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Iran: Erdbeben in Chusestan


Im Südwesten des Irans in der Region Chusestan hat sich gegen 11:30 (Lokalzeit) ein Erdbeben der Stärke 5,7 auf der Richterskala ereignet, dessen Zentrum in der Nähe von Golgir bei Masdschede Soleyman in 17 Kilometer Tiefe lag. Das Erdbeben war auch in Ahwas, Abadan, Ise, Desful, Bawi und Karun zu spüren. Es gab Dutzende von Verletzten und Schäden an Gebäuden. Die Daten über das Erdbeben stammen vom Institut für Geophysik der Universität Teheran.

https://www.radiofarda.com/a/khuzestan-earthquake/30042897.html
vom 17. Tir 1398 (08.07.2019)
zamin-larze 5,7 rishteriye xuzestan dahha majruh bar jay gozasht

http://www.iran-emrooz.net/index.php/news1/80091/
vom 08.07.2019, 09:15
zelzeleye 5,7 rishteri dar masjede soleyman

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Der Islamischen Republik Iran wird gekündigt


Nein zur Islamischen Republik

Im Iran lebende Bürgerrechtler haben bislang in der Regel den Weg gewählt, auf die mangelnde Einhaltung vorhandener Gesetze hinzuweisen und das Grundgesetz als Basis für verschiedene politische Forderungen zu wählen. Die sogenannten Reformer im Iran waren ohnehin stets Befürworter der Beibehaltung der Islamischen Verfassung. Jetzt ist es zu einem Bruch gekommen. 14 BürgerrechtlerInnen haben namentlich eine Erklärung unterschrieben, in der sie die Islamische Republik Iran und die Herrschaft des Rechtsgelehrten als die eigentliche Wurzel des Übels darstellen. Im Iran ist das riskant und kann bis hin zur Todesstrafe führen. Die 14 Personen sind meist Angehörige von politischen Gefangenen, die zu verschiedenen Zeiten Opfer staatlicher Hinrichtungen unter der Islamischen Republik waren.

Die 14 Unterzeichner bezeichnen die Islamische Republik Iran als ein System, das auf tyrannischen Gesetzen beruht. Sie bezeichnen das iranische Grundgesetz und das Amt des „Rechtsgelehrten“ (Waliye Faqih) als Symbol der Korruption. Mit Waliye Faqih ist das Amt des Religiösen Führers gemeint, der letztlich jegliche Entscheidung einer anderen Institution aufheben kann, wenn er sie als den göttlichen Gesetzen zuwiderlaufend betrachtet.

Sie fordern die Regierungen der Welt auf, die Führer der Islamischen Republik Iran, namentlich Seyyed Ali Chamene‘i, die Befehlshaber der Revolutionswächter (Pasdaran) und diejenigen Vertreter im Parlament, die dort die Positionen von Ali Chamene‘i vertreten, nicht als Vertreter des iranischen Volks zu betrachten und die Beziehungen zu diesen Personen vollständig abzubrechen.

Es versteht sich, dass die Machthaber mit allen Mitteln gegen die Unterzeichner dieser Erklärung vorgehen werden. Die eigentliche spannende Frage ist, inwieweit diese Erklärung unter der iranischen Bevölkerung Rückhalt findet.

https://www.ipetitions.com/petition/no-to-islamic-republic-of-iran-support-the
No to Islamic Republic of Iran!

http://www.tribuneiran.org/%D8%A8%DB%8C%D8%A7%D9%86%DB%8C%D9%87-%DB%8C-%D8%AF%D9%88%D9%85-%DB%B1%DB%B4-%DA%A9%D9%86%D8%B4%DA%AF%D8%B1-%D9%85%D8%AF%D9%86%DB%8C-%D9%88-%D8%B3%DB%8C%D8%A7%D8%B3%DB%8C-%D8%AF%D8%A7%D8%AE%D9%84/
vom 30. Juni 2019
bayaniyeye dowome 14 koneshgare madani wa siyasi daxele keshwar – na be jomhuriye eslami

