben die Studenten im Iran eine unauffälligere Form des Protests gewählt: In Universitäten in verschiedenen Städten wie Teheran, Qaswin, Maschhad, Schahre Kurd u.a. haben sie das Aluminiumverpackte Mittagessen, dessen Qualität selbst schon Anlass zu wiederholten Protesten war, auf den Boden gelegt, um den Schriftzug „e‘teraz“ (Protest) zu bilden. Der Protest richtet sich gegen die gesamten Missstände an den Hochschulen, keinesfalls nur gegen das Essen. Es ist ein leiser Protest, bei dem keine Parolen gerufen werden, aber er zeigt, dass die Studenten es geschafft haben, sich wieder landesweit zu organisieren, allen Inhaftierungen zum Trotz.
Das dürfte auch den Herrschenden zu denken geben…

Hier ein Link zu einem Film, den die Studenten von ihren Protesten ins Internet gesetzt haben.


StudentInnenprotest an der Ghazvin Universität 2011

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Größter StudentInnenprotest im Iran seit 2009

Am gestrigen Sonntag fand an der Universität Mazandaran (Nordiran) ein StudentenInnenprotest statt – der größte seit 2009.

Die Agentur daneshjoonews (Studenten-News) berichtet, dass am Sonntag, den 23.10.2011, gegen 11:30 Uhr, die StudentInnen der Universität Mazandaran ihre Essentabletts vom „Selfservice“ der Mensa genommen haben und mit ihnen zur Verwaltung gegangen sind, wo sie die Tabletts auf dem Boden abstellten.


Essenstabletts auf dem Fluren der Universitäts-Verwaltung

Dieser Protest steht im Zusammenhang mit dem Protest von letzter Woche, bei dem mehr als 1000 Studentinnen und Studenten einen Brief an den islamischen Studentenrat geschrieben hatten. Dieser Studentenrat setzt sich aus Mitgliedern der Direktion, Bassijis und Geheimdienstlern zusammen. In dem Brief beschwerten sich die StudentInnen über die niedrige Qualität und den hohen Preis des Mensaessens. Außerdem wurde die untragbare Situation in den Studentenheimen angeprangert. Die Zimmer sind überbelegt, die sanitären Anlagen sind schmutzig, es gibt wenige Festnetztelefone und kaum Internetnutzungsmöglichkeiten.

An Stelle einer vernünftigen Antwort seitens des Studentenrats wurden die Kontrollen der Sicherheitskräfte verschärft, und eine Atmosphäre der Angst aufgebaut. Jetzt, eine Woche später, haben die StudentInnen darum diesen neuen Protest organisiert.


Das Essen schmeckt nicht und man weiß nicht ob man davon krank wird

Studentische Bassijis und zivil gekleidete studentische Schläger versuchten, diese Essensproteste aufzulösen. Die Menge der StudentInnen und ihre Wut waren jedoch so groß, dass die Regimeanhänger sich zurückziehen und wieder auf die Zuschauerrolle beschränken mussten.


Im Essen ist der Wurm drin

Gegen Ende wurde von einem Studenten eine gemeinsame Erklärung verlesen. In ihr wurde erneut die niedrige Essensqualität, der hohe Preis und die Situation im Studentenwohnheim moniert. Darüber hinaus wurde das Verhältnis der Universitätsverwaltung und der Sicherheitskräfte zu den StudentInnen kritisiert und gefordert, dass sich das ändert. Wenn sich all das nicht bald bessere, würde der Kampf für ihre Rechte in eine neue Phase treten.


Es ist nicht ungefährlich, solche Videos in aller Öffentlichkeit zu drehen. Daher die schlechte Bildqualität.

Nach diesem Protest haben die Sicherheitskräfte der Universität einzelne StudentInnen in ihr Büro zitiert, andere wurde per Telefon bedroht.

Die StudentInnen, die sich an solchen Protesten beteiligen, können leicht festgenommen werde. Noch heute sitzen StudentInnen anderer Universitäten im Gefängnis. Das ist der Grund, warum die Gesichter der TeilnehmerInnen an diesen Protesten nicht im Bild zu sehen sind.

