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Iran Journal: Eine deutschsprachige Nachrichtenseite über den Iran

Wir haben in der letzten Zeit Artikel der Webseite iranjournal.org direkt übernommen. Das war nicht ganz korrekt, zumal nicht immer ein vollständiger Link angegeben war. In Zukunft werden wir das so handhaben, dass wir einfach den Link veröffentlichen, wenn ein interessanter Artikel über ein Thema erschienen ist, über das wir nicht berichtet haben.
So oder so, dürfte es auch unsere LeserInnen interessieren, wer Iran Journal macht und wer die Seite finanziert.
Iran Journal stellt sich selbst als Projekt des Vereins Transparency for Iran vor. Zum Thema Förderung schreibt die Zeitung:
„Die Redaktion von Transparency for Iran (TFI) wurde bisher durch institutionelle Fördergelder finanziert.“ Um das Fortbestehen der Redaktion weniger von großen Geldgebern abhängig zu machen, wirbt sie um Fördermitglieder. Die RedakteurInnen der Zeitung erhalten kleinere Honorare als üblich, aber es ist kein rein ehrenamtlicher Journalismus, was den Geldbedarf für so ein Projekt erhöht.
Am Fuß dieser Seite ist zu lesen:
In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung e.V.
http://iranjournal.org/foerderung

Die Redaktion von Iran Journal besteht laut eigenen Angaben aus folgenden Personen:
Iman Aslani (Pseudonym) / Autor
Arbeitet als Journalist hauptsächlich für persischsprachige Medien.

Mehran Barati / Autor
Publizist. Politischer Analyst. Einer der renommiertesten Iran-Experten.

Nasrin Bassiri / Autorin
Freie Journalistin und Buchautorin. Schreibt für deutsche und persischsprachige Medien außerhalb des Iran.

Yasmin Khalifa / Autorin
Freie Journalistin und Filmschaffende.

Sepehr Lorestani (Pseudonym) / Autor
Journalist. Schreibt unter einem anderen Namen für nicht-staatliche Zeitungen im Iran.

Mahindokht Mesbah / Autorin
Freie Journalistin. Schreibt für persischsprachige Medien außerhalb des Iran, u. a. für die Deutsche Welle.

Farhad Payar / Redaktionsleiter
Freier Journalist, Theater- und Filmschaffender. Leitet die Redaktion von Iran Journal seit dem 1. August 2011 und ist inhaltlich verantwortlich gemäß §55 Abs. 2 RStV.

Ali Sadrzadeh /Autor
Journalist und Nahostexperte. Jahrelanger Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks.

Mina Tehrani (Pseudonym) / Autorin
Journalistin. Schreibt unter anderen Namen für persischsprachige Medien innerhalb und außerhalb des Iran.

Alke Wierth / Lektorin
Journalistin. Arbeitet u. a. als freie Redakteurin für Bildung und Migration im Berlin-Teil der taz.

http://iranjournal.org/redaktion-geschaftsstelle

Über den Vorstand des Trägervereins des Iran Journal, Transparency for Iran, gibt die Zeitung folgendes an:

Der Vorstand des Vereins Transparency for Iran e. V. (Träger des Iran Journal)

Ali Samadi Ahadi
1. Vorsitzender, Jahrgang 1972, ist freier Regisseur und Autor. 1985 floh er aus dem Iran. Er studierte Film und Fernsehen in Kassel und Sozialwissenschaften in Hannover. Für seine Dokumentation Lost Children über das Schicksal von Kindersoldaten erhielt Ali Samadi Ahadi 2006 den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Seine 2009 erschienene Culture-Clash-Komödie Salami Aleikum gewann den Preis der deutschen Filmkritik als „Bestes Spielfilmdebüt“. Unter dem Eindruck der iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 entstand im folgenden Jahr die mit dem Grimme Preis ausgezeichnete Dokumentation Iran: Elections 2009. Die Kinoversion The Green Wave wurde mit dem Deutschen Menschenrechtsfilmpreis und dem UNICEF Filmpreis ausgezeichnet.
Kontakt: ali.samadi@transparency-for-iran.org