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Iran:Iran wird Uran höher anreichern


Gaszentrifugen zur Anreicherung von Uran (wikipedia)

„Ab heute halten wir uns nicht mehr an die 3,67 Prozent und unsere Urananreicherung wird je nach Bedarf erhöht“, sagte der Teheraner Regierungssprecher Ali Rabei am Sonntag. Das bedeutet, der Iran wird Uran höher anreichern, als für die Erzeugung von Atomstrom notwendig wäre. In einer früheren Ankündigung hatte es geheißen, man werde auf 20 Prozent anreichern.

Irans Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor angekündigt, dass sein Land ab Sonntag wieder „unbegrenzt“ Uran anreichern will. Damit würde er die zweite Phase des iranischen Teilausstiegs aus dem Atomabkommen einleiten. Zuvor hatte der Iran schon die Menge von 300 Kilogramm an niedrig angereichertem Uran überschritten, die das Land laut Abkommen behalten darf.

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Iran:Amnesty International-Alle drei müssen umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

Amir Amirgholi, Sanaz Alahyari und Amirhossein Mohammadifar werden seit Januar 2019 willkürlich und ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand in Haft gehalten. Die drei Journalist_innen hatten über Arbeitskämpfe in der südiranischen Provinz Khuzestan berichtet. Jetzt läuft ein Strafverfahren gegen sie, weil sie die nationale Sicherheit gefährdet haben sollen. Amir Amirgholi und Sanaz Alahyari wird die medizinische Versorgung verweigert. Alle drei müssen umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

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Straße von Hormus von geringer Bedeutung für die USA?

Am 24.6.2019 beklagte sich US-Präsident Trump per Twitter, dass die asiatischen Länder, die die größten Mengen von Öl über die Straße von Hormuz bezögen, sich nicht an der Sicherung der Wasserstraßen beteiligen würden und die USA noch nicht einmal für diese Leistung entschädigten. Die USA wären inzwischen selbst bei weitem die größten Energieproduzenten weltweit und bräuchten sich demnach gar nicht mehr in der Region zu engagieren.


Öltransporte durch die Straße von Hormus und wichtigste Empfängerländer

Wenn man sich die Zahlen der US Energy Information Administration (EIA) anschaut, ist durchaus etwas dran an dieser Behauptung. Im Jahr 2018 wurden demnach täglich über 17.3 Mio. Barrel Crude Oil (Rohöl) und Condensate (Kondensat) durch die Straße von Hormus transportiert. Die Hauptabnehmer waren zu 76% asiatische Märkte wie China, Indien, Japan und Südkorea. China hat mit ca. 1,24 Mio. Barrel pro Tag (ca. 7%) und Indien mit 1,14 Mio Barrel pro Tag (ca. 6,5%) der Transporte über die Straße von Hormuz bezogen.

Allerdings beziehen die USA immerhin etwa halbsoviel Öl durch die Straße von Hormuz wie China, was etwa 18% ihrer Gesamtimporte ausmacht. D.h. die USA würden ebenfalls deutlich unter einer Schließung der Straße von Hormuz leiden.

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Schiesserei zwischen bewaffneten kurdischen Gruppen und Pasdaran

Letzten Sonntag, den 30. Juni 2019 und am heutigen Dienstag, den2.7.2019 kam es im irakisch iranischen Grenzgebiet zu tödlichen Schiessereien zw. bewaffneten kurdischen Gruppen und den iranischen Pasdaran.


Immer wieder kommt es im irakisch-iranischen Grenzgebiet zu Schiessereien zwischen bewaffneten kurdischen Gruppen und den Pasdaran

Die Demokratische Partei Iran berichtet, dass sie auf ein Pasdaran Fahrzeug geschossen hat, das Kulbaran (Lastenträger im irakisch-iranischen Grenzgebiet) verfolgte. Dabei wurden mehrere Pasdar erschossen. Das soll auf irakischer Seite geschehen sein. In der Folge haben die Pasdaran eine Bergspitze mit dem Namen Bardesuran in Irakisch-Kurdistan beschossen.

