Weblog von Ali Schirasi http://alischirasi.blogsport.de Dieser Weblog wird seit dem Jahr 2004 ehrenamtlich von acht Personen deutscher und iranischer Herkunft betrieben. Wir verteidigen die Menschenrechte, unterstützen Politische Gefangene und berichten regelmäßig über die aktuelle politische, wirtschaftliche und kulturelle Situation im Iran. Tue, 07 Feb 2012 21:47:58 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Jetzt verfügbar! Roman: Die Wüste glimmt. http://alischirasi.blogsport.de/2011/12/01/roman-die-wueste-glimmt/ http://alischirasi.blogsport.de/2011/12/01/roman-die-wueste-glimmt/#comments Thu, 01 Dec 2011 21:22:48 +0000 Administrator Allgemein http://alischirasi.blogsport.de/2011/12/01/roman-die-wueste-glimmt/ window.document.getElementById('post-717').parentNode.className += ' adhesive_post';

Neuerscheinung!

Der neue Roman von Ali Schirasi: „Die Wüste glimmt“ ist nun im Agenda Verlag erschienen! Er ist im jetzt Buchhandel verfügbar.

Roman von Ali Schirasi: Die Wüste glimmt. (Agenda Verlag)Das Buch „Die Wüste glimmt“ greift zwei Lebensläufe auf, die von der verrückten Pari und vom Dorfnarr Gondik, wie zwei Fäden, die von zwei Wollknäueln aufgezogen werden und sich an einer Stelle kreuzen, verflochten und verwoben werden. Zwei Fremde, die sich bis dahin auch selbst fremd waren, finden zusammen und finden Eingang in die Dorfgesellschaft. Die Dorfgemeinschaft nimmt sie auf, es werden mehr Fäden, mehr Farben, und schließlich sehen wir das Bild eines persischen Teppichs vor Augen, in den die ganzen Traditionen und Bilder des Dorfes verwoben sind.

Aber während wir auf dem Teppich der Tatsachen stehen und glauben, festen Boden unter den Füßen zu haben, beginnt auch dieses Bild zu zerfließen. Der Boden ist nicht fest und der Teppich scheint abzuheben. Das Dorf beginnt sich zu bewegen, und unversehens befinden wir uns mitten in einer Revolution, die das erste Kapitel der großen Veränderungen im Iran des 20. Jahrhunderts darstellt. Wir lernen, die Geschichte, die Entwicklung, nicht mit den Augen eines Städters zu sehen, eines distanzierenden Analytikers, sondern aus der bewegten Menge heraus, mit den Gefühlen der Menschen im Dorf.

Das ist die Stärke dieses Buches, das uns den Iran in einer Weise nahebringt, wie dies keine Nachrichtensendung und keine Zeitungsmeldung je schaffen kann.

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China halbiert seine Erdölimporte aus dem Iran http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/776/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/776/#comments Tue, 07 Feb 2012 21:45:22 +0000 Administrator Ökonomie Erdöl http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/776/ China war im Jahr 2011 Großkunde für iranisches Öl. In den Monaten Januar und Februar des laufenden Jahres hat China seine Ölimporte aus dem Iran halbiert.

Laut der Nachrichtenagenur Reuters gab eine chinesische Quelle an, dass China im Jahr 2011 20% des vom Iran exportierten Öls importiert hat. Im Jahr 2011 importierte China 555.000 Barrel Öl pro Tag. Im Vergleich dazu hat China seit Januar täglich 285.000 Barrel Öl weniger importiert. Das wird sich auch im März fortsetzen.

Ursache für diese Entwicklung soll laut offizieller Stellen im Iran sein, dass China den Preis für das Öl weiter reduzieren wollte, obwohl sie bereits 8 Dollar pro Barrel weniger bezahlen müssen als üblich. Ausserdem wollte China laut dieser Quelle den Preis mit chinesischen Warenexporten verrechnen, anstatt Cash zu bezahlen.