Dr. Nasrin Bassiri
2. Vorsitzende, Jahrgang 1945, ist promovierte Politikwissenschaftlerin. Sie ist Frauenrechtsbeauftragte an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften in Graz, kehrte Sie 1979 nach Teheran zurück, unterrichtete an der Teheraner Universität und engagierte sich in zahlreichen Frauenrechtsorganisationen. 1983 floh Sie aus dem Iran. Sie hat an mehreren Berliner Hochschulen unterrichtet, und ihr ehrenamtliches Engagement in Sachen Frauenrechte und Flüchtlingshilfe in zahlreichen Berliner Einrichtungen fortgesetzt. Sie hat 15 Jahre die persische Sendung beim rbb Radio Multikulti gestaltet und geleitet und ist sonst freiberuflich als Journalistin und Publizistin tätig. Als Buchautorin hat sie sich mit der Lage der Frauen im Iran, und Diskriminierung in Deutschland auseinandergesetzt.
Kontakt: bassiri@transparency-for-iran.org

Dr. Shamim Rafat
Schatzmeister, Jahrgang 1977, ist Executive Director eines Beratungsunternehmens in Berlin. Zuvor war er mehrere Jahre für eine große internationale Unternehmensberatung als Strategieberater im Public Sector tätig und hat Transformationsprojekte für die Bundesregierung betreut. Der Politikwissenschaftler hat an der Freien Universität Berlin studiert und an der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen promoviert. In den letzten Jahren hat er sich verstärkt für die Menschenrechte im Iran eingesetzt und internationale Kampagnen betreut.
Kontakt: rafat@transparency-for-iran.org

Geschäftsstelle

Resa Mohabbat-Kar hat Politik- und Kulturwissenschaften studiert. Er leitet die Geschäftsstelle und ist somit für sämtliche Vereinsangelegenheiten zuständig. Zudem organisiert er die Veranstaltungen von Transparency for Iran.
Kontatk: mohabbat-kar@transparency-for-iran.org

Transparency for Iran
Postfach 040325
10062 Berlin

Der Vorstand von Transparency for Iran arbeitet ehrenamtlich.

http://iranjournal.org/vorstand

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Iran:Die Proteste der Frauen

Quelle: Iran Journal
Ihre Mütter waren Kinder oder Jugendliche, als die Islamische Republik Iran und mit ihr die islamischen Kleidungsvorschriften eingeführt wurden. Die Töchter wurden in das digitale Zeitalter geboren und kennen so neben ihrer eigenen Lebenswirklichkeit auch die weite Welt von Kindesbeinen an. Auch wenn die üblichen Interessenkonflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sie und ihre Mütter trennen: Beide Generationen wollen Gleichstellung und Freiheit. Jüngstes Opfer der Unterdrückung von Frauen im Iran ist ein weiblicher Fußballfan. mehr »

Von Nasrin Bassiri

Die Töchter möchten in Freiheit leben, koste es, was es wolle. Sie verlassen das Land, um zu studieren, flüchten mit oder ohne Erlaubnis ihrer Eltern in eine Partnerschaft ohne Trauschein oder nutzen andere Schlupflöcher, die ihnen noch offen stehen. Partys in Gärten außerhalb der Städte, Kurztrips nach Antalya oder Tiflis, Touristenbusse zu den Sehenswürdigkeiten des Landes, in denen die Vorhänge zugezogen und feuchtfröhlich gefeiert wird. Sie legen ihre Kopftücher ab, lassen sich die Haare scheren und malen oder kleben sich Bärte an, um in Sportstadien zu gelangen. Sie treiben Kampfsport und spielen Fußball. Gemeinsam mit Jungs fahren sie Skateboard und laufen Parcours, tanzen auf den Teheraner Straßen und singen in der Öffentlichkeit, obwohl Frauen das untersagt ist.

Nicht selten geraten sie dabei ins Netz der Ordnungskräfte und werden verhaftet. Ob es den Greisen an der Macht aber gelingen wird, sie mit eiserner Hand und hohen Haftstrafen zu bezwingen, ist ungewiss. Gewiss ist aber, dass sie die Unterstützung vieler Männer und ihrer Familien genießen.

