Archiv der Kategorie 'Umwelt / Naturschutz'

Iran: Karun-Fluss in Gefahr


Die Bevölkerung in Ahwas, einer der heißen Regionen im Westen Irans, ist darüber besorgt, dass Wasser aus dem Karun-Fluss in andere Regionen umgeleitet werden soll. Sie befürchten, dass der Karun dann ebenso austrocknet, wie dies bei einem anderen Umleitungsprojekt der Fall war, dem Sayande-Rud in Isfahan.

http://www.akhbar-rooz.com/news.jsp?essayId=73790
vom 3. Chordad 1395 (23.05.2016)
tajammo°e mojaddade shahrvandane ahvazi dar e°teraz be enteqale abe karun

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Umweltschutz heißt Schutz der Wasservorräte


Frau Ma’sume Ebtekar, Direktorin der iranischen Umweltschutzbehörde, spricht

Radio Farda berichtete am 10. Mai 2016 vom Besuch der Direktorin der iranischen Umweltschutzbehörde (Sazman-e Mohit-e Zist-e Iran), Frau Ma’sume Ebtekar in der Provinz Tschahar-Mahal und Bachtiyari (Chahar-Mahal und Bakhtiyari), die dort am Vortag einen Vortrag hielt.

Umweltschützer und Umweltschützerinnen aus der Region nutzten die Gelegenheit, um durch Hochhalten von Plakaten auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Sie protestierten gegen die Umleitung von Wasser von Behescht-Abad nach Kerman, Jasd und Isfahan und namentlich gegen die Tunnelbauten Sabs-Kuhe und Kuh-Rang, die Wasser in den Zentraliran ableiten und dadurch zu Wasserarmut im Einzugsbereich des Karun-Flusses führen. Im Falle von Kuh-Rang handelt es sich schon um den dritten Tunnel – zwei andere wurden schon früher fertiggestellt. Der Persische Wikipedia-Artikel zu den Tunnels von Kuhrang ignoriert Umweltthemen konsequent.


Die Trennung der Geschlechter gilt auch in der Umweltbewegung. Sonst wäre dies ein leichter Vorwand für die Machthaber, die Umweltbewegung zu verfolgen.

Quellen:
http://www.radiofarda.com/media/photogallery/f16--photogallery/27726209.html
(21. Ordibehescht 1395 / 10. Mai 2016: e°tera:ze ha:miya:ne mohite zist dar chaha:r-maha:l wa baxtiya:ri)
https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AA%D9%88%D9%86%D9%84_%DA%A9%D9%88%D9%87%D8%B1%D9%86%DA%AF
tunel-e kuhrang (15.05.2016)

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Hochwasser in Dezful


Hochwasser in Dezful

Dezful (Desful) ist eine Stadt mit über 400.000 Einwohnern. Sie liegt in der iranischen Provinz Chusistan, am Fuße des Zagros-Gebirges.


Der Dez-Fluss

Durch die Stadt fließt der Dez (Des), nach dem die Stadt auch benannt ist. Der Name soll ursprünglich Dezhpol gelautet haben, also Festungsbrücke. Dezful soll die arabisierte Form des Namens sein. 32 km stromaufwärts liegt die Dez-Talsperre, die 1963 erbaut wurde und die Stadt mit Strom und Wasser versorgt.

Nach anhaltenden 3-tägigen Regenfällen ist der Dez über die Ufer getreten und hat nicht nur landwirtschaftliche Flächen überflutet, sondern wohl auch einige Menschen mitgerissen, wie peykeiran am 16. April 2016 berichtete.

Quellen:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=106741
vom 16. April 2016
https://de.wikipedia.org/wiki/Dezful

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Wasser für den Urumije-See?


Der Urumije-See schrumpft noch

Laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Mehr erklärte Parwis Araste, der Generaldirektor der Umweltschutzbehörde der iranischen Region West-Aserbaidschan am Sonntag, den 6. Dezember 2015, dass der austrocknende Urumije-See in seinem Südteil eine Wassermenge von 700 Kubikkilometer erhält. Zum Vergleich: Der Bodensee enthält 50 Kubikkilometer (50 Milliarden Kubikmeter) Wasser.
Woher diese immense Wassermenge kommen soll?
Nach Angaben von Parwis Araste zum einen von der Begradigung der Flussläufe des Sarine-Rud und des Simine-Rud kommen, die beide in den Urumije-See fließen, aber unterwegs schon viel Wasser verlieren (AdÜ: Und was bedeutet dies für die Gebiete, wo das Wasser bislang „verschwand“?), sowie vom Anzapfen des Kani-Sib-Staudamms (im Landkreis Piranschahr). Die Leitungen müssten in den nächsten vier Jahren gelegt werden, das ist also noch Zukunftsmusik. Regenfälle sollen ebenfalls etwas beitragen.
Fakt ist, dass der Urumije-See im südlichen Teil nach seinen Worten einen Wasserstand von 12-20 Zentimeter hat, das ist nicht mehr als in einem Planschbecken…

