Suchergebnisse für 'Narges Mohammadi'

Iran: Kinderbesuch im Gefängnis


vor dem Ewin-Gefängnis

Die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi berichtet in einem Brief aus dem Ewin-Gefängnis, den die Webseite des Vereins der Menschenrechtsverteidiger veröffentlichte, wie es inhaftierten Müttern ergeht, die noch kleine Kinder haben. Im Ewin-Gefängnis dürfen sie einmal pro Woche mittwochs für eine Stunde den Besuch ihres Kindes empfangen. Der Besuch erfolgt unter den Augen von Wärtern und Gefängniskameras. Die Angehörigen übergeben das Kind den Wärtern, diese bringen es in den Gesprächsraum, wo die Mutter auf das Kind wartet. Manche Kinder haben beide Elternteile im Gefängnis und pendeln von einem Besuch zum andern. Besonders kleine Kinder verlieren die Gefühlsbeziehung zu ihrer Mutter und haben dann andere Menschen als Bezugsperson.
Die eindrückliche Schilderung von Narges Mohammadi zeigt einmal mehr, dass das Gefängnis nicht nur eine Strafe für die Inhaftierten, sondern auch für die Angehörigen darstellt.
http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/67804/
vom 18. Bahman 1395 (6. Februar 2017)
gozareshe nargese mohammadi az yek ruze bande zanane zendane ewin

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Iran: Geballte Opposition gegen Unrechtsjustiz


Narges Mohammadi

In der vergangenen Woche haben sich eine größere Zahl bekannter iranischer Oppositioneller in der Wohnung von Keywan Samimi versammelt, der selbst lange Jahre als politischer Gefangener in Haft war. Unter den Teilnehmern befand sich unter anderem auch Lotfollah Meythami, einer der Begründer der Revolutionswächter, der später in die Reihen der Kritiker des Regimes übergewechselt ist, alle Privilegien verloren hat und jetzt die Zeitschrift Tscheschm-Andas (Perspektive) herausgibt, in der auch Narges Mohammadi immer wieder veröffentlicht hat.


Die Teilnehmer besprachen, wie sie – auch auf juristischen Wegen – gegen das Willkürurteil von 16 Jahren Gefängnis für Narges Mohammadi vorgehen kommen. Es sind viele Menschen mit politischer und Gefängniserfahrung dabei, die wissen, wie man in diesem Land kämpft. Angesichts der eingeleiteten Demontage des Oberhaupts der Justiz – Ajatollah Sadeq Laridschani, der mit einem Kontoguthaben von umgerechnet 250 Millionen Euro zu den großen Dieben des Landes gerechnet werden darf, kann es durchaus sein, dass sie Erfolg haben, das Urteil gegen Narges Mohammadi zu kippen.


das Gesicht der wahren Opposition im Iran

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65809/
vom 7. November 2016
e°teraz be hokme sangin baraye narges mohammadi

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Iran: 17 Abgeordnete fordern erneut Überprüfung der Verurteilung von Narges Mohammadi

Wie berichtet, war die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Dagegen hatten eine Reihe von Abgeordneten des iranischen Parlaments protestiert. Sie forderten eine Revision des Urteils. Darauf hatte der Generalstaatsanwalt den Abgeordneten Unwissenheit vorgeworfen. Er erklärte, dass die Tatsache, dass der Staat die Vorwürfe gegen die Verurteilte nicht publik mache, nicht bedeute, dass sie nichts getan habe.
Die Abgeordneten protestierten in einem erneuten Brief gegen die Unterstellung, sie hätten den Brief unterschrieben, ohne den Fall genauer zu kennen. Sie forderten erneut eine Revision des Falls, da sie der Überzeugung seien, dass die Verurteilung vor allem zur Abschreckung von Kritikern diene. Sie forderten die Justiz darüber hinaus auf, konkret zu benennen, was Narges Mohammadi denn angeblich getan habe, dass die Sicherheit des Staates bedroht sei.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65784/
vom 6. November 2016
dadsetane kolle keshwar dar bareye parwandeye narges mohammadi touzih dahad

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Iran: Narges Mohammadi wehrt sich gegen Verleumdung


Narges Mohammadi mit ihren Kindern, die jetzt zusammen mit dem Ehemann von Narges Mohammadi ins Ausland fliehen mussten