Der namhafte iranische Filmregisseure Jafar Panahi, selbst Vater, kennt das Problem aus nächster Nähe. Sein Film „Offside“ über das Frauenverbot in Fußballstadien brachte ihm bei der Berlinale 2006 den Großen Preis der Jury ein.

Nach Protesten von Frauen und Drohungen der FIFA, keine internationalen Spiele mehr im Iran stattfinden zu lassen, lenkten die Machthaber ein. Bei der Fußball-WM 2018 wurde Frauen der Zutritt zum Azadi-Stadion gewährt. Später durften dann nur noch ausgewählte Frauen die Spiele ansehen: Ausländerinnen und Iranerinnen mit Doppelpass oder ausgesuchte Pressevertreterinnen. Die FIFA ist enttäuscht und kündigte laut DPA Mitte August an, die Beteiligung des Iran an der WM 2022 stünde „wieder auf der Kippe“, da die Aufhebung des Stadionverbots für Frauen nicht umgesetzt werde. Ebenfalls laut DPA reagierte der iranische Generalstaatsanwalt Mohammed Dschafar Montaseri mit den Worten, es sei „nicht die Angelegenheit der FIFA, ob unter den Fußballfans in den Stadien auch Frauen sind oder nicht“.
Viele junge Frauen verschaffen sich Zugang zu den Stadien, indem sie sich als Mann verkleiden

Viele junge Frauen verschaffen sich Zugang zu den Stadien, indem sie sich als Mann verkleiden

Für das seit Beginn der Islamischen Republik vor mehr als 40 Jahren bestehende Zutrittsverbot gibt es keine rechtliche Grundlage. Es wird lediglich behauptet, Frauen begingen eine Sünde, wenn sie halbnackte Spieler auf dem Rasen sähen, zudem benutzten Zuschauer unanständige Schimpfwörter, die nicht für Frauenohren bestimmt seien. Die gegen das Stadionverbot protestierenden Frauen meinen dagegen, man solle dann doch verbieten, dass die Männer unanständige Dinge sagten, statt den Frauen zu verbieten, ins Stadion zu gehen.

Das blaue Mädchen

Die iranischen Medien nennen sie „Das blaue Mädchen: Am Montag, den 2. September 2019, schüttete die 29-jährige Sahar Khodayari sich vor dem Teheraner Revolutionsgericht einen Kanister Benzin über den Kopf und zündete sich an. Passanten versuchten, das Feuer zu löschen, doch als die Rettungskräfte eintrafen, atmete die junge Frau kaum noch. Sie wurde mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert, wo Sahar Khodayari am 10. September verstarb. Reporterinnen von Rooykarde Emrooz schreiben, die junge Frau sei zu sechs Monaten Haft verurteilt worden.
Sahar Kohdayari, bekannt als „Das blaue Mädchen“

Sahar Kohdayari, bekannt als „Das blaue Mädchen“

Laut ihrer Familie hatte Sahar im März 2019 mit einem langen Mantel und einer blauen Perücke bekleidet das Haus verlassen, um nach Teheran zu fahren und das Spiel ihrer Lieblingsfußballmannschaft Esteghlal gegen die Mannschaft Al-Ain aus den Arabischen Emiraten anzusehen, berichtet Shahrvand Online. Dort wurde ihr der Zutritt verweigert, nachdem sie als Frau erkannt worden war. Die Sittenpolizei nahm Sahar wegen mangelhafter islamischer Bekleidung und Widerstand fest. Wegen Verstoßes gegen das Keuschheitsgebot, sittenwidrigen Benehmens und Beleidigung der Ordnungskräfte wurde Anklage erhoben. Nachdem ihre Familie eine Kaution von 50 Millionen Tuman gezahlt hatte, kam sie bis zur Verhandlung zunächst wieder frei.