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Iranisches Studentenwohnheim: Im Keller bei den Abwasserrohren

An der Amir-Kabir-Universität in Teheran fand eine Kundgebung von über 1000 Studenten statt. Sie forderten die Absetzung des Rektors der Universität, der für die katastrophalen Zustände im Studentenwohnheim verantwortlich ist. Eine Studentin, die eigentlich ein Zimmer im Wohnheim hatte, fand dort keinen Platz. Die Verwaltung hatte 90 Wohnplätze an 130 Studenten vergeben. So machte sich die Studentin auf die Suche nach einem Platz, wo sie nachts schlafen konnte. Im Gebetshaus des Wohnheims war auch alles belegt, so dass sie schließlich in den Keller des Gebetshauses ging, um dort zu schlafen. Anscheinend waren die dort verlaufenden Abwasserrohre undicht, ein Lüftungssystem gab es auch nicht, so dass die Studentin wohl aufgrund der ausgetretenen Gase eine Vergiftung erlitt, der sie im Krankenhaus erlag. Die Universitätsverwaltung hatte daraufhin gar behauptet, die Studentin habe Selbstmordabsichten gehabt, was ihre Freundinnen alle verneinen.
Deshalb forderten die über 1000 versammelten Studenten, dass der Rektor zurücktreten müsse. Der Rektor ließ zwar die Türen zu seinem Amtssitz verrammeln, aber den Studenten gelang es, die Tür aufzubrechen.

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Iran: Bald keine Apartheid mehr an den Unis?

Der Wahlkampf im Iran hat begonnen. Um sich gegenüber der Geistlichkeit abzugrenzen, hat Ahmadineschad dem Hochschulminister Daneschdschu angeordnet, die Geschlechtertrennung an den Universitäten aufzuheben. Minister Daneschdschu weigerte sich zuerst, diese Anweisung auszuführen, und berief sich darauf, dass er den Anweisungen des vom Religiösen Führer eingesetzten Rats der Kulturrevolution (Shouraye Enqelabe Farhangi) folgen müsse. Nach ein paar Tagen besann er sich aber und stellte in Aussicht, die Anweisung zur Eröffnung des neuen Semesters im September umzusetzen. In der Geistlichkeit stieß diese Anweisung auf große Entrüstung, sie empfindet dieses Vorgehen als Einmischung eines Ignoranten in ihre Autorität als islamische Gelehrte. Ahmadineschad erwiderte darauf, je mehr sich die Geistlichen dagegen wehrten, desto unbeliebter würden sie beim Volk und desto besser sei es für ihn. Offenkundig spekuliert er darauf, Anhänger unter den Studenten zu bekommen, die immer wieder gegen die Geschlechtertrennung protestieren.

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Die Proteste im Iran gehen weiter

Nicht nur in Irans Fabriken finden regelmäßig Arbeitskämpfe für die Auszahlung ausstehender Löhne, bessere Arbeitsverhältnisse und dergleichen statt. Auch an den iranischen Universitäten wird nach wie vor protestiert. Zwar lauten die Parolen nicht mehr „Marg bar Dictator“ (Tod dem Diktator) so wie bei den Großdemonstrationen nach dem Wahlbetrug vor zwei Jahren, dennoch setzt man sich immer wieder gegen das System zu Wehr.

Letzten Donnerstag, den 28. April 2011, protestierten die Studentinnen und Studenten der Universität Soureh (Teheran). Sie hatten einen Sitzstreik organisiert. Er richtete sich gegen die Unterdrückung durch Bekleidungsvorschriften und die Kontrolle auch noch der kleinsten Ecke der Universität durch Kameraüberwachung. Die Sprecherin der StudentInnen hielt der Universitätsleitung vor, dass die Universität keine Kaserne, die Studenten keine Soldaten und der Rektor kein General seien.