Wie berichtet, haben eine Reihe von Abgeordneten des iranischen Parlaments kürzlich gefordert, dass im Fall der Menschenrechtlerin Narges Mohammadi, die von der Berufungsinstanz zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, das Verfahren wieder aufgenommen werden soll. Der Justizsprecher und Generalstaatsanwalt Mohsen Esche’i, früher Geheimdienstminister unter Präsident Ahmadineschad, hat daraufhin dem Parlament vorgehalten, es habe sich in Justizangelegenheiten nicht einzumischen. Außerdem erging er sich in Andeutungen, um Narges Mohammadi zu diskreditieren. Diese hat darauf aus dem Gefängnis mit einem offenen Brief geantwortet, in dem sie den kriminellen Machthabern des Landes die Leviten liest und darauf hinweist, dass sie nichts zu verbergen habe. Sie habe im Prozess stets gefordert, dass die Vorwürfe öffentlich gemacht werden und in den iranischen Medien bekannt gegeben werden. Es sei die Justiz, der ja auch der Justizsprecher angehöre, die darauf bestanden habe, das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuwickeln.
Eine mutige Antwort.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/65451/
Mon, 24.10.2016, 11:55
pasoxe nargese mohammadi be ezharate dadsetane kolle keshwar

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Iran: Parlamentsabgeordnete gegen Verurteilung von Narges Mohammadi


Narges Mohammadi mit ihren Kindern. Ihre Kinder und ihr Mann mussten nach Europa fliehen.

Wir hatten von der Verurteilung der iranischen Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi berichtet, die zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Jetzt haben mindestens 15 Abgeordnete des iranischen Parlaments, darunter Ali Motahhari, das Urteil kritisiert und erklärt, dass dieses Urteil nur dazu diene, den Preis für vernünftige Kritik möglichst hoch anzusetzen. Sie fordern in einem offenen Brief an den Obersten Justizrat des Landes die Aufhebung des Urteils und eine erneute Revision. Die Abgeordneten weisen auch darauf hin, dass Narges Mohammadi dringend eine angemessene medizinische Behandlung benötigt. Eine Kopie des offenen Briefs liegt uns nicht vor, daher lässt sich derzeit auch nicht feststellen, wie viele Abgeordnete sich insgesamt an diesem Protest beteiligt haben.
Dennoch ist es ein erfreuliches Zeichen, dass der Protest selbst dieses Gremium erreicht hat, das aus vom Wächterrat handverlesenen Kandidaten besteht.

http://www.radiofarda.com/a/f7-iranian-mps-call-for-reconsideration-of-narges-mohammadi-case/28057225.html
vom 25. Mehr 1395 (16. Oktober 2016)
darxaste nemayandegane majles baraye naqze hokm wa residegiye mojaddad be parwandeye narges mohammadi

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Treffen von Angehörigen von Politischen Gefangenen – Protest gegen unrechtmäßige Urteile

Letzten Freitag, den 30. September 2016, trafen sich die Angehörigen von Politischen Gefangenen in Teheran, spendeten sich gegenseitig Trost und bestärkten Ihre Forderungen nach der Freilassung ihrer Verwandten.


„Freiheit für die Politischen Gefangenen“

Die Initiative ging von Mansure Bekish aus. Sie wollte die Angehörigen von mehreren Politischen Gefangenen besuchen und ihnen ihr Beileid ausdrücken. Anlass war die jetzt von einem Revisionsgericht bestätigte Verurteilung von Narges Mohammadi zu 16 Jahren Haft.

Ihre erste Station war die Familie von Simin Ivazzadeh, die zur Zeit noch aufgrund einer Bürgschaft zu Hause weilen kann. Simin ist bereits von dem zweiten Gericht zu 7 Jahren Haft verurteilt worden, nachdem sie vorher 17 Monaten lang Untersuchungshaft, strengen Verhören und auch Folter ausgesetzt gewesen war.

Mansure Bekish hielt hier eine Rede in der sie die Verurteilungen scharf kritisierte. Sie sagte, dass sie alle nie gedacht hätten, dass die Revisionsgerichte die übermäßig harten Urteile der Erstinstanz bestätigen würden. Sie waren vielmehr davon ausgegangen, dass die Angeklagten entweder freigelassen oder nur zu sehr viel kleineren Haftstrafen verurteilt würden.

Abschließend erklärte sie, dass sie die Urteile nicht akzeptierten und dass sie weiter dagegen protestieren würden. Sie würden sich weiter für Menschenrechte einsetzen und alle Menschrechtsinstititionen in der ganzen Welt anschreiben, um Unterstützung für ihre Ziele zu erlangen.