Als einzige seiner zwei Söhne und sechs Töchter habe sich Sahar für Fußball interessiert, berichtete ihr Vater gegenüber Sanaat News: „Sie war in Fußball vernarrt.“ Seine anderen Kinder hätten ihre Köpfe lieber in Bücher gesteckt. Auch Sahar hatte zwei Hochschulabschlüsse: in Fremdsprachen und in Informationstechnologie. Sie sei ein schlichtes Mädchen, das sich vor fünf Jahren plötzlich für Fußball zu interessieren begann und stundenlang vor dem Fernsehen Spiele angeschaut und für den Verein Esteghlal gebetet habe. „Ich hatte keine Einwände, solange sie die Spiele am Fernsehen verfolgte“, so Sahars Vater. Der Kriegsveteran arbeitete für „Bonyad e Janbazan“, eine Stiftung für Menschen mit Kriegsverletzungen und Behinderungen, und für „Jahad e Sazandegi“, eine ideologisch angehauchte Wiederaufbauorganisation. Mittlerweile ist er pensioniert. Im Gespräch mit Sanaat News sagte er, Sahar sei „seelisch angegriffen“ gewesen und habe bis vor kurzem Psychopharmaka eingenommen. Die Medikamente wurden abgesetzt, weil der Arzt meinte, sie könne durch die Nebenwirkungen erblinden. Er habe aber davor gewarnt, dass Sahar sich nun selbst gefährden könne. Sie hatte bereits zuvor einmal versucht, sich das Leben zu nehmen.

Es ist unklar, ob das Interview mit dem offensichtlich religiösen und systemkonformen Familienvater der Wahrheit entspricht oder wie inszenierte Fernsehinterviews mit Gefangenen durch Drohungen und Druck entstanden ist.

Solidaritätswelle in den sozialen Netzwerken

Masoud Shojaee, der Kapitän der iranischen Fußballnationalmannschaft, verglich auf Instagram das Stadionverbot für Frauen mit dem Schleierverbot in der Zeit von Schah Reza Pahlevi, das von den Ordnungskräften mit Gewalt durchgesetzt wurde: „Unsere Nachkommen werden dafür kein Verständnis haben“, so Shojaee. Auch der Kapitän der Mannschaft Esteghlal, Veria Ghafouri, kritisierte das Stadionverbot und nannte es altertümlich. Der Fußballspieler Milad Meydawoodi bedauerte, das Leben eines Mädchens sei ein hoher Preis für den unschuldigen Traum, ins Stadion zu gehen. Und die Schauspielerin Pooria Sorkhpour schrieb: „So lange ich lebe, werde ich keinen Fuß in das Stadion setzen, für das Du brennen musstest, um hineinzugelangen.“

http://iranjournal.org/gesellschaft/iran-frauen-proteste
vom 11.09.2019
Iran Journal

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Drei iranische Anwälte in diesem Jahr vor dem Revolutionsgericht

Drei iranische Menschenrechtsanwälte, Mohammad Nadschafi, Nasrin Sotudeh und Amir Salar Davudi, wurden dieses Jahr bereits vor ein Revolutionsgericht gestellt.


Mohammad Nadschafi, Nasrin Sotudeh, Amir Salar Davudi

Allen drei Anwälten ist gemein, dass sie Politische Gefangene vertreten. Sie kamen alle drei selbst in das Fadenkreuz der Unrechtsjustiz.

Insbesondere über die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh haben wir mehrfach berichtet. Sie wurde zu insgesamt 38 Jahren Jahren Haft verurteilt und befindet sich seit 5 Jahren im Gefängnis.

Amir Salar Davudi hatte zunächst einen Prozess, in dem er zu zwei Jahren Haft, 111 Peitschenhieben und einer Geldstrafe von 6 Mio. Tuman verurteilt wurde. In einem zweiten Prozess wurde er dann zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Mohammad Nadschafi wurde in der ersten Instanz zu drei Jahren Haft verurteilt.

Diese Prozesse vor dem Revolutionsgericht, die lange Untersuchungshaft und die maßlos schweren Urteile sollen abschreckend wirken. Es wird zunehmend riskant für Menschrechtsanwälte ihren Beruf wahr zunehemen.

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U-Bahn-Aktion für inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh

Das folgende Video zeigt eine Unterstützungsaktion für Nasrin Sotudeh, die vor Kurzem zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt worden ist.