Quelle:
http://www.radiofarda.com/content/f16-iran-urmia-lake/27412122.html

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Dürre Zukunft

Wie berichtet, gab es im iranischen Aserbaidschan schon Kundgebungen gegen das Austrocknen des Urumije-Sees, das durch staatliche Projekte begünstigt wird. Um den Urumije-See leben 6 Millionen Menschen. Das allmähliche Austrocknen des Salz-Sees führt dazu, dass Salz mit den Stürmen über die Felder verstreut wird und den Boden unfruchtbar macht. Der Feinstaub macht den Menschen zu schaffen. Diese Umständen begünstigen eine Flucht aus der Region in die Großstädte wie Urumije und Tabris.

Im Zentraliran ist Wassermangel und Dürre ebenfalls ein schwerwiegendes Problem. Die Menschen ziehen in Städte wie wie Teheran, Karadsch oder Maschhad. Doch auch dort ist das Wasser nicht grenzenlos. Durch den Zustrom an Menschen werden illegale Brunnen betrieben, die das Grundwasser ausbeuten, bis es versickt. Stellenweise hat der Boden schon begonnen, einzusacken, was die Stabilität der Häuser in der Region beeinträchtigt. Beim nächsten Erdbeben sind sie reif für den Einsturz. Es braucht nicht viel Fantasie, sich auszumalen, dass der Iran in Zukunft ein wichtiges Herkunftsland für Dürreflüchtlinge sein dürfte.

Quelle:
http://shahrvand-newspaper.ir/news:nomobile/main/49734/

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Umweltprotest vor Chomeinis Geburtstagsturm


Wer kennt sie nicht, die Goldspray-Standbilder, mit denen sich hierzulande einige Menschen als lebende Statuen die Spenden der Zuschauer verdienen?

In Teheran hat jetzt ein Künstler vor einem der markantesten Gebäude der Stadt diese Aktionsform gewählt, um drei Stunden lang auf sein Anliegen aufmerksam zu machen. Das Gebäude ist ein Fernsehturm und heißt Bordsche Milad – Turm der Geburt. Der Name bezieht sich auf den 101. Geburtstag von Ajatollah Chomeini, dem ersten Führer der Islamischen Republik Iran. Die Pläne für den Bau des Turms sollen noch aus der Schahzeit stammen. Der Turm ist aufgrund seiner Höhe praktisch von jedem Ort in Teheran aus zu sehen.

Die persische Nachrichtenplattform gooya berichtet von der Aktion des Künstlers, ohne seinen Namen zu nennen. Vielleicht ist das gesünder für ihn.

Er will mit seinem dreistündigen Dasitzen auf die Wasserknappheit im Iran aufmerksam machen, wo Flüsse und Seen austrocknen.

Lehm ist ein gutes Sinnbild für die Thematik. Lehm ist aber zugleich auch der Stoff, aus dem laut Überlieferung der drei Bücher (Thora, Bibel und Koran) Adam geschaffen wurde. So bleibt im Ernstfall immer noch eine religiöse Deutung des Protests, mit der der Künstler seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2015/09/202661.php
https://de.wikipedia.org/wiki/Adam_und_Eva
https://de.wikipedia.org/wiki/Borj-e_Milad
https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%A8%D8%B1%D8%AC_%D9%85%DB%8C%D9%84%D8%A7%D8%AF

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Bandar-Abbas (Iran): Green Peace auf Persisch


Kiyanusch Dschanbachsch: Gott hat der Menschheit das Meer geschenkt. Es war immer ein Segen für die Menschen. Aber damit (gemeint: mit dem Abwasser) bereiten wir der künftigen Generation Schwierigkeiten.

Kiyanusch Dschanbachsch ist Mitglied des Gemeinderats von Bandar-Abbas, einer wichtigen Stadt am Persischen Golf. Schon mehrfach hat er die zuständigen Behörden darauf hingewiesen, dass ungereinigtes Abwasser in den Persischen Golf geleitet wird, und gefordert, dass die Behörden Abhilfe schaffen. Auch Wasseranalysen belegen, dass das Wasser verunreinigt ist, wie er sagt. Geholfen hat das nicht, die Behörden stellen sich taub. Darauf hat Kiyanusch Dschanbachsch eine drastische, aber anschauliche Form des Protests gewählt. Vor den Augen der iranischen Medien ist er zu der Stelle gegangen, wo ein Rohr die Abwässer ins Meer leitet, und hat sich der dreckigen Flut in seinem tadellosen Anzug entgegengestellt.


