Archiv der Kategorie 'Traditionen und Gebräuche'

Iran: Die Armee des Schemr

Fasnacht im Iran?


Originelle Mäschgerle, würde da der Südkurier schreiben…


wie man sieht, man braucht keine Gummimasken, um ganz gruselig auszusehen


Pferde kann jeder, hier mal Kamele,
und was für ein stattlicher Teufel


da die Guggenmusik – mit Pauken


und Trompeten

Ja, so könnte ein uneingeweihter Besucher aus dem Westen denken, der in diese Art von Aufführungen gerät, die jetzt im ganzen Iran anlässlich der Trauerfeiern des schiitischen Aschura-Fests stattfinden.
Aber weit gefehlt, und wehe dem, der da Ho Narro! riefe.
Besagter Teufel ist kein anderer als der grausame Heerführer Schemr, der den Märtyrer Hossein samt seinen Getreuen und seiner Familie in der Wüste belagerte und dürsten ließ, alle Männer – bis auf einen – umbrachte und die Frauen in die Gefangenschaft verschleppte. So will es die schiitische Überlieferung, die vielen Menschen heilig ist.
Die rot gekleideten Männer symbolisieren die Armee des Schemr, die gelben ebenfalls, nur diejenigen, die Grün tragen, vertreten die Seite von Imam Hossein.

Hier die Bogenschützen von Schemrs Armee

Einer der Generäle von Schemr

der grausame Schemr sticht das Kind von Imam Hossein ab

hier tritt einer seiner Soldaten die Töchter des Imam und entführt sie,
und darunter gießt der teuflische Schemr das Wasser vor dem dürstenden Baby in den Wüstensand

die wüsten Männer von Schemrs Armee stecken Imam Hosseins Zelt in Brand.
Wie wird da wohl der einstimmige Ruf der Zuschauer lauten?
Kreuzigt ihn!

Und damit auch der Dümmste kapiert, wer heute gekreuzigt werden soll und in der Armee des Schemr marschiert, bitte sehr, ein Soldat der britischen Armee, vielleicht nicht mehr in der brandaktuellsten Uniform…
Vielleicht wird aus dem ganzen ja doch noch eine Fasnachtsveranstaltung, warten wir’s ab.

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Iran: Trauerredner mit Pop-Musik


Der junge Mann mit den grünen Haaren ist kein Punk, sondern soll Imam Hossein darstellen, um dessen Märtyrertod das schiitische Trauerfest Aschura kreist

Der Brigadegeneral der Pasdaran Mohammad-Ali Aswadi hat sich am Samstag (03.12.2011) kritisch über die Trauerredner (Maddahan) geäußert, die während der schiitischen Passionsfeiern zum Monat Aschura Trauerreden halten und Trauerlieder über den Tod des Märtyrers Imam Hossein singen.


Ein Trauerredner (Maddah). Sein Platz ist die untere Stufe der Kanzel

Der General, der der Vertreter des Rechtsgelehrten (=Ajatollah Chamene‘i) für Kultur und Propaganda bei den Pasdaran ist, erklärte, dass die Pasdaran 1400 Trauerredner in ihren Reihen hätten. Unter ihnen fänden sich welche, die Melodien aus Los Angeles, wo eine große iranische Exilgemeinde lebt, oder Pop-Musik bei ihren Trauerliedern einsetzten. Der General machte den CIA (wen sonst?) dafür verantwortlich und behauptete, der habe ein größeres Budget dafür eingesetzt, um die schiitischen Trauerrituale im Iran zu unterwandern.
Pop-Musik bei den Trauerfeiern, ein Link zu einer Sendung von Voice of America

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Iran – Ewin: Verhaftung der Gonabadi-Derwische


Dr. NourAli Tabandeh, unter dem Namen Majzob Alishah Führer des Sufi-Ordens Nematollah Gonabadi

Über 90 Derwische des Sufi-Ordens Nematollahi Gonabadi versuchten am Montagmorgen, den 19.09.2011, vor dem Hauptportal des Ewin-Gefängnisses in Teheran, friedlich gegen die Inhaftierung von Kollegen ihrer religiösen Vereinigung zu protestieren. Vor dem Gefängnis wurden darauf die sogenannten Sicherheitskräfte zusammengezogen, die die Durchführung der Kundgebung verhinderten und auch unter den Protestierenden Festnahmen durchführten.
Wie man sieht, genießen auch Muslime keine Religionsfreiheit im Iran.