Video

Man sieht, wie Frauenrechts-Aktivistinnen in einer U-Bahn das Wort ergreifen und den anwesenden Frauen über die ungerechte Verurteilung von Nasrin Sotudeh berichten. Dabei halten sie ein Foto der Menschenrechtsanwältin hoch. Sie fragen die Anwesenden, was Nasrin gemacht hat, dass sie eine so schwere Strafe erhalten musste. Sie habe sich nur für die Frauenrechte eingesetzt und keine Aktivitäten gegen den Staat unternommen. Die Aktivistinnen überreichen im Anschluss jeweils eine weiße Nelke als Geschenk. Die Aktivistinen gehen bei der Aktion ein hohes Risiko ein, ebenfalls festgenommen zu werden. Sie präsentieren sich zudem mutig ohne Kopftuch.

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Iran: Menschenrechtsanwältin zu 33 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt


Nasrin Sotude
Die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude, die bereits eine Haftstrafe von 5 Jahren Gefängnis verbüßt, wurde von der 28. Kammer des Revolutionstribunals in Teheran unter dem Vorsitz von Richter Maqisse zu weiteren 33 Jahren Gefängnis und zusätzlich 148 Peitschenhieben verurteilt. Das Urteil wurde Nasrin Sotude im Gefängnis verkündet. Die Verhandlung gegen die inhaftierte Rechtsanwältin hatte am 9. Dey 1397 (29. Dezember 2018) in Abwesenheit der Angeklagten vor dem Revolutionstribunal stattgefunden. Die Vorwürfe waren die folgenden: „Zusammenschließung und Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“, „Propagandistische Tätigkeit gegen das System“, „Einflussreiche Mitgliedschaft in den illegalen, gegen die Sicherheit gerichteten Gruppierungen „Verein der Menschenrechtsverteidiger – Legam“ (Legam setzt sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein) und „Nationaler Friedensrat“", „Aufwiegelung der Bevölkerung zur Korruption und moralischen Ausschweifung und Schaffung der Basis dafür“, „Auftreten ohne den von der Scharia vorgeschriebenen Schleier am Ort der Vernehmung“ (dazu gehört Mut!), „Verletzung der öffentlichen Ordnung und Ruhe“, „Verbreitung von Lügen zur Aufwiegelung der öffentlichen Meinung“.
Allein schon die Vorwürfe machen deutlich, dass es sich um einen politischen Prozess handelt.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=92052
vom 20. Esfand 1397 (11. März 2019)
33 sale habse taze wa 148 zarbeye shalaq baraye nasrin sotude

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Kurt Tucholsky – Preis für inhaftierte Iranerin Nasrin Sotudeh

Der Schriftstellerverband PEN hat den diesjährigen Kurt Tucholsky – Preis an die iranische Menschenrechtlerin und Anwältin Nasrin Sotudeh verliehen.

Damit wurde „ihr Mut und beständiger Kampf zur Verteidigung der Stimmen, die riskieren zensiert und zum Schweigen gebracht zu werden“ gewürdigt. Weiter heisst es in der Erklärung des PEN: „Nasrin Sotudeh’s Kampf für Gerechtigkeit in der Verteidigung von SchriftstellerInnen, JournalistInnen und weiblichen Aktivistinnen der Sozialen Bewegung im Iran geht weiter.“

Nasrin Sotudeh befindet sich seit Juni dieses Jahres im Gefängnis.

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Teheran: Protest für politische Gefangene und deren Anwälte


Protestaktion für Politische Gefangene und deren Anwälte am 1.10.2018 in Teheran

Ein Mann hat gestern, den 1.10.2018, eine Aktion für Politische Gefangene sowie deren Anwälte, die ebenfalls inhaftiert wurden, auf der Ferdosi-Straße in Teheran durchgeführt. Unter anderem nannte er dabei die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh.

Die Form, die er für seinen Protest wählte war das Anketten seiner Füße auf einem Elektroschaltschrank am Straßenrand. Nicht zufällig erinnert diese Form an die Aktionen der Töchter der Revolutionsstrasse, über die wir mehrfach berichtet haben.

Bei den Protesten der Frauen, der sich u.a. gegen die islamischen Bekleidungsvorschriften richtete, blieben die Passanten oft nicht stehen, sondern eilten vorbei, aus Angst vor Repression. Nicht so gestern, wo im Video erkennbar ist, dass hunderte Menschen sich um den Protestierer versammelten. Immer wieder sind unterstützende Rufe wie „Er hat Recht!“ zu hören.