Der Mineralölkonzern Sinopek hat im Jahr 2011 75.000 Barrel Flüssiggas pro Tag aus dem Iran importiert. Für die Monate Januar bis bis April 2012 ist der Import gänzlich gestoppt worden.

China versucht seine Ölnachfrage nun vermehrt bei Ländern wie Irak, Russland, Australien und Saudi-Arabien zu decken.

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Sanktionen gegen den Iran zeigen ihre Wirkung http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/sanktionen-gegen-den-iran-zeigen-ihre-wirkung/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/sanktionen-gegen-den-iran-zeigen-ihre-wirkung/#comments Tue, 07 Feb 2012 21:11:48 +0000 Administrator Ökonomie http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/sanktionen-gegen-den-iran-zeigen-ihre-wirkung/ Aufgrund der Sanktionen hat sich die wirtschaftliche Situation im Iran zunehmend verschlechtert. Unter anderem drückt sich das bei den aktuellen Schwierigkeiten aus, Reis-Importe zu bezahlen.

Indische Reisexporteure beklagen, dass gelieferter Reis von 200.000 Tonnen un dim Wert von 144 Mio. US-Dollar nicht bezahlt worden sei. Sie mussten sich an ihre Regierung wenden, mit der Bitte, dass die in diesem Konflikt vermittelt. Die indischen Reisexporteure haben angekündigt, vorerst keinen weiteren Reis mehr zu liefern.

Auch andere Länder wie Pakistan, Vietnam und die Philippinen vermeiden derzeit Reislieferungen an den Iran.

Am heutigen Dienstag, den 7.2.2012, hat die Zeitung Dschahane San-at (Welt der Industrie) geschrieben, dass im Verlauf der letzten drei Wochen die Handelsbanken von Dubai Zahlungen an Exportfirmen gestoppt haben. Daher konnten 20 Schiffe mit Reis- und Getreidefracht in iranischen Häfen nicht entladen werden.

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Unterdrückung eines sunnitischen Freitagsimams im Iran http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/unterdrueckung-eines-sunnitischen-freitagsimams-im-iran/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/unterdrueckung-eines-sunnitischen-freitagsimams-im-iran/#comments Tue, 07 Feb 2012 20:44:06 +0000 Administrator Gefängnis Minderheiten http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/07/unterdrueckung-eines-sunnitischen-freitagsimams-im-iran/ Zwei Schwiegersöhne von Moulavi Abdolhamid Esmail-Zahi, dem Freitagsimam der sunnitischen Makki-Moschee in Zahedan, wurden letztes Jahr verhaftet. Die Regierung klagte beide wegen angeblicher Spionage an, um den Kritiker Abdolhamid zum Schweigen zu bringen. Vor kurzem äußerte er wieder scharfe Kritik an der Regierung und Chamenei. Deswegen wurde nun sein Sohn am Zahedan-Flughafen festgenommen.

In Belutschistan besteht die Bevölkerung überwiegend aus Sunniten. In der ganzen Region herrscht Armut und Arbeitslosigkeit. Schiiten haben hier ihre eigenen Moscheen und genießen eine Reihe von Privilegien. Die gesamte Verwaltung liegt in der Hand der schiitischen Pasdaran oder schiitischen Bassidschi.