Ein zweiter Bericht stammt vom heutigen Dienstag und wurde von der Pasdaran-Militärstation (Gharargah-Hamzeh) veröffentlicht. Wieder ist es zu einer Schiesserei zwischen den Pasdaran und einer bewaffneten kurdischen Gruppe gekommen. Bei diesen Auseinandersetzungen sollen auf beiden Seiten jeweils zwei Menschen getötet worden sein.

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Iran – Groß-Teheran: Das Fashafuye-Gefängnis


Das Fashafuye-Gefängnis liegt im Großraum Teheran im Einzugsbereich des Flughafens von Qom. Es besteht aus vier Gefängnis-Einheiten (Tip genannt), von denen jeder ca. 10 Trakte (band) umfasst. Jeder Trakt besteht aus 16 Zellen (8 rechts, 8 links), jede Zelle hat 5 dreistöckige Betten (also 240 Betten pro Trakt). In jedem Trakt gibt es 16 Duschen und 18 Toiletten, von denen meist 3-4 dauernd belegt sind, weil dort Heroin konsumiert wird. Einige sind auch kaputt.
In einem Trakt sind gewöhnlich 500 Menschen untergebracht, also mehr als das Doppelte, was die Bettenbelegung zuließe. Rechnet man de facto 500 Menschen auf 15 Toiletten, so müssen sich 100 Menschen 3 Toiletten teilen…
Besonders schwer ist das Los der Minderjährigen (von 15-18) und erwachsenen Jugendlichen, die unter den gewalttätigen Bedingungen des Gefängnisses zu Fronarbeiten gezwungen werden und sexuell missbraucht und vergewaltigt werden. Viele werden drogensüchtig und gehen körperlich zugrunde.
Die Versorgung des Gefängnisses mit Drogen erfolgt auf drei Wegen: Zum einen verkaufen die Wärter Drogen an die Gefangene, in kleinem Ausmaß schmuggeln Gefangene sie von draußen in ihrem Körper versteckt ins Gefängnis, und den Hauptanteil haben die Gefängnisoberen, der Direktor und seine Kompagnons, die zu abgemachter Zeit ein Päckchen für den Kunden in den Gefängnishof werfen.
Der Gefängnisgeistliche sorgt dafür, dass Gefangene, die das Geld haben, die Dienste einer Prostitutierten in Anspruch nehmen können, indem er sie als zan-e sighe (Ehefrau auf Zeit) für zwei Stunden traut. Gegen Gebühr, versteht sich.
Die Gefängnisatmosphäre ist von Unterdrückung und Gewalt geprägt. Ein Alptraum für jeden, der hinein gerät.

http://www.pyknet.net/1398/09tir/10/page/fashafoueh.htm
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
gozareshe yek zendani az zendane hulnake fashafuye

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Iran: Die Sümpfe des Hur ol-Falahiye

In der Provinz Chusestan im Südwesten des Irans gibt es eine große Sumpfregion, auf Persisch Talabe Schadegan, auf Arabisch Hur ol-Falahiye. Die Sümpfe werden mit dem Wasser des Karun-Flusses, des Dscharahi-Flusses und dem Gezeitenwasser des Persischen Golfes gespeist. Während der Süßwasserzufluss jahreszeitlich schwankt, ist der Salzwasserzufluss das ganze Jahr über gegeben. Die Sümpfe der Region gehören zu den Ramsar-Schutzgebieten.
Hier einige Fotos über das Leben der örtlichen Bevölkerung.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=185674
vom 9. Tir 1398 (30. Juni 2019)
°aks / zendegi dar talabe shadegan