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Teppichknüpferinnen in Turkemansahra (Nordostiran)

Turkmenistan besteht aus zwei Teilen: einem selbständigen Staat Turkmenistan und die Region Turkemansahra im Nordostiran. Diese Region ist berühmt für seine Teppiche.

Die Qualität der Teppiche ist hoch und ihr Muster aussergewöhnlich fein. Sie werden von Frauen und Kindern mit den Händen geknüpft. Die Arbeitsbedingungen sind sehr hart und führen bei den Arbeiterinnen zu schmerzenden Gliedmaßen. Die anstrengende Arbeit wird nur sehr schlecht bezahlt. Die Mittler zwischen den Arbeiterinnen und dem Markt verdienen den größten Batzen am Geschäft. Sie sind es auch, die den Teppichknüpferinnen die Arbeitsmaterialien (Rohstoffe wie Wolle, Farben und Webstöcke) vorstrecken.

Die Arbeit wird unter anderem auch deshalb schlecht bezahlt, weil diese Art Teppiche mit ihren charakteristischen Farben und Mustern mittlerweile von maschinell hergestellten Teppichen indischer und chinesicher Fabrikation Konkurrenz bekommen.

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Die Tänze leben – und keiner kräht nach den Mollas


Fariba, beliebtes Lied zum aserbaidschanischen Tanz aus dem Norden Teherans

Während die Islamische Republik Iran noch immer das gemeinsame Tanzen von Männern und Frauen verbietet und sich nicht scheut, auch Partys in privaten Wohnungen in Razzien zu überfallen, dreht sich das Rad der Zeit weiter. Nach 32 Jahren Islamischer Republik trauen sich die Iranerinnen und Iraner sogar, in der Öffentlichkeit zu tanzen und den Film auf youtube zu veröffentlichen. Hier der Link:

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=30943

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Iranische Tradition: Sizdah bedar – am 13. rausgehen

Am „Sizdah bedar“, dem letzten Tag der Nouruz – Feierlichkeiten, und gleichzeitig dem 13. Tag im neuen Jahr, gehen alle Iranerinnen und Iraner ins Grüne und machen Picknick. Um dieses Ereignis ranken sich verschiedene Traditionen.

Man sucht sich ein Plätzchen in der Natur, egal ob mitten in der Stadt, in Stadtnähe oder ausserhalb der Stadt.


Die Autos werden an der Straße abgestellt. Im Wald ist sicher noch etwas frei.


Ausserhalb der Städte ist genug Platz.


Wer sich auskennt, weiß wo ein schöner Ort an einer Quelle oder im Park ist. Der Samowar darf nicht fehlen.

Wird es zu warm, nimmt man im Schatten Zuflucht.

Bei jungen Leuten sind die Wasserpfeifen sehr beliebt. Man scherzt und diskutiert über alle möglichen Themen.

Eine Tradition besteht darin, Knoten in Gräser zu machen. Der Knoten steht für ein Problem und man wünscht sich, dass das Problem bis zum nächsten Jahr gelöst ist.

Obwohl die Aufnahme von einer staatlichen Nachrichtenagentur stammt, wurde rücksichtsvoll darauf verzichtet, die Gesichter zu zeigen – die Kleider der beiden Frauen gelten nämlich als „unislamisch“.


Das Schachspiel mit Männern in der Öffentlichkeit ist mutig.


Zwei Gruppen von Männern messen beim Tauziehen ihre Kräfte.

Ebenfalls ungewöhnlich: zwei Frauen beim Armdrücken in der Öffentlichkeit.


Die Frauen verteilen das Essen.

Man genießt das Schlafen unter der Sonne.

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Iran: Shushtar

Shushtar ist eine antike Befestigungsstadt in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran. Hier finden sich frühe Zeugnisse iranischer Wasserbaukunst.

Stadt Shushtar bei Wikipedia

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Ghashghai in der Nähe von Schiraz, Südiran

Ein ausführlicher Text zum Stammesverband der Ghashghai findet sich bei wikipedia.