Vgl. Zahedan (Balutschistan): Freitagsprediger kritisiert Hinrichtungen

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Iran adé: Der Seitenwechsel der Hamas http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-ade-der-seitenwechsel-der-hamas/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-ade-der-seitenwechsel-der-hamas/#comments Mon, 06 Feb 2012 20:58:07 +0000 Administrator Internationale Beziehungen http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-ade-der-seitenwechsel-der-hamas/ Die palästinensische Organisation Hamas, die lange Zeit von der iranischen Regierung finanziell und militärisch massiv unterstützt wurde, hat die Zeichen der Zeit verstanden. Sie geht davon aus, dass die Tage des syrischen Herrschers Bascher al-Asad gezählt sind und danach möglicherweise auch in Syrien die Muslimbrüder mehr zu sagen haben. Die Tatsache, dass die Muslimbrüder in Ägypten und in Tunesien in den Wahlen so gut abgeschnitten haben, die Tatsache, dass Palästina wirtschaftlich auf Ägypten angewiesen ist, und die Tatsache, dass die Hamas ein ideologischer Ableger der Muslimbrüder sind, haben ein Umdenken gefördert. So hat der Parteiführer der Hamas, Chaled Masch‘al, jüngst den jordanischen König besucht – es ist das erste Mal, dass die Hamas ihn trifft, seit ihre Vertretung in Jordanien 1999 geschlossen wurde. Der palästinensische Präsident Ismail Hanija war kürzlich zu Besuch in Qatar, wo er feierlich empfangen wurde, und flog dann weiter nach Teheran, wo der Empfang nicht mehr so feierlich ausfiel, man merkt, was gespielt wird. Auch mit Israel scheint es Verhandlungen gegeben zu haben, die letztes Jahr zur Freilassung eines über 5 Jahre in palästinensischer Gefangenenschaft gehaltenen israelischen Soldaten im Austausch gegen über 1000 in Israel inhaftierten Palästinensern führte. Die Hoffnung ist wohl, dass ein gemäßigteres Auftreten zu Investitionen aus den reichen Golfstaaten führt.
Der Iran hat ausgespielt.

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Irans Mollas: Vom Papier-Tiger zum Pappkameraden? http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/irans-mollas-vom-papier-tiger-zum-pappkameraden/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/irans-mollas-vom-papier-tiger-zum-pappkameraden/#comments Mon, 06 Feb 2012 20:29:00 +0000 Administrator Staatspräsident Religionsführer Grüne Bewegung Islamismus http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/irans-mollas-vom-papier-tiger-zum-pappkameraden/ In verschiedenen iranischen Städten waren kürzlich seltsam anmutende Gedenkfeiern zu sehen. Am 1. Februar 2012 war der 33. Jahrestag der Ankunft von Ajatollah Chomeini aus seinem Pariser Exil. Jahr für Jahr wurde das mit Paraden und Reden gefeiert. Diesmal war es anders. Die Regierung Ahmadineschad ließ übergroße Pappbilder von Ajatollah Chomeini anfertigen und stellte mit diesen Pappbildern verschiedene Stationen der Ankunft von Ajatollah Chomeini dar.


Hier steigt er aus dem Flugzeug aus und wird von einer Ehrengarde empfangen. Die beiden Offiziere, die ihn damals stützten, wurden wenig später von Chomeinis Regime umgebracht.


Sprechblase: „Das stimmt. Damals, 1979, war der Empfang genau so. Nur, die Leute, die hinter ihm standen oder in der Nähe der Treppe standen, sind hingerichtet worden, mussten fliehen oder sind im Gefängnis.“


Hier sieht man den Papp-Chomeini in der Alawi-Oberschule (Dabirestan-e Alawi), wo er nach dem Besuch des Beheschte-Sahra-Friedhofs, des allerersten Ziels seiner Ankunft im Iran nach zehn Jahren Exil, Audienz hielt und diverse Politiker empfing. Auch diese Politiker überlebten diesen Empfang nicht lang. Frauen, wie auf dieser von der Regierung nachgestellten Szene zu sehen, waren damals natürlich nicht zugegen.