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%AA%D8%A7%D9%84%D8%A7%D8%A8_%D8%B4%D8%A7%D8%AF%DA%AF%D8%A7%D9%86
talaabe shaadegaan

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Iran: Anhaltende Verfolgung von Baha‘i-Anhängern

Vor etwa zwei Wochen wurden in Schahin-Schahr (Region Isfahan) die Wohnungen von 9 Baha‘i-Familien durchsucht. Dabei wurden Handys, Laptops, Tablets (I-Pads), USB-Sticks, Bücher, Fotos und teilweise sogar Ausweise und Arbeitswerkzeug beschlagnahmt. Die betroffenen Baha‘is haben ebenso wie 3 weitere Baha‘is telefonische Vorladungen von der Justiz erhalten.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=185727
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
taftishe manazel, zabte lawazem wa ehzare 12 shahrwande baha‘i dar shahin shahr

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Iran: Der Uran-Poker geht weiter

Wie berichtet, hatte die iranische Regierung angekündigt, aus den Verpflichtungen auszusteigen, die sie mit der Unterschreibung des internationalen Atomabkommens eingegangen war. Nachdem die EU ein iranisches Ultimatum abgelehnt hatte, wonach Europa bestimmte Forderungen im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und des Bankensektors erfüllen sollte, gaben jetzt sowohl die Internationale Atomenergiebehörde wie der iranische Außenminister bekannt, dass der Iran die vertraglich festgelegte Grenze von 300 kg angereichertem Uran überschritten habe.

https://www.radiofarda.com/a/iran-has-exceeded-enrichment/30030361.html
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
azhanse beyn ol-mellaliye enerzhiye atomi: zaxireye uranyume ghani shodeye iran az 300 kilugram °obur kard

https://www.radiofarda.com/a/30030226.html
vom 10. Tir 1398 (1. Juli 2019)
zarif ta‘yid kard: °obure mizane zaxireye uranyume ghani shodeye iran az 300 kilugram

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Das Naturwunder vom Schirs-Tal, Kuhdascht, Provinz Lorestan Westiran

Das wunderschöne Schirs-Tal gehört zum Zagros-Gebirge

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Polizeigewalt gegen Jugendliche im Iran

Im Iran kursiert ein Video in den Sozialen Netzwerken, das die brutale Festnahme von Jugendlichen im Alter von 15 Jahren und jünger durch iranische Polizei zeigt. Es verbreitete sich schnell und führte zu kritischen Reaktionen im ganzen Iran u.a. auch von Parlamentsangeordneten.


Polizei nimmt Jugendliche in Teheran Park fest

Video

Vorgestern, am Sonntag, den 23.6.2019, spielten Jugendliche bei sehr, sehr heissem Wetter in einem Teheraner Park (Teheran Pars Park) mit Wasserspritzpistolen. Sie wollten sich damit erfrischen und Spaß haben. Das ging so lange gut bis eine Polizeistreife vorbeikam und anfing, die Jugendlichen und speziell die Mädchen zu beschimpfen und als Huren zu bezeichnen. Sie warfen ihnen vor, nicht gemäß den Vorschriften der Scharia bekleidet zu sein und sich z.B. mit Offenem Haar in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Die Jugendlichen wehrten sich mit Worten und verbaten sich die Beschimpfungen seitens der Polizei. Sie fragten, was sie den schlimmes getan hätten, wo sie doch nur etwas spielen würden und mit Spritzpistolen, die es in jedem Geschäft als Spielzeug zu kaufen gibt Spaß, haben wollten.

Die Polizei wollte fünf Jungendliche festnehmen, zwei Mädchen und drei Jungen. Besonders ein Mädchen wehrte sich heftig und wurde bei der Festnahme auch geschlagen, so dass blaue Flecken zurück blieben (siehe Video). PassantInnen in der näheren Umgebung mischten sich aus Angst nicht ein. Weitere 10 Jugendliche machten sich schnell davon.