Die folgenden Aufnahmen stammen aus der Nähe der Stadt Schiraz. Dieser Nomadenstamm betreibt Landwirtschaft und Viehzucht. Das meiste was sie benötigen, produzieren sie selbst. Traditionell arbeiten die Frauen als Weberinnen.

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Dattelernte im Iran

Nach schiitischer Tradition hat die Nacht zum Freitag eine besondere Bedeutung. Die Menschen gehen auf den Friedhof und verteilen dort Datteln an alle Passanten. Wer dazu keine Zeit findet, verteilt Datteln auf der Strasse oder in der Nähe einer Moschee. Ausserdem werden im Fastenmonat Ramadan Datteln als regelmäßige Beilage gegessen.


Aufgabe der Männer ist es, auf die Palmen zu klettern und die Datteln zu pflücken.


Frauen sind für die Auslese und Säuberung der Datteln zuständig.

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Ramadan im Iran: Halim für die Armen

Im islamischen Fastenmonat Ramadan ist es Brauch, unter den Armen Halim zu verteilen. Er wird dann als Halime nazri bezeichnet. Halim ist eine breiartige Speise, die aus eingeweichten Weizenkörnern, Speiseöl und Putenfleisch (oder auch Schafsfleisch) hergestellt und mit Zimt gewürzt wird. Die Weizenkörner werden unter stundenlangem Rühren gekocht, bis ein einheitlicher Brei entstanden ist. Halim wird am Schluss entweder gesalzen oder mit Zucker gesüßt, je nach Geschmacksrichtung. Die folgenden Fotos wurden vor einer Moschee in Desful (Chusestan) gemacht. Chusestan sollte eigentlich die reichste iranische Provinz sein, weil sie das Zentrum der Erdölförderung ist, aber wie man sieht, landet das Geld nur in den Taschen einiger weniger. Die Kinder jedenfalls freuen sich über die Speise, die kostenlos verteilt wird.

1- Aus der Küche der Moschee von Desful, in der Halim in riesigen Töpfen gekocht und umgerührt wird.

2- Die Wartenden vor dem Ausgabefenster der Moschee. Links die Frauen und Mädchen, rechts die Männer und Buben. Wie man sieht, fehlt die mittlere Generation, die schämt sich für ihre Armut und schickt ihre Kinder vor.

3- Durch dieses Fensterchen wird der Halim ans Volk verteilt.

4- Die schlaue Form des Schlangestehens. Die Kinder stellen einfach ihre Gefäße in der Reihenfolge des Wartens hin und spielen solange, bis sie dran kommen. Die Gefäße sind aus Plastik und aus Zink, man sieht ihnen an, dass die Besitzer nicht reich sind.

5- Die Mädchen, die hier Schlange stehen, sind noch unter sechs, sonst dürften sie in der Öffentlichkeit nicht mehr so bunte Kleider tragen. Ihre Plastiksandalen zeigen ebenfalls, dass die Eltern nicht zu den Reichen zählen. Zum Spielen und Rennen ziehen sie die Sandalen aus, denn durch den Schweiß rutscht man darin nur hin und her.

6- Die Kinder freuen sich jedenfalls!!!

7- Die Moschee verteilt Halim, sprich der Staat will die Armen an seine Ideologie binden, aber Superman lebt…

8- Zum Brei wird auch noch Fladenbrot verteilt. Nur wenn die Kinder ruhig sind, kriegen sie das Brot, sonst werden sie rausgeworfen. Das will keiner riskieren. An keinem anderen Ort, wo Kinder Schlange stehen müssen, ob in der Schule oder vor dem Bus, würden sie so ruhig warten. Aber der Hunger ist groß.

9- Die Tür zur Moschee ist geschlossen, nur das Ausgabefenster ist offen. Wer etwas bekommen hat, trägt es glücklich davon.

10- Das Mädchen freut sich, fotografiert zu werden, die Frau dagegen zieht es vor, nur den Inhalt des Topfs zu zeigen und selbst unerkannt zu bleiben. Auffällig ist, dass sie den Henkel des Topfs seitlich hält, eine reichlich unbequeme und instabile Form, einen Topf zu halten. Dies ist ein deutliches Indiz, dass die Frau nicht zufällig beim Tragen des Topfes fotografiert wurde, sondern das Foto in gewissem Sinn „gestellt“ ist. Auch der Karton, auf dem das Kind hockt, deutet darauf hin.