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Iran: Über 20 politische Gefangene im Hungerstreik

Derzeit befinden sich im Iran über 20 politische Gefangene im Hungerstreik. Darunter sind 18 Gonobadi-Derwische, eine religiöse Gruppe muslimischer Glaubensrichtung, die von der Islamischen Republik Iran verfolgt wird. Weiterhin streiken die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude und der Arzt Farhad Meissami, der wegen seiner Unterstützung für die Kampagne gegen den Kopftuchzwang in Haft ist.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=88976
vom 29. Schahriwar 1397 (20. September 2018)
e°tesabe ghadhaye bish az 20 zendaniye °aqidati-siyasi dar iran

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Iran: Verfolgung der Familie der inhaftierten Anwältin Nasrin Sotude


Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude

Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotude wurde am 23. Chordad 1397 (13. Juni 2018) dieses Jahres erneut verhaftet. Ihr Ehemann, Resa Chandan, wurde am 12. Schahriwar 1397 (3. September 2018) nach einem telefonischen Drohanruf des iranischen Geheimdienstes ebenfalls verhaftet. Als die Kinder von Nasrin Sotude am Sonntag, den 25. Schahriwar 1397 (16.09.2018) ihre Mutter im Ewin-Gefängnis besuchen wollten, wurde ihr Name nicht aufgerufen. Stattdessen wurde ihre Tochter Mehrawe Chandan aufgefordert, die islamische Kopfbedeckung einzuhalten. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass sie bei allen Besuchen ihren Kopf stets auf gleiche Art bedeckte. Es handelt sich also nicht um eine Reaktion auf ihre Kleidung, sondern um eine weitere Form des Drucks durch die Behörden.
Nasrin Sotude hat als Reaktion hierauf erklärt, dass sie kein Besuche mehr empfangen will. Außerdem hat sie als Reaktion auf die Verhaftung ihres Mannes den trockenen Hungerstreik erklärt und weigert sich auch, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, um mit Infusionen am Leben gehalten zu werden. Es ist ein ungleicher Kampf, aber sie gibt nicht auf.

https://www.radiofarda.com/a/nasrin-sotudeh-daughter-mehraveh/29494023.html
vom 26. Schahriwar 1397 (17.09.2018)
afzayeshe fesharha bar farzandane nasrin setude

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Öffentliche Erklärung zur Freilassung von Ramin Hossein Panahi und Nasrin Sotudeh

Heute wurde von 35 Menschrechtsorganisationen, Frauengruppen und oppositionellen Vereinen sowie von 3600 Privatpersonen eine Erklärung veröffentlicht, die sich für die Freilassung von Ramin Hossein Panahi und Nasrin Sotudeh einsetzt.

Ramin Hossein Panahi, ein kurdischer Aktivist, wurde gefoltert, vor Monaten von einem Gericht zum Tode verurteilt und sitzt derzeit in einer Einzelzelle des Radscha‘i-Schahr in Karadsch ein. Es heisst, er kann jede Stunde hingerichtet werden. Seit dem 29.8. gibt es eine „Urgent Action“ von amnesty international, in der ebenfalls auf die drohende Hinrichtung hingewiesen wird. Es ist möglich, sich mit einem Brief an Ayatollah Sadeghi Larijani, den Chef der Judikative zu wenden und per Unterschrift seine Freilassung zu fordern.

Hinrichtung droht unmittelbar Urgent Action von amnesty international, 29.8.2018

Aus Protest gegen seine unrechtmäßige Verurteilung hat sich Ramin Hossein Panahi vor mehr als einer Woche die Lippen zugenäht und einen Hungerstreik begonnen. Selbst wenn es einen Aufschub seiner Hinrichtung geben sollte ist er auch hierdurch in seinem Leben bedroht.
Ramin Hossein Panahi wurde im Prozess durch die Rechtsanwältin Nasrin Sotudeh vertreten. Sie setzt sich seit Jahren für Menschenrechte im Iran ein und vertrat oft Angehörige von politischen Gefangenen. Sie befindet sich seit Juni diesen Jahres wieder in Haft, aufgrund ihrer Initiative für ein Referendum im Iran. Sie vertritt – wie viele Menschenrechtler und Künstler auch – die Ansicht, dass das herrschende islamische Modell nicht reformierbar ist und möchte darüber abstimmen lassen, ob dieses Modell weiter im Iran verfolgt werden soll oder nicht. Falls nicht, soll ein säkulares und demokratisches Modell an dessen Stelle treten. Nasrin Sotudeh hat ebenfalls einen Hungerstreik begonnen.