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Irans Killerjustiz: 16 Jahre Gefängnis für Narges Mohammadi


Narges Mohammadi

Narges Mohammadi ist die stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Menschenrechtsverteidiger (Kanun-e Modafe°an-e Hoquq-e Bashar) und Aktivistin der Kampagne Legam (Zügel), die für eine schrittweise Abschaffung der Todesstrafe im Iran eintritt.
Die 36. Kammer des Revisionsgerichts der Region Teheran, die ihren Sitz am Revolutionstribunal hat, hat am Mittwoch, den 28.09.2016, das Urteil der Vorinstanz gegen die iranische Menschenrechtlerin Narges Mohammadi in vollem Umfang bestätigt. Die Vorinstanz hatte unter dem Vorsitz des berüchtigten Richters Salawati im Mai dieses Jahres Narges Mohammadi wegen „Verbrechen gegen die Staatssicherheit“ und „Propaganda gegen das System“ zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Grund für die Anklage ist ihr aktiver Einsatz gegen die Todesstrafe im Iran und ihr Treffen mit der EU-Außenministerin Catherine Ashton im März 2014, wie Amnesty International über sie schreibt.

Man darf gespannt sein, ob kritischer Dialog in den sich selbst so demokratisch präsentierenden Staaten Westeuropas nur bedeutet, dass man Kaffekränzchen mit Folterern wie Mahmud Ahmadineschad oder Sa‘id Mortasawi pflegt und dann untätig zuschaut, wie diejenigen, die den Dialog mit Leben erfüllen, im Gefängnis umkommen. Denn dass Narges Mohammadi die Strafe nicht überleben kann, ist klar. Sie leidet an einer Lungenerkrankung (Blutklumpen in der Lunge) und an einer Nervenerkrankung, die im Gefängnis nicht behandelt wird und zu Anfällen und Lähmungserscheinungen führt.

Quellen:

http://news.gooya.com/politics/archives/2016/09/218072.php
vom 7. Mehr 1395 (28.09.2016)
16 sal-e habs-e ta°ziri baraye narges mohammadi

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/64801/
iran-emrooz.net | Wed, 28.09.2016, 9:51

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2016/09/iran-shameful-16-year-sentence-for-narges-mohammadi-a-devastating-blow-to-human-rights/
28 September 2016, 15:41 UTC
https://www.amnesty.org/en/latest/news/2016/05/iran16-year-sentence-against-critically-ill-human-rights-defender-signals-all-out-repression/
19 May 2016, 17:28 UTC

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Iran: Narges Mohammadi – Hungerstreik beendet

Narges Mohammadi, die Vize-Vorsitzende des Vereins der Menschenrechtsverteidiger im Iran, hatte nach 20 Tagen Hungerstreik endlich Erfolg. Ihr wurde erlaubt, aus der Haft mit ihren kleinen Kindern zu telefonieren.
Die Nachricht stammt von ihrem Mann, Taqi Rahmani. Zahlreiche iranische Bürgerinnen und Bürger hatten die Forderung von Narges Mohammadi durch Briefe an den Chef der iranischen Justiz, Sadeq Laridschani, unterstützt. Insofern ist dies auch ein kleiner Erfolg der Zivilgesellschaft.

http://www.radiofarda.com/a/f2-iran-narges-mohammadi-ended-hunger-strike-upon-talking-to-kids/27862173.html
vom 26. Tir 1395 (16.07.2016)

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Tweet-Sturm für Narges Mohammadi

Die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi ist seit 15 Tagen im Hungerstreik. Im Internet tobt mittlerweise ein sog. tweetstorm, bei dem hundertausende Benutzer des Kurznachrichtendienstes twitter sich für sie und ihre Forderung, mit ihren Kindern telefonieren zu können, einsetzen.

Die Nachricht ihres Hungerstreiks verbreitete sich in Windeseile über das Internet. Immer mehr Menschen erfuhren von Narges Mohammadi, vom Grund für ihre Inhaftierung und dem Verbot mit ihren Kindern zu telefonieren. Die Nachricht wurde nicht nur in Blogs und Nachrichtendiensten verbreitet sondern auch per twitter.com. Dort wurde tausende Tweets mit dem Hashtag #freenarges versehen und immer wieder in dem sozialen Netzwerk weitergeleitet.

Interessanterweise stammen über 41% der tweets aus dem Iran und das obwohl der iranische Staat versucht, Soziale Dienste wie twitter zu blockieren und obwohl das iranische Internet extrem langsam ist.

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Narges Mohammadi tritt in den Hungerstreik

Am Montag, den 27.6.2016 ist die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi, die gegenwärtig im Ewin-Gefägnis in Teheran inhaftiert ist, in den Hungerstreik getreten.


Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi mit ihren Kindern

In einem offenen Brief hat sie die Gründe dafür erklärt. Sie fordert seit langer Zeit die Erlaubnis der Gefängnisverwaltung und der Justizbehörden, mit ihren Kindern in Kontakt treten zu können, und sei es nur per Telefon. Dieses Recht wird ihr verwehrt.

Ihre Kinder leben mit ihrem Mann zusammen im französischen Exil. Das Telefon ist die einzige Möglichkeit, mit ihren Kinder in Kontakt zu treten. Sie schreibt, dass das keine große Forderung sei, dass es nicht gegen das Gesetz oder irgendwelche Sicherheitsbestimmungen verstoße, mit ihren Kindern zu telefonieren. Es sei das gute Recht einer Mutter.

Narges Mohammadi hat vor ihrer jüngsten Festnahme im Mai 2015 als Vizepräsidentin für das Zentrum zur Verteidigung der Menschenrechte gearbeitet. Das ist das Institut der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi.

Weitere Artikel zu Narges Mohammadi in diesem Blog

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Iran: „Trockener Hungerstreik“ eines inhaftierten Journalisten

Der iranische Journalist Ehsan Masandarani, der im Gefängnis sitzt und einen Hungerstreik eröffnet hatte, hat am Sonntag, den 5. Juni 2016, wegen der demütigenden und beleidigenden Behandlung durch die Gefängnisbehörden und aus Protest gegen die Schläge, die er im Krankenhaus erhalten hat, einen „trockenen Hungerstreik“ eröffnet, bei dem er auch keine Flüssigkeit zu sich nimmt.
Ehsan Masandarani war vergangenen Dienstag ins Sina-Krankenhaus in Teheran verlegt worden, weil er an einer Entzündung der Speiseröhre, der Lunge und der Därme litt. Im Krankenhaus wurde er von von seiner Schwester und der 11-jährigen Tochter seiner Schwester besucht. Der bewachende Pasdar beleidigte darauf die Anwesenden und vertrieb die Besucherinnen mit den Worten, sie seien keine Verwandten ersten Grades. Bei der Gelegenheit „beschlagnahmte“ der Revolutionswächter auch gleich das I-Pad des 11-jährigen Mädchens. Aus Protest gegen dieses Verhalten erklärte Ehsan Masandarani, er wolle ins Gefängnis zurück, und versuchte, sich im Bett aufzurichten. Der Pasdar stürzte sich darauf auf ihn und drückte so fest auf den rechten Arm des Patienten, an dem eine Infusionslösung angeschlossen war, dass Ehsan Masandarani ohnmächtig wurde.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=110134
vom 17. Chordad 1395 (6. Juni 2016)
ehsan mazandarani, ruznamenegare zendani, e°lame e°tesabe ghad_a’iye xoshk kard
(tamase telefoni ahmade montazeri ba xanewadeye nargese mohammadi)

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Iran: Rachejustiz


Catherine Ashton (links) mit Narges Mohammadi (rechts außen) und Gouhar Eschqi, die Mutter von Satar Beheschti, ein an staatlicher Folter gestorbener Blogger (zweite von rechts)

Am 8. März 2014, dem Internationalen Tag der Frau, hatte Catherine Ashton, die damalige Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, bei einem Besuch in Teheran auch mehrere iranische Menschenrechtsaktivistinnen getroffen, darunter Narges Mohammadi. Narges Mohammadi war nach den Protesten gegen die Wahlfälschung vom Juni 2009 zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie war in Haft schwer erkrankt und litt unter anderem an Muskellähmung.

Beim Treffen mit der „EU-Außenministerin“ nahm sie kein Blatt vor den Mund. Dafür, dass die österreichische Botschaft in Teheran das Treffen vermittelt hatte, wurde ihr eine „Protestkundgebung von Studenten“ angedroht, eine der Varianten, mit der das Regime die Unverletzlichkeit der Botschaften angreift. Die Methoden im Iran reichen dabei von Geiselnahme über Gewalttätigkeiten bis zu Brandstiftung, wie zuletzt bei den Vertretungen von Saudiarabien in Maschhad und Teheran.