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Iran: 16. Adhar – 7. Dezember / die Studenten schweigen nicht


Studentenproteste, 16. Adhar 1389 (7.12.2010), Ingenieurshochschule, Teheran

Vorgeschichte
Am 16. Adhar 1332 (Ende 1953) griffen die iranischen Sicherheitskräfte des Schahregimes die Universität von Teheran an, um die Studentenproteste auf dem Gelände der Universität zu unterdrücken. An der Technischen Hochschule wurden bei diesem Angriff drei bekannte Vertreter der Studentenbewegung ermordet. Es waren: Schariat Rasawi, Mohadess Qandschi und Bosorg Nija. Seit dieser Zeit begehen die Studentinnen und Studenten den 16. Adhar Jahr für Jahr als Gedenktag der Studentenbewegung. Dieses Andenken fand in der Öffentlichkeit statt, wenn die Umstände es zuließen, ansonsten im kleineren Kreise.

Und heute

- Am Vorabend des 16. Adhar fanden dieses Jahr u.a. an der Ingenieurshochschule in Teheran erste Kundgebungen zum Gedenktag der Studenten statt, die heute, den 7. Dezember 2010, an vielen iranischen Universitäten ihre Fortsetzung fanden. Natürlich versuchte auch der Staat, diesen Gedenktag für sich in Beschlag zu nehmen, aber mit mäßigem Erfolg.

- An der Universität Isfahan boykottierten die Studenten die staatlichen Reden. Stattdessen protestierten die Studenten an der Scharif-Universität, Amir-Kabir-Universität, an der Polytechnischen Hochschule in Teheran, an der Technischen Universität Sahand in Tabris, an der Chadsche-Nassir-Universität in Maschhad, an den Hochschule in Schiras und Qaswin.



Proteste am Polytechnikum in Teheran mit dem Lied „Yare Dabestani“ (Drei Freunde aus Grundschulzeiten)

- Die Uni in Arak war überraschend geschlossen, so dass die Studenten vor verschlossenen Toren standen, was sie aber nicht davon abhielt, an Ort und Stelle zu protestieren.

- Die Studentenproteste an der Universität Gilan (Nordiran) wurden mit einer verdeckt gehaltenen Kamera dokumentiert:


- Folgendes Video zeigt Bilder von einer flammende Rede, die an der Universität Sistan – Belutschistan gehalten wurde. Der Redner erinnert an die inhaftierten Studenten und fragt, weswegen sie inhaftiert wurden.


- An der Universität Hamedan versammelten sich StudentInnen und sangen Lieder, die an die Einheit auch in schweren Zeiten erinnern.



Studentenproteste an der Universität Hamedan

Einmal mehr zeigte die Studentenbewegung, dass sie sich nicht in den wissenschaftlichen Elfenbeinturm zurückzieht und die Probleme mit dem Mensa-Essen oder korrupten Universitätsrektoren ins Zentrum ihrer Forderungen stellt. Ganz im Gegenteil: Überall waren Lieder und Parolen zu hören, die das Ende der Diktatur forderten, die an die Solidarität der Studierenden appellierten, die eine Freilassung der politischen Gefangenen forderten und in Abwandlung der Lieder kurz vor dem Sturz des Schahs nun Ahmadineschad in der Rolle des Schahs einsetzten.
Es ist ermutigend, dass die Studentinnen und Studenten trotz der zahlreichen inhaftierten Schicksalsgenossen, trotz der staatlichen Drohungen und trotz der starken Präsenz der Bassidschi-Milizen und anderer Organe des Regimes weitermachen. Dies zeigt, dass die Protestbewegung lebt.

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Die iranischen Machthaber rüsten sich für das Wintersemester

Die iranischen Universitäten waren letztes Semester wichtige Orte des politischen Protests gegen die Machthaber, der dort vor allem von der Studentenbewegung und der Grünen Bewegung getragen wurde. Und das, obwohl viele aktive StudentInnen exmatrikaliert oder festgenommen wurden – einige von ihnen befinden sich noch immer im Gefängnis. Um weiterhin die Kontrolle aufrecht zu erhalten, hat sich die Regierung für das kommende Wintersemester vorbereitet. Ein Beispiel dafür ist das folgende Flugblatt, dass an allen Universitäten aushängt und in den Massenmedien verbreitet wird:

Übersetzung:

Bekanntmachung

Diejenigen, die Parolen an die Wände schreiben, Flugblätter verteilen, an illegalen Versammlungen oder Demonstrationen teilnehmen oder die Ordnung stören, werden hart bestraft. Mindestens ein Semester lang werden sie nicht zu Prüfungen zugelassen. Intelligente und aufmerksame Studenten können Vergehen dieser Art unverzüglich an das Disziplinarkommittee melden.