Iran: Ramin Hossein Panahi – droht die Hinrichtung? Weblog von Ali Schirasi, 27.8.2018

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Iran: neue Anklagen gegen Menschenrechtsanwältin


Nasrin Setude

Nasrin Setude, eine bekannte iranische Menschenrechtlerin und Anwältin, wurde am 13. Juni 2018 zur Verbüßung einer Haftstrafe festgenommen, obwohl ihr dieses Haftstrafe nie verkündet wurde. Die Gefängnisstrafe von 5 Jahren war am 3. September 2016 auf einer Gerichtsverhandlung in ihrer Abwesenheit verhängt worden. Die Verhaftung von Nasrin Setude am 13. Juni erfolgte kurz nachdem sie das Mandant für eine Frau übernommen hatte, die wegen des Abnehmens des Kopftuchs in der Öffentlichkeit verfolgt wird.
Jetzt werden gegen Nasrin Setude weitere Anklagen erhoben, die mit ihrer Menschenrechtsarbeit zusammenhängen. Ihr werden „Aktivitäten gegen die Sicherheit in Zusammenarbeit mit konterrevolutionären Elementen im In- und Ausland“ und heimliche Treffen mit ausländischen Diplomaten vorgeworfen. Auch ihr Einsatz gegen die Todesstrafe im Iran wird ihr zur Last gelegt.

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/76427/
vom 18.08.2018, 8:50
e°teraze didebane hoquqe bashar be hokme jadid °aleyhe nasrin setude

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Brutale Festnahme wg. Bekleidungsvorschriften im Iran

Im Internet verbreitet sich gerade weltweit ein Video von der brutalen Festnahme einer iranischen Frau in Teheran, der vorgeworfen wird, die islamischen Bekleidungsvorschriften missachtet zu haben. Sie und ihre Begleiterin, die sich für sie einsetzte, wurden geschlagen und beide befinden sich derzeit in Haft.


Brutale Festnahme wg. Bekleidungsvorschriften im Iran

Die auf Video festgehaltene Misshandlung ereignete sich bereits letzte Woche. Es wird mittlerweile in hunderten Webseiten und im Sozialen Netz weiterverbreitet. Im Video ist zu sehen, wie eine junge Frau von Sicherheitskräften kontrolliert und dann von weiblichen SittenwächterInnen angegangen wird. Die junge Frau will jedoch nicht fetgenommen werden und versucht sich immer wieder den Griffen zu entziehen. Es dauert nicht lange, dann beginnt die Sittenpolizei Gewalt ausuzuüben. Sie schlagen die junge Frau bis sie irgendwann unter Schmerzensschreien zu Boden geht.

Die junge Frau wird in der Situation von einer weiteren Frau unterstützt, die versucht einzugreifen und gegen das Schlagen der jungen Frau zu protestieren. Auch sie wird im späteren Verlauf geschlagen und letztlich ebenso festgenommen wie die andere Frau.

Beide befinden sich nun in Haft. Von der Unterstützerin ist bekannt, dass sie 48 Jahre alt ist und Minu Hasanabadi heisst. Sie wird jetzt von der bekannten Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh vertreten.

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Iran: Töchter der Revolutionsstrasse

Nasrin Sotoudeh, eine Anwältin und Menschenrechtsaktivistin, sagte, dass eine Frau, die aus Protest gegen die Zwangsbedeckung des Kopfes in der Gheytarieh-Straße in Teheran stand, „in Haft gehalten und geschlagen“ wurde.

