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Nationalpark Talab Bojagh

An der Südküste des Kaspischen Meeres und nordwestlich von Teheran gelegen, befindet sich der Talab Bojagh, ein iranischer Nationalpark. Auf seiner Fläche von 3000 Hektar beherbergt er zahlreiche Vogelarten. Die reichen Fischvorkommen werden wissenschaftlich beobachtet und untersucht.

In der Nachbarschaft zum Nationalpark hat die Regierung vor einem Jahr Land an ein Bauunternehmen verkauft. Diese Firma kann machen was sie will und die lokale Behörde sieht weg. Ein großer Teil des Parks dient heute als Müllablageplatz. Es wird gesagt, dass diese Firma einem engen Bekannten von Ahmadinejad gehört.

Zutrittsverbote im Iran


„Frauen mit nicht korrekter islamischer Kleidung haben keinen Eintritt. Tiere, egal ob Haustiere oder wilde Tiere, dürfen nicht hinein.“


„Unglaublich aber wahr: kein Eintritt für ledige Männer“, „Alles für 4000 Tuman“ (ca. 2,5 Euro)

Staatliche Verbote im Iran


Das obere Bild zeigt eine kleine Zeltstadt unter einem Plakat mit der Aufschrift „Zelten verboten“.

Das untere Bild zeigt Menschen, die sich in aller Seelenruhe neben einem Schild mit der Aufschrift „Betreten verboten“ niedergelassen haben.

Hinrichtungsplakate im Strassenbild des Irans

Plakate wie dieses hängen in Iran an jedem belebten Platz. Es handelt sich um die Ankündigung von zwei Hinrichtungen in der Stadt Ahwaz samt genauem Datum und Ortsangabe. Die obere der beiden Hinrichtungsankündigungen kündigt für Morgen, Mittwoch, den 10. März 2010 (19.12.1388 nach iranischem Kalender) das Erhängen eines Menschen aufgrund von Drogenhandel an, die untere am 13. März 2010 (22.12.1388) die Hinrichtung eines Menschen der wg. eines bewaffneten Raubüberfalls und „mohareb“ (Gotteslästerung) verurteilt wurde.

8. März 2010 im Iran


Ein Tag vor dem 8. März 2010 in Teheran

Im Verlauf der letzten Woche wurden in grossen und kleinen Städten im ganzen Iran Vorbereitungen für den Frauentag getroffen. Die Regierung liess jedoch keine offiziellen Veranstaltungen zu und drohte denjenigen Frauen, die sich an das Verbot nicht halten wollten.


Ein Tag vor dem 8. März 2010 in Teheran

Trotz dieser Drohungen und Verbote setzten die Frauen ihre Vorbereitungen fort. Sie organisierten Treffen in privaten oder halböffentlichen Kreisen, die über Mund-zu-Mund-Propaganda bekannt gemacht wurden. Insgesamt wurde der Frauentag im Iran am 7. und 8. März vorwiegend in kleineren Veranstaltungen gefeiert.


Ein Tag vor dem 8. März 2010 in Teheran

Am Sonntag, den 7. März versammelte sich in Teheran u.a. ein Gruppe von bekannten Frauen wie Nushin Ahmadi Khorasoni, Mansure Shojai und Sahra Rahnaward, etc.. Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten, konnten nur die Vertreterinnen der verschiedenen Frauengruppen (Iranische Frauenvereine, Kommitte zu Betreuung von politischen Gefangenen, verschiedene Rechtsanwältinnen, Mütter für den Frieden, …) zusammen kommen.

Im Anschluß an dieses Treffen wurde eine politische Erklärung mit sieben Forderungen veröffentlicht:

  1. Diskriminierung von Frauen muss aus allen Gesetzen insbesondere aus dem Familienrecht und dem Strafrecht … verschwinden.
  2. Der Iran muss die Internationale Konvention gegen jegliche Diskriminierung von Frauen unterschreiben
  3. Es muss ein Weg gefunden werden um Gewalt in der Familie sowie die gesetzliche, gesellschaftliche und politische Gewalt in der iranischen Gesellschaft zu beseitigen.
  4. Chancengleichheit für Frauen in allen Bereichen, in der Politik, der Verwaltung, etc.
  5. Schluß mit der Separierung der Geschlechter, egal ob in den Universitäten, der Öffentlichkeit oder sonstwo
  6. Freiheit für friedliche Aktivitäten für die Rechte der Frauen
  7. Die politischen Gefangenen, auch die Frauen, müssen freigelassen werden.


8. März 2010 vor dem Ewin-Gefängnis

Gemäß den Berichten des Vereins zur Unterstützung der Familienangehörigen von politischen Gefangenen, sammelten sich am Montag Abend, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, etwa 100 Menschen, vorwiegend Frauen, vor dem Ewin-Gefängnis. Gegen 20 Uhr war die Menge auf ca. 400 Frauen und Männer angewachsen. Eine Vertreterin der Gruppe der trauernden Mütter erklärte, dass ihre Gruppe sich am 8. März vor dem Ewin-Gefängnis versammele, um die VertreterInnen des Vereins zur Unterstützung der Familienangehörigen von politischen Gefangenen zu unterstützen. Ein Mann und seine Tochter hatten rote Blumen sowie Süssigkeiten mitgebracht. Die Tochter verteilte die Blumen an die trauernden Mütter und der Vater verschenkte die Süssigkeiten an alle Anwesenden.

An diesem Abend sind zehn Gefangene freigelassen worden, leider war unter ihnen keine Frau. Ein Teil der Freigelassenen begab sich zu der Versammlung und zeigte das Victory-Zeichen, woraufhin die Menge klatschte.


Protest gegen Geschlechterapartheid am 8. März 2010 an der Universität Ghom

Die Studentinnen der Universität Ghom versammelten sich am gestrigen Montag, den 8. März, um 14: 30 Uhr gegen Geschlechterapartheid und aus Respekt vor dem 8. März. Sie wurden dabei von Studenten unterstützt. Während des Verlaufs der Versammlung filmte und fotographierte der Geheimdienst um die Anwesenden einzuschüchtern, doch diese setzten ihren Protest ohne Angst fort. Der Leiter der Universität kam zu der Versammlung, bat um ruhiges Verhalten und machte das Angebot, dass eine Vertreterin oder ein Vertreter der Versammlung zu ihm kommen und in Ruhe seine /ihre Forderungen vorbringen könne.