Disziplinar-Kommittee der Studenten

Scheinbar war diese Maßnahme allein nicht ausreichend. Letzten Sonntag, den 22.8.2010, waren ausgewählte, regierungstreue Studenten und Studentinnen zu einem Treffen mit dem Religionsführer Ayatollah Chamenei geladen worden.

Im Verlauf seiner langen Rede betonte Chamenei die islamischen Regeln an den Universitäten; insbesondere die Disziplin wurde hervorgehoben. Wie immer, wenn der Religionsführer einen Begriff hervorhebt, kann er von den Bassiji und der Hizbollah nach ihrem Gutdünken ausgelegt werden. Diese Rede gibt ihnen die Macht, jede Kleinigkeit, die sie an den Universitäten als unislamisch beobachten, als Disziplinarverstoß auszulegen bzw. umzudeuten und entsprechende Strafen zu verhängen.

Die Sitzordnung der StudentInnen ist nicht dem Zufall überlassen. Neben der Trennung der Geschlechter (Männer links – Frauen rechts) gibt es eine Staffelung hinsichtlich der Nähe zu Chamenei: je weiter vorne man sitzt, desto mehr Vertrauen in die Regimetreue besteht. Die „Logenplätze“ befinden sich vorne links in der Nähe des Podiums.

Man achte auf die Menschen ab der zweiten Reihe: Diesen Typus junger Männer, einheitlich gekleidet mit hellem Hemd und dunkler Hose, kennt man von seinem teils brutalen Vorgehen bei regierungskritischen Demonstrationen.

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Proteste gegen Ahmadinejad an der Universität Beheshti

Am Montag, den 10.5.2010, besuchte Ahmadinejad – ohne dies bekannt zu machen – die Universität Beheshti in Nordteheran um Preise an seine Anhänger unter den Universitätsbeschäftigten zu verleihen. Die Studenten aller Fakultäten verliessen spontan ihre Lehrsäle und versammelten sich vor dem Raum, in dem Ahmadinejad sich befand. Sie riefen Protestparolen wie „Tod dem Diktator“, „Basiji du bist schmutzig und durstig nach dem Blut unserer Bevölkerung“, „Basiji haut ab“. Diese Proteste waren bemerkenswert heftig, zumal die jüngsten Hinrichtungen das Ziel hatten, die Menschen einzuschüchtern.


Studentendemonstration an der Universität Beheshti


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Studentenprotest zum 1. Mai an der Universität Teheran

Staatspräsident Ahmadinejad hielt am 1. Mai an der Universität Teheran eine Rede, ohne dass dies jedoch vorher bekannt gemacht wurde. Trotzdem sickerte die Information durch, so dass die StudentInnen sich gegen Mittag vor dem entsprechenden Gebäude versammeln und Parolen rufen konnten. Sie versuchten auch in den Saal eindringen, was ihnen aber aufgrund der massiven Abschirmung durch Sicherheitskräfte nicht gelang. Ihre Parolen waren das bekannte „Tod dem Diktator“ sowie „Schäme dich, verlasse die Universität“ sowie andere Parolen.

Schliesslich begab man sich zum Haupttor der Universität und versuchte sich die Strasse zu nehmen. Hinter dem Tor befanden sich hunderte Arbeiter und normale Menschen. Da die Sicherheitskräfte beide Gruppen nicht zueinanderliessen, lautete die lautstark wiederholte Parole: „Daneshju, Karegar, Ettehad! Ettehad!“ (Studenten, Arbeiter, Einigkeit, Einigkeit). Die Sicherheitskräfte fuhren mit ihren Fahrzeugen in die Menge und versuchten so die Menschen zu zerstreuen. Diese wichen zwar aus, setzen aber ihre Proteste wenige Schritte daneben fort.