Die Bilder gingen durch die iranischen Medien. Es dürfte den Behörden angesicht des schäumenden Wassers schwer fallen, nun noch die Tatsachen zu bestreiten.

Quelle:
http://news.gooya.com/didaniha/archives/2015/09/202472.php

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Heftige Regenfälle und Hochwasser in Sistan und Balutschistan

Gestern kam es in der Region Sistan und Balutschistan zu heftigen Regenfällen, die zum Einsturz mehrerer Gebäude führten. In der Regionalhauptstadt Sahedan kam dabei ein Mensch ums Leben. Ein verantwortlicher Beamter in Nikschahr kam ebenfalls ums Leben, als er die Schäden in seiner Gegend besichtigen wollte. Die Tatsache, dass nur aus der Regionalhauptstadt und von einem toten Beamten die Rede ist, spricht dafür, dass aus weiten Teilen des Gebiets noch gar keine zuverlässigen Nachrichten vorliegen. Dass nicht einmal Bilder aus der Region vorliegen, macht deutlich, dass auch das iranische Nachrichtennetz in dieser Region dünn geknüpft ist. Sistan und Balutschistan ist auch in dieser Hinsicht Entwicklungsland, das vom Zentrum vernachlässigt wird.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Unerträgliche klimatische Bedingungen bei Ahwaz, Iran

In der Gegend von Ahwaz, Iran, sind heute, Dienstag, 10.2.2015, tausende Menschen auf die Straße gegangen und haben von den zuständigen Behörden verlangt, dass etwas gegen die unhaltbaren klimatischen Bedingungen in der Region unternommen wird. Den Menschen fällt aufgrund der staubigen Luft seit Wochen das Atmen schwer und sie tragen teilweise Gesichtsmasken. Die öffentliche Verwaltung, die Schulen und die Kindergärten blieben heute geschlossen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Ahwas (Iran) – Saurer Regen?


In Ahwas, einer Erdölstadt im Südwesten des Irans, herrscht dicke Luft. Letzten Freitag gingen die Menschen sogar auf die Straße, um von der Stadtverwaltung Maßnahmen für den Umweltschutz einzufordern. Die Luft in Ahwas und Umgebung ist so dick, dass man zeitweilig nur bis auf 400 m Sicht hat. Dann, wenn im benachbarten Irak der Sandsturm wütet, ist es auch in Ahwas besonders schlimm. Für den Sandsturm kann keine Regierung und kein Bürgermeister etwas, aber es gibt sehr wohl Mittel, die Folgen zu mindern.
Das erste ist die Bepflanzung von Wanderdünen und die Anpflanzung von Schutzhecken im Umkreis der Stadt. Darauf, Hecken zu pflanzen, ist man auch früher schon gekommen, nur mit der Pflege danach hapert es, und so wurden die Anpflanzungen im Lauf der Zeit vom Sand zugeweht. Schutzfunktion Null.

Teer und Glaswolle
Stattdessen haben sich die Verantwortlichen etwas anderes einfallen lassen: Sie lassen die Wanderdünen im Umkreis der Stadt mit einem „Maltsch“ genannten Gemisch aus Teer und Glaswolle besprühen. Das bindet den Sand und verhindert das Aufwirbeln. Dachte man. Leider hat man nicht weiter gedacht. Zum einen sickern die Erdölprodukte in den Boden, wenn es mal regnet, und verseuchen Boden und Grundwasser. Und zweitens wird auch da gepfuscht, das heißt, man hat zu wenig gesprüht, so dass dieses Gemisch nicht am Boden gebunden wird sondern mit dem Sturm aufgewirbelt wird. Und dann hat man es in der Luft und in der Lunge. Teer und Glaswolle. Wer mal mit Glaswolle gearbeitet hat, weiß, wie unangenehm es ist, sie einzuatmen, und so wundert es nicht, dass die Bevölkerung gegen „Säure“ in der Luft protestiert.
Bisland haben die Behörden nichts gemacht außer Schulen zu schließen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Schnee in Kerman!