Jetzt hat die iranische Justiz mit einem sehr bekannten Namen wieder zugeschlagen. Das Revolutionstribunal Teheran unter dem Vorsitz von Richter Salawati hat Narges Mohammadi jetzt wegen „Gründung der Kampagne Legam“ (was sachlich falsch ist), wegen „Bildung einer Vereinigung und kriminelle Tätigkeit gegen das System“ und wegen „Propaganda gegen das System“ zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt.
Man darf gespannt sein, wie die EU reagiert.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=109272
vom 03. Chordad 1395 (23. Mai 2016)
enteqam az narges mohammadi baraye didar bo katrin eshton


Aufruf


Wir rufen alle fortschriftlichen Menschen dazu auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Narges Mohammadi einzusetzen. Leiten Sie diese Nachricht in Ihrem Bekanntenkreis weiter, informieren Sie sich selbst und andere über die lebensbedrohliche Situation von Narges Mohammadi. Schreiben Sie Briefe an den Religionsführer Ali Khamenei, den Chef der Justiz Sadegh Larijani, den iranischen Staatspräsidenten Hassan Rouhani und an Ali Majedi, den Leiter der iranischen Botschaft in Berlin.

RELIGIONSFÜHRER
Ayatollah Sayed ‚Ali Khamenei
The Office of the Supreme Leader, Islamic Republic Street – End of Shahid Keshvar Doust Street
Tehran, IRAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: info_leader@leader.ir
Twitter: @khamenei_ir

OBERSTE JUSTIZAUTORITÄT
Ayatollah Sadegh Larijani
[c/o] Public Relations Office
Number 4, 2 Azizi Street intersection
Tehran, IRAN
(korrekte Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: info@dadiran.ir
(Betreff: FAO Ayatollah Sadegh Larijani)

KOPIEN AN
PRÄSIDENT
Hassan Rouhani
The Presidency
Pasteur Street
Pasteur Square
Tehran, IRAN
E-Mail: media@rouhani.ir
Twitter: @HassanRouhani (Englisch) und
@Rouhani_ir (Persisch)

BOTSCHAFT DER ISLAMISCHEN REPUBLIK IRAN
S.E. Herr Ali Majedi
Podbielskiallee 65-67
14195 Berlin
Fax: 030-8435 3535
E-Mail: iran.botschaft@t-online.de oder info@iranbotschaft.de

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Iran: Staat verhindert ärztliche Behandlung


Rechtsanwältin Narges Mohammadi

Die Rechtsanwältin Narges Mohammadi, eine bekannte iranische Menschenrechtsaktivistin, wird derzeit aus politischen Gründen im Ewin-Gefängnis in Haft gehalten. Aufgrund von Muskellähmungen wurde sie vergangenen Samstag ins Taleqani-Krankenhaus in Teheran eingeliefert. Dort wurde eine Eingangsuntersuchung vorgenommen. Die Ärzte kamen zum Schluss, dass Narges Mohammadi dabehalten werden müsse, damit sie von einem Spezialisten untersucht werden könne. Die Gefängnisbehörden ignorierten den ärztlichen Beschluss und verlegten Frau Narges Mohammadi noch am Sonntag wieder ins Ewin-Gefängnis zurück.

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Iran: Frauen unterstützen Narges Mohammadi


Im Haus der Familie von Narges Mohammadi versammelt

Trotz allem Gerede von Reformen macht das islamistische Regime im Iran nach wie vor politische Gefangene. So wurde jüngst die Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi inhaftiert und ins Ewin-Gefängnis gebracht. Am 20. Mai 2015 versammelten sich nun die Vertreterinnen verschiedener Frauengruppen des Irans in der Wohnung der Familie von Narges Mohammadi, um gegen die Inhaftierung zu protestieren und der Familie ihre Unterstützung zu bekunden.

Auf der Versammlung sprach unter anderem Gouhar Eschqi, die bei der Verhaftung von Narges Mohammadi anwesend war. Das Vorgehen der Beamten war für sie so schrecklich, dass sie später ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Gouhar Eschqi ist die Mutter von Sattor Beheschti, der in Haft zu Tode gefoltert wurde. Sie ist seitdem aktiv, damit die wahren Täter bestraft werden. Auf der Versammlung war auch Fa‘ese Haschemi, die die Tochter von Ajatollah Haschemi Rafsandschani anwesend.

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Sitzstreik für die Freilassung von Narges Mohammadi angekündigt

Bei der Festnahme von Narges Mohamadi war die Mutter des im Polizeigewahrsam gefolterten und getöteten Bloggers Satar Beheshti anwesend.

Sie musste aus erster Hand miterleben, mit welcher Brutalität die Sicherheitskräfte bei der Festnahme der Menschenrechtsaktivistin vorgingen.

Aufgebracht rannte sie laut rufend auf die Straße und kündigte an, sogleich zum Ewin Gefängnis zu gehen und dort einen Sitzstreik für die Freilassung von Narges Mohammadi zu beginnen.

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