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Iran: Vorschlag zum Ausweg aus der Sackgasse


Forderung nach dem Referendum auf der berühmten Brücke Chadju, Isfahan

Die Krise im Iran ist unübersehbar. Stillstehende oder wenig ausgelastete Fabriken, Lohnzahlungen, die über Monate ausstehen, Streiks, Proteste im ganzen Land. Vor diesem Hintergrund hatte der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani unter Berufung auf die iranische Verfassung geäußert, man solle die Bevölkerung befragen, um die Probleme zu lösen.
15 iranische Intellektuelle wurden jetzt konkreter. Acht von ihnen leben im Iran, riskieren also eine Menge, denn ihr gemeinsamer Vorschlag, der als Erklärung veröffentlicht wurde, erschien direkt zu den Revolutionsfeiern vom 22. Bahman (11. Februar), kurz nach der zitierten Äußerung des Staatspräsidenten. Die Forderung der 15, zu denen u.a. Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivisten Nasrin Sotude, Narges Mohammadi, eine im Ewin-Gefängnis inhaftierte Menschenrechtlerin und der im Iran lebende Regisseur Dscha‘far Panahi gehören, lautet:
Abhaltung eines Referendums gemäß der iranischen Verfassung über die Einführung einer säkulären parlamentarischen Demokratie im Iran. Das Referendum soll unter Aufsicht der Vereinten Nationen durchgeführt werden.
Das Bedeutende an dieser Forderung ist nicht die Zahl der UnterzeichnerInnen, sondern die Tatsache, dass hier treffende Worte zur rechten Zeit kommen. In diesem Moment der Krise können sie etwas bewegen.
Mit dem Vorschlag erwischen diese 15 das iranische Regime auf dem falschen Fuß. Denn im Verlauf der letzten Protestwelle (von der Jahreswende) wie auch der Einzelkundgebungen gegen das Zwangskopftuch war von den Machthabern immer zu hören, dass seien einige wenige, die Millionen stünden hinter ihnen. Wenn sie sich sicher wären, würden sie das Referendum abhalten, so wie Ajatollah Chomeini zum Höhepunkt seiner Popularität problemlos das Referendum über die Einführung der Islamischen Republik Iran abhalten konnte. Er wusste, dass er es gewinnt. Wenn das Regime jetzt so ein Referendum verweigert, macht es öffentlich sichtbar, dass es seinen eigenen Worten nicht glaubt. Aus der Traum von den Millionen.

http://news.gooya.com/2018/02/post-11966.php
vom 12. Februar 2018
nameye panzdah fa°°ale siyasi: referandum tahte nezarate sazemane melal, rahgozare mosalemat-amiz az jomhuriye eslami be yek demorasiye sekular parlemani

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Iran: Weg mit dem Kopftuch


Während der Protestwelle gegen die Islamische Republik im Iran war in der Revolutionsstraße (Chiyabane Enqelab) in Teheran auch eine junge Frau aufgetreten, die sich das mit Gewalt verordnete Kopftuch abriss und auf einem Stock hisste, so dass es jeder sehen konnte. Sie wurde rasch zu einer Ikone der neuen Revolution, die das Ende der Islamischen Republik eingeläutet hat.

Im kurdischen Mariwan haben jetzt Gleichgesinnte eine Schneefrau zu Ehren der befreiten Frau gebaut.

Die iranische Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivisten Nasrin Sotude hat sich derweil auf die Suche gemacht, was mit der Frau geschehen ist. Sie wurde noch am selben Tag des Protests festgenommen, nach ein paar Tagen kurz auf freien Fuß gesetzt und dann wieder verhaftet. Seitdem befindet sie sich in Haft. Die Frau ist 31 Jahre alt und hat ein 19 Monate altes Kind. Ihr Name ist bislang nicht bekannt geworden.

http://news.gooya.com/2018/01/post-11326.php
vom 22. Januar 2018
doxtare mo°tareze xiyabane enqelab hamchenan dar bazdasht ast

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=146544
vom 2. Bahman 1396 (22. Januar 2018)
nasrin sotude: doxtare xiyabane enqelab haman ruz bazdasht shode ast

http://news.gooya.com/2018/01/post-11279.php
vom 19. Januar 2018
adame barfiye doxtare xiyabane enqelab

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