Die Stadt Kerman liegt im Süden des Irans. Die Gegend ist bekannt für den geringen Niederschlag und besonders Schneefall ist äußerst ungewöhnlich. In den letzten Tagen hat es viel geschneit. Obwohl die Menschen in Kerman viele Probleme mit der Regierung haben, haben sie sich sehr gefreut und auf den Straßen konnten solche Szenen voller Lebenslust beobachtet werden. Selbst Beamtinnen und Beamte kamen aus ihren Büros und tollten im Schnee herum.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Teheran – Ahwas : Wasserdiebstahl als Politik


Auf dem Plakat steht u.a.: Euer Öl und Gas könnt ihr behalten

Am vergangenen Donnerstag, den 27. November 2014, versammelten sich mehrere Hundert Einwohner von Ahwas am Karun-Fluss, um gegen die Ableitung von Karun-Wasser in die Region Isfahan durch die Zentralregierung zu protestieren. Das Ergebnis dieser Politik ist, dass die Menschen in Ahwas nun an Wassermangel leiden. Die protestierenden Bürger bildeten eine Menschenkette, wurden aber später von den sogenannten Sicherheitskräften angegriffen. Die bewaffneten Organe verhinderten auch durch Straßensperren, dass sich mehrere Protestzüge zusammenschließen könnten. Es sind die Namen von sechs Verhafteten bekannt geworden.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Sardinensterben im Süden des Irans


An der südiranischen Küste, im Fischereihafen Sar-Abad (bei Kanarak), sind große Teppiche von toten Sardinen zu beobachten. Es stinkt entsprechend. Während die Fischer die Schleppnetz-Trawler für verantwortlich halten, behauptet der Direktor der Fischereibehörde der Provinz Sistan und Balutschistan Mohsen Ali Golestani, schuld am Fischsterben sei eine Algenkrankheit und verschmutzte Meeresströmungen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: Wasser zu Wein?

Über die Verwandlung von Wasser zu Wein kann man in der Bibel lesen.
Im Iran bringt man ein anderes Kunststück zustande: Dort verwandelt man Wasser in Abwasser,
Zugegeben, es riecht nicht ganz so wie bei einer Weinprobe, und der Iran hat auch keine Urheberrechte auf diese Erfindung, hier am Bodensee hat man dieses Experiment vor über vierzig Jahren auch schon gemacht.
Im Gegensatz zum Iran hatten aber weder Bayern noch Vorarlberg, weder der Thurgau noch Sankt-Gallen oder Baden-Württemberg die Absicht, ihre Probleme mit dem Bau der Atombombe zu lösen. Sie begnügten sich mit kleinen Dingen, zum Beispiel dem Bau von Kläranlagen rings um den See. Der Erfolg kann sich sehen lassen – heute muss man im Winter keine Seeputzete mehr mit Schülern veranstalten.
Geld hätte der Iran ja genug, so etwas zu bauen, und statt sich von Indien billige Stoffe liefern zu lassen und von China Gebetsteppiche, könnte man ja auch chinesische und indische Ingenieure und Baufirmen holen und Kläranlagen im ganzen Iran bauen. Aber dabei verdient man wohl nicht so viel wie mit Schmuggel und so.
Faktum ist jedenfalls, dass zahlreiche Flüsse im Iran heute nur noch als Abwasserkanäle bezeichnet werden können. So leitet nicht nur die Industrie, sondern auch große Städte wie Rascht ihr Wasser ungeklärt in die Flüsse Sardschub und Gohar-Rud (Region Gilan), von wo es dann in das Riedgebiet und die anschließende Lagune Ansali fließt, die für ihren Fischreichtum berühmt ist. Am Anfang werden die Fische (bestimmte Arten, zumindest) sich vermehren, weil es mehr Nährstoffe gibt, und dann wird das Wasser zu faulen beginnen und die toten Fische auf dem Wasser treiben.
Solange es im Iran keine Autonomien gibt, sondern alles von der Zentralregierung entschieden und verteilt wird, ist mit Besserung nicht zu rechnen. Denn die Bevölkerung, die es „ausbaden“ muss, hat nichts zu sagen und hat auch kein Geld, selbst Kläranlagen zu bauen.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email

Iran: knappes Wasser

Hamid-Resa Dschanbas, der Leiter der iranischen Wasserbehörde, hat heute gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur „Fars“ erklärt, dass der Trinkwassermangel im Iran immer größer wird. In den Städten Kerman und Isfahan ist der Bedarf größer als die Produktion, in Teheran halten sich Verbrauch und Herstellung gerade noch die Waage, in der Provinz Semnan gibt es Orte, wo nur 20 Minuten am Tag Wasser in der Leitung ist. Als Ursache für den Wassermangel wird ausbleibender Regen und sinkende Grundwasserpegel angegeben, ob das stimmt, ist eine andere Frage.

Bookmark speichern oder einem Freund mailen
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email