„Azadi, Edalat, in ast shoare melat“ (Freiheit, Gerechtigkeit, das ist die Parole der Bevölkerung)
„Daneshju, Karegar, Ettehad! Ettehad!“ (Studenten, Arbeiter, Einigkeit, Einigkeit).

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Die Iranische Studentenbewegung kämpft gegen ein Verbrecherregime.
Unterstützt diese Bewegung!

Die Studentenbewegung im Iran hat den Machthabern schon immer große Probleme bereitet. Wann immer ein Anhänger von Chamenei oder Ahmadinejad wagte, politische Veranstaltungen an den Universitäten abzuhalten, waren die Sääle entweder leer oder er musste vor vielen Zuhörern mit scharfer Kritik rechnen. Umgekehrt hatten reformistische Politiker bei Studenten eher Zulauf und konnten u.a. im letzten Wahlkampf zur Staatspräsidentenwahl Veranstaltungen vor interessiertem Publikum stattfinden lassen. Der Regierung war klar, dass der organisierte Protest nach den Wahlen zu einem bedeutenden Teil von den organisierten StudentInnen ausging, die wiederum breite Teile der Bevölkerung elektrisierten. Aus diesem Grunde griff die Regierung zwei Tage nach ihrem Wahlbetrug im Juni 2009 und den unmittelbar darauf folgenden Massenprotesten die Studentenwohnheime an. Damals, am 16. Juni berichteten wir wie folgt:

„Der nächtliche Überfall auf Studentenwohnheime im ganzen Iran ist vor dem Hintergrund einer landesweiten Aktion der Regierung Ahmadineschad (Ajatollah Chamenei) zu sehen, mit dem Ziel, die Protestbewegung nach dem Wahlbetrug zu köpfen. Wie schon früher berichtet, gibt es im Iran keine Oppositionsparteien im westlichen Sinne. Die Studentenbewegung ist die einzige Organisation, die Proteste organisieren kann, die dann auf die gesamte Bevölkerung übergreifen können. Deshalb hat Ahmadineschad in der Nacht vom Sonntag (14.6.) auf Montag (15.6.) gegen 2 Uhr nachts Hisbullahis und Sondereinheiten in zahlreiche Studentenwohnheime in Teheran, Isfahan, Schiras, Maschhad, Kermanschah, Babol-Sar, Urumije und Tabris geschickt, wo sie koordiniert mit Streumunition, Messern und Ketten auf die Studenten losgingen und viele Menschen verletzten und verhafteten. Zugleich ruinierten sie die gesamte Einrichtung der Wohnheime, die Küchen usw. Laut neuesten Meldungen sollen bei diesen Angriffen allein in Teheran fünf Studierende ermordet worden sein, zwei davon Studentinnen.“ (zum Artikel vom 16.6.2009)


Der Moment, in dem die Basiji und die Spezialeinheiten die Studentenwohnheime stürmen


Die festgenommenen Studenten werden geschlagen und wie Leichen übereinandergestapelt

Seit gestern, Montag, den 22. Februar 2010, berichteten die Medien in aller Welt von einem neu aufgetauchten Video, der während der Übergriffe auf die Studentenwonheime gedreht wurde und angeblich von einem beteiligten Basiji stammt. Wie der Video seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat, ist uns nicht bekannt. Zu sehen ist, wie Basijis über mehrere Stunden hinweg, unterstützt von Spezialeinheiten, versuchen, die Studentenwohnheime zu stürmen, die wiederum von den Studenten verteidigt werden.


Parallel dazu ist ein Video auf der Website der oppositionellen Studentenbewegung erschienen, der von den Studenten selbst an dem Tag gedreht wurde, der auf den Angriff folgte. Er ist um einiges länger und detaillierter als alles Material, das bislang gezeigt wurde. Hier sieht man, wie jedes einzelne Zimmer in den Wohnheimen zerstört worden ist – teilweise sind die Räume völlig ausgebrannt – und wie am Morgen die Trümmer mit Bulldozern und der Müllabfuhr beseitigt werden.