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Leben in der Wüste-shahrood-Iran











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Tschahar-Schanbeje Suri, ein traditionelles Feuerfest im Iran, wurde dieses Jahr stark politisiert

Heute ist die Nacht vor dem letzten Mittwoch des iranischen Jahres, dem traditionell gefeierten Tschahar-Schanbeje Suri. Seit Jahrtausenden, vermutlich seit den Zeiten von Zarathustra und somit noch lange vor der Entstehung des Islams, ist es Brauch, an diesem Tag abends auf die Straße zu kommen, zu tanzen und zu singen, sowie auf öffentlichen Plätzen Feuer anzulegen, über die die Jugendlichen springen. Es werden dabei sieben kleine Feuer hintereinander angeordnet und während man vom ersten bis zum letzten Feuer darüber hinwegspring (und wieder den gleichen Weg zurück) ruft man die Worte „Zardiye man az to, sorchiye to az man“ (Dir meine gelbe Farbe und mir deine rote Farbe – will heißen: nach dem langen, kalten Winter, der uns krank gemacht hat, kommt nun der Frühling mit neuem Leben). Zu dem Brauch gehört auch das Verteilen von Süssigkeiten, wovon alle, Arm und Reich, gleichermassen profitieren. Mit den letzten Jahren der Schah-Regierung Ende der 70er Jahre kam zusätzlich der Gebrauch von Feuerwerk in Mode. Nachdem Chomeini diesen Brauch immer mehr unterdrückt hatte, mit dem Ziel, ihn letzlich vollständig als unislamisch zu verbieten, entwickelte sich daraus mehr und mehr ein Katz- und-Maus-Spiel zwischen Jugendlichen und Sicherheitskräften.

In der Woche vor diesem Fest haben sich dieses Jahr die iranischen Machthaber nach Kräften bemüht, die Bevölkerung einzuschüchtern, um ihr diese Freude, die selbst Ajatollah Chomeini nicht unterbinden konnte, zu nehmen. So wurde u.a. von der Teheraner Staatsanwaltschaft das Todesurteil für 6 Menschen verkündet, die angeblich an den Unruhen des Aschura-Tages teilgenommen hatten, sowie Manöver in Teheran und anderen Städten abgehalten (Siehe: Iran: die nächste Drohung hängt in der Luft) .

Informieren wir uns nun, ob diese Drohungen ihr Ziel erreicht haben…

Teheran
Ein Augenzeuge berichtet wie in dem Stadtteil Saadatabad im Nordwesten von Teheran, die Einwohner auf die Straßen kamen, Feuerwerkskörper anzündeten, obwohl die Sicherhheitskräfte mehrfach ihre Einheiten verstärkten. Eine kleinere Basiji-Station ging in Flammen auf. Ein weiterer Augenzeuge berichtet aus der Tadschrisch-Straße. Die Sicherheitskräfte waren hier so zahlreich, dass die Einwohner es vorzogen, ihr Fest im Hof ihrer Häuser oder auf den Dächern zu feiern. Gegen 19 Uhr berichtet ein weiterer Augenzeuge wie die Leute in der Rudaki-Straße feierten und Parolen wie „Marg bar Diktator“ riefen. Die Sicherheitskräfte griffen daraufhin die Menschen an, die sich sodann in kleine Strassen und Gassen zurückzogen. Als die Sicherheitskräfte nachsetzten, um die Menschen auch dort zu verfolgen, wurden sie plötzlich von zahlreichen Anwohner angegriffen, so dass nun sie auf der Flucht waren. Ein Anderer erzählt, wie er mehrere Freunde, die in unterschiedlichen Stadtteilen unterwegs waren, anrief, und stets laute Explosionen von Feuerwerkskörpern über das Handy hören konnte. Als er auf ein Hochhaus geklettert war, konnte er sehen, wie in dem Bereich der Vali Asr Straße, des Vali Asr-Platzes, der Karun-Straße, der Behbudi-Straße, …, der Himmel vom Feuerwerk hell erleuchtet war. Laut der Nachrichtenagentur Iran-Chabar hat um 18:30 Uhr im Stadtviertel Seid Chandan ein grosses Tschahar-Schanbeje Suri-Fest begonnen. Sowohl Frauen als auch Männer kammen in immer größerer Anzahl auf die Straßen. Regelmäßig und aus allen Richtungen waren die Explosionen der Feuerwerkskörper zu vernehmen. Die Sicherheitskräfte waren machtlos und unfähig zu reagieren. Der Fernsehsender Al Arabia berichtete von Zusammenstößen auf dem Revolutionsplatz. Der Blog daliranbibak.blogspot beschreibt, wie die Menschen durch niedrig fliegende Hubschrauber über den Stadtvierteln Yusef Abad und Vanak sowie in der Gegend derRevolutionsstraße und des Revolutionsplatzes eingeschüchtert werden sollten.