Nun wird im Iran das Wort Pappe (Moqawaa) nicht immer in schmeichelhaften Zusammenhängen verwendet. Wenn man sagen will, dass ein Kühlschrank nichts taugt, sagt man, er ist aus Pappe. Wenn ein schnell gebautes Hochhaus schlampig und mit schlechtem Material hochgezogen wurde, sagt man auch, das ist aus Pappe, das hält höchstens zehn Jahre. Und Ahmadineschad ließ den Ajatollah ausgerechnet aus Pappe anfertigen. Auch der „Papier-Tiger des Imperialismus“, von dem Mao Tse Tung einst sprach, ist ein geflügeltes Wort geblieben. Sprich – vor den Geistlichen muss man sich nicht fürchten. Wenn man sieht, wie beharrlich Ahmadineschad die Geistlichen als korrupt darstellt und sich als angeblich unbestechlich präsentiert, wenn man hört, wie Ahmadineschads Vertreter öffentlich erklärt, dass Massaker nach den Protesten gegen die gefälschten Präsidentschaftswahlen sei von Ajatollah Chamene‘i zu verantworten („Wir haben den Schießbefehl nicht erteilt“), und wenn man sieht, wie Ahmadineschad auf die nationalistische Karte gegenüber der religiösen Machtansprüche setzt, erscheint diese seltsame Art von Gedenkfeier mehr als geschickte Vorlage für den spöttischen Volksmund als eine ernst gemeinte Angelegenheit.

Und der Volksmund bedankt sich: Überall macht man Witze, bei denen die zahllosen Parolen des Ajatollah-Regimes dankbar recyclet werden.

Hieß es früher:
Ruh-e mani Chomeini, Bot-shekani, Chomeini!
Du bist meine Seele, Chomeini, du bist derjenige, der den Götzen (=Schah) zerschlägt, Chomeini!

So heißt es heute:
Ruh-e mani Moqawaa, Bot-shekani, Moqawaa!
Du bist meine Seele, Pappe, du bist derjenige, der den Götzen (=Schah) zerschlägt, Pappe!
Im Persischen reimt sich das schön.

Oder:
Taa chun dar rage maast, Chomeini rahbare maast!
Solange Blut in unseren Adern fließt, ist Chomeini unser Führer!

Heute:
Taa chun dar rage maast, Moqawaa rahbare maast!
Solange Blut in unseren Adern fließt, ist Pappe unser Führer!
(In Deutschland wäre daraus bestimmt Pappnase geworden…)

Oder der Witz:
Was ist der Unterschied zwischen einer Pappe, die iranischen Boden betritt, und Chomeini? Antwort: Keiner – beide fühlen nichts dabei.
(Dies spielt auf eine Episode im Flugzeug Paris-Teheran an, als ein Journalist Chomeini fragte, was er denn fühle, jetzt, wo er nach zehn Jahren im Exil wieder in den Iran zurückkehre. Chomeini antwortete damals: „Nichts.“)

Ajatollah Chamene‘i hat bislang nicht dagegen protestiert, Ajatollah Rafsandschani sehr wohl, und die Reformisten genauso. Denn Leute wie Mussawi, die von den „Goldenen Zeiten Chomeinis“ schwärmen, fühlen sich natürlich nicht sehr wohl, wenn jetzt ihr Heiliger zum Volksgespött wird.

Wie wir sehen, beherrscht Ahmadineschad sein politisches Handwerk – von der Wahlfälschung, zur Folter, zum politischen Mord und zum Militärputsch, aber im Gegensatz zu so manchen verkalkten Turbanträgern nutzt er auch den Spott geschickt für seine Zwecke.

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Iran: 14 Jahre Gefängnis und 90 Peitschenhiebe für Mehdi Chas‘ali http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-14-jahre-gefaengnis-und-90-peitschenhiebe-fuer-mehdi-chasali/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-14-jahre-gefaengnis-und-90-peitschenhiebe-fuer-mehdi-chasali/#comments Mon, 06 Feb 2012 19:35:47 +0000 Administrator Protest Gefängnis Judikative http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-14-jahre-gefaengnis-und-90-peitschenhiebe-fuer-mehdi-chasali/ Mehdi Chas‘ali, der Sohn von Abu l-Qassem Chas‘ali, eines Mitgliedes des Expertenrates und energischen Anhängers von Ahmadineschad und Ajatollah Chamene‘i, wurde jetzt zu 14 Jahren Gefängnis, 10 Jahren Verbannung und 90 Peitschenhieben verurteilt. Mehdi Chas‘ali, der in seinem Weblog vieles über das Innenleben der Islamischen Republik veröffentlicht hat und sich deshalb bei den Herrschenden unbeliebt gemacht hat, steht im Hungerstreik und hat deshalb schon Magenblutungen erlitten. Er ist derzeit im Ewin-Gefängnis in Teheran in Haft.