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Wenn die Männer Schleier tragen


Madjid Tavakoli


Madjid, gedemütigt im im iranischen Fernsehen


Die Kampagne im Internet

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie im Internet unter verschiedenen Webadressen Bilder entdecken, die Ihnen seltsam vorkommen. Hunderte junge iranische Männer haben sich selbst mit Kopftüchern abgelichtet. Sie müssen wissen, dass die Männer, die sich Frauenkopftücher umgebunden haben, sich in große Gefahr begeben. Trotzdem werden täglich mehr solcher Bilder im Internet veröffentlicht.

Was bedeutet das?

Am 7. Dezember 2009 gab es an allen iranischen Universitäten Proteste gegen die Regierung. Einer der Studenten, der an der Amir Kabir Universität in Teheran eine Rede gehalten hatte, war Madjid Tavakoli, ein mutiger Student, der immer wieder wegen seiner politischen Aktivitäten inhaftiert worden war. Er ist unter den Studenten sehr bekannt und beliebt.

Seine Rede hat bei den StudentInnen großen Anklang gefunden. Aus Angst, von der Polizei fest genommen zu werden, haben seine Freunde ihn heimlich raus geschleust. Trotzdem haben die Beamten auf der Straße ihn erkannt und festgenommen. Die Nachricht über seine Inhaftierung wurde über die staatlichen Nachrichten verbreitet, und zwar mit einen Foto, auf dem er mit einem Frauenschleier abgebildet war. In beleidigender Form wurde es so dargestellt, als ob Madjid Tavakoli so feige sei , dass er sich wie eine Frau bekleidet habe, um nicht erkannt zu werden.

Nicht nur seine Inhaftierung, sondern die Lüge und offensichtliche Irreführung der Öffentlichkeit hat den Zorn der StudentInnen noch verstärkt.

Am nächsten Morgen gab es zahlreiche Solidaritätskundgebungen in vielen Universitäten. Einige männliche Studenten banden sich Kopftücher um und riefen Parolen wie: „ Ob in Männer – oder Frauenkleidung – wir kämpfen weiter gegen Diktatur!“
Der Zorn der StudentInnen bezog sich nicht nur auf die Inhaftierung von Madjid, sondern der Bericht bedeutete eine Beleidigung der Frauen. In ihren Parolen drückten sie aus: „Unsere Frauen sind unsere Heldinnen, wir tragen ihre Kleidung mit Stolz“.

Besonders empörend dabei war, dass man Madjid mit dem vollen islamischen Schleier bekleidet hatte. Deshalb richtete sich der Zorn der StudentInnen darüber hinaus gegen 30 Jahre Zwangsverschleierung der iranischen Frauen. Deshalb haben sich viele Männer komische Kopftücher umgebunden und riefen:“ Zwangsverschleierung ist eine Schande, nicht Frauenkleidung“.

Am selben Tag haben viele Studenten ihre Bilder ins Internet gestellt, eine Kampagne gegründet und alle Männer aufgefordert, ebenfalls solche Fotos mit Kopftuch zu veröffentlichen. Diese Kampagne sieht sich als Teil der Demokratiebewegung im Iran.

Solale Schirasi, Südkurier, 28.12.2009

Ergänzung vom 29.01.2010:

Laut Nachrichtenagentur Fars wurde Madjid Tavakoli am 20. Januar wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit des Landes“ und „Beleidigung hochrangiger Vertreter der Islamischen Republik“ zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

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Ein Heiliger wird vom Podest gestossen – Modell Khomeinis am Ende


Bild: Chomeini kehrt am 1.2.1979, nach rund 15-jährigem Exil, in den Iran zurück

Am 16. Azar zeigte sich die grünen Bewegung insbesondere an den Universitäten im ganzen Land in überraschender Stärke in der Öffentlichkeit – mit Massendemonstrationen, Parolen gegen die Regierung und gegen Chamenei („Tod dem Chamenei“, „Tod dem Diktator“, etc.). Wir haben darüber berichtet.