Inzwischen sind die Jugendlichen wieder auf freiem Fuß, nachdem ihre Eltern sie auf der Polizeiwache gegen eine Kaution abgeholt haben. Sie mussten eine Unterschrift leisten, dass sie jederzeit einer Aufforderung der Sicherheitskräfte Folge leisten würden, sobald sie vorgeladen werden.

Dschahan Bakhsche Mohebi, ein Parlamentsmitglied, erklärte in einer kurzen Rede im Parlament: „Ich hoffe, dass dieser Film, der in der Öffentlichkeit verbreitet wurde, nicht der Realität unserer Sicherheitskräfte entspricht.“.

Frau Parvane Salahschuri, ebenfalls Mitglied des iranischen Parlaments, sagte in ihrer Rede, dass der Innenminister vor dem Parlament Rede und Antwort stehen müsse, warum die Sicherheitskräfte die Jugendlichen geschlagen hätten. Es sei nicht richtig, dass eine Gruppe denken kann, sie habe die ganze Macht in der Hand und willkürlich alles machen könnte, was sie will.

Der Teheraner Polizeichef hat sofort reagiert und zwei der beteiligten Polizisten entlassen.

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Iran: Zunahme der Kinderarbeit

Laut eines jüngst veröffentlichten Berichts des Ministeriums für Kooperativen, Arbeit und gesellschaftliche Wohlfahrt hat die Zahl der arbeitenden Kinder in den letzten Jahren zugenommen. Im Jahr 1396 (2017) haben im Iran 500.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren gearbeitet oder Arbeit gesucht. 18% davon waren Mädchen, die Hälfte davon arbeitete in der Industrie. Nach dem Gesetz ist im Iran Kinderarbeit unter 15 Jahren verboten, zwischen 15 und 18 Jahren gelten besondere Schutzregeln. Aber das Gesetz steht nur auf dem Papier. Kinder sind selbst auf dem Bau und in Bergwerken beschäftigt, was z.T. internationalen Regelungen über gefährliche Arbeiten widerspricht. Parallel nimmt die Zahl der Kinder zu, die die Schule vorzeitig verlassen (mehr Mädchen als Jungen), die Zahl der Analphabeten unter Jugendlichen beträgt inzwischen 250.000.

https://www.radiofarda.com/a/iran-child-labour/30006482.html
vom 29. Chordad 1398 (19. Juni 2019)
afzayeshe shomare kudakane kar dar iran

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Iran: 600 Rentner protestieren vor dem Parlament


Vergangenen Samstag versammelten sich 600 RentnerInnen vor dem iranischen Parlament, um ihre Rechte einzufordern. Sie vertraten die verschiedensten Berufssparten, mit einem Schwerpunkt aus dem Bildungssektor. Die Versammlung fand zwar mit Erlaubnis des Innenministeriums statt, was aber die Geheimdienstorgane nicht daran hinderte, die Teilnehmer ausführlich zu filmen und zu fotografieren.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=93823
vom 28. Chordad 1398 (18. Juni 2019)
dowomin tajammo°e bozorge e°teraziye bazneshastegan dar sale 98 bar gozar shod

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Iran: 5 Jahre Gefängnis für Bahai-Anhängerin

Die Angehörigen des Bahai-Glaubens werden im Iran seit Beginn der Revolution von 1979 verfolgt. Jetzt wurde Negin Tadrissi, eine Bürgerin von Teheran, von einem Gericht zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie war 2017 anlässlich des 200. Geburtstags des Religionsgründers Baha‘ollah verhaftet worden. Zu den Vorwürfen, die vor Gericht gegen sie erhoben wurden, gehörte unter anderem dass sie das Schulgeld für den Sprachunterricht eines afghanischen Staatsbürgers bezahlt hat…“

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=185042
vom 30. Chordad 1398 (20. Juni 2019)
negin tadrisi, shahrwande baha‘i be 5 sale habs mahkum shod

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