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Luristan: Bassidschis als Waffenhändler http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/luristan-bassidschis-als-waffenhaendler/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/luristan-bassidschis-als-waffenhaendler/#comments Mon, 06 Feb 2012 19:28:34 +0000 Administrator Milizen (Basiji) Minderheiten http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/luristan-bassidschis-als-waffenhaendler/ Die Region Luristan im Süden des Irans ist bekannt für die dort lebenden Nomadenstämme, für die der Besitz einer Waffe wichtig ist und die für Staatsgrenzen wenig übrig haben. Die ständige Verschlechterung der politischen Lage im Iran führt auch dazu, dass die Menschen sich unsicher fühlen und für die unsichere Zukunft gerüstet sein wollen. Da schlägt die Stunde der Waffenhändler. Das ist freilich nicht so einfach, es sei denn man wird Bassidschi. Wer eine Mitgliedskarte der Bassidschi besitzt, hat nicht nur einen leichteren Zugang zu Jobs im staatlichen Sektor, er bekommt einen höheren Lohn und hat das Recht G3-Gewehre und Kalaschnikoff-Gewehre zu kaufen. Natürlich wird dann auch weiter verkauft. So ist ein Bassidschi unter den Luren nicht unbedingt ein Vertreter des Regimes, sondern jemand, der die Bevölkerung gegen Möchtegern-Herrscher aller Art aufrüstet. Ob sich dann allerdings unter diesen Aufgerüsteten wiederum Möchtegern-Herrscher finden, wird die Zukunft weisen.

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Mitbegründer der Islamischen Republik Iran entschuldigt sich beim Volk http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/mitbegruender-der-islamischen-republik-iran-entschuldigt-sich-beim-volk/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/mitbegruender-der-islamischen-republik-iran-entschuldigt-sich-beim-volk/#comments Mon, 06 Feb 2012 19:16:28 +0000 Administrator Protest Islamismus http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/mitbegruender-der-islamischen-republik-iran-entschuldigt-sich-beim-volk/
Doktor Ahmad-Sadr Hadsch-Seyyed Dschawadi

Doktor Ahmad-Sadr Hadsch-Seyyed Dschawadi, Mitglied des Revolutionsrats und der Provisorischen Regierung nach dem Sturz des Schahs, ein einflussreicher Berater von Ajatollah Chomeini, bereut heute seine Unterstützung für die Gründung der Islamischen Republik. Er bedauert, dass diese drei Jahrzehnte lang dem Volk ihre Herrschaft aufgezwungen hat, und entschuldigt sich beim Volk dafür, dass er bei der Gründung dieses Systems mitgewirkt hat, das dem Volk so viele materielle und moralische Schäden zugefügt hat.

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Iran: Verhaftungswelle in Chusestan http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-verhaftungswelle-in-chusestan/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-verhaftungswelle-in-chusestan/#comments Mon, 06 Feb 2012 17:19:26 +0000 Administrator Gefängnis Folter Minderheiten http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-verhaftungswelle-in-chusestan/
Ahwas – das Zentrum der Araber im Iran und Erdölregion