Von den zahlreichen Berichten in Form von Videos war nur in einer einzigen Szene zu sehen, wie Fotos von Khomeini, Khamenei und Ahmadinejad öffentlich verbrannt wurden. Die Aufnahmen sind weitgehend anonymisiert, so dass keine Personen erkennbar sind.

In den 3 Tagen nach dem 16. Azar wurde aus diesem Detail ein Riesenaufmacher im staatlichen Fernsehen gemacht.1) Im Stundentakt wurde über den „Skandal“ der Verbrennungen der Fotos von Khomeini, Khamenei und Ahmadinejad berichtet, während die eigentlichen Studentenproteste kleingeredet und dem Feind im Ausland in die Schuhe geschoben wurden. Je mehr Zeit verging, desto mehr verlagerte sich die Berichterstattung auf die Verbrennung des ersten Fotos, das von Khomeini.

Ein Ensemble aus Revolutionswächterorganisation, Basiji und Geheimdiensten verfolgte indirekt das Ziel, mit dieser Berichterstattung die religiösen Gefühle von großen Teilen der Bevölkerung zu verletzen und das ganze Land in Rage zu versetzen. Die einfachen Menschen sollten in Stellung gebracht werden gegen die legitimen Forderungen der grünen Bewegung und der Studentenbewegung. Schon am 8. Dezember, dem Tag nach den Unruhen, wurden die Regierungsanhänger und Basiji in die Universitäten geschickt, wo sie die StudentInnen angreifen und schlagen sollten. Doch angesichts der starken Reaktion der StudentInnen, die sich sofort und in großer Zahl zur Wehr setzten, hatten sie das Nachsehen.

Am 11. Dezember sah das Regime eine weitere Gelegenheit zur Propaganda. Ausgesuchte Vorbeter des Freitagsgebets, das stets in voller Länge im Fernsehen übertragen wird, sprachen ausführlich über Khomeinis Bilder-Verbrennung und versuchten zu beweisen, dass die Täter in der grünen Bewegung zu suchen seien.

Ziel all der Anstrengungen war es, Millionen Menschen auf die Straße zu bringen und eine Demonstration gegen die Reformisten und die grüne Bewegung zu initiieren. Die geringe Resonanz bei der Bevölkerung einerseits und das Problem, dass öffentliche Demonstrationsaufrufe Regierungsanhängern ebenso wie Regierungsgegnern ein Forum für Meinungsäußerungen geboten hätte, andererseits, führten dazu, dass letztlich nur in geschlossenen Räumen und innerhalb des Mausoleums von Khomeini gegen die grüne Bewegung demonstriert wurde.

Die erste Reaktion auf diese Medienkampagne kam von religiösen Institutionen, die kritisierten, dass überhaupt das Video der Bilderverbrennungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt worden ist. Wichtige Geistliche erklärten, dass allein das Zeigen dieser Videos schon das System der Rechtsgelehrten zerstöre.

Repräsentanten der grünen Bewegung wie Karroubi und Mussawi reagierten ebenfalls schnell und grenzten sich gegen die Verbrennungen von Bildern Khomeinis ab. Sie behaupteten, dass nicht sie, sondern im Gegenteil die Produzenten des staatlichen Fernsehens diese Bilder gestellt hätten, nur um sie gegen die grüne Bewegung einzusetzen – es gäbe genügend Beispiele von ähnlichen Fällen. Karroubi und Mussawi schrieben sogar einen Brief an das Innenministerium, in dem sie die Genehmigung für eine Demonstration Pro-Khomeini forderten. Bis zum heutigen Tag haben sie die Genehmigung nicht bekommen.

Während die Kontrahenten in der Politik, auf der einen Seite die Machthaber und auf der anderen Seite die Reformisten, sich gegenseitig beschuldigen, steht die iranische Bevölkerung abseits und schaut zu. Sie gehen unbeirrt ihrer täglichen Arbeit nach und kümmern sich nicht um diese Auseinandersetzung.