Feiern zum Tschahar-Schanbeje Suri im Teheraner Stadteil Amir Abad, 16.3.2010


Stadtviertel Ekbatan, Teheran, am 16.3.2010

Karadsch
Karadsch ist etwa 30 km westlich von Teheran gelegen. Laut den Berichten von iranischen Menschenrechtsaktivisten kamen in dieser Stadt heute abend, den 16. März, gegen 20 Uhr tausende Jugendliche auf die Straße. Sie entfachten Feuer und benutzten Feuerwerk. Bereits um 20:30 Uhr waren die kleinen und großen Straßen voller Menschen. Ihre hohe Zahl überforderte die Sicherheitskräfte restlos. Es wurden Fackeln in Richtung Sicherheitskräfte geworfen. In dem Stadtteil Azimiye kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Jugendlichen, bei denen die Sicherheitskräfte mehrmals die Beine in die Hand nehmen mussten, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Dieses ständige Hin- und Her dauerte zum Zeitpunkt des Berichts (ca. 22 Uhr iranische Zeit) noch an.


Tanzende Jugendliche in der Stadt Karadsch

Bukan
Auch in dieser iranisch-kurdischen Stadt feuerten die Menschen auf den Straßen Feuerwerk ab. Und ebenfalls kam es zu Zusammenstößen zwischen den Einwohnern und den Sicherheitskräften. Ein junger Mann namens Anwar ist laut Iran Press News dabei erschossen worden. In der Stadt gab es in der Folge starke Unruhen von verärgerten Menschen.

Jawanrud
Diese Stadt liegt im Bezirk von Kermanschah. Die Polizei von Jawanrud musste die Polizeizentrale in Kermanschah um Hilfe anrufen, weil sie der Vielzahl der Feuer nicht mehr alleine Herr wurde.

Ahwaz
jonbeshe-ma.blogspot beschreibt, wie die Einwohner der Stadt Ahwaz ihr Fest mit dem Einbruch der Dunkelheit anfingen. In den Stadtvierteln Golestan und Barestan, in denen kaum Sicherheitskräfte präsent waren, sammelten sich offenbar die Jugendlichen, fackelten Feuerwerk ab und riefen Parolen gegen die Regierung.

Isfahan
Auch in Isfahan haben die Menschen heute das traditionelle Fest gefeiert, wie die folgenden Videos zeigen.



Weitere Städte
Laut verschiedenen Websites und Nachrichtenagenturen wurde auch in den Städten Maschhad, Schiras, Ardabil, Urumiye, Tabris, Raschd, Behbahan, Borudscherd etc. gefeiert.

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Kamelwettrennen im Südiran

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Traditionelles Brotbacken in Ziarat, Nordost-Iran

Ziarat ist ein Dorf, im Nordosten des Irans. Es liegt inmitten eines großen Waldgürtels, der sich über hunderte Kilomenter hinweg entlang der Südküste des Kaspischen Meeres erstreckt. Aufgrund seiner Naturschönheit und der weithin bekannten heissen Naturquellen wird es von Ärzten gerne für Kuraufenthalte empfohlen.

Hier ist zu sehen, wie Fladenbrot vorbereitet wird.

Traditionell wird es an den Wänden eines im Boden liegenden Ofen gebacken.

Das Brot ist fertig und wird wieder herausgeholt.

Nun kann das Brot gegessen werden.

Die Bäckerei befindet sich direkt neben der Strasse, wo auch der Verkauf an Touristen und Einheimische stattfindet.

Das einfache Gericht besteht aus Fladenbrot, Tomten-Gurkensalat mit Yoghurt-Soße, Schafskäse, und Tee.

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Bilder von Nomaden in Tschaldoran, in der Nähe von Tabris, Nordwestiran

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