Ebenfalls im Westen des Irans, aber viel weiter im Süden, in den von Arabern besiedelten Gebieten, haben vor zwei Wochen ebenfalls umfangreiche Verhaftungen begonnen. Sie richteten sich gegen Personen, die im Zusammenhang mit den bevorstehenden Parlamentswahlen Parolen zum Boykott der Wahlen an die Wände schrieben. Die ersten Verhaftungen begannen in der Stadt Schusch.
Nach Angaben von Hamed Kanani, einem Mitglied der Menschenrechtsorganisation von Ahwas, wurden in den letzten zwei Wochen in Schusch, Hamidije und Ahwas mindestens 49 Aktivisten verhaftet, drei von ihnen wurden in der Haft zu Tode gefoltert. Die Opfer: Nasser Albuschuke Darafschan, Mohammad Ka‘bi und Resa Maghamessi.
Resa Maghamessi wurde im Gefängnis von Desful zu Tode gefoltert. Die Angehörigen des 20-jährigen Nasser Albuschuke Darafschan, der in der Naderi-Strasse in Ahwas verhaftet worden war, erfuhren zwei Tage später von den „Sicherheitsorganen“, dass Nasser im Gefängnis ums Leben gekommen sei.
Im Fall von Mohammad Ka‘bi weigerten sich die Behörden, den Angehörigen den Leichnam auszuhändigen, sie sagten nur: „Behaltet es für Euch, Ihr Kind haben wir selber begraben, die Sache ist damit erledigt.“
Zu den Verhafteten gehören auch Schuldirektoren sowie ein Pasdar-Offizier im Ruhestand.
Die ganze Region ist inzwischen militarisiert, es herrscht ein nicht verkündeter Ausnahmezustand.

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Iran: Verhaftungswelle gegen aserbaidschanische Gewerkschafter, Umweltschützer, Künstler und Studenten http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-verhaftungswelle-gegen-aserbaidschanische-gewerkschafter-umweltschuetzer-kuenstler-und-studenten/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-verhaftungswelle-gegen-aserbaidschanische-gewerkschafter-umweltschuetzer-kuenstler-und-studenten/#comments Mon, 06 Feb 2012 16:55:22 +0000 Administrator StudentInnen Gefängnis Arbeitskampf Judikative Gewerkschaft Minderheiten http://alischirasi.blogsport.de/2012/02/06/iran-verhaftungswelle-gegen-aserbaidschanische-gewerkschafter-umweltschuetzer-kuenstler-und-studenten/
Zentralgefängnis von Tabris

In den nordwestlichen Provinzen des Irans wurden in den letzten Tagen zahlreiche Vertreter der aserbaidschanischen Kulturbewegung verhaftet. Betroffen sind Studentinnen und Studenten, JournalistInnen, Gewerkschaftsmitglieder und KünstlerInnen. Ein Teil der Verhafteten wurde zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt.

Inhaftierung des Journalisten und Webloggers Ebrahim Raschidi

Der Verein zur Verteidigung der aserbaidschanischen politischen Gefangenen im Iran berichtete über die Inhaftierung des Journalisten und Webloggers Ebrahim Raschidi, sowie einer Reihe von Studenten der Hochschule von Tabris.
Dschalal Ebrahim, der Bruder von Ebrahim Raschidi, erklärte in einem Interview gegenüber dem Sender Radio Farda, dass sein Bruder seit 13 Tagen im Hungerstreik steht. Er protestiert damit gegen seine Inhaftierung, für die bis heute keine Begründung gegeben wurde. Die Anklage gegen ihn ist ihm unbekannt. Als Dschalal Ebrahim und ein älterer Bruder sich wegen einer Besuchserlaubnis an das Revolutionstribunal von Tabris wandten, wurden sie dort mit groben Worten abgewiesen.

23,5 Jahre Gefängnis gegen Gewerkschafter
Laut einer weiteren Meldung wurden Sasan Wahebiwasch, Mohammad Dscharrahi, Schahroch Samani und Nima Purya‘qub, die im Nordwestiran in der Arbeiterbewegung aktiv sind, von der 1. Kammer des Revolutionstribunals Tabris zu 23,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihr Anwalt Naqi Mahmudi, der vor ein paar Monaten in die Türkei fliehen konnte, erklärte, dass die Verurteilten nichts anderes wollten als eine Gewerkschaft zu gründen. Sie wurden verhaftet, bevor sie überhaupt die Gründung durchführen konnten. Der Vorwurf: Delikte gegen die Sicherheit des Landes, Propaganda gegen das herrschende System und Mitgliedschaft in Gruppierungen, die die Sicherheit des Landes beeinträchtigen wollen.