Bild: 7. Dezember (16. Azar) 2009

Egal, wer der tatsächliche Urheber dieses Videos ist, ob radikale Aktivisten oder das staatliche Fernsehen, wichtig ist eins: das Ziel, auf diese Weise Millionen Menschen gegen die grüne Bewegung zu mobilisieren war eine Illusion. Im Moment scheint es nicht in der Macht von Khamenei zu liegen, Millionen Iraner und Iranerinnen auf die Straße zu bringen. Er muss befürchten, dass wann immer er öffentlich zu einem massenhaften Ausdruck für das Regime aufruft, sich entweder kaum Menschen hinter dem Ofen hervorlocken lassen oder es der grünen Bewegung eine Gelegenheit für massenhafte Proteste gegen das Regime bietet. Diese Verbrennung von Khomeinis Bild mag zunächst nur wie ein unbedeutendes Ereignis erscheinen doch die Geschichte hat oft gezeigt, wie solche Ereignisse zu großen Veränderungen beigetragen haben – womöglich ist das der Anfang vom Ende von Khomeinis Modell.

1) Das staatliche Radio und Fernsehen mit dem Namen „Seda va sima“ (Stimme und Gesicht) ist fest in der Hand der Revolutionswächterorganisation, selbst der Chef des iranischen Rundfunks, Ezatollah Zarghami, ist ein wichtiges Mitglied der Sepahe Pasdaran

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Die Studentenbewegung im Iran bleibt kämpferisch

Nach dem 7. Dezember organisierten StudentInnen an vielen Universitäten in Teheran und auch in anderen Städten Demonstrationen und Essensboykottaktionen. Beispielhaft berichten wir von den Aktionen in der Stadt Ghazvin.

Als die Studenten der Internationalen Khomeini Universität in Ghavzin (ca. 200km westlich von Teheran gelegen) Sonntag morgens in ihre Vorlesungen gehen wollten, mussten sie an auf Wände des Universitätsgebäudes geschmierten Parolen vorbeigehen, die teils gegen die Grüne Bewegung, teils gegen Khomeini gerichtet waren. Schnell war aber klar, dass beide Schriftzüge aus der selben Feder stammten und offensichtlich von Basiji-Studenten angebracht worden waren. Sie sollten wohl Auseinandersetzungen zwischen StudentInnen und Basiji Studenten provozieren.

Die StudentInnen vereitelten diesen Plan, indem sie sofort alle Parolen, egal wofür oder wogegen sie Position bezogen, von den Wänden entfernten. Gleich danach organisierten sie eine spontane Demonstration auf dem Campus, an der sich mehrere Fakultäten beteiligten. Einige der gerufenen Parolen lauteten: „Wenn Khomeini noch leben würde, wär er auf Seiten der Grünen Bewegung“, „Wo bist du Khomeini? Mussawi ist ganz allein“ und „Seda va simayema, nangema“ (Wir schämen uns für das staatliche Fernsehen).

Am Montag Mittag setzten die Studierenden ihre Aktionen mit einem Essensboykott fort. Ihre damit verbundenen Forderungen waren
a) die Freilassung der inhaftierten StudentInnen und
b) die Bestrafung der Basiji, die die Wandschmierereien zu verantworten haben.

Sie demonstrierten über drei Stunden hinweg und riefen immer wieder „Tod dem Diktator“, “ Wer den Wahlbetrug organisiert hat, der hat auch das Bild von Chomeini verbrannt“. Gegen Ende wurde das Essen in grünen Beuteln verpackt und an arme Menschen in der Stadt Ghazvin verteilt.


StudentInnen protestieren vor der Fakultät für Ingenieurswesen und Technologie


Demonstration auf dem Campus der Khomeini Universität, Ghazvin


„Seda va simayema, nangema“ (Wir schämen uns für das staatliche Fernsehen)


„Was Seda va Sima (der staatliche TV-Sender) gemacht hat, ist unerträglich.“


Essensboykott, später wird das Essen für arme Leute eingepackt.

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