Komponisten für den austrocknenden Urmiasee vor Gericht
Vier Künstler, darunter Meister Hassan Demirtschi, wurden unter dem Vorwurf, eine Hymne über den austrocknenden Urmiasee verfasst und die Musik dazu geschrieben zu haben, vom Revolutionstribunal Tabris verurteilt. Das Urteil ist allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Der geflohene Anwalt Naqi Mahmudi erklärte, dass sowohl die Umstände der Verhaftung wie auch die Gefängnisse, in denen die Künstler untergebracht seien, unter jeder Würde seien.
Weitere Aktivisten wurden zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil sie gegen die Verhaftungen vom September 2011 im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen das Austrocknen des Urmiasees protestiert und Poster dazu verbreitet hatten.

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Streik der LKW-Fahrer für Baumaterialien in Teheran http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/streik-der-lkw-fahrer-fuer-baumaterialien-in-teheran/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/streik-der-lkw-fahrer-fuer-baumaterialien-in-teheran/#comments Tue, 31 Jan 2012 20:50:58 +0000 Administrator Arbeitskampf Ökonomie http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/streik-der-lkw-fahrer-fuer-baumaterialien-in-teheran/ Die Fahrer der LKWs für Baumaterialien in Teheran streiken seit einigen Tagen. Sie haben ihre Arbeit niedergelegt, um der Forderung nach einer Verdoppelung ihres Lohns Nachdruck zu verleihen. Sie begründen das mit den rasant steigenden Lebenshaltungskosten.

Selbst die Unternehmer leiden derzeit unter der Inflation, verbunden mit Festpreisen in bestimmten Segmenten. So weigern sich viele, ihre Ware zu den von der Regierung vorgeschriebenen Preisen zu verkaufen.

Einige LKW-Fahrer waren in den letzten Tagen mit privaten Autos unterwegs, um den Streik auch gegen Streikbrecher durchzusetzen. Es wurden die Windschutzscheiben der LKWs eingeworfen, die sich nicht an den Streik hielten. Die Lastwägen dürfen in Teheran grundsätzlich nur in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens fahren.

Nicht nur die Transporte von Baumaterialien waren durch den Streik betroffen. Auf vielen Baustellen konnten auch andere Maschinen nicht betrieben werden, weil die Baumaterialien fehlten.

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Chomeini: Lügen ist die höchste Pflicht http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/chomeini-luegen-ist-die-hoechste-pflicht/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/chomeini-luegen-ist-die-hoechste-pflicht/#comments Tue, 31 Jan 2012 17:17:56 +0000 Administrator Religionsführer Islamismus http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/chomeini-luegen-ist-die-hoechste-pflicht/ Als die Revolution gerade den Schah vom Thron gefegt hatte – das war im Jahr 1979 – und Ajatollah Chomeini die Macht ergriffen hatte, trat er im Fernsehen mit folgender Aufforderung an die Öffentlichkeit: „Bespitzelt eure Nachbarn und Familienangehörige, und wenn sie gegen die Islamische Republik sind, verratet sie der Polizei.“
Darauf schrieb Mehdi Basargan, damals noch iranischer Premierminister, einen offenen Brief an Ajatollah Chomeini. Darin fragte, wo im Iran denn geschrieben stehe, dass man seine Nächsten bespitzeln und ausspionieren solle. Das sei nicht das, was er über den Islam gelernt habe. Ajatollah Chomeini erwiderte darauf unter Berufung auf seine Position als „Oberster Rechtsgelehrter“ und „Vertreter Gottes auf Erden“, wenn es dem Islam diene, sei alles gerechtfertigt. Dann sei sogar „Lügen die höchste Pflicht“.

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Würzburg: Unmenschliches Asylverfahren treibt Iraner in den Tod http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/wuerzburg-unmenschliches-asylverfahren-treibt-iraner-in-den-tod/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/wuerzburg-unmenschliches-asylverfahren-treibt-iraner-in-den-tod/#comments Tue, 31 Jan 2012 17:03:00 +0000 Administrator Protest http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/wuerzburg-unmenschliches-asylverfahren-treibt-iraner-in-den-tod/ Wie die Mainpost am 31.01.2012 aus Würzburg berichtet, hat sich im Flüchtlingsheim in Würzburg in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein iranischer Flüchtling erhängt. Der Journalist der Zeitung hat offensichtlich wenig Kontakt mit Flüchtlingen, sonst wüsste er, wie zermürbend das endlose Warten auf eine Antwort über das Asylverfahren ist und wie demütigend die Behörden in den Details sein können. Das ist selbst für gesunde Menschen schwer auszuhalten, für Menschen, die eine belastende Vorgeschichte haben, kann es tödlich sein. Da der Gesetzgeber in Deutschland seit 1978 ständig neue Gesetze über die Asylanten beschließt, kann man nicht behaupten, dass es keine Gelegenheit gegeben hätte, die Verfahren menschlicher zu gestalten.

Da die Autorenrechte am Artikel der Zeitung „Mainpost“ gehören, ist hier nur der Link zum Artikel wiedergegeben:

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Selbstmord-in-Asylheim-Trauer-um-Fluechtling;art735,6588549

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Iran: Justizmord an einem Sportler http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/iran-justizmord-an-einem-sportler/ http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/iran-justizmord-an-einem-sportler/#comments Tue, 31 Jan 2012 16:49:07 +0000 Administrator Hinrichtung Gefängnis Folter Judikative http://alischirasi.blogsport.de/2012/01/31/iran-justizmord-an-einem-sportler/
Heute wurde Hassan Armin (auch unter dem Namen Hassan Mafi) in Karadsch gehenkt. Hassan Armin war Trainer für Kik-Boxen, unterrichtete Kampfsportarten und war für seine speziellen Kampftechniken bekannt. Auch er gehörte zu den Menschen, die nach Ahmadineschads Wahlfälschung im Juni 2009 auf die Straße gingen und protestierten.
Die Behörden setzten eine getarnte Polizistin auf ihn an, um ihn zu verhaften, aber er merkte es und konnte entkommen. Darauf wählten die Staatsorgane eine andere Taktik. In Karadsch gab es eine Reihe von nicht aufgeklärten Vergewaltigungen und Morden, die in der Bevölkerung ein Gefühl der Unsicherheit erzeugten und der Polizei den Vorwurf der Unfähigkeit eintrugen.
Diese Taten wurden nun Hassan Armin angehängt. Damit die Frauen, die den Vergewaltiger gesehen hatten, ihn belasteten, wurden sie verhaftet und von den Verhörbeamten gezwungen, Hassan Armin zu belasten. Hassan Armin wurde ebenfalls verhaftet, und die Verhörbeamten misshandelten ihn so brutal, dass sein Rückenmark geschädigt wurde und er infolge dieser Verletzungen gelähmt war. So kam es, dass Hassan Armin wegen Mordes und Vergewaltigung zum Tode verurteilt wurde.
Der Zufall wollte es aber, dass die Polizei in Karadsch einen Minibusfahrer verhaftete, der die besagten Vergewaltigungen gestand. Die Behörden und Gerichte zogen daraus aber nicht die Konsequenz, den zu Unrecht Verurteilten freizulassen und die Beamten vor Gericht zu stellen. Sie steckten den geständigen Täter ins Gefängnis und vollstreckten die Hinrichtung so rasch wie möglich.
Heute wurde Hassan Armin an einem öffentlichen Platz in Karadsch gehenkt.

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